{"id":21248,"date":"2023-07-13T15:19:45","date_gmt":"2023-07-13T13:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16455-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:48","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:48","slug":"16455-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16455-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer selbstt\u00e4tigen dezentralen Fenster-L\u00fcftungsanlage mit integrierter W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung f\u00fcr Alt- und Neubaufenster"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bisher wurde  bei Neubau bzw. Sanierung von H\u00e4usern eine zentrale L\u00fcftungsanlage eingebaut. Einige Nachteile dieser Anlagen sind der gro\u00dfe Platzbedarf f\u00fcr L\u00fcfter und W\u00e4rmetauscher, alle R\u00e4ume m\u00fcssen \u00fcber Rohrleitungen mit der Zentrale verbunden werden, nicht bei allen H\u00e4usern (gerade in der Sanierung) m\u00f6glich. Das Projekt hat zum Ziel, f\u00fcr gebr\u00e4uchliche handels\u00fcbliche Fenster im Neu- und Altbaubereich, eine auch nachtr\u00e4glich installierbare L\u00fcftung mit integriertem W\u00e4rmetauscher und automatischer L\u00fcftungsregelung zu entwickeln. Das Ergebnis der Entwicklung ist ein kommerziell verwertbares Produkt, das durch entsprechend geschultes Fachpersonal der Montagebetriebe des Geb\u00e4udeinstallationsbereiches (hier besonders Fenster+ Trockenbau) zur Anwendung kommt.<br \/>\nEs sind Verfahren und Technologien zu entwickeln, die die Herstellung des Systems kosteng\u00fcnstig in hohen St\u00fcckzahlen erlauben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie integrierte Steuerung erlaubt den intelligenten Betrieb der Anlage. Dazu werden Sensoren zur Personenerkennung und zur Temperatur- und Feuchtemessung eingesetzt. Sind mehrere Fenster in einen Raum mit der Anlage ausger\u00fcstet, gen\u00fcgt eine Steuerung mit Sensorik f\u00fcr den gesamten Raum die Steuerung \u00fcbermittelt die notwendigen Sensor bzw. Steuerdaten \u00fcber ein Bussystem (Zweidrahtleitung\/Funk\/Infrarot) an die anderen Fensteranlagen mit einfacher L\u00fcftersteuerung. Die Daten k\u00f6nnen auch anderen Geb\u00e4udesystemen, wie Heizung etc., \u00fcbermittelt werden. Eine integrierte Zeitsteuerung erlaubt das Voreinstellen von bestimmten L\u00fcftungsszenarios, wie ein Sto\u00dfl\u00fcften am Morgen, oder L\u00fcften nur an Werktagen usw.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in 2 Phasen gegliedert.<br \/>\nDie Phase I betrachtete die Grundlagen der L\u00fcftungstechnik in Wohnr\u00e4umen im Allgemeinen und die Umsetzbarkeit eines L\u00fcftungsger\u00e4tes im Fensterbereich im Besonderen.<br \/>\nVielf\u00e4ltige Untersuchungen belegen die Notwendigkeit einer gleichm\u00e4\u00dfigen L\u00fcftung zum Erreichen der nach DIN 1946\/6 geforderten hygienischen Verh\u00e4ltnisse in R\u00e4umen.<br \/>\nInnerhalb der Phase I konnte mittels theoretischer Berechung von Str\u00f6mungswerten, Luftverteilung und Temperaturverteilung nachgewiesen werden, dass ein im Fenster integriertes bzw. in N\u00e4he des Fensters angebrachtes L\u00fcftungsger\u00e4t optimale Durchmischungswerte im Raum erzielt und somit auch bei kleinen Volumenstr\u00f6men eine Schimmelbildung weitestgehend ausschlie\u00dft. Die Erkenntnisse aus Phase I wurden zur Grundlage der Entwicklung eines Ger\u00e4tes genommen, welches die geforderte Zielsetzung erf\u00fcllt.<br \/>\nDas Projektergebnis sieht folgenderma\u00dfen aus: Das Fenster und der Rahmen bleiben wie sie sind. Nur die Fensterglasscheibe wird herausgenommen und durch eine neue etwas k\u00fcrzere Scheibe ersetzt. In den geschaffenen Zwischenraum wird eine Platte eingesetzt und auf diese Platte das L\u00fcftungsger\u00e4t montiert. Bohrungen in der Platte schaffen die notwendigen Luftkan\u00e4le f\u00fcr Zu- und Abluft. Ein positiver Nebeneffekt dieser L\u00f6sung ist die m\u00f6gliche Verbesserung der k-Wert bzw. U-Wert Eigenschaften des Fensters durch die Verwendung von Scheiben mit niedrigeren k-Wert. Besonders etwas \u00e4ltere Fenster lassen sich dadurch enorm verbessern und das bei geringen Kosten.<br \/>\nFolgende Vorteile ergeben sich aus der vorliegenden L\u00f6sung:<br \/>\n&#8211;\tgeringe Montagekosten<br \/>\n&#8211;\tkeine Durchbr\u00fcche durch Wandaufbau oder Fenster<br \/>\n&#8211;\tVerbesserung der Fenstereigenschaften hinsichtlich des W\u00e4rmed\u00e4mmwertes<br \/>\n&#8211;\tNutzung vorhandener Fensterbauelemente ohne diese zu zerst\u00f6ren<br \/>\n&#8211;\tFensterfunktionen bleiben erhalten<br \/>\n&#8211;\tm\u00f6glicher problemloser R\u00fcckbau<br \/>\n&#8211;\teinfachste elektrische Installation mit Steckernetzteil<br \/>\n&#8211;\tEnergieeffizienter Betrieb durch 12V Gleichstromventilatoren und Schaltnetzteil<br \/>\n&#8211;\tRegelbare Luftmenge 10-20m\u00b3\/h<br \/>\n&#8211;\teffektive W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung im Betrieb von ca. 60-90%<br \/>\n&#8211;\thohe W\u00e4rmed\u00e4mmung des Ger\u00e4tes<br \/>\n&#8211;\tSchalld\u00e4mmung wie normale Fensterscheibe<br \/>\n&#8211;\tLuftfilterung der Zu- und Abluft, m\u00f6glicher Einsatz von Pollenfiltern<br \/>\n&#8211;\tKosteng\u00fcnstiges Au\u00dfengeh\u00e4use aus Stangenmaterial<br \/>\n&#8211;\tAnpassung an unterschiedliche Fensterbreiten durch entsprechenden Zuschnitt von Geh\u00e4use und Platte<br \/>\nDer Markenname des Ger\u00e4tes ist AirPriX. Das Ger\u00e4t ist zum Patent unter DE 102 10 823 A1 angemeldet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>AirPriX wurde schon 2004 auf verschiedenen Baumessen vorgestellt. U. a. der Bautec 2004 in Berlin und der Haus 2004 in Dresden. Weitere Pr\u00e4sentationen und Ver\u00f6ffentlichungen sind in Planung. AirPriX wird im Internet unter der Adresse: www.airprix.de pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit AirPriX ist ein innovatives Produkt entstanden, das die Zielstellung der Aufgabenstellung voll erf\u00fcllt. Auch wenn nicht alle Ideen vom Anfang der Entwicklung umsetzbar waren, so ist dennoch mit AirPriX ein positiver Entwicklungsabschluss gelungen, der in der Umsetzung sogar noch besser ist als die Anfangsidee. Die an der Entwicklung beteiligten Firmen sind sich darin einig, dass AirPriX nunmehr ge-meinsam zu vermarkten ist. Eine Erg\u00e4nzung der Entwicklung liegt in einer Komfortsteuerung und einer Verbesserung der Optik (Design). Beides soll im Zuge der Vermarktung verwirklicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bisher wurde bei Neubau bzw. Sanierung von H\u00e4usern eine zentrale L\u00fcftungsanlage eingebaut. Einige Nachteile dieser Anlagen sind der gro\u00dfe Platzbedarf f\u00fcr L\u00fcfter und W\u00e4rmetauscher, alle R\u00e4ume m\u00fcssen \u00fcber Rohrleitungen mit der Zentrale verbunden werden, nicht bei allen H\u00e4usern (gerade in der Sanierung) m\u00f6glich. 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