{"id":21239,"date":"2023-07-13T15:14:14","date_gmt":"2023-07-13T13:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10766-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:15","slug":"10766-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10766-01\/","title":{"rendered":"Aufbau einer Photovoltaikanlage an den St\u00e4dtischen Kaufm\u00e4nnischen Schulen Rheine &#8211; Berufskolleg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufbau einer 2 kW-Photovoltaikanlage durch Sch\u00fcler der Klasse 12\/b (Wirtschaftsgymnasium) auf dem Dach der Schule unter Anleitung eines Elektroinstallateurs. Ziel des Projektes ist die p\u00e4dagogische Vermittlung regenerativer Umwelt- bzw. Energietechnik, die durch den Aufbau der Demonstrationsanlage praxisorientiert erfolgen kann. Da die Daten der Anlage an jedem Ort der Schule am PC und zus\u00e4tzlich auf einem Gro\u00dfdisplay im Foyer der Schule gezeigt werden k\u00f6nnen, ergeben sich vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten zur Umweltbildung der Sch\u00fcler innerhalb und au\u00dferhalb des Unterrichts.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie technischen M\u00f6glichkeiten von \u00f6kologisch erzeugtem Strom wurden besonders innerhalb eines Energiesparprojektes der Klasse G11\/1 (Wirtschaftsgymnasium) aufgezeigt.<br \/>\nDiese Sch\u00fclergruppe hat sich im Februar 1999 innerhalb des Projektes zum Ziel gesetzt, die Schule durch bessere Energietechnik und vor allem durch umweltbewussten Umgang mit Energie zur Energiesparschule zu machen. Hier entstand die Motivation die nachhaltige Erzeugung von elektrischem Strom auch in der Schule darstellen und durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nNach Kl\u00e4rung der notwendigen Finanzmittel und der m\u00f6glichen F\u00f6rderungen wurden die technischen Randbedingungen (Statik des Daches, M\u00f6glichkeit der Stromeinspeisung, Sturmfestigkeit,&#8230;) gekl\u00e4rt.<br \/>\nDie Sch\u00fcler erhielten zun\u00e4chst eine Unterweisung des Elektroinstallateurs zu Aufbau und Montage der gesamten Anlage. Hier erfolgte auch der Hinweis auf einzuhaltende Sicherheitsma\u00dfnahmen sowohl f\u00fcr den Umgang mit Strom als auch bei der Begehung eines Flachdaches.<br \/>\nNach der erfolgreichen Installation der Demonstrationsanlage werden die Sch\u00fcler in die Software zur Auswertung der Daten eingearbeitet, sodass sie den gesamten Ablauf der Stromerzeugung kennen und  erl\u00e4utern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Nach einer langen Phase der Planung, vor allem zur Sicherung der Finanzierung und \u00dcberpr\u00fcfung der technischen Randbedingungen, konnte mit der Installation begonnen werden.<br \/>\nBesonders erfreulich war, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bei fast allen Arbeitsschritten selbst aktiv werden konnten.<br \/>\nMit enormem Engagement und auch k\u00f6rperlichem Einsatz wurde zun\u00e4chst das Flachdach f\u00fcr  die Modultr\u00e4gerkonstruktion vorbereitet. Die Vorgehensweise konnte nach einer Ortsbegehung mit dem Hochbauamt im Detail abgesprochen werden. An einem Nachmittag wurde danach zun\u00e4chst die Kiesschicht entfernt, die Folie \u00fcber der Bitumenschicht gereinigt und mit Bitumenrecyclingmatten gesch\u00fctzt.<br \/>\nDer Aufbau der Modultr\u00e4gerkonstruktion und die Befestigung der Solarmodule konnte am folgenden Nachmittag durchgef\u00fchrt werden. Da die Firma Elektro-Denker den Aufbau mit zwei Installateuren betreute, von denen letztlich die Verkabelung (400 V!) und der Einbau des Wechselrichters vorgenommen wurde, konnte bereits am gleichen Tag der erste Strom eingespeist werden.<br \/>\nEin eigener Z\u00e4hler f\u00fcr die Anlage erschien durch die sehr hohe Grundlast der Schule nicht sinnvoll, so dass eine Direkteinspeisung \u00fcber die Steckdose erfolgte.<br \/>\nEine Vergr\u00f6\u00dferung der Anlage ist durch die erweiterbare Modultr\u00e4gerkonstruktion jederzeit m\u00f6glich.<br \/>\nEine Ver\u00e4nderung des Neigungswinkels der Solarmodule f\u00fcr die Sommermonate k\u00f6nnte sinnvoll etwa im Juni durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach Abschluss der Installation wurden Presseberichte in den lokalen Zeitungen ver\u00f6ffentlicht. Die Sch\u00fcler dokumentierten den gesamten Ablauf des Projektes in Wort und Bild. Zum Tag der offenen T\u00fcr am 09. Oktober 1999 pr\u00e4sentierten sie ihr Ergebnis und die \u00fcber Modem angezeigten aktuellen und gespeicherten Stromwerte einer gr\u00f6\u00dferen \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\nIn einer Power-Point-Pr\u00e4sentation der Dreij\u00e4hrigen H\u00f6heren Handelsschule (Wirtschaftsgymnasium) wurde das Projekt ebenfalls vorgestellt.<br \/>\nEine Darstellung im Internet findet sich unter www.KFMSchulen.de in der Rubrik: Aktuelles.<br \/>\nDa die gesamt Anlage ohne Gefahr von einem Treppenhaus frei einsehbar ist, nimmt der Physikunterricht immer wieder Bezug zu dieser Art der Stromerzeugung. Besuchergruppen steht eine Besichtigung ebenfalls offen.<br \/>\nDas Display im Foyer der Schule erregt  Aufmerksamkeit f\u00fcr das Projekt und bringt \u00f6kologisch erzeugten Strom immer wieder ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Realisierung des Projekts zeigte sich von besonderem p\u00e4dagogischen Wert. Neben der Gewinnung von Fachwissen im Bereich Umwelttechnologie war es f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vor allem die eigene Aktivit\u00e4t w\u00e4hrend des Projekts, die sie stolz auf ihren \u00f6kologischen Strom machte. F\u00fcr den Unterricht l\u00e4sst sich das Projekt gerade im Bezug auf Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Darstellung von Umwelttechn\u00edk vielf\u00e4ltig weiterf\u00fchren.<br \/>\nWenn, wie in diesem Fall, alle zust\u00e4ndigen Institutionen gut zusammenarbeiten, ist ein solches Projekt jeder Schule zu empfehlen.<br \/>\nDer Aufwand zur Sicherung der Finanzmittel, insbesondere der m\u00f6glichen F\u00f6rdermittel, ist durch die Kompliziertheit der verschiedenen F\u00f6rderrichtlinien allerdings nicht unerheblich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufbau einer 2 kW-Photovoltaikanlage durch Sch\u00fcler der Klasse 12\/b (Wirtschaftsgymnasium) auf dem Dach der Schule unter Anleitung eines Elektroinstallateurs. Ziel des Projektes ist die p\u00e4dagogische Vermittlung regenerativer Umwelt- bzw. Energietechnik, die durch den Aufbau der Demonstrationsanlage praxisorientiert erfolgen kann. 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