{"id":21222,"date":"2023-07-13T15:19:09","date_gmt":"2023-07-13T13:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15627-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:12","slug":"15627-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15627-02\/","title":{"rendered":"Naturnahe Schulpausenhofgestaltung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Au\u00dfer einem Asphaltschulhof auf der Ostseite der Schule mit einer Tischtennisplatte und einem Kletterger\u00fcst, geh\u00f6rt zu der Schule auf der Westseite ein Wiesengrundst\u00fcck mit Baumbestand. Dieses Grundst\u00fcck d\u00fcrfen die Sch\u00fclerInnen bisher nicht benutzen, es gibt auch keinen geeigneten Zugang. Der Wie-senbereich von ca 1.400m grenzt direkt an das Schulgeb\u00e4ude, er hat zwei windgesch\u00fctzte Nischen, Begrenzungshecken sind nicht vorhanden. Er soll nun nach einem p\u00e4dagogischen Konzept ausgestaltet werden und den Sch\u00fclerInnen zur Verf\u00fcgung stehen. Dieses soll sowohl im freien Umgang mit der Natur geschehen, als auch im zielgerichteten, themenbezogenen Arbeiten im Sachunterricht der Klassen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Idee der Umgestaltung des Schulgel\u00e4ndes ist entstanden aus der Arbeit am Schulprogramm. Damit die soziologischen Bedingungen f\u00fcr aggressionsfreieren Umgang der Sch\u00fcler miteinander verbessert w\u00fcrden, sollten die Ressourcen des Gel\u00e4ndes genutzt werden und ein naturnaher Spiel- und Lernbereich geschaffen werden.<br \/>\nIm Herbst 1998 wurde daf\u00fcr eine Projektgruppe gebildet, die aus Vertretern der schulischen Gremien, einem Vorstandsmitglied des F\u00f6rdervereins, dem Vorsitzenden des Heimatvereins, einem Vertreter des Schultr\u00e4gers und dem Hausmeister bestand.<br \/>\nEin Informationsabend des Leiters der Forschungsstelle f\u00fcr Spielraumplanung FFS \u00fcberzeugte alle an der Planung Beteiligten von der Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit der FFS, da diese Konzeption unserem Anliegen den Sch\u00fclern Zugang verschaffen zur Natur absolut entsprach.<br \/>\nEine skizzenhafte erste Planung erfolgte in der Planerrunde, einer ganzt\u00e4gigen Veranstaltung der FFS und drei Mitgliedern der Projektgruppe am 19.1.1999, bei der die eigenen Planungsw\u00fcnsche direkt in den Plan eingezeichnet wurden.<br \/>\nEntsprechend einem Leistungsverzeichnis besorgte die Projektgruppe alle notwendigen Materialien, z.B. mit Hilfe der Haubergsgenossenschaft und Unternehmern aus der Elternschaft.<br \/>\nDie Bauaktion soll in Form einer B\u00fcrgeraktion unter aktiver Mithilfe der Eltern an zwei Bauwochenenden stattfinden: 1. Bauabschnitt: 4.\/5. Juni 99 und 2. Bauabschnitt: 11.\/12. Juni 99.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der f\u00fcr das Projekt aufgestellte Zeitplan konnte eingehalten werden. Nachdem alle Planungsarbeiten beendet waren, mussten anhand eines von der Forschungsstelle herausgegebenen Leistungsverzeich nisses alle ben\u00f6tigten Materialien von Baumaschinen \u00fcber Baumaterialien bis zu Pflanzen  und kleinen Werkzeugen, in Sorten und Mengen angegeben, beschafft werden. Daf\u00fcr blieben nur zwei Wochen Zeit. Gleichzeitig musste die Mithilfe der Eltern und B\u00fcrger des Ortes organisiert und die Bewirtung der Helfer gekl\u00e4rt werden. Da bis zu diesem Zeitpunkt schon viele m\u00fcndliche Absprachen getroffen worden waren, konnte der Zeitpunkt der Bauaktion eingehalten werden.<br \/>\nAufgrund anhaltenden Regens war das erste Bauwochenende am 3.\/4. Juni beeintr\u00e4chtigt, die Arbeiten mussten am Samstagmittag abgebrochen werden, da es zu gef\u00e4hrlich war, mit den schweren Bauma-schinen weiter zu arbeiten. Da wir in der Elternschaft professionelle Helfer hatten &#8211; Gel\u00e4ndegestalter, Bauleiter, Pflasterer &#8211; war abzusehen, dass wir trotz dieser Verz\u00f6gerung den f\u00fcr das zweite Bauwo-chenende vorgesehenen zweiten Bauleiter entbehren konnten. Das verschaffte dem finanziellen Rahmen eine Erleichterung von etwa 2.500 DM, eine gute Einsparung, die dringend ben\u00f6tigt wurde f\u00fcr nicht eingeplante Materialien, z.T. h\u00f6here Massen. So konnte auch der finanzielle Rahmen eingehalten werden. Insgesamt wurden &#8211; au\u00dfer den Restkosten von ca. 51.000 DM &#8211; durch Eigenleistung weitere 65.000 DM eingespart. Der in der Planerrunde im Januar 1999 erstellte Plan wurde in allen Details an den geplanten Bauwochenenden realisiert. Die Arbeiten am letzten Wochenende wurden um 23.00 Uhr beendet, eine gro\u00dfe Leistung der Helferinnen und Helfer.<br \/>\nW\u00e4hrend bei den Eltern viel Verst\u00e4ndnis und Mithilfe an diesem Projekt vorhanden war, bedurfte es intensiver \u00dcberzeugungsarbeit, den \u00c4ngsten der Nachbarn zu begegnen. Keineswegs leicht lie\u00dfen sich die gesetzten p\u00e4dagogischen Ziele vermitteln, zu stark war die Sorge vor Missbrauch der Anlage durch Jugendliche, vor Wandalismus und St\u00f6rungen durch l\u00e4rmende Kinder. Es wurde darauf verwiesen, dass in d\u00f6rflicher Umgebung Waldn\u00e4he gegeben sei, die von den Kindern genutzt werden sollte. Eine Unterschriftensammlung und Beschwerde beim B\u00fcrgermeister, sowie die anschlie\u00dfende Anh\u00f6rung f\u00fchrten zu folgender Regelung: Die Benutzung des Gel\u00e4ndes soll &#8211; durch ein Schild gekennzeichnet &#8211; zeitlich limitiert werden.<br \/>\nF\u00fcr dieses Projekt liegt eine zukunftsorientierte Umweltentlastung vor. Sie begr\u00fcndet sich im Schaffen eines positiven, verantwortungsvollen Bewusstseins f\u00fcr die Umwelt bei Kindern und Jugendlichen. Dieses ist immer auch mit Wagnis verbunden. Den Sch\u00fclern muss im Umgang mit der Natur der Zugang  zur Natur, der Wert der Natur, der Zauber der Natur, das Erhalten der Natur nahegebracht werden. Dazu sind konkrete Ma\u00dfnahmen notwendig, thematisch festgelegte Unterrichtseinheiten, die zugeordnet zu bestimmten Jahrg\u00e4ngen als verbindlicher Unterrichtsstoff im Schulprogramm verankert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in allen Phasen von Ver\u00f6ffentlichungen in der Presse begleitet. Es war notwendig, die Planung des Projektes einschlie\u00dflich der p\u00e4dagogischen Zielsetzungen den gemeindlichen Gremien, Parteifraktionen \u00fcberzeugend darzustellen, um Unterst\u00fctzung und Genehmigung der Umgestaltung des Gemeinde eigenen Gel\u00e4ndes zu erwirken. Von diesen Fachvortr\u00e4gen und anschlie\u00dfenden Diskussionen berichtete die lokale Presse, auch unter Hinweis auf die Notwendigkeit der F\u00f6rderung durch eine Institu-tion von au\u00dferhalb, da die Gemeinde eine Unterst\u00fctzung des Modell-Projekts in gr\u00f6\u00dferem Umfang nicht leisten konnte.<br \/>\nDie Bauaktion selbst wurde umfangreich mit vielen Bildern in der Siegener Zeitung dargestellt, unter Hinweis auf die F\u00f6rderung durch die Bundesstiftung f\u00fcr Umwelt, die zu diesem Zeitpunkt festlag. In der lokalen Presse erschien ein Pl\u00e4doyer der Schule an alle, die zur Verwirklichung des Projektes beigetragen haben: durch aktiven Arbeitseinsatz, durch Sponsoring, durch F\u00f6rderung, durch Spenden.<br \/>\nAm 25. August findet eine Einweihungsfeier statt, zu der sowohl Repr\u00e4sentanten der Gemeinde, als auch der Schul\u00f6ffentlichkeit eingeladen werden, die komplette Elternschaft und die Presse.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt kann ohne \u00dcbertreibung als lohnenswert beurteilt werden. Aufgrund der starken Identifikation der Eltern und der Sch\u00fcler, die ihren Beitrag dazu lieferten, bestehen gute Voraussetzungen daf\u00fcr, dass die damit verbundenen p\u00e4dagogischen Zielsetzungen erreicht werden k\u00f6nnen. Das Gel\u00e4nde ist zu einem Ort geworden, der den Sch\u00fclern die Schule als Ort des Lebens und Lernens in einem ganzheitlichen Konzept m\u00f6glich macht. Integratives Lernen kann hier praktiziert werden: Bewegung, Begegnung, Arbeiten und Feiern in nat\u00fcrlich gestalteter Umwelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Au\u00dfer einem Asphaltschulhof auf der Ostseite der Schule mit einer Tischtennisplatte und einem Kletterger\u00fcst, geh\u00f6rt zu der Schule auf der Westseite ein Wiesengrundst\u00fcck mit Baumbestand. Dieses Grundst\u00fcck d\u00fcrfen die Sch\u00fclerInnen bisher nicht benutzen, es gibt auch keinen geeigneten Zugang. 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