{"id":21220,"date":"2023-07-13T15:19:45","date_gmt":"2023-07-13T13:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16377-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:45","slug":"16377-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16377-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung der Internationalen Frauenuniversit\u00e4t &#8211; Projektbereich  Wasser"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Fachfrauen sollen im Kontext der Agenda 21 zum nachhaltigen Umgang mit S\u00fc\u00dfwasserressourcen und Gew\u00e4ssern qualifiziert werden, unter Einbeziehung sozialwissenschaftlicher, kultureller und politischer Aspekte. Die Zielsetzung besteht zum einen darin, brisante aktuelle Wasserthemen (Wasserverf\u00fcgbarkeit, Wasserqualit\u00e4t, Gew\u00e4sserreinhaltung, Flussgebietsmanagement) unter interdisziplin\u00e4ren, interkulturellen und geschlechtsspezifischen Blickwinkeln zu vermitteln und zu diskutieren und mit Expertinnen aus der Praxis eigene Projekte exemplarisch zu bearbeiten. Zum anderen ist es Ziel, durch eine internationale Vernetzung Qualifizierung zu erreichen und Weiterf\u00fchrung praktischer technisch-wissenschaftlicher Vorhaben vorzubereiten und mit den Ergebnissen auch lokale Projekte zu unterst\u00fctzen und zu beraten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt ist in drei Zeitabschnitte (Vorbereitung, Durchf\u00fchrung, Nachbereitung) gegliedert. Die Vorbereitung (Mai 1999 bis Juni 2000) integriert die Konzeption des Curriculums sowie alle erforderlichen Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung, Finden von internationalen Kooperationspartnerinnen, die ihr Wissen schon jetzt in die laufenden Planungen einbringen, Zulassung von Studentinnen, Entwicklung von Tutorien, Planung eines ServiceCenters sowie Bereitstellung von Informationen und Kommunikationswegen auf multimedialer Ebene. Die Durchf\u00fchrung (Juli bis Oktober 2000) setzt sich aus zwei Bl\u00f6cken zusammen. Der erste Block (6 Wochen) dient der Wissensvermittlung sowie der fachlichen Diskussion. Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis und Studentinnen treten in einen akademischen Dialog, der von qualifizierten Tutorinnen begleitet wird. Der zweite Block beginnt mit einer Exkursionswoche. Es folgen f\u00fcnf Wochen mit praktischer Projektarbeit. Die Ergebnisse werden in der letzten Woche ver\u00f6ffentlicht. Ziel der Projektarbeit ist, Handlungskompetenzen zu entwickeln und den sp\u00e4teren Transfer vorzubereiten. Eine multimediale Dokumentation erm\u00f6glicht die Informationsweitergabe \u00fcber die Grenzen der ifu hinaus. Die Nachbereitung (November bis Dezember 2000) beinhaltet die Sauswertung von Ergebnissen und die Fertigung einer Ver\u00f6ffentlichung. Das Gesamtkonzept leistet innovative Beitr\u00e4ge im Rahmen der Hochschullehre und Umweltbildung. Ressourcenschonenden Techniken wird ein unmittelbarer Wert beigemessen. W\u00e4hrend der Vorbereitung, der Durchf\u00fchrung und der Nachbereitung werden verschiedene Methoden eingesetzt, um dem hohen Anspruch der Nachhaltigkeit gerecht zu werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Vorbereitungsphase des Projektes (Mai 99 &#8211; Juni 00) verlief im Gro\u00dfen und Ganzen planm\u00e4\u00dfig. Zu Abweichungen von urspr\u00fcnglichen Planungen kam es vor allem bei der Konzeptionierung des Curriculums aufgrund der gek\u00fcrzten finanziellen Mittel: so konnte nicht die angestrebte Anzahl an Dozentinnen &#8211; vor allem aus dem Ausland &#8211; eingeladen werden, wie eigentlich vorgesehen; so musste die geplante Anzahl der Projekte verringert werden; so konnten nicht alle Aspekte der Tutorinnenschulung Ber\u00fccksichtigung finden. Die Zusammenarbeit mit den drei Hauptkooperationspartnerinnen bez\u00fcglich ihrer f\u00fcr den Projektbereich (PB) Wasser durchgef\u00fchrten Auslandsprojekte gestaltete sich als sehr positiv. Die in diesen drei Projekten (Indien, Mexiko und S\u00fcdafrika) erzielten Ergebnisse wurden als Basismaterial f\u00fcr die praktische Projektarbeit des zweiten Veranstaltungsblockes verwandt. Die Entwicklung der Bausteine zur interkulturellen und fachlichen Schulung der Tutorinnen wurde mit Hilfe zweier professioneller Trainerinnen vorgenommen und unmittelbar vor Beginn der Pr\u00e4senzphase umgesetzt. Hier wurde vor allem Wert gelegt auf die Sensibilisierung f\u00fcr kulturelle Konfliktpotentiale, fachliche Differenzen sowie die Umsetzung multimedialer Lehr- und Lernformen. Planung und Koordination des Service-Center, dessen Aufgabenbereiche sowie das aktive Konfliktmanagement vor Ort waren ebenfalls Anteile, die vor allem f\u00fcr die Tutorinnen des Service-Center und die Projektkoordinatorinnen von gro\u00dfer Bedeutung waren. Nach dem Be-kannt werden der Bewerbungssituation im Jan.\/Febr. 00 war eine der Hauptaufgaben im PB Wasser die Bewertung der Bewerberinnen bez\u00fcglich ihrer Qualifikation und Erwartungen. Daraus musste sich eine Anpassung der Studieninhalte ergeben, die zu einer Verschiebung vor allem in der Phase der theoretischen Wissensvermittlung f\u00fchrte. Vermutlich aufgrund der globalen Brisanz von Wasserverf\u00fcgbarkeit und Wasserqualit\u00e4t manifestierte sich dementsprechend das Interesse der Teilnehmerinnen, die zum \u00fcberwiegenden Teil aus den sogenannten L\u00e4ndern der Dritten Welt kamen. Statt der geplanten 150 Studentinnen, f\u00fcr die das Studienprogramm urspr\u00fcnglich konzipiert war, nahmen tats\u00e4chlich nur 101 an dem ersten Semester des Projektbereiches Wasser teil und erhielten zu dessen Ende ein Zertifikat (nach den Kriterien des ECTS &#8211; european credit point system &#8211; bewertet). Die theoretische Wissensvermittlung der ersten 6 Wochen stie\u00df auf sehr geteilte Meinungen seitens der Studentinnen: w\u00e4hrend den einen die Umsetzung des interdisziplin\u00e4ren Ansatzes unzureichend erschien, bem\u00e4ngelten die anderen eine zu geringe Vermittlung technischen Know-hows. Doch sp\u00e4testens in der zweiten H\u00e4lfte der Pr\u00e4senzphase, wo der Schwerpunkt auf die praktische Projektarbeit mit dem daraus resultierenden akademischen Dialog gelegt wurde, waren alle Studentinnen mit dem Programmangebot zufrieden. Die frei zu w\u00e4hlenden Projekte liefen \u00fcber 5 Wochen und sollten bei jeder einzelnen dazu f\u00fchren, den Begriff der Umweltbildung neu zu denken, Handlungskompetenzen zu entwickeln, konkrete Planungsans\u00e4tze aufzuzeigen und einen aktiven Wissenstransfer anzusto\u00dfen. Zum Abschluss der Pr\u00e4senzphase fanden multimediale Pr\u00e4sentationen innerhalb des PB Wasser, im Gesamtkontext der ifu sowie \u00fcber eine eigens vom PB Wasser eingerichtete webpage (www.wifu.de) statt. Der Anspruch an die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Konzepte f\u00fcr die Bewirtschaftung von Wasserressourcen stand w\u00e4hrend der gesamten Laufzeit des Projektes an erster Stelle und wurde in den Pr\u00e4sentationen der einzelnen Projekte offenbar. Nach dem Ende des ersten Semesters wurde von den Koordinatorinnen die n\u00f6tige inhaltliche Nachbereitung des Projekts sowie die Finanzabrechnung vorgenommen. Das Manuskript der Buchver\u00f6ffentlichung beim Springer-Verlag wurde bearbeitet und im Juni abgeschlossen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die ifu als Gesamtprojekt wurden im Verlauf der Projektlaufzeit mehrere Ver\u00f6ffentlichungen herausgegeben, in denen der PB Wasser jeweils einen Teilbereich inne hat. Beispielhaft zu nennen w\u00e4ren an dieser Stelle (vgl. Anhang Abschlu\u00dfbericht):<br \/>\n\u00b7\tDUZ special, RAABE Fachverlag f\u00fcr Wissenschaftsinformation, 1999<br \/>\n\u00b7\tNeusel A., Die eigene Hochschule, leske + budrich, 2000<br \/>\n\u00b7\tIfu, towards the future of the international womens university, 2000<br \/>\n\u00b7\tIn Bearbeitung: sustainable water and soil management, Springer Verlag, 2001<br \/>\nFachvortr\u00e4ge \u00fcber den PB Wasser fanden unter anderem bei der \u0082S\u00fcdamerika Gesellschaft im Leibnitzhaus Hannover am 23. Februar 2000, beim VDI (Verein Deutscher Ingenieure) in Braunschweig am 17. September sowie im Rahmen der EXPO auf dem \u0082water symposium am 9. Oktober 2000 statt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die erste Pr\u00e4senzphase des PB Wasser im Rahmen der Internationalen Frauenuniversit\u00e4t ifu ist insgesamt auf gro\u00dfe Zustimmung und Begeisterung seitens aller Teilnehmerinnen gesto\u00dfen. Als sich nachhaltig auswirkende Kritikpunkte haben sich vor allem die gro\u00dfe Anzahl an Vorlesungen und die allumfassend strukturierten Tagesabl\u00e4ufe (typisch deutsch) herauskristallisiert. Die Studentinnen wollten mehr Eigeninitiative einbringen k\u00f6nnen und l\u00e4ngere Zeit an praktischen Projekten arbeiten. Diese Hauptkritik sollte bei einer m\u00f6glichen Weiterf\u00fchrung der ifu, bei der Vorbereitung einer neuen Pr\u00e4senzphase unbedingt ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Fachfrauen sollen im Kontext der Agenda 21 zum nachhaltigen Umgang mit S\u00fc\u00dfwasserressourcen und Gew\u00e4ssern qualifiziert werden, unter Einbeziehung sozialwissenschaftlicher, kultureller und politischer Aspekte. 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