{"id":21201,"date":"2023-07-13T15:14:14","date_gmt":"2023-07-13T13:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10761-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:15","slug":"10761-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10761-01\/","title":{"rendered":"Aufbau einer Photovoltaikanlage am Arnold-Janssen-Gymnasium in Neuenkirchen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Einbindung einer schuleigenen Photovoltaikanlage in ein zu verbesserndes Umweltbildungskonzept, dem es bisher an geeigneten Objekten zum projektorientierten Lernen mangelte, ist ein Anla\u00df des Vorhabens. Au\u00dferdem wird als Ziel angestrebt, den Theorie-Praxis-Bezug zu erh\u00f6hen und mit der neuen Anlage eine der elegantesten M\u00f6glichkeiten der umweltschonenden Bereitstellung elektrischer Energie sowie deren Nutzung im eigenen Hause demonstrieren zu k\u00f6nnen. Dieser Theorie-Praxis-Bezug soll bereits bei den Vorbereitungen zum Aufbau der Anlage beginnen und in enger Zusammenarbeit mit der Installationsfirma als Kooperationspartner erfolgen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Aufbau der Anlage soll den F\u00f6rdervoraussetzungen im Rahmenprogramm entsprechend als Unterrichtsprojekt durchgef\u00fchrt werden. Unter der Leitung und Anleitung der Installationsfirma sollen die Mitglieder der Energie-Arbeitsgemeinschaft (8 Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 12) bei Beachtung der Sicherheitsvorschriften an m\u00f6glichst vielen der nachfolgend genannten Arbeitsschritte beteiligt werden:<br \/>\nVorbereitung des Aufbaus:<br \/>\n&#8211;  Information des Installateurs und des Lehrers \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe und Komponenten der Anlage,<br \/>\n&#8211;  Ortsbegehung des Flachdaches und Erkundung der Aufstellm\u00f6glichkeiten unter Ber\u00fccksichtigung der<br \/>\n    Kabelverlegung, Ausrichtung nach S\u00fcden, Neigung der Module, Abschattung und Anzahl der Str\u00e4nge,<br \/>\n&#8211;  vorbereitende Arbeiten wie der Transport aller angelieferten Teile auf das Schuldach (3 Stockwerke).<br \/>\n   Aufbau der Anlage:<br \/>\n&#8211;  Besprechung mit dem Aufbauleiter auf dem Schuldach, Gruppeneinteilung mit genauen Anweisungen,<br \/>\n&#8211;  Montage der Modultr\u00e4ger und deren Ausrichtung und Beschwerung mit Gartenplatten,<br \/>\n&#8211;  Montage der Solarmodule auf den Modultr\u00e4gern,<br \/>\n&#8211;  Verkabelung aller Module untereinander und mit dem inzwischen installierten Wechselrichter,<br \/>\n&#8211;  \u00dcberpr\u00fcfung und Inbetriebnahme der Anlage,<br \/>\n&#8211; Montage und Inbetriebnahme des Gro\u00dfdisplays in der Pausenhalle.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zur Planung und Vorbereitung des Aufbaus der Anlage:<br \/>\nNachdem die Finanzierung der Anlage gesichert war (ma\u00dfgeblich daf\u00fcr waren die Bewilligungen der F\u00f6rderantr\u00e4ge), konnte mit den konkreten Vorbereitungen zum Aufbau der Anlage begonnen werden.<br \/>\nDie Zusammenarbeit mit der Installationsfirma war beispielhaft, denn Herr Denker hat sich als Firmenchef und Vater eines ehemaligen Sch\u00fclers (sowie Mitglied unseres F\u00f6rdervereines) sehr viel Zeit genommen, um den Sch\u00fclern der Energie-AG und deren Lehrer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. So konnten die Vorbereitungen wie oben geplant durchgef\u00fchrt werden. Erfreulich ist, dass sogar einige Eltern in das Projekt eingebunden werden konnten, als es darum ging, die zur Beschwerung der Anlage ben\u00f6tigten Gartenplatten zu organisieren und beim Transport zu helfen. Da die Komponenten der Anlage erst am Aufbautag angeliefert wurden, hat die Installationsfirma die Kabelverbindung vom Dach zum darunterliegenden Physiksammlungsraum, in dem der Wechselrichter untergebracht ist, bereits einige Tage vorher vorgenommen. Dadurch konnte erreicht werden, dass an einem (f\u00fcr die Mitwirkenden unterrichtsfreien) Tag die komplette Anlage montiert werden und ihren Betrieb aufnehmen konnte.<br \/>\nZum Aufbau der Anlage:<br \/>\nDer Arbeitseifer der Sch\u00fcler kannte keine Grenzen, was dazu f\u00fchrte, dass nach einer kurzen Einweisung s\u00e4mtliche Komponenten der Anlage schnell und ohne Besch\u00e4digungen das Dach erreichten. Der weitere Aufbau verlief bei passendem sonnigen Wetter ohne Probleme wie geplant im zeitlichen Rahmen und endete mit der Montage des Gro\u00dfdisplays am Nachmittag. Unterbrochen wurden die Arbeiten lediglich durch schaulustige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in den gro\u00dfen Pausen sowie durch die Presse (s. u.).<br \/>\nDie Inbetriebnahme des Gro\u00dfdisplays in der Pausenhalle mu\u00dfte aus Zeitgr\u00fcnden auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt verschoben werden, weil es nicht ohne technische Ver\u00e4nderungen m\u00f6glich war, die vom Wechselrichter in das Stromnetz des neueren Schultraktes (Anbau) eingespeisten Daten in das Stromnetz des \u00e4lteren Hauptgeb\u00e4udes (Pausenhalle) zu \u00fcbertragen.<br \/>\nDer Neigungswinkel der Module wurde f\u00fcr den kommenden Winterbetrieb auf 40\u00b0 eingestellt. Eine Ver\u00e4nderung dieses Winkels f\u00fcr das Sommerhalbjahr bzw. f\u00fcr Experimente ist auch jetzt bereits m\u00f6glich, aber sie k\u00f6nnte durch leichte Ver\u00e4nderungen an der Modultr\u00e4gerkonstruktion (Anbringen zus\u00e4tzlicher Halterungen) im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr noch wesentlich erleichtert werden. <\/p>\n<p>Eine sp\u00e4tere Vergr\u00f6\u00dferung der Anlage durch die Montage zus\u00e4tzlicher Module ist problemlos m\u00f6glich, weil bei der Kabelabl\u00e4ngung auf dem Dach, der erweiterbaren Modultr\u00e4ger zu einer Seite sowie der noch freien Kapazit\u00e4t des Wechselrichters die Peripherie darauf vorbereitet wurde, so dass eine derartige Erweiterung auch preiswert gestaltet werden kann. Durch die hohe Grundlast des gesamten Schulkomplexes von 30kW verzichtet der \u00f6rtliche Stromversorger (VEW) auf den Einbau eines Stromz\u00e4hlers, so dass der erwartete Ertrag der Anlage von ca. 1800kWh pro Jahr auf denkbar einfache Weise durch die Verbindung des Wechselrichters mit dem Stromnetz der Schule (Stecker in die Steckdose) direkt genutzt wird. Deutlicher kann die Verwendung dieser umweltfreundlichen Energieform kaum noch demonstriert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber den Aufbau der Anlage wurde in der lokalen Presse berichtet. Die Pressearbeit wurde von zwei unserer Sch\u00fclerinnen in der Oberstufe vorgenommen, die mit dieser Arbeit vertraut sind. Weitere Ver\u00f6ffentlichungen (auch im Internet) \u00fcber die Nutzung der Anlage sind geplant.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der p\u00e4dagogische Wert eines wie oben beschriebenen Projektes ist derart gro\u00df, dass der Aufbau einer schuleigenen Photovoltaikanlage aus unserer Sicht nur jeder Schule empfohlen werden kann. Das gr\u00f6\u00dfte Problem dabei ist die Finanzierung und die damit verbundenen und f\u00fcr Laien (Lehrer) undurchsichtigen F\u00f6rderrichtlinien, die dringend \u00fcberarbeitet und vereinfacht werden sollten, um eine noch effektivere F\u00f6rderung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Einbindung einer schuleigenen Photovoltaikanlage in ein zu verbesserndes Umweltbildungskonzept, dem es bisher an geeigneten Objekten zum projektorientierten Lernen mangelte, ist ein Anla\u00df des Vorhabens. 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