{"id":21199,"date":"2023-07-13T15:19:39","date_gmt":"2023-07-13T13:19:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16299-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:41","slug":"16299-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16299-01\/","title":{"rendered":"Aufbau einer Demonstrationsanlage-\/Pilotanlage zur umweltverbessernden und energiesparenden Zwischenstufenverg\u00fctungs-H\u00e4rteanlage"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit der Demonstrationsanlage (Gesamtinvestition ca. 2,5 Mio. DM) sollen neue, innovative Verfahrenstechniken in der H\u00e4rtetechnologie erstmalig miteinander kombiniert werden. Dabei geht es um die Reduzierung von Prozessenergie, H\u00e4rtesalz-Verbrauch und H\u00e4rtesalz-Sonderm\u00fcllaufkommen. Die Schutzgaserzeugung soll statt mit Stickstoff und Methanol mit Erdgas und Luft realisiert werden. Ein \u00d6koauditsystem soll das Projekt begleiten und ggf. Ans\u00e4tze f\u00fcr weitere Verbesserungen aufzeigen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEin energiesparender, mit Rekuparationsbrennern ausgestatteter Durchlaufh\u00e4rteofen mit SiC-Muffel, der die Schutzgaserzeugung aus Erdgas und Luft realisiert und dabei die Gaszusammensetzung mit einer Lambda-Sonde sensorisch kontrolliert, soll aufgebaut und zur deutlichen Energiekostensenkung und der Vermeidung teuerer Rohstoffe f\u00fchren. Eine im quasi geschlossenen Betrieb arbeitende Salzzentrifuge soll den Wirkungsgrad der Salzentfernung von den H\u00e4rtegutteilen durch Zentrifugation im warmen Zustand verbessern. Ein optimiertes Teile-Sp\u00fclsystem mit einer Salzr\u00fcckgewinnung in einem speziellen Verdampfer soll aufgebaut und durch st\u00e4ndige Messung der Leitf\u00e4higkeit der Regenerationszustand der Sp\u00fclb\u00e4der konstant gehalten werden. Ein projektbegleitendes \u00d6koaudit soll durchgef\u00fchrt werden und nach M\u00f6glichkeit weitere Ans\u00e4tze f\u00fcr Energie und umweltverbessernde Ma\u00dfnahmen liefen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der im Rahmen des Vorhabens errichteten Demonstrations- und Pilotanlage f\u00fcr die H\u00e4rtung von Teilen nach dem Verfahren der Zwischenstufenverg\u00fctung (Bainith\u00e4rtung) ist es gelungen, innovative Verfahrenstechniken des H\u00e4rtens ohne Anlassen erstmals miteinander zu kombinieren. <\/p>\n<p>Die angestrebten Verfahrensparameter wurden nach Optimierungen in der Phase der Inbetriebnahme mit Abschluss des Vorhabens erreicht.<\/p>\n<p>Bei der Erzeugung des Schutzgases f\u00fcr den H\u00e4rteprozess konnte auf die \u00fcblichen Medien Stickstoff und Methanol verzichtet werden. Alternativ dazu wird das Schutzgas nunmehr aus Erdgas und Umgebungsluft gewonnen. Die Teilereinigung (Entfettung) vor dem H\u00e4rteprozess hat zu Verbesserung der H\u00e4rteergebnisse gef\u00fchrt. Die Forderung nach einer weitgehenden R\u00fcckf\u00fchrung des H\u00e4rteguttransportbandes innerhalb des Ofens wurde umgesetzt und die Abk\u00fchlung des Bandes auf eine optimale Temperatur realisiert (Ber\u00fccksichtigung der Temperaturen am Arbeitsplatz zum Auflegen bzw. Best\u00fccken des Bandes &#8211; Verbrennungsgefahr!).<\/p>\n<p>Die \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Kennzahlen des H\u00e4rteverfahrens haben sich gegen\u00fcber dem bisherigen Stand der Technik deutlich verbessert.<br \/>\n&#8211; Erdgasverbrauch sank trotz der Erzeugung von Schutzgas aus Erdgas auf 59%.<br \/>\n&#8211; Verbrauch an H\u00e4rtesalz konnte um ca. 87 % auf 0,5 kg\/1.000 kg H\u00e4rtegut reduziert werden.<br \/>\n&#8211; Entsorgungspflichtiger Salzabfall reduzierte sich um ca. 87% auf 0,1 kg \/ 1.000 kg H\u00e4rtegut.<br \/>\n&#8211; Durch die weitgehend abgeschlossene Bauweise der salzf\u00fchrenden Aggregate sind die Verluste durch Verdunstungen oder Ausgasungen des H\u00e4rtesalzes deutlich gesunken.<br \/>\n&#8211; Arbeitsbedingungen haben sich f\u00fcr die Mitarbeiter sp\u00fcrbar verbessert.<br \/>\n&#8211; Durchlaufzeit in der H\u00e4rterei konnte durch die Teilautomatisierung bzw. Automatisierung des gesamten H\u00e4rteprozesses reduziert werden.<br \/>\n&#8211; Innerbetrieblichen Anwendungen f\u00fcr Transport und Beschickung zwischen den einzelnen Stationen sanken deutlich.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des erfolgreichen Projektverlaufes haben die beteiligten Unternehmen im Rahmen der allgemeinen vertrieblichen Aktivit\u00e4ten das Projekt pr\u00e4sentiert. Dazu wurden und werden Fachbeitr\u00e4ge ver\u00f6ffentlicht und Informationen \u00fcber Anlagenkonfiguration in der Branche verbreitet. Diese Ma\u00dfnahmen sollen durch turnusm\u00e4\u00dfige Hausmessen, Symposien und Workshops der Hersteller unterst\u00fctzt werden.<br \/>\nDie JOB Josten &#038; Bock GmbH konnte im Fr\u00fchjahr 2000 durch die Teilnahmen an der Hannover-Messe und der TUBE in D\u00fcsseldorf Kunden bzw. potentiellen Interessenten das Verfahrenskonzept vorstellen. Diese Pr\u00e4sentation trug dazu bei, die Marktstellung des Unternehmens zu verbessern.<br \/>\nKontaktadressen:<br \/>\nJosten &#038; Bock GmbH<br \/>\nR\u00f6ntgenstra\u00dfe 28, 57439 Attendorn, Tel.: 02722 \/9381-3, Fax: 02722 \/9381-40<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der erreichte Entwicklungsstand und die bisherigen Betriebserfahrungen mit diesem innovativen und energiesparenden Anlagenkonzept lassen die Aussage zu, dass das Verfahren eine deutliche Verbesserung gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Anlagen der Zwischenstufenverg\u00fctung (H\u00e4rtetechnologie) darstellt. Dies trifft sowohl auf die verringerten Umweltbelastungen als auch reproduzierbarere Qualit\u00e4tsverbesserungen bei den H\u00e4rteergebnissen in Verbindung mit einer h\u00f6here Produktivit\u00e4t zu. Es ist m\u00f6glich, die Ergebnisse aus dieser Technologie auf andere H\u00e4rteverfahren (mit und ohne nachfolgendes Anlassverfahren) zu \u00fcbertragen.<br \/>\nMit der begonnenen Einf\u00fchrung des Umweltmanagementsystems gem\u00e4\u00df DIN EN ISO 14001 wurde ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess zur Reduzierung der noch vorhandenen W\u00e4rmequellen eingeleitet. Die Josten &#038; Bock GmbH plant, bisher noch nicht genutzte Abw\u00e4rme f\u00fcr andere Prozesse einzusetzen.<br \/>\nEs handelt sich um ein sehr gutes Projekt, welches in der H\u00e4rtetechnologie eine besondere Wirkung entfaltet. Die Zielsetzungen einschlie\u00dflich der zeitnahen Umsetzungsperspektiven sind in jeder Hinsicht erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit der Demonstrationsanlage (Gesamtinvestition ca. 2,5 Mio. DM) sollen neue, innovative Verfahrenstechniken in der H\u00e4rtetechnologie erstmalig miteinander kombiniert werden. 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