{"id":21197,"date":"2024-11-27T10:36:06","date_gmt":"2024-11-27T09:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16288-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:07","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:07","slug":"16288-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16288-01\/","title":{"rendered":"Umweltkommunikation und Mitarbeiterqualifizierung im Qualifizierungsverbund Energieversorgung von kleinen und mittleren Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aktuelle Forschungen und Arbeiten zur Verschr\u00e4nkung von Umweltkommunikation und Umweltbildung zeigen, dass Umweltbildung im Medium der Umweltkommunikation immer nur in bestimmten Themenfeldern gelingen kann und dass diese eng mit unternehmensspezifischen Ausl\u00f6sern, Strategien, organisatorischen und marktlichen Kontexten der umweltbezogenen Unternehmenskommunikation zusammenh\u00e4ngen. Das Vorhaben setzt daher an der Einrichtung eines Qualifizierungsverbundes von KMU entlang der Wertsch\u00f6pfungskette Energieversorgung an. Es zielt ab auf eine kooperative Bearbeitung von drei Modulen bestehend aus insgesamt 16 Qualifizierungsbausteinen und deren Aufbereitung f\u00fcr eine Internetpr\u00e4sentation. Die wissenschaftliche Begleitung st\u00fctzt sich auf betriebliche Intensivanalysen, auf deren Grundlage Qualifizierungsbedarfe der KMU ermittelt werden und die Voraussetzungen und Bedingungen von Umweltkommunikation und Prozesse dokumentiert werden k\u00f6nnen. Die Evaluation einzelner Bausteine, der internetbasierten Lernumgebung sowie der M\u00f6glichkeiten dialogischer Umweltkommunikation via Internet erfolgt prozessbegleitend mit Hilfe von projektbegleitendem Modulfeedback, standardisierten Frageb\u00f6gen, wissenschaftlichen Analysen, diskursiven Analysen sowie dem Instrument der Zielscheibe.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projektvorhaben gliedert sich in eine Vor- und eine Hauptphase. In der Vorphase wurden durch Eingangsgespr\u00e4che, problemzentrierte standardisierte Befragungen, einzelbetriebliche Intensivanalysen und eine diskursive Evaluation bei einem Werkstattgespr\u00e4ch umweltbezogene Qualifizierungsbedarfe von KMU gewonnen, d. h. kommunikationsrelevante Handlungs- und Themenfelder ermittelt. Beim Werkstattgespr\u00e4ch wurden diese Handlungs- und Themenfelder in Form von Zielvereinbarungen konkretisiert, die es in der Hauptphase umzusetzen galt. In der Hauptphase wurden schlie\u00dflich 16 Qualifizierungsbausteine zu den Modulen Energie, Einkauf und Entsorgung sowie Kommunikation &#038; Mitarbeitermotivation f\u00fcr das internetbasierte Wissens- und Lernsystem www.uk-mq.de entwickelt. Die Forschungsergebnisse wurden w\u00e4hrend der Projektlaufzeit fortlaufend publiziert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Laufe des Projektes ist ein virtuelles Netzwerk kooperativer Selbstqualifizierung geschaffen worden. Dabei  ist eine internetbasierte Wissens- und Lernumgebung mit folgenden Qualifizierungsbausteinen zu den einzelnen Modulen (s. o.) entstanden:<br \/>\nEnergie: Eckpunkte dieses Moduls sind die Bereiche Zuk\u00fcnftige Marktchancen alternativer Energien und Effizienter Energieeinsatz. Zu den Bausteinen des Moduls z\u00e4hlen Praxisbeispiele zum effizienten Energieeinsatz, Schulungsunterlagen zum Thema Holzpellets, ein Quellenpool Alternative Energien sowie der Baustein Zukunftschancen alternativer Energien.<br \/>\nEinkauf und Entsorgung: Dieses Modul bietet Basisinformationen zu besonders relevanten Beschaffungsbereichen an. Es wird zudem \u00fcber Links ein leichter Zugang zu Informationen zu verschiedenen Institutionen angeboten. Bei den einzelnen Bausteinen handelt es sich um die Beschaffungsbereiche B\u00fcro, Geb\u00e4udeausstattung, Fahrzeugwesen, Energiemanagement sowie Ver- und Entsorgung.<br \/>\nKommunikation und Mitarbeitermotivation: Ausgangslage dieses Moduls ist, dass bisher den KMU nur wenige Instrumente vorliegen, die konkrete Arbeitshilfen und Unterst\u00fctzung bieten, wenn es darum geht, Umweltkommunikation in den Arbeitsalltag der Unternehmen zu integrieren. Deshalb ist dieses Modul als ein Werkzeugkasten mit Bauteilen f\u00fcr Probleml\u00f6sungen angelegt, der aus folgenden Bausteinen (Werkzeugen) besteht: Umweltkommunikation &#8211; wozu und wie?, Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? &#8211; M\u00f6glichkeiten zur Selbstbeschreibung von Umweltkommunikation in Unternehmen. Betrieblicher Umweltschutz &#8211; von der Idee zur Umsetzung, Wo l\u00e4sst sich Umweltschutz gewinnbringend durchf\u00fchren?, Umweltschutzziele systematisch finden!, Qualit\u00e4tssicherung des Umweltschutzes in drei Schritten!, Umweltschutz belohnen: Beispiele, Erfahrungen und Selbsteinsch\u00e4tzung, Das eigene Engagement pr\u00e4sentieren &#8211; mit Umweltschutz werben.<br \/>\nDie Evaluation f\u00fcr die einzelnen Bausteine hat ergeben, dass diese insgesamt positiv und gr\u00f6\u00dftenteils als gelungen bewertet worden sind. Die Ergebnisse der Evaluation der Projekthomepage insgesamt zeigt Verbesserungspotenzial auf &#8211; insbesondere bezogen auf strukturelle Aspekte. Diese Verbesserungen gilt es kurzfristig vorzunehmen. Die Evaluation der dialogischen Kommunikation hat ergeben, dass diese eher schleppend verlaufen ist. Gr\u00fcnde dazu wurden vor allem im Problem der schriftlichen Kommunikation in virtuellen Foren, in der Schwierigkeit der Auslotung der inhaltlichen und kommunikativen Ebene in Kommunikationsprozessen unterschiedlicher Akteure, im Selbstbild der KMU als Hemmnis f\u00fcr aktive Umweltkommunikation gesucht bzw. aufgezeigt. Zuk\u00fcnftig wird dennoch erneut ein Diskussi-onsforum auf der Plattform eingerichtet. Es soll weiterhin versucht werden, dialogische Umweltkommunikation zwischen unterschiedlichen Akteuren \u00fcber ein virtuelles Forum zu initiieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es liegen 18 Ver\u00f6ffentlichungen vor, die im Zusammenhang mit dem Projekt entstanden sind (genaue Titel siehe Endbericht). Hervorgehoben sei insbesondere die Kooperation mit der Fachzeitschrift Der Umweltberater vom oekom-Verlag. Die Verbreitung der Projektergebnisse erfolgte zudem \u00fcber eigens durchgef\u00fchrte Veranstaltungen (w\u00e4hrend der Hauptphase ein Workshop und die Abschlussveranstaltung) sowie die Teilnahme an Tagungen und Workshops, wie an der Fachtagung Berufsbildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung, 26.\/27.03.2003 in Osnabr\u00fcck, dem Workshop des Projektes MIMONA am 25.05.04 in Hannover, der Herbsttagung der Sektion Berufs- und Wirtschaftsp\u00e4dagogik im Oktober 2004 in Siegen sowie dem Workshop im BIBB am 12.\/13.10.04 Beratung und Fr\u00fcherkennung im Kontext nachhaltiger Entwicklung. Au\u00dferdem werden die Ergebnisse \u00fcber die Verlinkung mit anderen Homepages verbreitet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Ein virtuelles Netzwerk kooperativer Selbstqualifizierung konnte im Rahmen einer internetbasierten Wissens- und Lernumgebung mit Qualifizierungsbausteinen zu den Modulen Energie, Einkauf und Entsorgung sowie Kommunikation und Mitarbeitermotivation geschaffen werden. Bei der Projektumsetzung sind einige f\u00f6rdernde und hemmende Faktoren offensichtlich geworden, die sich wie folgt zusammenfassen lassen: F\u00f6rdernde Faktoren: konsensuelle Themenfindung in der Vorphase des Projektes gemeinsam mit den Projektpartnern; pers\u00f6nlicher Kontakt zwischen dem Projektteam und den Kooperationspartnern w\u00e4hrend des Projekts; die Workshops, auf denen sich die Kooperationspartner untereinander auf bedeutsame Handlungsziele und Kooperationen orientieren konnten. Hinderliche Faktoren: die Belastungen des Arbeitsalltages, die Fragen der Umweltkommunikation und umweltbezogener Mitarbeiterqualifizierung in den Hintergrund treten lassen; die unterschiedlichen Kommunikationsebenen und -gewohnheiten in den verschiedenen Institutionen; die schleppende Kommunikation via Internet bzw. zwischen den Projektpartnern au\u00dferhalb der projektinduzierten Gespr\u00e4che und Workshops sowie die Konkurrenzsituation zwischen einzelnen Unternehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aktuelle Forschungen und Arbeiten zur Verschr\u00e4nkung von Umweltkommunikation und Umweltbildung zeigen, dass Umweltbildung im Medium der Umweltkommunikation immer nur in bestimmten Themenfeldern gelingen kann und dass diese eng mit unternehmensspezifischen Ausl\u00f6sern, Strategien, organisatorischen und marktlichen Kontexten der umweltbezogenen Unternehmenskommunikation zusammenh\u00e4ngen. 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