{"id":21179,"date":"2024-11-27T10:36:06","date_gmt":"2024-11-27T09:36:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16246-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:06","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:06","slug":"16246-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16246-01\/","title":{"rendered":"Natur-Werk-Stadt &#8211; Einrichtung einer Umweltausstellung f\u00fcr Kinder, Eltern und Gro\u00dfeltern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Auf dem alten denkmalgesch\u00fctzten Gut Ophoven betreibt der F\u00f6rderverein zusammen mit der Stadt Leverkusen seit 1988 das NaturGut Ophoven. Seit Beginn der neunziger Jahre plante das NaturGut Ophoven das Zentrum mit einer handlungs- und erlebnisorientierten Ausstellung als ganzj\u00e4hrig nutzbares Angebot zu erweitern. Ziel dieser Ausstellung ist es, Kinder und Eltern zu informieren, ihnen neue Perspektiven zu er\u00f6ffnen und sie nachhaltig und effizient zu einer Ver\u00e4nderung ihres Verhaltens anzuregen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAufbauend auf den inhaltlichen und methodischen Vorarbeiten, die im Rahmen der Pilotausstellung vom NaturGut Ophoven geleistet wurden, arbeitet der F\u00f6rderverein NaturGut Ophoven seit dem 1.7.1997 an dem inhaltlichen Konzept f\u00fcr das gro\u00dfe Ausstellungsprojekt. Im Rahmen der Pilotausstellung wurde bereits eine umfangreiche Evaluation zum Thema \u00d6kologische Wohnumfeldgestaltung vorgenommen. Erg\u00e4nzend wurde 1998 mit Sch\u00fclern der Grund- und weiterf\u00fchrenden Schulen eine Evaluation zum Thema Energiesparen durchgef\u00fchrt, um Klarheit dar\u00fcber zu bekommen, welche Vorstellungen, Ideen und Vorerfahrungen unsere Zielgruppe zum Thema hat.<br \/>\nAufbauend auf die Evaluation und die Erkenntnisse moderner Ausstellungsdidaktik wurden der rote Faden sowie die spezifischen Ausstellungsinhalte entwickelt. Jede Ausstellungsinstallation wurde dann auf ihre Sinnhaftigkeit hin mit der Zielgruppe diskutiert und entsprechend \u00fcberarbeitet. Gleichfalls wurde das Gestaltungskonzept in enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe entwickelt.<br \/>\nIm Anschluss daran wurde das Konzept in die Skizzenentw\u00fcrfe, bzw. die architektonischen Baupl\u00e4ne eines Ausstellungsarchitekten \u00fcbersetzt.<br \/>\nBaubeginn der Umsetzung der Ausstellungseinheit zum Thema Energiesparen war der 30.10. 1998. Am 18. Juni 2000 wurde dieser Themenabschnitt im Untergeschoss des nun baubiologisch sanierten Ausstellungsgeb\u00e4udes als weltweites Projekt der EXPO 2000 er\u00f6ffnet.<br \/>\nDer zweite Teil zum Thema Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik in der Stadt wurde am 27. Oktober 2002 er\u00f6ffnet. Nun steht ganzj\u00e4hrig ge\u00f6ffnet den Besuchern eine Ausstellungsfl\u00e4che von mehr als 1000 qm zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Seit dem 27 Oktober 2002 ist die EnergieStadt fertiggestellt. Auf \u00fcber 1000 qm k\u00f6nnen die Besucher nun zwei voneinander unabh\u00e4ngige Ausstellungseinheiten besuchen. Die EnergieStation erl\u00e4utert handlungsorientiert und interaktiv, dass Energie wertvoll und unsere fossilen Vorr\u00e4te endlich sind. Der Stadtspa\u00df hingegen thematisiert das Spannungsfeld von Mensch-Natur-Technik in der Stadt und stellt M\u00f6glichkeit und Alternativen vor, wie die drei Bereiche in der Stadt des 21. Jh. in einem gleichgewichtigen Miteinander leben k\u00f6nnen.<br \/>\nSchon die Er\u00f6ffnung des ersten Ausstellungsteils im Juni 2000 hat gezeigt, dass ein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis von Kindergartengruppen an dem Besuch der EnergieStadt besteht. Da diese Gruppe altersm\u00e4\u00dfig unter unserer eigentlich definierten Kernzielgruppe liegt, haben wir versucht, dies in der Umsetzung des zweiten Ausstellungsteils verst\u00e4rkt zu ber\u00fccksichtigen. D.h. auch die Kinder, die noch nicht im Lesealter sind, finden zahlreiche Ankn\u00fcpfungspunkte sich in der Ausstellung mit der Thematik zu besch\u00e4ftigen. Auch auf das Interesse der begleitenden erwachsenen Besucher, sich z.T. tiefergehend mit einzelnen Themen zu besch\u00e4ftigen, konnten wir durch Ausarbeitung detaillierter Informationsmedien eingehen.<br \/>\nEs hat sich also gezeigt, dass selbst sorgf\u00e4ltige Vorab-Analysen der m\u00f6glichen Besuchergruppen nicht g\u00e4nzlich die Bed\u00fcrfnisse der sp\u00e4teren Besucher widerspiegeln k\u00f6nnen. Durch die zwei voneinander getrennten Er\u00f6ffnungen hatten wir die M\u00f6glichkeit, aus unseren Fehlern zu lernen, Verbesserungsvor-schl\u00e4ge aufzugreifen und sie konkret umzusetzen.<br \/>\nDie durchweg positive Resonanz der Besucher zeigt, dass unsere Ausstellungsinhalte die Zielgruppe ansprechen und mit Sicherheit zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik anregen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Beide Ausstellungsteile wurden unter starker Presseresonanz er\u00f6ffnet. Die Pr\u00e4sentation des ersten Teiles wurde stark von der Medienwirksamkeit der EXPO 2000 getragen. Die Er\u00f6ffnung im Oktober diesen Jahres wurde der Bev\u00f6lkerung durch Plakatwerbung und Presseberichte vermittelt. Zahlreiche Fachzeitschriften und Stadtjournale haben redaktionelle Artikel ver\u00f6ffentlicht. Verst\u00e4rkt wird zur Zeit in \u00fcberregionalen Printmedien durch Anzeigen und Beilagen geworben.<br \/>\nIn den letzten Monaten konnten wir in 2 Sendungen in Kinderkanal (Kikania) sowie im Galeria TV \u00fcber das Projekt bzw. die neuer\u00f6ffnete Ausstellung berichten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Schulklassen, Kinderg\u00e4rten, Geburtstagsgruppen, Familien und Einzelbesucher nutzen seit der Er\u00f6ffnung die Erlebnisausstellung. Die Idee bzw. das Konzept, Inhalte der Umweltbildung mit Hilfe moderner Ausstellungsgestaltung zu vermitteln wird erfolgreich von der angesprochenen Zielgruppe als neues Freizeitsegment in der Region angenommen. Im Rahmen der schulischen Bildung werden die Themen-schwerpunkte der Ausstellung als inhaltliche Ausf\u00fchrung der Unterrichts-Richtlinien angenommen und als produktive Bereicherung verstanden. Aber auch an den Nachmittagen und an den Wochenenden stellt die EnergieStadt eine Institution dar, in der man gerne seine Freizeit verbringt, dort mit Freunden oder der Familie feiert. Betriebe und Firmen haben ein speziell f\u00fcr erwachsene Gruppen ausgearbeitetes Spiel gerne angenommen, um mit ihrer Belegschaft in der EnergieStadt zu feiern.<br \/>\nDas NaturGut Ophoven konnte daher seine Rolle als au\u00dferschulischer Lern- und Besuchsort in der Stadt Leverkusen auch \u00fcber ihre Grenzen hinweg festigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Auf dem alten denkmalgesch\u00fctzten Gut Ophoven betreibt der F\u00f6rderverein zusammen mit der Stadt Leverkusen seit 1988 das NaturGut Ophoven. 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