{"id":21178,"date":"2024-11-27T10:36:02","date_gmt":"2024-11-27T09:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16236-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:06","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:06","slug":"16236-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16236-01\/","title":{"rendered":"Modul &#8211; Meisterteam organisiert den Umweltschutz langfristig"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Erreicht werden sollte eine langfristige Unternehmenssicherung durch aktiven Umweltschutz und eine \u00f6kologische Marktausrichtung auch in Handwerksbetrieben. Ziel war es, neben dem Nutzen f\u00fcr die Umwelt auch einen konkreten kurzfristigen Nutzen f\u00fcr die teilnehmenden Betriebe zu schaffen, was die Unternehmen wesentlich motiviert hat, am Projekt teilzunehmen.<br \/>\nBereits seit Jahren besch\u00e4ftigt sich eine Gruppe von Betrieben auch mit dem Thema Umweltschutz. Aus dieser Gruppe und aus dem Umweltengagement eines meisterteam-Gesellschafters entstand das Pro-jekt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Phase wurde der future-Nachhaltigkeitscheck in Abstimmung mit meisterteam-Regionalbetreuern sowie 12 Projektbetrieben \u00fcberarbeitet und auf die Belange von Tischlereibetrieben zugeschnitten. In den Projektbetrieben wurde eine Datenerhebung mit den Inhabern durchgef\u00fchrt. Die Interviews dauerten zwischen 3 und 4 Stunden. Abgefragt wurden die klassischen Verbrauchsdaten f\u00fcr eine Input-\/Output-Analyse, \u00f6konomische Informationen, eine Einsch\u00e4tzung der wirtschaftlichen Entwicklung des Betriebes und der Branche und Informationen zum Sozialstandard in den Betrieben.<br \/>\nDie zweite Projektphase wurde bewusst offen angelegt, um den Bed\u00fcrfnissen der beteiligten Betriebe zu entsprechen. Die Aufgabe der Projektleitung war es, die Betriebe bei der Umsetzung ihrer Ziele zu unterst\u00fctzen, z.B. durch die Vermittlung von Kooperationspartnern oder das Angebot von Schulungen und Seminaren. Auch die einzelbetrieblichen Ergebnisse waren zu b\u00fcndeln und nach au\u00dfen zu kommunizieren.<br \/>\nIn zwei Workshops mit den Projektunternehmen wurden die weiteren Arbeitsschwerpunkte festgelegt. F\u00fcr das zweite Projektstadium waren den Firmen drei Themenbereiche angeboten worden, die Pr\u00fcfung einer Zertifizierung nach FSC und eine Qualifizierung zum Thema energetische Geb\u00e4udesanierung wurden pr\u00e4feriert. Die Teilnahme an zwei Innovations-Workshops zum Ph\u00e4nomen der Kreativit\u00e4t und Einsatz gezielter Techniken brachte einen wesentlichen Motivationsschub.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>FSC-Zertifizierung &#8211; in der Gruppe wirds g\u00fcnstiger<br \/>\nDa das FSC-Siegel das einzige weltweit g\u00fcltige Zeichen f\u00fcr eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist, das neben den \u00f6kologischen auch \u00f6konomische und soziale Faktoren in die Kriterien einbezieht, sah die MODUL-Gruppe die Chance, mit ihrem Hauptarbeitsstoff Holz zu einem weltweit greifenden Waldschutz beizutragen und dies auch nach au\u00dfen zu dokumentieren. Mit der Entwicklung eines Gruppenzertifizierungsverfahrens ergab sich zudem die M\u00f6glichkeit, diesen Schritt in einem finanzierbaren Rahmen umzusetzen. Mit dem Zertifizierungsunternehmen GFA und den Betrieben wurde das erste deutsche Gruppenzertifizierungsverfahren f\u00fcr  Verarbeitungsbetriebe entwickelt. Das meisterteam \u00fcbernahm die Gruppenleitung und damit \u00dcberwachungs- und Dokumentationspflichten und entlastete so die Betriebe.<br \/>\nMit 13 zertifizierten Betrieben in der Gruppe und drei weiteren erteilten Einzelzertifikaten sind > 80% der zertifizierten Tischler in Deutschland meisterteam-Betriebe (Stand Fr\u00fchjahr 2002).<br \/>\nDurch die Gruppe konnten die besonderen Belange an der Schnittstelle Handwerksbetrieb &#8211; Kunde als Handlungsfelder im FSC neu erkannt werden. Neben der B\u00fcndelung von Betrieben auf der Verarbeiterseite konnte durch die Gruppe auch auf der Beschaffungsseite die Entwicklung einer Logistikkette angeschoben werden. <\/p>\n<p>IBE = Initialberater f\u00fcr energetische Geb\u00e4udesanierung &#8211; Beratung bringts<br \/>\nGemeinsam mit dem Kooperationspartner ZEWU in Hamburg und in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern M\u00fcnster und Hannover, entwickelte das meisterteam eine 4-t\u00e4gige Schulung, die eine kompakte Einf\u00fchrung in das Thema energetische Geb\u00e4udesanierung bietet. Inhaltlich orientiert er sich am gro\u00dfen Kurs Geb\u00e4udeenergieberater im Handwerk (240 bis 260 Stunden). Mit seinem Zeit- und Kostenanteil stellt dies f\u00fcr viele Betriebe eine H\u00fcrde dar. Der Kurs wurde so konzipiert, dass er jeweils freitags und samstags stattfinden konnte, so dass die teilnehmenden Handwerker nur zwei Arbeitstage daf\u00fcr einsetzen mussten. Neu an dem Kurs ist der gewerke\u00fcbergreifende Ansatz. Die Schulung hat das gesamte Geb\u00e4ude von der Heizung \u00fcber die Wandd\u00e4mmung bis zum Dachaufbau im Blick. Damit bietet dieser Kompaktkurs einen \u00dcberblick \u00fcber die gesamte Thematik und erm\u00f6glicht es den teilnehmenden Handwerkern, zun\u00e4chst Vokabeln aus den angrenzenden Gewerken zu lernen bzw. aufzufrischen und dann zu entscheiden, ob ein tieferer Einstieg ins Thema sinnvoll ist, um z.B. einen Kooperation mit Ge-b\u00e4udeenergieberatern einzugehen. Der Kurs wurde dreimal durchgef\u00fchrt und stie\u00df auf sehr positive Resonanz. Im Rahmen einer internationalen Vergleichsstudie (SAVE 13 &#8211; Ausbildungsprogramm) wurde der Kurs unter die 10 besten best-practise-Beispiele eingestuft. Das Konzept des Kurses wurde vom ZEWU inzwischen auch auf andere Gewerke (Schornsteinfeger) \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Nachhaltigkeitsleitlinien verabschiedet<br \/>\nDer Nachhaltigkeitscheck f\u00fcr Tischlereien wurde in 15 Betrieben eingesetzt zur Schwachstellenanalyse. Eine Weiterentwicklung f\u00fcr den betrieblichen Einsatz ist vorgesehen. Die Gruppe hat Nachhaltigkeitsleitlinien verabschiedet, die das Engagement der Betriebe nach au\u00dfen dokumentieren und einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess festschreiben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ein wichtiger Bestandteil des Projektes war die \u00d6ffentlichkeitsarbeit, die die Projektleitung f\u00fcr die Betriebe gemacht hat. Die Betriebe erhielten Pressemeldungen, die sie erg\u00e4nzt mit ihren Firmendaten an die Lokalpresse weitergegeben haben, fast alle Betriebe haben dadurch positiv f\u00fcr ihren Betrieb werben k\u00f6nnen.<br \/>\nDas meisterteam hat das Projekt in seine Internetpr\u00e4sentation aufgenommen (www.meisterteam.de). Dort sind auch alle Print-Ver\u00f6ffentlichungen (Folder und MODUL informiert) verf\u00fcgbar. Es gab insgesamt 70 Au\u00dfenkontakte\/Ver\u00f6ffentlichungen (Vortr\u00e4ge, Pressemitteilungen, Ausstellungen).<br \/>\nEs wurden 8 Workshops mit den Projektbetrieben durchgef\u00fchrt. Zwei Innovations-Workshops konkretisierten die Vorstellungen und M\u00f6glichkeiten. Eine Experten-Anh\u00f6rung zu den Themen FSC-Zertifizierung und energetische Geb\u00e4udesanierung wurde durchgef\u00fchrt sowie ein Expertenworkshop mit Experten aus der Branche (Praxisans\u00e4tze f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung in Tischlereien), der erstmalig den Austausch in der Branche erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch den vorgeschalteten Innovations-Workshop konnten die beteiligten Betriebe im positiven Sinne an- und aufgeregt werden, das Bewusstsein wurde gesch\u00e4rft.<br \/>\nDie Form der Zusammenarbeit war f\u00fcr die Handwerker neu, brachte aber die gew\u00fcnschte Eigeninitiative. Wichtig ist der konkrete Bezug zur Praxis. Ein Austausch (in der Branche nicht organisiert) konnte durch den Experten-Workshop erstmals erm\u00f6glicht werden.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Punkt ist der gro\u00dfe Nutzen einer begleitenden Pressearbeit, die den Betrieben einen nicht zu untersch\u00e4tzenden Zusatznutzen bieten kann. Es wurden parallel zu den Workshops und Kursen Beitr\u00e4ge in Fachzeitschriften wie z.B. der Glaswelt ver\u00f6ffentlicht, die das Thema einer breiteren (Fach-) \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich machen.<br \/>\nAus der Sicht des meisterteams ist das Projekt sehr erfolgreich verlaufen. F\u00fcr die Gesch\u00e4ftsleitung ist das Thema nachhaltige Entwicklung ein wichtiger Qualifizierungsbereich, der den Tischlern die Chance bietet, sich vom Wettbewerb positiv abzuheben.<br \/>\nDie Fortf\u00fchrung der inhaltlichen Projektaufgaben muss nach dem Projektende aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung fokussiert werden. Die Modul-Gruppe trifft sich hierzu mindestens 3 mal im Jahr zur Verstetigung der erfolgreich angeschobenen Aktivit\u00e4ten und Betreuung der Betriebe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Erreicht werden sollte eine langfristige Unternehmenssicherung durch aktiven Umweltschutz und eine \u00f6kologische Marktausrichtung auch in Handwerksbetrieben. Ziel war es, neben dem Nutzen f\u00fcr die Umwelt auch einen konkreten kurzfristigen Nutzen f\u00fcr die teilnehmenden Betriebe zu schaffen, was die Unternehmen wesentlich motiviert hat, am Projekt teilzunehmen. 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