{"id":21175,"date":"2025-12-22T10:32:02","date_gmt":"2025-12-22T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16227-01\/"},"modified":"2025-12-22T10:32:05","modified_gmt":"2025-12-22T09:32:05","slug":"16227-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16227-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Anwendung einer Solaranlage zur Konditionierung des Raumluftzustandes in einer Lagerhalle f\u00fcr Holzbodenprodukte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Vorhaben begr\u00fcndet sich aus der Notwendigkeit einer deutlichen Qualit\u00e4tsverbesserung bei der Lagerung von Hobeldielen, Parkettdielen sowie fertig oberfl\u00e4chenbehandelten Dielenb\u00f6den. Diese m\u00fcssen bei einer Restfeuchte von 8-10% k\u00fcnstlich stabilisiert werden und bis zum Zeitpunkt der Auslieferung auf diesem Wert gehalten werden. Bei jahreszeitlich- und witterungsbedingten Luftfeuchtigkeitsschwankungen kann es zu deutlichen Abweichungen vom Idealwert der Holzfeuchte kommen. Dies soll durch die Entwicklung und Einf\u00fchrung des hier beschriebenen Verfahrens unter Nutzung regenerativer Energie-quellen (Solarenergie) verhindert werden.<br \/>\nDas o. g. L\u00f6sungskonzept soll zu ca. 90% durch die Nutzung von Solarenergie realisiert werden, um eine maximale Umweltvertr\u00e4glichkeit herbeizuf\u00fchren. Das hierzu angedachte, in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung noch fertig zu entwickelnde Verfahren, bietet dazu einen hervorragenden Ansatz.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGrundlage f\u00fcr die Auslegung der Holztrocknungsanlage ist der erforderliche W\u00e4rmebedarf zur Anhebung der Raumtemperatur und damit der Holztemperatur und des Dampfpartialdruckes, der zur Stabilisierung der Holzausgleichsfeuchte erforderlich ist. Grunds\u00e4tzlich kann bei gegebenem Raumluftzustand durch W\u00e4rmezufuhr die Raumluft und damit die Holztemperatur erh\u00f6ht werden, so dass sich die geforderte Holzausgleichsfeuchte einstellt. In einer \u00dcberschlagsrechnung werden f\u00fcr die Hallengr\u00f6\u00dfe von 4.500m\u00b3 pro Jahr etwa 71.000 kWh erforderliche W\u00e4rme ermittelt. Im gleichen Zeitraum steht eine ausreichend gro\u00dfe W\u00e4rmemenge durch Sonnenenergie zur Verf\u00fcgung. Die Daten beruhen auf Mittelwerten \u00fcber mehrere Jahre des Wetteramtes Frankfurt f\u00fcr die Region Sauerland. Um diese Energie nutzbar zu machen, ist eine optimal ausgerichtete, nach neuesten Entwicklungen wirkungsgradoptimierte, Solaranlage mit ca. 120m\u00b2 Kollektorfl\u00e4che erforderlich. In Verbindung mit einem ca. 18m\u00b3 gro\u00dfen Speicher l\u00e4sst sich so ein ca. 70%-iger Deckungsbeitrag durch die Solaranlage erzielen. Bei Betrieb der Anlage ohne Solarenergie w\u00fcrden im Falle der Verwendung von fossilen Brennstoffen etwa 8.000 Liter Erd\u00f6l bzw. 8.000m\u00b3 Erdgas ben\u00f6tigt. In Zusammenarbeit mit einem externen Ingenieurb\u00fcro wurde hierzu ein L\u00f6sungskonzept erarbeitet. Die Nutzung von Solarenergie wird bei heutigem Stand der Technik \u00fcberwiegend bei der Brauchwassererw\u00e4rmung mittels Solarkollektoren und Warmwasserspeicher angewendet. Da die W\u00e4rmeenergie von Solaranlagen jedoch vorrangig im Sommer au\u00dferhalb der Heizperiode anf\u00e4llt, ist sie f\u00fcr normale Raumheizzwecke nur unzureichend nutzbar. In der hier betrachteten Anwendung f\u00fcr die Holztrocknung bzw. zur Stabilisierung der Holzausgleichsfeuchte ist der Einsatz einer Solaranlage sehr viel positiver zu beurteilen. Auf Grund der physikalischen Besonderheit, dass der h\u00f6chste W\u00e4rmebedarf f\u00fcr diese Anlage genau dann gegeben ist, wenn auch die h\u00f6chsten Au\u00dfentemperaturen vorliegen, ist die Verwendung einer Solaranlage als geradezu ideal anzusehen. Grundlage f\u00fcr die Auslegung der Solaranlage ist der erforderliche W\u00e4rmebedarf zur Anhebung der Raum- und damit auch der Holztemperatur und damit des Wasserdampfpartialdrucks, der zur Stabilisierung der Holzausgleichsfeuchte erforderlich ist. Die theoretischen Berechnungen sollen in dem hier beantragten Rahmen anlagentechnisch entwickelt und umgesetzt werden.<br \/>\nZuerst wird die Solaranlage in der beschriebenen Gr\u00f6\u00dfe nebst allen erforderlichen Installationen installiert. Zur Spitzenlastabdeckung wird zus\u00e4tzlich eine konventionelle Gas-Brennwert-Heizung mit 35kW W\u00e4rmeleistung inklusiv Lufterhitzer und Verrohrung installiert. Schlie\u00dflich wird die computergest\u00fctzte Anlagensteuerung eingebaut. Hierbei werden permanent die Parameter Feuchte und Temperatur an verschiedenen, zuvor durch das Planungsb\u00fcro ermittelten Stellen erfasst und \u00fcber das noch zu erstellende Computerprogramm in Steuergr\u00f6\u00dfen f\u00fcr die Solaranlage bzw. gegebenenfalls die konventionelle Heizungsanlage umgesetzt. Zur Dokumentation erfolgt eine stetige Speicherung der Daten, die jederzeit zu Kontrollzwecken ausgedruckt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nEine Anlage dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung  im hier betrachteten Einsatzfall ist nach unseren Erkenntnissen bisher in Deutschland nicht errichtet worden und stellt daher eine eindeutige Weiterentwicklung von Holztrocknungsanlagen dar.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Funktion der Anlage wurden die gesteckten Ziele erreicht. Was die angestrebten Solarertr\u00e4ge angeht, kann eine realit\u00e4tsnahe Bewertung zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt noch nicht vorgenommen werden, da die Anlage erst seit 3 Monaten in Betrieb ist. Bis Ende Oktober erfolgte eine ausschlie\u00dfliche Beheizung \u00fcber die Solaranlage. Der urspr\u00fcngliche Zeitplan konnte nicht eingehalten werden. Ursache hierf\u00fcr war die verz\u00f6gerte Lieferung der Solarkomponenten. Durch diesen Umstand wurde der Terminplan des ausf\u00fchrenden Unternehmens gest\u00f6rt. Die veranschlagten Kosten wurden um 3,2% \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass ein solches Projekt f\u00fcr die Imagewerbung genutzt werden sollte. Entsprechende Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Bekanntmachung der Anlage wurden unternommen. So fand im Herbst 2001 die offizielle Er\u00f6ffnungsfeier statt. Hierzu wurde die \u00f6rtliche sowie auch die Fachpresse geladen, welche es sich auch nicht nehmen lie\u00dfen, einige Artikel \u00fcber die Firma Raabe und das Projekt Solaranlage zu ver\u00f6ffentlichen. Des Weiteren werden die Anlagedaten im Internet ver\u00f6ffentlicht (www.holzimport-raabe.de), au\u00dferdem werden s\u00e4mtliche (laufende) Daten zum Download bereitstehen. Aber auch in der \u00fcberregionalen Imagewerbung wird man auf umweltvertr\u00e4gliche Qualit\u00e4tssicherung hinweisen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit Umsetzung der geplanten Anlage wurde der richtige Schritt getan. Wir k\u00f6nnen schon jetzt die ersten positiven Ergebnisse messen. Bei gleich bleibenden Energiepreisen w\u00fcrde sich die Anlage in 20 Jahren amortisiert haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Vorhaben begr\u00fcndet sich aus der Notwendigkeit einer deutlichen Qualit\u00e4tsverbesserung bei der Lagerung von Hobeldielen, Parkettdielen sowie fertig oberfl\u00e4chenbehandelten Dielenb\u00f6den. Diese m\u00fcssen bei einer Restfeuchte von 8-10% k\u00fcnstlich stabilisiert werden und bis zum Zeitpunkt der Auslieferung auf diesem Wert gehalten werden. 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