{"id":21171,"date":"2023-07-13T15:19:34","date_gmt":"2023-07-13T13:19:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16212-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:36","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:36","slug":"16212-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16212-01\/","title":{"rendered":"Wassereinsparung bei der WC-Sp\u00fclung und kleine Rohrweiten bei der Zufluss- und Abflussinstallation"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung der Forschungsarbeit war die Entwicklung und Erprobung eines wandh\u00e4ngenden Tiefsp\u00fclklosetts aus Sanit\u00e4rporzellan mit einem Wassersparenden Geruchverschluss, der eine Wassereinsparung bei der WC-Sp\u00fclung erm\u00f6glicht. Gleichzeitig sollte der Nachweis gef\u00fchrt werden, dass die Zufluss- und Abflussinstallation mit kleineren Rohrweiten als nach den geltenden Normen ausgef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFirma Wolfferts &#038; Wittmer GmbH &#038; Co., ein mittelst\u00e4ndisches Unternehmen im Sanit\u00e4ranlagenbau in Berlin-Lankwitz hat Arbeiten von Dr. Feurich bereits fr\u00fcher mit Einrichtung eines Pr\u00fcfstands und dessen Nutzung in umfangreichen Messreihen unterst\u00fctzt. In diese Pr\u00fcfeinrichtungen wurden die wandh\u00e4ngenden Tiefsp\u00fclklosetts aus Sanit\u00e4rporzellan integriert.<br \/>\nDas Institut f\u00fcr Energiemaschinen und Maschinenlabor der Technischen Universit\u00e4t Dresden ermittelte mit Ultraschallmessungen F\u00fcllgrad und Aussp\u00fclverhalten in den Abwasserrohren. Vom Ingenieurb\u00fcro Killian Tham in Hohenneuendorf bei Berlin wurden Berechnungen zur hydraulischen Dimensionierung der Abwasserleitungen durchgef\u00fchrt. Prof. Wagner von der TU Berlin wurde in die Auswertung, Pr\u00e4sentation und Berichtlegung der Forschungsergebnisse eingebunden. Das Vorhaben baut auf umfangreiche lang-j\u00e4hrige Entwicklungen des Ingenieurs Hugo Feurich im Bereich Wasser- und Sanit\u00e4rinstallationen auf. Hier seien 1995 und 1996 durchgef\u00fchrte Entwicklungsarbeiten und eine 1998 abgeschlossene For-schungsarbeit f\u00fcr wassersparende WCs hervorgehoben, wobei zun\u00e4chst an modernen, wandh\u00e4ngenden WCs in Edelstahlausf\u00fchrung (leichtere Ausf\u00fchrbarkeit individueller Sonderkonstruktionen und bessere \u00c4nderungsm\u00f6glichkeiten) die grunds\u00e4tzliche Machbarkeit und Funktionst\u00fcchtigkeit von Wassersparklosetts mit verminderten Rohrdurchmessern und Aussp\u00fclvolumina demonstriert wurde.<br \/>\nF\u00fcr das Projekt war zun\u00e4chst die Fertigung von Prototypen aus Sanit\u00e4rkeramik mit speziell ausgebildetem, kleindimensioniertem Geruchsverschlu\u00df n\u00f6tig. Eine Vereinbarung mit der Firma MASSFORM GmbH, Ransbach-Baubach, \u00fcber die Lieferung einer Gips-Negativform wurde im Februar 2000 getroffen. Die Klosett-Versuchsmodelle (zun\u00e4chst 2 St\u00fcck) fertigte Firma Zaklad Ceramik Sanitarnej in Polen. Die Durchf\u00fchrung der Pr\u00fcfungen an dem bei der Firma Wolfferts &#038; Wittmer GmbH &#038; Co. in  Berlin eingerichteten Pr\u00fcfstand erfolgten Ende 2000 und im Fr\u00fchjahr 2001. Die experimentellen Untersuchungen wurden im Rahmen einer Diplomarbeit von zwei Studenten der Fachhochschule Stralsund manuell-visuell und mit Ultraschall-F\u00fcllh\u00f6henmessungen von Dr.-Ing. Bernd Hofmann der Technischen Universit\u00e4t Dresden durchgef\u00fchrt. Anwendungsbezogene Untersuchungen in der Praxis wurden im Krankenhaus R\u00fcdersdorf und bei einem Wohnungsbau mit 16 Wohnungen in Luckau vorgenommen.<br \/>\nDer Forschungsbericht liegt mit Datum vom 17. April 2001 vor.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das entwickelte wandh\u00e4ngende Tiefsp\u00fclklosett aus Sanit\u00e4rporzellan mit Wassersparendem Rohrgeruchsverschluss DN 60 (DBP 195 11 127) kann mit Zweimengensp\u00fclung 3,0\/2,0 Liter bei Anschlussleitungen in der Nennweite DN 70 mit einer 87\u00b0-Bogen- und zwei 45\u00b0-Bogen-Umlenkung, bei einer Gesamtl\u00e4nge bis 4,55 m sowie mit Einmengensp\u00fclung 2,0 Liter bei einer geraden Anschlussleitung DN 70 mit einer L\u00e4nge bis 2,00 m betrieben werden. Sowohl die Entleerung und Reinigung des WCs als auch die Aussp\u00fclung von F\u00e4kalien und Papier bis zum Fallrohr werden gem\u00e4\u00df vorliegenden Messergebnissen problemlos funktionieren.<br \/>\nDer Anwendungsbereich besteht f\u00fcr :<br \/>\nEin- und mehrgeschossige Bauten bis zum Hochhaus,<br \/>\nEinfamilien- und Mehrfamilienh\u00e4user,<br \/>\n\u00f6ffentliche und gewerbliche Bauten,<br \/>\nNeubauten und Altbauten.<br \/>\nBei Neuanlagen sind die Einzel- und Sammelanschlussleitungen in der Nennweite DN 70 mit einem Rohrsohlengef\u00e4lle von 10 bis 20 mm\/m auszuf\u00fchren. Die Schmutzwasser-Fallleitung kann bis zu 22 \u00fc-bereinanderliegenden Einrichtungsgeschossen in der Nennweite DN 80 mit Hauptl\u00fcftung ausgef\u00fchrt werden. Bei Altanlagen mit bestehenden bleibender Abflussinstallation sind die Varianten mit Zweimengensp\u00fclung 3,0\/2,0 Liter bzw. Einmengensp\u00fclung 2,0 Liter unabh\u00e4ngig von der Rohrweite ebenfalls handhaben.<br \/>\nDer Zulaufanschluss des Sp\u00fclkastens kann mit Rohr 10 x 1 mm, d.h. mit einem Innendurchmesser von 8 mm ausgef\u00fchrt werden. F\u00fcr die Berechnung der Rohrweite ist der Berechnungsfluss mit VR = 0,06 l\/s ein-zusetzen.Die Zweimengensp\u00fclung 3,0\/2,0 Liter bzw. die Einmengensp\u00fclung 2,0 Liter erm\u00f6glicht gegen\u00fcber der eingef\u00fchrten Einmengensp\u00fclung 6,0 Liter eine Wasserersparnis bis zu 7,30 m3\/Kopf und Jahr. Das ergibt in Berlin eine Betriebskostenersparnis von 62,42 DM\/Kopf u. Jahr (Wasserpreis und Entw\u00e4sserungsentgelt 8,55 DM\/m3) oder in Leipzig von 98,99 DM\/Kopf u. Jahr (Wasserpreis und Entw\u00e4sserungsentgelt von 13,56 DM\/m3).<br \/>\nDie kleineren Rohrweiten ergeben eine Baukosteneinsparung von etwa 500,00 DM\/WC-Anlage.<br \/>\nDie vielfach geltend gemachten Bedenken gegen eine Verringerung des Sp\u00fclwasservolumens bei der Klosettsp\u00fclung sind aufgrund der Projektergebnisse nicht aufrecht zu erhalten. Das beweisen auch Pra-xiserfahrungen im Universit\u00e4tsklinikum Mainz seit mehr als 23 Jahren, in der Mensa der Fachhochschule M\u00fcnster seit gut 20 Jahren, im Krankenhaus R\u00fcdersdorf seit 5 Jahren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Feurich: gi GesundheitsIngenieur Heft 2\/2001. R. Oldenbourg Verlag, M\u00fcnchen.<br \/>\nFeurich: Forschungsbericht vom 17. April 2001, Eigenverlag, Berlin.<br \/>\nSchinschke\/Gallenbeck: Diplomarbeit vom 30.05.2001, FH Stralsund.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>2 Prototypen wandh\u00e4ngender Wassersparklosetts aus Sanit\u00e4rporzellan wurden hergestellt und auf einem Pr\u00fcfstand entsprechend einschl\u00e4gigen Messprogrammen erfolgreich erprobt. Derartige WCs k\u00f6nnen demnach ohne Bef\u00fcrchtung einer Funktionsst\u00f6rung im Haushalt und im \u00f6ffentlichen Bereich eingesetzt werden. Das wandh\u00e4ngende Tiefsp\u00fclklosett aus Sanit\u00e4rporzellan mit Wassersparendem Rohrgeruchsverschluss DN 60 (DBP 195 11 127) mit einem Wandeinbausp\u00fclkasten f\u00fcr Zweimengensp\u00fclung 3,0\/ 2,0 Liter wird ab September 2001 lieferbar sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung der Forschungsarbeit war die Entwicklung und Erprobung eines wandh\u00e4ngenden Tiefsp\u00fclklosetts aus Sanit\u00e4rporzellan mit einem Wassersparenden Geruchverschluss, der eine Wassereinsparung bei der WC-Sp\u00fclung erm\u00f6glicht. Gleichzeitig sollte der Nachweis gef\u00fchrt werden, dass die Zufluss- und Abflussinstallation mit kleineren Rohrweiten als nach den geltenden Normen ausgef\u00fchrt werden kann. 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