{"id":21170,"date":"2024-11-27T10:36:02","date_gmt":"2024-11-27T09:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/16211-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:05","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:05","slug":"16211-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/16211-01\/","title":{"rendered":"Fachtagung und -ausstellung: Regenerative Energieanlagen\/Deutsch-ungarischer Know-how-Transfer"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Anteil der regenerativen Energien am Prim\u00e4renergieverbrauch Ungarns betr\u00e4gt zur Zeit etwa 4% und sollte in der nahen Zukunft im Hinblick auf den Beitritt Ungarns zur EU verdoppelt werden. Die Fragen, wie kann Ungarn dieses ehrgeizige Ziel erreichen, welche Instrumente stehen daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung und welche Erfahrungen hatte man in Deutschland gemacht um die Regenerativen zu etablieren, sollten im Rahmen der Tagungsbeitr\u00e4ge er\u00f6rtert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Fachausschuss  Regenerative Energien (FA-RE) der VDI-Gesellschaft Energietechnik initiierte die o. g. Tagung. F\u00fcr die Vorbereitung der Tagung wurden zwei Programmaussch\u00fcsse gebildet, einer in Deutschland und einer in Ungarn. Die Programmaussch\u00fcsse waren verantwortlich f\u00fcr die inhaltliche Vorbereitung der Tagung, die Besichtigungen und legten die Inhalte der Vortragsthemen sowie die organisa-torischen Details fest. Der VDI wurde bei der Organisation vor Ort durch TRIVENT Conference Office in Budapest unterst\u00fctzt.<br \/>\nDie Durchf\u00fchrung der Tagung gliedert sich in folgende Arbeitsschritte: Einberufung der Programmausschuss-Sitzungen, Einladung der Referenten und Vorsitzenden, Erstellung des Tagungsprogramms in deutsch und ungarisch, Einladung eines potenziellen Teilnehmerkreises in Deutschland und Ungarn, Sammlung der Vortragsmanuskripte und Erstellung der Tagungsunterlagen in deutsch und ungarisch, Durchf\u00fchrung einer zweit\u00e4gigen Veranstaltung am 14. und 15.09.2000 in Budapest, einschlie\u00dflich einer Fachausstellung mit 7 Firmen (5 deutsche und 2 ungarische) und Besichtigungen am 16.09.2000.  Vor der Tagung fand eine Pressekonferenz statt, an der die Vertreter des ungarischen Programmausschusses und 9 Journalisten teilnahmen. Die Bundesstiftung und der VDI wurden anhand schriftlicher Unterlagen auf der Pressekonferenz vorgestellt. Von deutscher Seite haben 3 Journalisten an der Tagung teilgenommen.<br \/>\nDie Teilnahmegeb\u00fchr betrug f\u00fcr deutsche Teilnehmer (DM 50 bis DM 350,-) f\u00fcr ungarische Teilnehmer einheitlich HUF 20.000,- (= DM 165,-; 1 DM = 128,- HUF). Eine Simultan\u00fcbersetzung vom Ungarischen ins Deutsche und umgekehrt wurde w\u00e4hrend der zweit\u00e4gigen Veranstaltung angeboten.<br \/>\nSehr gut angenommen wurde die Besichtigung am 16.09.2000 in G\u00f6doll\u00f6. Eine Biomasseheizanlage und ein integriertes solartechnisches System wurden besichtigt. Anschlie\u00dfend  wurde eine kulturell-historische Tour zum Schlosspalast in G\u00f6doll\u00f6 angeboten. An der Besichtigung haben 26 Personen (16 aus Deutschland und 10 aus Ungarn) teilgenommen. Die Teilnahme an der Besichtigung war in der Teilnahmegeb\u00fchr nicht enthalten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Teilnehmerzahl von 171, 128 aus Ungarn und 43 aus Deutschland, ist ein gro\u00dfer Erfolg und zeigt den Bedarf von Ingenieuren an neutralen Informationen \u00fcber den Einsatz regenerativer Energien in Deutschland und Ungarn auf hohem Niveau. An der Tagung nahmen leider wenig Studenten teil, einerseits weil f\u00fcr deutsche Studenten eine Reise nach Ungarn kostspielig ist, andererseits war f\u00fcr ungarische Studenten die Teilnahmegeb\u00fchr sehr hoch. F\u00fcr die ungarischen Teilnehmer gab es nur eine einheitliche Teil-nahmegeb\u00fchr. Das war eine Entscheidung, die der ungarische Programmausschuss getroffen hat. Die Teilnehmerzahl h\u00e4tte gr\u00f6\u00dfer sein k\u00f6nnen, wenn nicht zuf\u00e4llig die gr\u00f6\u00dfte ungarische Industriemesse in Budapest gleichzeitig mit unserer Tagung stattgefunden h\u00e4tte.<br \/>\nDie zweit\u00e4gige Tagung untergliederte sich in folgende Sektionen:<br \/>\nI.\tRegenerative Energien in Deutschland und Ungarn;<br \/>\nII.\tBiomasse;<br \/>\nIII.\tW\u00e4rmepumpen\/Umweltw\u00e4rme;<br \/>\nIV.\tGeothermie;<br \/>\nV.\tSonnenenergie;<br \/>\nVI.\tWindenergie;<br \/>\nVII.\tVerst\u00e4rkte Nutzung der regenerativen Energien.<br \/>\nReferenten aus Ungarn und Deutschland stellten in ihren Beitr\u00e4gen die jeweilige nationale Situation und Erkenntnisse vor. Im Verlauf der Tagung wurden den Teilnehmern Beurteilungsb\u00f6gen (in ungarisch und deutsch) ausgeh\u00e4ndigt. Es liegen uns 38 ausgef\u00fcllte Beurteilungsb\u00f6gen vor (22 von ungarischen und 16 von deutschen Teilnehmern). Die Auswertung der Beurteilungsb\u00f6gen stellt sich zusammenfassend wie folgt dar: Die Vortr\u00e4ge: Fast alle deutschen Vortr\u00e4ge, au\u00dfer dem Vortrag Nr. 8 Verstromung von Depo-nie- und Kl\u00e4rgas, wurden mit gut bis sehr gut bewertet. Bei dem genannten Vortrag ging es weniger um den Inhalt als vielmehr um die mangelhafte Pr\u00e4sentation. Die ungarischen Vortr\u00e4ge wurden als durchschnittlich bis gut bezeichnet. Der Tagungsraum wurde mit gut, die Bewirtung mit sehr gut, die Organisa-tion vor und w\u00e4hrend der Veranstaltung als sehr gut bewertet. 92% gaben an, relevante Informationen f\u00fcr ihre Arbeit erhalten und 90% interessante Kontakte gekn\u00fcpft zu haben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Fachpresse in Deutschland und Ungarn wurde durch eine Presseinformation in beiden Sprachen \u00fcber die Tagung informiert. Die Presseinformation wurde in zahlreichen Zeitschriften und Zeitungen ver\u00f6ffentlicht. Eine Woche vor Beginn der Tagung fand eine Pressekonferenz statt und 3 Journalisten aus Deutschland nahmen an der Tagung teil. Die ungarische Presse hat sich insbesondere mit Fragen der Wirtschaftlichkeit, der Umweltaspekte der additiven regenerativen Energietr\u00e4ger zu der fast ausschlie\u00dflich fossilen Energieversorgung des Landes auseinandergesetzt.<br \/>\nIm Anschluss an die Tagung wurde von den ungarischen Fachvertretern die Budapester Erkl\u00e4rung  verfasst. Die Budapester Erkl\u00e4rung weist auf die M\u00f6glichkeit der Verdopplung des Anteils der Regenerativen in Ungarn in den n\u00e4chsten 10 Jahren hin. Die Potenziale und die Technik hierf\u00fcr sind vorhanden. Schwerpunkte der Nutzung der Regenerativen sind Biomasse, Geothermie, Umweltw\u00e4rme durch W\u00e4rmepumpen, Windenergie, Solarthermie und Photovoltaik in Nischenanwendungen. Wichtig f\u00fcr die Errei-chung dieser Ziele ist, dass geeignete Rahmenbedingungen in Ungarn geschaffen werden, wie: steuerliche Erleichterung, Anwendung der Regenerativen in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden, erweiterte Ausbildung an den Hochschulen, Zusammenarbeit der ungarischen Ministerien mit ungarischen und deutschen Ingenieuren.<br \/>\nDie Budapester Erkl\u00e4rung wurde von den ungarischen Partnern der Universit\u00e4t Budapest und dem Energiewirtschaftlichen Verein zusammen mit den Tagungsunterlagen an das Landwirtschaftsministerium, das Wirtschaftsministerium, das Umweltministerium, das Ministerium f\u00fcr Regionalentwicklung und an den Vorsitzenden des Umweltschutzkomitees im ungarischen Parlament geschickt. Auf unsere Nachfrage bei Herrn Prof. Penninger (Uni Budapest) \u00fcber das Ergebnis dieser Aktion erhielten wir die Antwort, dass viele Aktivit\u00e4ten im Bereich der Regenerativen initiiert worden seien. Im Sommer 2001 w\u00fcrde im Parlament \u00fcber ein Erneuerbare-Energien-Gesetz diskutiert, ein entsprechender Gesetzesentwurf l\u00e4ge vor. Eine Windkraftanlage sei inzwischen in Betrieb genommen worden, konkrete Projektvorschl\u00e4ge f\u00fcr solarthermische W\u00e4rmeerzeugung bzw. solare Stromerzeugung l\u00e4gen vor.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Tagung lief im Hinblick auf die Qualit\u00e4t der Vortr\u00e4ge, der Diskussionsbeitr\u00e4ge und des Organisationsablaufs sehr gut. Die Fachpresse hat positiv reagiert. Die Tagung in Ungarn hat gezeigt, dass der Nach-holbedarf an Themen aus dem Bereich Regenerative Energien sehr gro\u00df ist. Da auch Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aktiv als Referenten oder Diskussionsteilnehmer an der Tagung beteiligt waren, wurde ein hoher Multiplikatoreffekt erreicht. Sicherlich k\u00f6nnen nicht alle Erfahrungen in Deutschland im Bereich Regenerative Energien auf Ungarn \u00fcbertragen werden. Die ungarischen Teilnehmer zeigten jedoch gro\u00dfes Interesse an den Entwicklungen und den Erfahrungen in Deutschland. Konkrete Kooperationsw\u00fcnsche mit Experten aus Deutschland wurden ebenfalls ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Anteil der regenerativen Energien am Prim\u00e4renergieverbrauch Ungarns betr\u00e4gt zur Zeit etwa 4% und sollte in der nahen Zukunft im Hinblick auf den Beitritt Ungarns zur EU verdoppelt werden. 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