{"id":21140,"date":"2026-03-20T10:32:02","date_gmt":"2026-03-20T09:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15934-01\/"},"modified":"2026-03-20T10:32:03","modified_gmt":"2026-03-20T09:32:03","slug":"15934-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15934-01\/","title":{"rendered":"Unter Kriterien der Nachhaltigkeit optimierte Planung des G\u00e4stehausneubaus in Passivhaus-Weise"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das umweltpolitische Ziel der CO2-Minderung im Bereich der Geb\u00e4udenutzung verlangt eine rasche Aufnahme des Passivhaus-Baustandards in den Markt. Deshalb soll auf  dem Gel\u00e4nde des EUZ ein \u00f6ffentliches Passivhaus als Seminar- und Wohngeb\u00e4ude realisiert werden, f\u00fcr das eine Planung erstellt werden soll. Die Planung eines solchen Geb\u00e4udes stellt aber eine besonders hohe Anforderung an alle beteiligten Planer, die mit den Anspruch einer Integralen Planung von Anfang an dieses Projekt bearbeiten. Der Planungsprozess und die Ergebnisse werden in die Fachwelt \u00fcber spezielle Veranstaltungsformen und durch moderne Kommunikationsmittel transportiert. Die Fach\u00f6ffentlichkeit wird am laufenden Planungsprozess beteiligt, das Fachpublikum, die Investoren und Bauherren erhalten Informationen zeitnah.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Bildung eines Planungsteams, welches schon bei der Grundlagenermittlung zusammenarbeitet steht am Anfang dieses Projektes. Die Entwicklung von Planungsinstrumenten von der Integralen Planung zur integralen Ausf\u00fchrung wird realisiert durch: Informations-Rundbriefe an die Planer, gemeinsame integrale Besprechungen, Workshops, Expertentreffen, Hersteller-Innovations-Foren und Einbindung ei-nes Fachpublikums in Form von Seminaren, Baustellenf\u00fchrung und Informationsveranstaltungen.<br \/>\nAlle f\u00fcr die Planung wichtigen Aufgaben werden bew\u00e4ltigt. Diese sind: Analyse der Nutzungsstruktur, Analyse vorhandener Energie-Einsparpotentiale (NegaWatt) im Geb\u00e4udebestand des e.u.[z.] um das neue Geb\u00e4ude ohne zus\u00e4tzlichen Mehrverbrauchs zu betreiben, M\u00f6glichkeit und Grenzen der passiven Solarnutzung, Chancen und Probleme der internen W\u00e4rmegewinne, Konzepte f\u00fcr eine einfache Bau- und Haustechnik, Brandschutz, optimierte Geb\u00e4udekonstruktion, konsequente \u00f6kologische Wahl von Baustoffen,  und nat\u00fcrlich auch der menschliche Faktor. Das Geb\u00e4ude soll von vielen Menschen angenommen werden, der Umgang mit Energie und W\u00e4rme f\u00fcr die G\u00e4ste interaktiv reflektierbar sein, damit eine schnelle Umsetzung dieser Bauweise erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Entstanden ist ein dreigliedriger Bauk\u00f6rper: Seminarraum, Foyer, Beherbergung. Das Foyer in der Mitte ist Empfang, Ort f\u00fcr Haustechnik (die sichtbar gemacht werden kann, ohne die gew\u00fcnschte Atmosph\u00e4re zu st\u00f6ren) und die Treppenerschlie\u00dfung f\u00fcr die G\u00e4stezimmer.<br \/>\nBei der Ergebnisfindung wurde stets darauf geachtet, dass m\u00f6glichst alle gestellten Randbedingungen Ber\u00fccksichtigung finden. Es stellte sich bald heraus, dass die Randbedingungen z. B. Handhabbarkeit, Wartung, Prim\u00e4r-Energiebilanz, Einfachheit, \u00f6kologisch sinnvoll, Kosten, usw. genau abgewogen werden mussten. Durch eine Entscheidungsmatrix wurde die notwendige Transparenz erzeugt und diese f\u00fcr den weiteren Planungsfortschritt herangezogen. Durch weitere Sitzungen, Experten-Workshops wurde die Planung und die energetische Simulation konkreter. Bereits gef\u00e4llte Entscheidungen standen auf den Pr\u00fcfstand und mussten ge\u00e4ndert werden. Das Planungsteam zeigte ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t und auch Mut, Entscheidungen unter neuen Gesichtspunkten zu revidieren und einen modifizierten Weg einzuschlagen, bis hin zu einen neuen Entwurf eines Bauk\u00f6rpers. Eine gute Moderation der Sitzungen ist unumg\u00e4nglich.<br \/>\nEnergetisch, wie auch \u00f6kologisch wurde die Geb\u00e4udeh\u00fclle in Holzrahmenbauweise optimiert. Besonders Augenmerk wurde auf die Einfachheit der haustechnischen Komponenten gelegt.<br \/>\nSerienm\u00e4\u00dfig marktverf\u00fcgbare L\u00fcftungsanlagen mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung werden im Bereich der G\u00e4stezimmer und des Seminarraumes eingeplant, wie auch ein zentraler Holzpellets-Prim\u00e4rofen im Foyer mit einer thermischen Solaranlage die W\u00e4rme \u00fcber einen Pufferspeicher f\u00fcr warmes Wasser und der Nachheizung der R\u00e4ume \u00fcber flinke Heizfl\u00e4chen bereitstellen. Auf weitere technische Komponenten konnte Dank der Weitsicht der Planer und der zufriedenstellenden Energiesimulation verzichtet werden. Durch die vorhandenen Printmedien des e.u.[z.], Seminarfalter, Rundbriefe an Kunden, F\u00f6rderer und Freunde und das Expose zum Projekt, konnten nur wenige Interessenten gefunden werden, die das Projekt finanziell unterst\u00fctzen wollten. Aus finanziellen Gr\u00fcnden wurde die Planung im Internet und Kommunikation im Internet nicht realisiert.<br \/>\nAus den gleichen Gr\u00fcnden wurde das Projekt auf dem Gel\u00e4nde des e.u.[z.] nicht realisiert sondern nur der Seminarteil, ein Schulungsgeb\u00e4ude als Passivhaus f\u00fcr Innovationen, Luftdichtheit, Bau- und Solartechnik (philbus[21] ), das hinsichtlich des Heizw\u00e4rmeverbrauches die Vorgaben der EnEV 2002 um 75 % unterschreitet. Getreue den Motto Einfachheit wurde ein Geb\u00e4ude geplant das den hohen Anspr\u00fcchen eine PassivHauses auf energetischer, wie auch \u00f6kologischer Hinsicht gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits zu Beginn der Planungsphasen wurde mit dem Expose passotel[21], der Internetseite des e.u.[z.], der Seminarprogramm-Verteilung, der 9. e.u.[z.] Baufachtagung und den regelm\u00e4\u00dfig statt findenden F\u00fchrungen auf dieses Projekt aufmerksam gemacht und mit R\u00fcckantwortzettel die Akzeptanz und das Interesse analysiert. Parallel dazu wurde ein Seminarkonzept f\u00fcr Handwerksbetriebe der Bau- und Solartechnik erarbeitet und das Solarzentrum Hannover Region gegr\u00fcndet. Vor Beginn und w\u00e4hrend der Bauzeit wurden Passivhaus-Seminare durchgef\u00fchrt und f\u00fcr Interessenten und Multiplikatoren fanden 2-mal w\u00f6chentlich Baustellentermine statt, die die Bauweise begreifbar machten. Bilder von der Baustelle gab es im Internet unter der Homepage des e.u.[z.]. Seit Januar 2001 finden regelm\u00e4\u00dfig Seminare der unterschiedlichsten Themen in einen Passivhaus statt.<br \/>\nVielfache Publikationen der Projektpartner haben die Inhalte der Fach\u00f6ffentlichkeit bekannt gemacht. Dazu z\u00e4hlen die Tagungsb\u00e4nde der 9. e.u.[z.] Baufachtagung, 4. Passivhaus-Tagung, Holzbautagung 2001 der Arbeitsgemeinschaft Holz, das Holzbau-Fachmagazin die neue quadriga usw.. Die laufenden Seminare im e.u.[z.], sowie F\u00fchrungen sorgen f\u00fcr nachhaltige Verbreitung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt ist f\u00fcr alle Beteiligten zur vollsten Zufriedenheit bearbeitet worden. Das entstandene Passivhaus ist weitestgehenst mit Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und Materialien mit bewusst niedriger Herstellenergie erstellt worden. Die integrale Planung stellt hohe Anforderungen an die Planer, ist aber einer hierarchischen Planung bei so komplexen Vorg\u00e4ngen vorzuziehen. Die rechnerische Simulation von Energiestr\u00f6men haben sich in der Praxis best\u00e4tigt. F\u00fcr das Zusammentragen von Expertenwissen f\u00fcr eine integrale Planung sind moderne Kommunikationsmedien erforderlich, die Software- und Hardware-L\u00f6sungen zeigen bei so kleinen Projekten noch deutliche Defizite. Die Gr\u00fcndung von Bauteams unter Einbeziehung der ausf\u00fchrenden Betriebe st\u00f6\u00dft leider auf rechtliche Schwierigkeiten, sodass die integrale Planung nicht in eine integrale Bauausf\u00fchrung m\u00fcnden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das umweltpolitische Ziel der CO2-Minderung im Bereich der Geb\u00e4udenutzung verlangt eine rasche Aufnahme des Passivhaus-Baustandards in den Markt. 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