{"id":21124,"date":"2024-11-27T10:36:02","date_gmt":"2024-11-27T09:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15885-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:36:02","modified_gmt":"2024-11-27T09:36:02","slug":"15885-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15885-01\/","title":{"rendered":"Kommunikation f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung in der Region"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>KOMREG war ein international ausgerichtetes Tagungs- und Forschungsprojekt. KOMREG verfolgte die Absicht, praktische M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung von Kommunikations- und Entscheidungsprozessen zwischen Akteuren und Akteursgruppen auf der regionalen Raumebene auszuloten.<br \/>\nNachhaltige Raumentwicklung, verstanden als ein strategischer Kommunikationsprozess, bietet die Chance, unterschiedliche r\u00e4umliche und sektorale Entwicklungsziele abzustimmen und miteinander zu verkn\u00fcpfen. Die zentrale Aufgabe von KOMREG bestand darin, aufzuzeigen wie Kommunikations- und Entscheidungsprozesse im Sinne des Zielkatalogs der Nachhaltigkeit optimiert und bestehende Kommu-nikationsbarrieren und Handlungsblockaden abgebaut werden k\u00f6nnen.<br \/>\nKOMREG sollte zentrale \u00dcbertragungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Raumebene Region identifizieren und f\u00fcr die Praxis neue Handlungsans\u00e4tze f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenKOMREG sollte den Akteuren vor Ort praktikable Strategien und Wege aufzeigen, wie Kommunikationsprozesse f\u00fcr regionale Entwicklung gestaltet werden k\u00f6nnen. Der Aufbau bzw. die Implementierung von neuen Netzwerken auf regionaler Ebene sollte anhand von Fallbeispielen untersucht und f\u00fcr die Praktiker mit Blick auf eine \u00dcbertragbarkeit aufbereitet werden. Hierf\u00fcr wurde u.a. eine Queranalyse von mehr als 400 Projekten in Deutschland zur Nachhaltigen Regionalentwicklung durchgef\u00fchrt. Inhaltlich war KOMREG auf die Analyse und Zusammenf\u00fchrung der drei Themenschwerpunkte Ziele, Akteure und Instrumente fokussiert.<br \/>\nDurch einen kontinuierlichen Diskussions- und Abstimmungsprozess (Expertengespr\u00e4che, Workshops) wurden Vertreter aus Forschung und Praxis bereits im Vorfeld aktiv in das Tagungsprojekt eingebunden. Zwischenergebnisse und Diskussionspapiere wurden auf einer eigens eingerichteten Homepage pr\u00e4sentiert (www.komreg.de). So konnte die zweit\u00e4gige Tagung mit vier grundlegenden Hauptvortr\u00e4gen und der Bearbeitung drei Themenschwerpunkte Ziele, Akteure und Instrumente in drei Workshops durchgef\u00fchrt werden. Den Abschluss bildete eine Ver\u00f6ffentlichung der zentralen Beitr\u00e4ge und Ergebnisse<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>KOMREG hat \u00fcber einen Zeitraum von 18 Monaten einen intensiven Austausch von Einzelpersonen und Netzwerken in Deutschland und im europ\u00e4ischen Ausland bef\u00f6rdert, die im Bereich\u0082 nachhaltiger Regionalentwicklung t\u00e4tig sind. Zentrales Ergebnis des KOMREG-Projektes ist, dass Kommunikation das kon-stituierende Element einer nachhaltigen Regionalentwicklung ist. Die Systematisierung und Ann\u00e4herung \u00fcber die inhaltlichen und organisatorischen Dimensionen \u0082Ziele, \u0082Akteure und \u0082Instrumente hat deutlich gemacht, dass eine grunds\u00e4tzliche Aufarbeitung nachhaltiger Regionalentwicklung anhand der genannten Dimensionen erfolgen muss. Ein erster Schritt wurde hierf\u00fcr auf der Tagung geleistet. Ein kontinuierlicher, vereinfachter und professionalisierter Abgleich von Erfahrungswissen und Erkenntnissen zwischen Vertretern aus Praxis, Verwaltung und Forschung ist zuk\u00fcnftig dringend erforderlich (z.B. durch die Einrichtung eines Internet-Portals\/Netzwerkes f\u00fcr nachhaltige Regionalentwicklung).<br \/>\nKOMREG hat deutlich aufgezeigt, dass vielfach Anwendungs- und Prozesswissen das eigentlich entscheidende Moment f\u00fcr Erfolg und Misserfolg von Projekten vor Ort ist. Insofern kommt u. E. der Analyse und Evaluierung von Prozessen nachhaltiger Regionalentwicklung in Zukunft eine Schl\u00fcsselrolle zu. Folgende zentrale Ergebnisse sind in den Vorbereitungsworkshops und auf der Tagung von den anwesen-den Experten aus Forschung, Praxis und Verwaltung best\u00e4tigt worden:<br \/>\nZiele<br \/>\nDie Zielsetzungen von Regionen h\u00e4ngen zum einen stark von den regionalen Ausgangs- und Problemlagen ab (bottom-up-Prozess) und werden zum anderen durch rahmengebende F\u00f6rderinstrumente, Wettbewerbe etc. modifiziert und erweitert (top-down-Prozess).<br \/>\nAkteure<br \/>\nErfolgreiche Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass Vertreter aus \u00f6ffentlichen Institutionen \/ Verwaltung \/ Politik als Akteure in regionalen Entwicklungsprozessen eingebunden sind.<br \/>\nInstrumente<br \/>\nUngleichzeitigkeit von F\u00f6rderrhythmen der \u00f6ffentlichen Hand \/ Stiftungen einerseits sowie von Planungs- und Umsetzungsrhythmen der regionalen Projekte andererseits wirken vor dem Hintergrund einer gro\u00dfen Abh\u00e4ngigkeit von \u00f6ffentlichen F\u00f6rdermitteln hemmend. Erfolgreiche Projekte zeichnen sich durch eine Mischfinanzierung von F\u00f6rdermitteln, Eigenanteilen, wirtschaftlicher T\u00e4tigkeit, Sponsoring etc. aus.<br \/>\nKommunikation und Erfahrungsaustausch<br \/>\nBildungs-, Kommunikations- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit haben in erfolgreichen Projekten eine gro\u00dfe Bedeutung; Probleme gibt es aber bei der Finanzierung und Anerkennung dieser wichtigen Aufgaben eines Kommunikationsmanagements. Regionaler und \u00fcberregionaler Erfahrungsaustausch sind zentrale Aspekte zur Verstetigung und Verbreiterung nachhaltiger Regionalentwicklung; die Realisierung einer zentral gemanagten Kommunikations- und Infrastruktur zum Informations- und Erfahrungsaustausch sowie zur Netzwerkbildung ist daf\u00fcr allerdings notwendig.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ergebnisse von KOMREG wurden in zwei Vorbereitungs-Workshops und auf der Tagung am 25.\/26.01 2001 mit rd. 140 Teilnehmern in M\u00fcnster erarbeitet, diskutiert und pr\u00e4sentiert. Die Ergebnisse wurden auf mehreren Tagungen pr\u00e4sentiert. Inzwischen liegen einige Publikationen zu KOMREG sowie der Abschlussbericht\/Tagungsband vor, dessen 1. Auflage \u00fcber das I\u00d6W kostenlos zu beziehen ist.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Eine Gemeinsamkeit der vielen Programme, Prozesse und Projekte unter dem Dach \u0082nachhaltige Regi-onalentwicklung ist die themenspezifische Vernetzung von Akteuren. Dabei wird das Verst\u00e4ndnis des Begriffs \u0082Region neu bestimmt. Eine zentrale Folge ist die Entfaltung von neuen, thematischen Regionszuschnitten und eine Neukonstellationen der am Entwicklungsprozess beteiligten Akteure. Das damit verbundene Management f\u00fcr eine nachhaltige Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Grundfragen f\u00fcr eine ad\u00e4quate Gestaltung dieser Kommunikationsprozesse lauten u.a.: Wer darf (nachhaltige) regionale Zuk\u00fcnfte thematisieren, strategisch formulieren und dar\u00fcber entscheiden? Wie l\u00e4uft das Verfahren der Festlegung und Umsetzung regionaler Entwicklungsziele ab? Kommunikation ist demnach das konstituierende Element einer nachhaltigen Regionalentwicklung. Diese Entwicklung wirft Fragen hinsichtlich der Verteilung von Kompetenzen und Zust\u00e4ndigkeiten auf. Nicht selten etablieren und institutionalisieren sich neue Kommunikations- und damit Macht- und Entscheidungsstrukturen, die teilweise jenseits der etablierten Planungstr\u00e4ger arbeiten. Inwieweit diese neuen Strukturen und Prozesse tragf\u00e4hig sind, muss sich jedoch erst noch erweisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens KOMREG war ein international ausgerichtetes Tagungs- und Forschungsprojekt. KOMREG verfolgte die Absicht, praktische M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung von Kommunikations- und Entscheidungsprozessen zwischen Akteuren und Akteursgruppen auf der regionalen Raumebene auszuloten. Nachhaltige Raumentwicklung, verstanden als ein strategischer Kommunikationsprozess, bietet die Chance, unterschiedliche r\u00e4umliche und sektorale Entwicklungsziele abzustimmen und miteinander zu verkn\u00fcpfen. 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