{"id":21103,"date":"2024-11-27T10:34:57","date_gmt":"2024-11-27T09:34:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15736-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:35:00","modified_gmt":"2024-11-27T09:35:00","slug":"15736-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15736-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines naturkundlichen Besucherinformationssystems in der Region Fellhorn\/Kanzelwand (Bayern)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projektgebiet Fellhorn\/Kanzelwand &#8211; Hoher Ifen &#8211; Breitachklamm ist ein grenz\u00fcberschreitendes bevorzugtes Fremdenverkehrsgebiet mit hochwertiger Naturausstattung und den Naturschutzgebieten Allg\u00e4uer Alpen, Schlappolt und Hoher Ifen sowie dem Naturdenkmal Breitachklamm und dem Landschaftsschutzgebiet Allg\u00e4uer Hochalpenkette. F\u00fcr das Projektgebiet, das j\u00e4hrlich von mehreren Hunderttausend Menschen besucht wird, gibt es nur wenig naturkundliche Informationen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wurde auf der Basis der Machbarkeitsstudie Besucherlenkung- und Besucherinformation im Projektgebiet Fellhorn\/Kanzelwand &#8211; Hoher Ifen &#8211; Breitachklamm (Bayern\/Deutschland und Vorarlberg\/\u00d6sterreich des B\u00fcros Dietmann durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDas angestrebte Besucherkonzept verfolgt zwei Richtungen: Zum einen die Vermittlung von Information direkt im Gebiet, d. h., vor Ort, in der Natur, an einem zentral gelegen Standort, der einen \u00dcberblick \u00fcber das gesamte Projektgebiet gibt und weiter dezentral \u00fcber das Gebiet verteilten Informationsstationen mit Detailinformation. Als Erg\u00e4nzung erfolgt die Vermittlung im Tal innerhalb der vielbesuchten Marktgemeinde Oberstdorf.<br \/>\nAls zentral gelegene Information vor Ort wurde die bestehende Gipfelstation der Fellhornbahn umgebaut. Hier entstand in einem abgetrennten Obergeschoss auf einer Fl\u00e4che von ca. 120 m\u00b2 ein vollverglaster Raum, der einen \u00fcberw\u00e4ltigenden Panoramarundblick erm\u00f6glicht. Hier soll &#8211; zugeschnitten auf die zu erwartenden G\u00e4ste &#8211; \u00fcberwiegend audio-visuelle Information mit modernen Medien angeboten werden.<br \/>\nIm Tal wurde im mitten in der vielbesuchten Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Oberstdorfs gelegenen Alten Rathaus im Erdgeschoss auf einer Fl\u00e4che von 75 m\u00b2 eine ganzj\u00e4hrig leicht erreichbare, wetterunabh\u00e4ngige Ausstellung eingerichtet.<br \/>\nDer Grundgedanke des Projekts beabsichtigt, eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Anzahl von Menschen zu erreichen und f\u00fcr die Belange der \u00d6kologie und des nat\u00fcrlichen Umfeldes zu sensibilisieren. Die Einheimischen und Besucher sollen dadurch auch zu einem umweltschonenderen Verhalten angeregt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Informationen zur Umwelt sind die Voraussetzung f\u00fcr eine nachhaltige Verbesserung des allgemeinen Verst\u00e4ndnisses \u00f6kologischer Zusammenh\u00e4nge. Aufgrund dessen ist es wichtig, moderne und ansprechende Einrichtungen zu schaffen, die sowohl einen Eindruck \u00fcber das \u00f6kologische Gesamt-bild einer Region vermitteln als auch auf dessen Belastungen und Problembereiche hinweisen. Die naturkundliche Information und Ausstellung wird es dem Besucher erm\u00f6glichen, neben grundlegenden In-formationen auch Detailinformationen \u00fcber die Natur und Landschaft, die sie erblicken, zu erhalten.<br \/>\nF\u00fcr das Projektgebiet wurde eine naturkundliche Information (Bergschau) eingerichtet und ein Besucherlenkungssystem (Leitsystem) entwickelt.<br \/>\nDer grenz\u00fcberschreitende Charakter des geplanten Projektes tr\u00e4gt dazu bei, dass die Bergschau sowohl von \u00d6sterreich als auch aus der Bundesrepublik Deutschland gleicherma\u00dfen gut erreichbar sein wird.<br \/>\nDas angestrebte Besucherinformationskonzept wurde bewusst im Zentrum der Besucherstr\u00f6me platziert, um eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Anzahl Menschen zu erreichen. Das Angebot umfasst folgende Standorte:<br \/>\n1. Bergschau 2037 NN FellhornAls zentrale Informationsstellen wurden die Ausstellungsr\u00e4ume im Alten Rathaus in Oberstdorf und in der Gipfelstation der Fellhornbahn errichtet. Diese Informationsstellen bieten eine zentrale Information im \u00dcberblick und verweisen auf die nachgeordneten Info-Stationen in der Fellhornbahn-Gipfelstation entstand kein herk\u00f6mmliches Naturkundezentrum, sondern eine multimediale Ausstellung, die sich die einmalige Situation eines rund um verglasten Raumes mit \u00fcberw\u00e4ltigenden Panoramablick zunutze macht. Der Grund hierf\u00fcr ist, dass das Gebiet am Fellhorn \u00fcberwiegend freizeit- und erlebnisorientierte Besucher anzieht, die hierdurch einen eindrucksvollen Zutritt in die nat\u00fcrliche Erlebniswelt erhalten. Zum Einsatz kommen keine klassischen Ausstellungstafeln und Exponate, sondern vielmehr Filme, Videos und andere Projektionen. Die Ausstellung im Obergeschoss auf einer Fl\u00e4che von ca. 100 m2 ist &#8211; unabh\u00e4ngig von der Fellhornbahn &#8211; direkt vom Weg zum Fellhorngipfel \u00fcber eine Br\u00fccke erreichbar oder \u00fcber einen behindertengerechten, verglasten Aufzug von der Aussichtsterrasse im Erdgeschoss.<br \/>\n2. Bergschau 813 m NN Altes Rathaus in OberstdorfDas alte Rathaus in Oberstdorf steht an zentraler Stelle am Marktplatz, gegen\u00fcber der dominierenden kath. Pfarrkirche. Es ist ein historischer Bau, der mehrfache Umbauten und Umnutzungen erfahren hat. Der Standort bzw. das Geb\u00e4ude an einer der zentralsten und meist besuchtesten Stelle in Oberstdorf eignet sich \u00fcberaus gut f\u00fcr eine Ausstellung. Die Marktgemeinde hat das Erdgeschoss f\u00fcr das Naturkundezentrum zur Verf\u00fcgung gestellt &#8211; die Ausstellungsfl\u00e4che umfasst ca. 70m\u00b2.<br \/>\nHier wird anhand eines zentralen Reliefs \u00fcber das gesamte Projektgebiet mit seinen Au\u00dfenstationen in-formiert. Die Grundlageninformationen zu Geologie, Landschaftsgeschichte, Tier- und Pflanzengemeinschaften werden erg\u00e4nzt durch ein weitergehendes Informationsangebot wie z. B. an einem Internet-Arbeitsplatz. Als wichtiges Schlechtwetterangebot erg\u00e4nzt es die Informationen drau\u00dfen im Gel\u00e4nde und regt zu einem Besuch der freien Natur an.<br \/>\nAls Erg\u00e4nzung der Besucherinformation ist ein Leitsystem mit dezentrale Info-Stationen und Natur-Erlebnis-Wegen vorgesehen. Die dezentralen Info-Stationen (Schaubildern oder Schautafeln mit Text und Bildern) sollen \u00fcber das gesamte Projektgebiet verteilt sein und informieren an bestimmten, daf\u00fcr geeigneten Typlokalit\u00e4ten \u00fcber naturkundliche Besonderheiten. Sie sind durch ein Leitsystem mit einheitlichem Erscheinungsbild untereinander verbunden und stehen in wechselseitiger Verbindung zu den beiden zentralen Ausstellungsr\u00e4umen. Bestandteil des Leitsystems sind auch Natur-Erlebnis-Wege zu verschiedenen naturkundlichen Themen (Geologie, Alpwirtschaft, Forstwirtschaft).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Vorfeld und am Tag der Er\u00f6ffnung am 29.06.2001 erfolgte eine ausf\u00fchrliche Berichterstattung in Presse, Rundfunk und Fernsehen. Als Werbemittel f\u00fcr die Ausstellungen wurden Poster, Flyer, und ein INTERNET-Auftritt erstellt (homepage: www.bergschau.de).<br \/>\nDas Projekt wird vom gesamten Tourismus im Oberallg\u00e4u, besonders aber seitens der Marktgemeinde Oberstdorf und durch die Fellhornbahn GmbH, Oberstdorf beworben. Die Ausstellungsr\u00e4ume sind der \u00d6ffentlichkeit kostenlos zug\u00e4nglich und werden auch von vielen Schulklassen besucht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Erste Erfahrungen und Besucherz\u00e4hlungen in den Ausstellungsr\u00e4umen weisen das angedachte Ausstellungs-Konzept als erfolgreich aus. So wurden bisher im Ausstellungsraum Bergschau 817 m NN im Alten Rathaus in Oberstdorf durchschnittlich 250 &#8211; 300 Besucher t\u00e4glich, an stark frequentierten Tagen sogar 600 &#8211; 1000 Besucher gez\u00e4hlt. \u00c4hnliche Besucherzahlen weist der Ausstellungsraum Bergschau 2037 m NN auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projektgebiet Fellhorn\/Kanzelwand &#8211; Hoher Ifen &#8211; Breitachklamm ist ein grenz\u00fcberschreitendes bevorzugtes Fremdenverkehrsgebiet mit hochwertiger Naturausstattung und den Naturschutzgebieten Allg\u00e4uer Alpen, Schlappolt und Hoher Ifen sowie dem Naturdenkmal Breitachklamm und dem Landschaftsschutzgebiet Allg\u00e4uer Hochalpenkette. 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