{"id":21054,"date":"2023-07-13T15:19:09","date_gmt":"2023-07-13T13:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15559-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:10","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:10","slug":"15559-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15559-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer gemeinsamen, offenen Datenbasis f\u00fcr ein Informationssystem zur Entscheidungsunterst\u00fctzung in der integrierten Pflanzenproduktion &#8211; InfoService Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP) &#8211;"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Ansatz der Integrierten Pflanzenproduktion bietet viele \u00f6konomische und \u00f6kologische Vorteile. Grundvoraussetzung ist das Verst\u00e4ndnis der komplexen Zusammenh\u00e4nge der Pflanzenproduktion und der schnelle Zugriff auf alle notwendigen Informationen aus Betrieb, Beratung und sonstigen Quellen.<br \/>\nLetztliches Ziel ist daher der Aufbau eines Informationssystems (ISIP), das Landwirte und Berater bei ihren Entscheidungen unterst\u00fctzt, indem es den Zugriff zu allen notwendigen Daten erm\u00f6glicht und Unterst\u00fctzung bei ihrer Verarbeitung zu entscheidungsrelevanten Informationen bietet.<br \/>\nMit dem vorliegenden Projekt werden zun\u00e4chst die Inhalte abgegrenzt sowie die technische Machbarkeit und Alternativen f\u00fcr die Realisierung eines langfristig Kosten deckenden Betriebs von ISIP untersucht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm ersten Schritt wird gepr\u00fcft, inwieweit die vorhandenen Vorstellungen \u00fcber den Informationsbedarf von Landwirten und Beratern \u00fcberhaupt zutreffen: ISIP muss zielgenau die Bed\u00fcrfnisse der Kunden treffen, andernfalls findet es keine Akzeptanz und kann nicht Kosten deckend betrieben werden. Repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlte Landwirte und Berater werden dazu befragt.<br \/>\nDer zweite Schritt kann teilweise parallel zum Ersten anlaufen, auch wenn einige Wechselwirkungen zu erwarten sind. Es wird eine Analyse der vorhandenen Datenquellen und Modelle zur Entscheidungsunterst\u00fctzung vorgenommen, organisatorische und technische Fragen der Nutzung gekl\u00e4rt und die generelle technische Machbarkeit des Zugriffs auf die verschiedenen Datenbanken sowie der Einbringung der Daten in die Modelle gepr\u00fcft. Daf\u00fcr werden Markterhebungen und Befragungen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nAufbauend auf den Ergebnissen werden dann im dritten Schritt verschiedene Alternativen erarbeitet, wie die Umsetzung von ISIP inhaltlich, technisch, zeitlich, organisatorisch und damit eng zusammenh\u00e4ngend kostenm\u00e4\u00dfig erfolgen kann.<br \/>\nDie Vorbereitung, Begleitung und Bewertung der zum Teil an Dritte nach Ausschreibung zu vergebenden T\u00e4tigkeiten nimmt breiten Raum ein. Ein Projektteam aus Mitarbeitern aller Institutionen der Arbeitsgemeinschaft wird den gesamten Projektablauf steuern und \u00fcberwachen. Zum Ende der Projektlaufzeit wird entschieden, ob (und wenn wie) die Arbeiten an ISIP fortgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1. Informationsbedarf<br \/>\nLandwirte und Berater wurden zu ihrem Informationsbedarf im Rahmen der Integrierten Pflanzenproduk-tion befragt. Neben der Beteiligung an einer Telefon-Studie mit rund 1.000 Landwirten wurden rund 100 Landwirte und mehr als 30 Berater pers\u00f6nlich-m\u00fcndlich interviewt. Die wichtigsten Ergebnisse:<br \/>\n\u00b7 Inhaltlich wird Informationsbedarf vor allem beim Thema Pflanzenschutz gesehen. Fragen zu D\u00fcngung oder Saat fallen dagegen weit ab.<br \/>\n\u00b7 Die h\u00f6chste Kompetenz in der Beratung zur Pflanzenproduktion wird eindeutig bei der Offizialberatung gesehen, gefolgt von Privatberatung und Beratungsringen.<br \/>\n\u00b7 Das Medium Internet breitet sich rasant aus, die technischen Voraussetzungen von dieser Seite w\u00e4ren kein Problem, auch die Akzeptanz scheint gegeben zu sein.<br \/>\n\u00b7 Die Landwirte erwarten, dass die Beratung in Deutschland sich \u00e4ndern wird und dass demn\u00e4chst Beratungsleistungen bezahlt werden m\u00fcssen; sie sind bereit, auch Beratung per Internet bezahlen.<br \/>\nDie Absch\u00e4tzung des Nutzerpotenzials (Zahl der Betriebe bzw. dahinter stehende Fl\u00e4che) ergibt zusammen mit den Aussagen \u00fcber die H\u00f6he der Betr\u00e4ge, die die Landwirte f\u00fcr Beratung ausgeben w\u00fcrden, einen Anhaltspunkt zu den erzielbaren Erl\u00f6sen, die die Finanzierung des laufenden Betriebs von ISIP durchaus machbar erscheinen l\u00e4sst.<br \/>\n2. Technische Machbarkeit<br \/>\nVor der Erarbeitung der technischen Konzeption stand die Analyse, welche Daten und welche Entscheidungsmodelle zur Inte-grierten Pflanzenproduktion in Deutschland \u00fcberhaupt vorhanden sind. Des Weiteren war eine Absch\u00e4tzung notwendig, welcher Aufwand f\u00fcr eine Einbindung in ISIP notwendig ist. Daher wurden<br \/>\n\u00b7 f\u00fcr die Daten neben exakten Daten-Definitionen technische Fragen der Datenhaltung<br \/>\n\u00b7 f\u00fcr die Entscheidungsmodelle neben der technischen Basis die notwendigen Input-Daten<br \/>\nabgefragt. Bevorzugt werden beim Start von ISIP Daten und Modelle, die ohne allzu gro\u00dfen Aufwand in ISIP integriert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nJegliche Datennutzung ist aber in Einzelvereinbarungen zu kl\u00e4ren. Ob die jeweilige Datenbank physisch beim Lieferanten liegt oder zentral beim ISIP-Systemkern, ist ebenfalls in Einzelvereinbarungen zu kl\u00e4ren. Technisch wird beides erm\u00f6glicht.<br \/>\nDie Zielsetzung, dass im Rahmen von ISIP nicht nur Daten-Abfragen, sondern auch die Nutzung von Entscheidungsmodellen m\u00f6glich sein soll (nur so lassen sich Berater von Routineaufgaben entlasten) und diese nicht nur den Beratern, sondern auch zumindest guten Landwirten direkt zur Verf\u00fcgung stehen sollen, erfordert eine sehr komplexe inhaltliche Struktur, die erhebliche Auswirkungen auf den Aufbau der technischen Basis hat. So wird wegen der semantischen und syntaktischen Probleme bei der Zusammenf\u00fchrung unterschiedlicher Datenbest\u00e4nde wird ein 4-schichtiges Zugriffsmodell (Datenpr\u00e4sentation, Applikationslogik, metadatengest\u00fctzter Datenzugriff, eigentliche Datenhaltung) vorgeschlagen.<br \/>\n3. Tr\u00e4gerorganisation<br \/>\nDie Diskussion im Rahmen der Vorstudie hat ergeben, dass folgende Struktur den Zielsetzungen von ISIP am ehesten gerecht wird und vor allem auch konsensf\u00e4hig bei den Beteiligten sein d\u00fcrfte:<br \/>\n\u00b7 Gesellschafter: Organisationen mit anerkannter Kompetenz f\u00fcr neutrale Beratung<br \/>\n\u00b7 Rechtsform: Vorschlag eingetragener Verein (ist wahrscheinlich am ehesten konsensf\u00e4hig)<br \/>\n\u00b7 Fachbeirat: zur Sicherung der inhaltlichen Qualit\u00e4t und Weiterentwicklung<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Gegen Ende der Projektlaufzeit wurden die Beratungsinstitutionen zu einer Informationsveranstaltung \u00fcber die Ziele des Gesamtprojektes ISIP sowie die ersten Ergebnisse der laufenden Studie eingeladen. Die Resonanz war leider eher ern\u00fcchternd.<br \/>\nDie Werbung um Mitarbeit bei ISIP wird verst\u00e4rkt, indem die Ziele von ISIP und die endg\u00fcltigen Ergebnisse des abgelaufenen Projektes im n\u00e4chsten halben Jahr den Beratungstr\u00e4gern in den einzelnen L\u00e4ndern vor Ort durch die Kooperationspartner im Projekt vorgestellt werden. Des Weiteren werden wichtige bundesweit arbeitende Gremien \u00fcber ISIP informiert und so f\u00fcr das Projekt geworben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Umsetzung der Idee ISIP wird mit dar\u00fcber entscheiden, ob der Bestand einer firmenunabh\u00e4ngigen landwirtschaftlichen Beratung in Deutschland zuk\u00fcnftig gesichert werden kann. Der Informationsbedarf ist vorhanden, die Informationstechnologie muss konsequent f\u00fcr die Effizienzverbesserung in der Beratung genutzt werden. Viele der anvisierten Ziele im Rahmen der Integrierten Pflanzenproduktion k\u00f6nnen ohne ISIP nur sehr schwer (oder nur mit erheblich h\u00f6heren Kosten) erreicht werden.<br \/>\nEs muss sich aber im n\u00e4chsten halben Jahr zeigen, ob die Tr\u00e4ger der Beratung in den L\u00e4ndern bereit sind, sich an einem solchen System zu beteiligen und auch finanzielle Belastungen auf sich zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Ansatz der Integrierten Pflanzenproduktion bietet viele \u00f6konomische und \u00f6kologische Vorteile. Grundvoraussetzung ist das Verst\u00e4ndnis der komplexen Zusammenh\u00e4nge der Pflanzenproduktion und der schnelle Zugriff auf alle notwendigen Informationen aus Betrieb, Beratung und sonstigen Quellen. 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