{"id":21044,"date":"2023-07-13T15:19:09","date_gmt":"2023-07-13T13:19:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15544-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:19:09","modified_gmt":"2023-07-13T13:19:09","slug":"15544-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15544-01\/","title":{"rendered":"Abenteuer Umwelt &#8211; Bildung unterm Dach &#8211; Einrichtung eines Umweltlernstandortes im Museum der Westlausitz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die museumsp\u00e4dagogischen Erfahrungen und Bedarfsanalysen der letzten Jahre haben deutlich die gestiegene Nachfrage im Bereich museal ausgerichteter Umweltp\u00e4dagogik gezeigt. Verbunden mit der dringend n\u00f6tigen Sanierung der Sammlungs- und Arbeitsbereiche entstand die Projektidee, durch die Verbindung einer Gl\u00e4sernen Museumswerkstatt mit der Umweltbildungsarbeit eine neue Dimension im Bereich Umweltp\u00e4dagogik zu schaffen. Die Transparenz der Hintergrundarbeit soll wissenschaftliche T\u00e4tigkeitsfelder in erlebbare N\u00e4he r\u00fccken und sich durch die p\u00e4dagogische Bearbeitung der regionalen Syndrome in die Debatte der Nachhaltigkeit und des Globalen Wandels einbringen. Durch diese neuen innovativen Strukturen sollen v. a. Kinder und Jugendliche zu verst\u00e4rkter Aufmerksamkeit gegen\u00fcber \u00f6kologischen Fragestellungen erzogen werden, mit dem Ziel die L\u00fccke zwischen Umweltwissen und Um-weltverhalten zu schlie\u00dfen, und nachhaltig umweltrelevante Denkprozesse zu entwickeln.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBis zum I. Quartal 2000 wird der Dachbereich der F\u00f6rderschule L fertiggestellt, um die interdisziplin\u00e4re Vernetzung von Fachbereichen und P\u00e4dagogik zu gew\u00e4hrleisten. Zeitlich parallel werden regionale Naturressourcen erschlossen, in denen Syndrome (Aralseesyndrom, Altlastensyndrom) und Trends des globalen Wandels sichtbar sind. Als Basistheorem gilt f\u00fcr alle Themen die Integration zwischen Zivilisation und Umwelt, wobei die Auswahl nicht nach Tagesdringlichkeit erfolgt, sondern sich durch die Dau-erhaftigkeit der Problematik bestimmt. Ohne \u00c4ngste zu sch\u00fcren, werden mit Blick auf reale Umweltl\u00f6sungen Bildungskonzepte entworfen, die Naturerfahrung mit Wissensvermittlung \u00fcber den Naturhaushalt verbinden, und so die \u00f6kologische Alphabetisierung vorantreiben. Unter Ber\u00fccksichtigung des Lebensstilmodells soll eine Verkn\u00fcpfung von Edutainment mit ernsthaften Objektauseinandersetzungen v. a. die an instrumentellen und \u00f6kologischen Formen interessierten Personengruppen ansprechen. Alle so entstandenen Exkursionskonzepte werden praktisch getestet und je nach Resonanz der Zielgruppen weiterentwickelt. Mit Beginn II. Quartal 2000 werden die ausgew\u00e4hlten Themenfelder unter oben ge-nannten Aspekten mit Sammlungs-, Forschungs- und Ausstellungsarbeit zu einer konzeptionellen Einheit verbunden, mit dem Ziel einen nachhaltigen Wandel der Umweltmentalit\u00e4t in der Region zu erreichen, und das Museum der Westlausitz als Umweltbildungsinstitution zu etablieren.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Sammelsurium, dem Schaumagazin des Museums der Westlausitz, sind die modernen Sammlung- und Arbeitsbereiche neu eingerichtet und im Juli 2000 f\u00fcr den laufenden Museumsbetrieb ge\u00f6ffnet worden. In den Magazinbereichen ist auf Sicht der n\u00e4chsten 10 Jahre die Sicherung und Erweiterung der zoologischen, geologischen und arch\u00e4ologischen Sammlung gew\u00e4hrleistet. Das Schaumagazin erm\u00f6glicht dabei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, insbesondere durch zielgruppenspezifische, um-weltp\u00e4dagogische Projektangebote, diese museale Arbeit unmittelbar erlebbar zu machen. Durch direkte Anschauung, handlungsorientierte Programme oder auch aktive Mitarbeit in der regionalen Forschung gelingt es an diesem Ort leicht Teilnehmer mit ihrer eigenen Natur- und Kulturgeschichte zu konfrontieren und entdeckendes Lernen anzuregen. Die Umweltbildungsangebote werden sowohl unter dem Dach des Sammelsuriums sowie &#8211; je nach Thema und Saison &#8211; im Gel\u00e4nde angeboten.<br \/>\nDie im Mai 2002 erfolgreich wiederer\u00f6ffnete Dauerausstellung des Museums der Westlausitz &#8211; das Elementarium &#8211; mit seiner erweiterten, modernen Erlebnisausstellung \u00fcber sechs Themenwelten und der Sonderausstellungsbereich basiert ma\u00dfgeblich auf den Erfahrungen des DBU-Projektes Abenteuer Umwelt &#8211; Bildung unterm Dach. Hier erwartet den Besucher nicht nur die Begegnung mit dem Original, sondern dar\u00fcber hinaus die M\u00f6glichkeit viele Objekt zu begreifen und sich Wissen  durch interaktive Elemente selbstentdeckend zu erschlie\u00dfen. Die Geschichte der Natur- und Kulturlandschaft wird mit den regionalen Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeitsgebiete des Museums der Westlausitz im Spiegel der Gegenwart dargestellt. Besucher k\u00f6nnen das ausgestellte Neue mit bekannten Erfahrungen aus ihrer Alltagswelt erkenntnisgebend verkn\u00fcpfen. Das Elementarium und das Sammelsurium sind zwei H\u00e4user, doch geh\u00f6ren sie zusammen: Sie beziehen sich aufeinander. Das Angebot des Elementarium ist z. B. oft der Schl\u00fcssel f\u00fcr das Besucherinteresse an einer vertiefenden, fortf\u00fchrenden Bildungsarbeit, die v. a. im Sammelsurium erfolgt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit und die Pr\u00e4sentation des Museumsangebots gr\u00fcndet sich auf einer zuvor mit der Universit\u00e4t L\u00fcneburg durchgef\u00fchrten Zielgruppenanalyse. Alle Programmangebote, didaktischen Materialien, Pressemitteilungen, Flyer, Programmhefte (z. B. EntdeckerKompass) sind an den Ergebnis-sen dieser Analyse orientiert. Der heute umfangreiche Adress- und Presseverteiler konnte entsprechend zielgruppenscharf aufgebaut werden. Heute hat sich eine stabile Kerngruppe von Wiederkehrern an Kinderhorten, Schulen, Vereinen, Kirchen und anderen regionalen Initiativen gebildet, die unser Angebot im Sammelsurium wie auch im Elementarium stetig nutzt. \u00dcber Mund-zu-Mund-Propaganda, der vielleicht nachhaltigsten Form der Werbung, w\u00e4chst diese Gruppe stetig.<br \/>\nIm Aufbau befindet zudem sich eine enge Zusammenarbeit mit Tourismusverb\u00e4nden der Region. \u00dcber die verst\u00e4rke Bewerbung von Tagestouristen in Bereich der Naherholung kann derzeit ein verst\u00e4rkter Besucherzustrom aus dem Dresdener Stadtraum festgestellt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Nach Abschluss des Projektes konnte, basierend auf den guten Erfahrungen des DBU-Projektes, das umweltp\u00e4dagogische Bildungsangebot ausgewogen im Sammelsurium und im Elementarium verdoppelt werden. Vom Kreis Kamenz ist hierzu die Stelle des Umweltp\u00e4dagogen am Museum als unbefristete Stelle dauerhaft eingerichtet worden, so dass die solide, wichtige und nachhaltige umweltp\u00e4dagogische Arbeit am Museum der Westlausitz in Zusammenarbeit mit der Museumsp\u00e4dagogik und den Fachwissenschaftlern fortgef\u00fchrt und ausgebaut werden kann. Diese richtungsweisende innerbetriebliche Kooperation tr\u00e4gt weitere Fr\u00fcchte: Das umfangreiche Programmangebot ist 2003 im EntdeckerKompass anschaulich und leicht verst\u00e4ndlich f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zusammengefasst worden. Die Programmpublikation in gro\u00dfer St\u00fcckzahl weckte durch ihre hohe Qualit\u00e4t das Interesse von weiteren Drittmittelgebern f\u00fcr den Bereich der Umweltbildung im Museum der Westlausitz. Viele in dem Projekt angesto\u00dfene Ideen finden au\u00dferdem Eingang in die p\u00e4dagogischen Familientage im Elementarium, die ab 2003 regelm\u00e4\u00dfig das Umweltbildungsangebot des Museums bereichern und ein neues Stammklientel er\u00f6ffnen sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die museumsp\u00e4dagogischen Erfahrungen und Bedarfsanalysen der letzten Jahre haben deutlich die gestiegene Nachfrage im Bereich museal ausgerichteter Umweltp\u00e4dagogik gezeigt. Verbunden mit der dringend n\u00f6tigen Sanierung der Sammlungs- und Arbeitsbereiche entstand die Projektidee, durch die Verbindung einer Gl\u00e4sernen Museumswerkstatt mit der Umweltbildungsarbeit eine neue Dimension im Bereich Umweltp\u00e4dagogik zu schaffen. 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