{"id":21043,"date":"2023-07-13T15:14:26","date_gmt":"2023-07-13T13:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11087-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:28","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:28","slug":"11087-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11087-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines neuen, umweltentlastenden Verfahrens zur R\u00fcckgewinnung wertvollen Faser- und Kunststoffmaterials aus Abf\u00e4llen der Papierindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung ist es durch intensive Entwicklungsarbeit und Versuche mit dem Funktionsmodell aus dem Projekt 11087\/01 sowie der Demonstrationsanlage im Rahmen der Technologieeinf\u00fchrung die technologische, technische und wirtschaftliche Umsetzung der zum Patent angemeldeten Innovation zur Erreichung eines hohen Spuckstoffdurchsatzes bei gleichzeitig h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung zu realisieren.<br \/>\nHierzu z\u00e4hlen Innovationen im Bereich der Trockenfraktionierung, der Str\u00f6mungstrennung und der Formtrennung sowohl bei den Spuckstoffen als auch den Mischkunststoffen, den Brenn- und Faserstoffen.<br \/>\nDas Vorhaben soll die Voraussetzung schaffen um im Rahmen von Folgeprojekten den Transferprozess auf vergleichbare Spuckstoffverarbeitungen werkstofflicher und somit umweltfreundlicher Art zu erm\u00f6glichen um somit einen umfassenden Beitrag zum Klimaschutz durch Verringerung der CO2-Emission  zu leisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAusgehend von den Ergebnissen der Vorversuche sind folgende F &#038; E-Schritte geplant:<br \/>\n\u00b7\tSchritt 1: Ausgestaltung des Funktionsmodells zur Durchf\u00fchrung grundlegender Versuche zur Be-stimmung von Auslegungsdaten f\u00fcr die Demonstrationsanlage<br \/>\n\u00b7\tSchritt 2: Erarbeitung einer grundlegenden Analytik sowohl im Spuckstoffbereich als auch im Produktbereich und Durchf\u00fchrung grundlegender Versuchsgestaltungen mit dem Funktionsmodell f\u00fcr die Gro\u00dfanlage<br \/>\n\u00b7\tSchritt 3: Erforschung und Entwicklung grundlegender Erg\u00e4nzungen der Hauptkomponenten und Schnittstellen der Gro\u00dfanlage durch Versuche mit der Demonstrationsanlage<br \/>\n\u00b7\tSchritt 4: Fortentwicklung der Trockenfraktionierung als Vorschaltanlage sowie der Nassfraktionierung im Sinkstoffbereich (Str\u00f6mungstrennung + Schwerkrafttrennung mit Salzwasser)<br \/>\n\u00b7\tSchritt 5: Wertanalyse, technische Dokumentation und Schlussbericht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen von Vorversuchen mit dem Funktionsmodell wurde die grunds\u00e4tzliche Machbarkeit des Vorhabens verifiziert.<br \/>\nDazu folgend die wesentlichen Problemstellungen und die bisher f\u00fcr die Realisierung der gro\u00dftechnischen Anlagen im F &#038; E-Bereich ermittelten L\u00f6sungsans\u00e4tze:<br \/>\n1.: Verbesserung der Spuckstoffanalytik insbesondere bez\u00fcglich aller Begleitstoffkomponenten;<br \/>\nEinf\u00fchrung einer Kunststoff- und Brennstoffanalytik;<br \/>\nErg\u00e4nzungen im Bereich der Faserstoff- und Papierstoffanalytik<br \/>\nEs wurden verschiedene Laborger\u00e4tschaften entwickelt.<br \/>\nZiel ist es, die Einfl\u00fcsse der Spuckstoffanlieferungszustandes und der Spuckstoffinhaltsstoffe auf die Qualit\u00e4t der Produkte und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems zu untersuchen.<br \/>\n2.: Fortentwicklung der Trockenfraktionierung zu einer Spuckstoffvorbehandlungsanlage<br \/>\nMit einfachen Laborger\u00e4ten wurden die Haupteinflussgr\u00f6\u00dfen bestimmt zur optimalen Trennung der Spuckstoffteile in gro\u00dfe, mittlere und kleine Teile.<br \/>\nZiel ist es, bei den zusammenh\u00e4ngenden Teilen Freifl\u00e4chen zu schaffen und die Freifaserbestandteile abzutrennen.<br \/>\nEs sollen m\u00f6glichst keine Verdr\u00f6selungen mehr vorhanden sein.<br \/>\n3.: Verbesserung der Pulperarbeit hinsichtlich der Funktionen Durchsatzleistung bei gleichzeitig schonender Vereinzelung und Trennleistung bei geringst m\u00f6glichem spezifischem LeistungsbedarfIm Handbetrieb wurden die Potentiale erkannt.<br \/>\nEs wurden dar\u00fcber hinaus die verschiedenen erfindungsgem\u00e4\u00dfen Funktionen simuliert.<br \/>\nZiel ist es, durch Variation folgender Einflussgr\u00f6\u00dfen die Gesamtstoffdichte auf \u00fcber 20 % und bei einer Freifaserstoffdichte im Gutstoff von unter 1 % einen spezifischen Spuckstoffdurchsatz von mehr als 5 t\/hxm3 Pulperinhalt zu erreichen.<br \/>\n4.: Ausbau des Sediflotsystems einerseits zu einem Schwerteilfang mit Gegenstromw\u00e4sche und andererseits zu einer anpassungsf\u00e4higen Abzugseinheit f\u00fcr st\u00f6rende Schwimmstoffe aller Art<br \/>\nBeim Funktionsmodell wurden die Funktionen Sedimentation und Flotation nach starker Verd\u00fcnnung beobachtet.<br \/>\nZiel ist es, alle st\u00f6renden Begleitstoffe wie Metall, Glas, Sand usw. sowie Schwimmholz, Styropor und Hohlk\u00f6rper schon zu Beginn aus dem System zu entfernen und in einen recyclierbaren Zustand zu bringen.<br \/>\n5.: Ausgestaltung des Systems SuspensionsverteilerBeim Funktionsmodell wurden grundlegende Verfahrenstechniken realisiert.<br \/>\nZiel ist es, durch Variation folgender Einflussgr\u00f6\u00dfen zu einer optimalen Fasertrennung einerseits und einer maximalen Nutzung der Trennfl\u00e4che des Siebungssystems andererseits zu kommen.<br \/>\n6.: Erforschung und Entwicklung optimaler Siebungsmaschen; au\u00dferdem Waschsysteme nach dem Adh\u00e4sionsprinzip<br \/>\n7.: Optimierung des \u00dcbergabesystemsBeim Funktionsmodell wurde die Gliederbandw\u00e4sche als relativ unproblematisch erkannt.<br \/>\nZiel ist es, durch Kombination eines geeigneten Reinigungssystems und Transportbands die vollst\u00e4ndige \u00dcbergabe des Oberkorns an das Sink-Schwimm-System zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\n8.: Das erfindungsgem\u00e4\u00dfe Schwerkrafttrennsystem ist grundlegend zu gestalten und den Erfordernissen anzupassen<br \/>\nIm Handbetrieb zeigt sich das System funktionsf\u00e4hig.<br \/>\nZiel ist es, eine spezif. Trennleistung f\u00fcr das jeweilige Oberkorn der Siebungssysteme bez\u00fcglich Schwimm- und verschieden schwerer Sinkstoffe von mehr als 50 kg\/m2xh bei den kleinen und bis zu 120 kg\/m2xh bei den gro\u00dfen Teilen zu erreichen unter Variation verschiedener Einflussgr\u00f6\u00dfen.<br \/>\n9.: Die Entfernung von Mikrostickies durch Faserfraktionierung und der Latenten Stickies durch Faserstoffw\u00e4sche soll erforscht werden<br \/>\nDie beiden Prinzipien wurden im Labor f\u00fcr gut befunden.<br \/>\nZiel ist es insbesondere bei dem Freifaserstoff eine Reinigungsleistung bei einem gegebenen Durchsatz zu erhalten, die zu einem deutlich geringeren Mikrostickygehalt als 10 Mikros\/g f\u00fchrt, bzw. beim Stippenstoff unter der H\u00e4lfte liegt.<br \/>\n10.: Eine Anreicherung des Wasserkreislaufs mit st\u00f6renden Begleitstoffen muss vermieden werden<br \/>\n11.: Die Entwicklung des Faserstoffs f\u00fcr den Einsatz beim Kunden muss gew\u00e4hrleistet sein<br \/>\n12.: Optimierung bekannter Maschinen zur Kunststoffaufbereitung<br \/>\n13.: Die Aufbereitung aller nicht werkstofflich, aber thermisch verwertbarer Inhaltsstoffe zu Brennstoff<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Stattgefunden haben zwischenzeitlich viele Inhouse-Pr\u00e4sentationen, 2 Teilnahmen an Messen, ein Vortrag an der Papiertechnischen Stiftung M\u00fcnchen sowie 2 Vortr\u00e4ge in verschiedenen Fachunteraussch\u00fcssen des Vereins Zellcheming. Im Fachunterausschuss Abfall der Zellcheming wird in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden berichtet. Vorgetragen wurde dem Land RLP und dem Umweltbundesamt; am 20.Nov. d. J. wird das Vorhaben dem BMU vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bisher wurden die im Antrag formulierten Vorgaben zum gr\u00f6\u00dften Teil erf\u00fcllt, teilweise wurden die Ziele weit \u00fcbererf\u00fcllt, durch die sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Rahmenbedingungen erfolgen laufend neue Aufgabenstellungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung ist es durch intensive Entwicklungsarbeit und Versuche mit dem Funktionsmodell aus dem Projekt 11087\/01 sowie der Demonstrationsanlage im Rahmen der Technologieeinf\u00fchrung die technologische, technische und wirtschaftliche Umsetzung der zum Patent angemeldeten Innovation zur Erreichung eines hohen Spuckstoffdurchsatzes bei gleichzeitig h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung zu realisieren. 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