{"id":21017,"date":"2024-11-27T10:34:51","date_gmt":"2024-11-27T09:34:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15411-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:54","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:54","slug":"15411-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15411-01\/","title":{"rendered":"Selbstversorgung und Beherbergung &#8211; Umweltbildung f\u00fcr besondere Zielgruppen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>&#8211;\tIm Sinne der Agenda 21 soll im barocken Meierhof ein Raum- und Ausstattungsangebot f\u00fcr wichtige, bisher nicht ber\u00fccksichtigte Zielgruppen (Erzieherinnen, jugendliche Forscher im Bereich \u00d6kologie, \u00f6kologisch interessierte Jugendliche aus Ost- und S\u00fcdeuropa, sowie \u00f6kologisch interessierte Senioren) geschaffen werden.<br \/>\n&#8211;\tDie Zielgruppen sind finanziell auf preisg\u00fcnstige Kost und Logis angewiesen. Daher wird eine Beherbergung in Gruppen und Selbstversorgung geplant. Dadurch wird au\u00dferdem erm\u00f6glicht, dass sich die Teilnehmer pers\u00f6nlich n\u00e4herkommen und auch auf kultureller Ebene ein intensiver Austausch stattfindet.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Ausbau und die Ausstattung sollen in folgenden Stufen erfolgen:<br \/>\n&#8211;\tSanierung der Bausubstanz (ehemalige Stallungen und Tenne) unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten, Einbau von Fenstern, Dachstuhlerneuerung, Einbau von Fenstergauben, W\u00e4rmeisolierung, Einbau eines Treppenhaus, Ausbau der Hofeinfahrt).<br \/>\n&#8211;\tAusbau des Selbstversorgerbereiches (Speiseraum, K\u00fcche, Sp\u00fclk\u00fcche, Nebenr\u00e4ume) Arbeitsr\u00e4ume (2 Tagungsr\u00e4ume mit Foyer und Toiletten)<br \/>\n&#8211;\tVerwaltungsr\u00e4ume (B\u00fcror\u00e4ume und Zimmer f\u00fcr Begleitpersonal)<br \/>\n&#8211;\tBeherbergungsbereich (2 Schlaflager f\u00fcr Damen mit WC und Duschen, 20 Pl\u00e4tze; 2 Schlaflager f\u00fcr Herren mit WC und Duschen, 20 Pl\u00e4tze; 2 Schlafgalerien mit WC und Duschen, 30 Pl\u00e4tze)<br \/>\n&#8211;\tDer Ausbau wird Organisations- und Gestaltungsprinzipien widerspiegeln, die dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung tragen. Der historischen Bausubstanz entspricht nat\u00fcrliches Baumaterial, v. a. Holz in Form von Holzdielen, -b\u00f6den, Holztreppen, -balken, -decken und Massivholzmobiliar.<br \/>\n&#8211;\tIm Energiebereich wird auf stromsparende Beleuchtung, schadstoffarme und effiziente Heizanlagen geachtet.<br \/>\n&#8211;\tParallel zu den Ausbauma\u00dfnahmen werden Kontakte zu den oben genannten Kooperationspartnern gekn\u00fcpft und Pilotkurse zur Evaluation des Konzepts durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im barocken Meierhof (*1718) wurden im Nordwestteil die ehemaligen Stallungen und Tennen zu einem Bereich der Selbstversorgung und Beherbergung f\u00fcr besondere, vom ZUK bisher nicht ber\u00fccksichtigte Zielgruppen ausgebaut.<br \/>\nDie Bausubstanz musste saniert werden; d.h. Sicherung der Fundamente, Trockenlegung der Au\u00dfenw\u00e4nde samt Einzug eines druckverteilenden Stahlbetonringsankers mit Feuchtigkeitssperre \u00fcber den verbleibenden Bruchsteinfundamenten. Aus der ehemaligen Stallung musste ein Gr\u00fcnfuttersilo ausgebaut werden. Au\u00dferdem wurde die horizontale Hourdisdecke geschlossen. Die Dachf\u00fc\u00dfe wurden saniert, sodann wurden Sicherungsma\u00dfnahmen am Dachstuhl gegen die horizontal auf das Mauerwerk wirkenden Kr\u00e4fte durchgef\u00fchrt. Die Dachfl\u00e4chen wurden mit doppelter Kirchenbiberdachdeckung versehen. Die Verblechung und der Blitzschutz wurden in Kupfer ausgef\u00fchrt. Die Ma\u00dfnahme erfolgte in laufender Abstimmung mit dem bayerischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege sowie mit dem Kreisbauamt. Unerwartet und sehr kostspielige Auflagen des Kreisbrandrates mussten realisiert werden. F\u00fcr die Fassadenerneue-rung war die vom bayerischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege angeforderte gutachterliche Stellungnahme zu den Au\u00dfenputzen von Architekt Dr. Ing. Klaus Arendt ma\u00dfgebend. Der Meierhof erscheint nun wieder in seiner historischen Barockfassade aus den Jahren um 1720.<br \/>\nF\u00fcr den Bereich Selbstversorgung stehen nun zur Verf\u00fcgung: Eingang mit Foyer (130 m2), Aufzugsraum (16 m2), Tagungsraum I (51 m2), Tagungsraum II (129 m2), Tagungsraum III (47 m2), K\u00fcche mit Sp\u00fclk\u00fcche (42 m2), Speiseraum (33 m2), K\u00fcche mit Essnische (24 m2),<br \/>\nF\u00fcr den Bereich Beherbergung stehen zur Verf\u00fcgung: Eingang mit Foyer (51 m2), Schlafgalerie Damen (32 m2), Nasszelle Damen (13 m2), Schlafgalerie Herren (30 m2), Nasszelle Herren (13 m2), 8 Zimmer f\u00fcr Begleitpersonal je 22 m2, 1 Behinderteng\u00e4stezimmer(27 m2), Leiterb\u00fcro (27 m2), Praktikantenb\u00fcro (20 m2).<br \/>\nDas Konzept der Selbstversorgung und Beherbergung stie\u00df anf\u00e4nglich beim Deutschen Jugendherbergsverband auf Skepsis, da deren Vertreter davon ausgegangen waren, dass heutzutage die Unterbringung in Schlaflagern nicht zeitgem\u00e4\u00df sei. Nach einem Besuch des fertigen Bauabschnitts und einer l\u00e4ngeren Diskussion, sowie dem Bericht \u00fcber die anf\u00e4nglichen Erfahrungen des ZUK stellten die Vertreter \u00dcberlegungen an, wie sie in einigen ihrer eigenen Einrichtungen, wesentliche Aspekte dieses Konzepts \u00fcbernehmen k\u00f6nnten. Das ZUIK f\u00fchlt sich in seinem Ansatz daher nicht nur durch das positive Echo der Besucher best\u00e4tigt, sondern auch durch die Zustimmung auf der konzeptionellen Ebene.<br \/>\nDie Innenarchitektur, die dem historischen Charakter der Tenne (unverputzte Mauern und sichtbare Tr\u00e4gerbalken) Rechnung tr\u00e4gt, vermittelt einen urspr\u00fcnglichen, \u00e4sthetisch ansprechenden Eindruck. Bei den Baumaterialien wurden \u00f6kologische Gesichtspunkte ber\u00fccksichtigt. Die M\u00f6bel wurden, soweit m\u00f6glich, von ortsans\u00e4ssigen Firmen aus Naturmaterialien hergestellt.<br \/>\nWas die Zielgruppen betrifft, lief bereits ein vom bayerischen Umweltministerium gef\u00f6rdertes Projekt Zus\u00e4tzliches Umweltbildungsangebot f\u00fcr studierende an Fachakademien f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik und Erzieherinnen, aus dem ein eigenes Konzept, \u00fcbertragbar auch auf andere Fachakademien, entwickelt wurde. Das Projekt wurde in einem vielbeachteten Videofilm Faszination Sch\u00f6pfung &#8211; ein Projekt zur Umweltbildung f\u00fcr Erziehrinnen durch die ORCA Naturfilmproduktion 1999 dokumentiert. Ein zweites Projekt mit Umwelt-Senioren wurde ebenfalls vom bayerische Umweltministerium gef\u00f6rdert. An dem Projekt beteiligen sich \u00fcber drei\u00dfig umweltinteressierte Senioren mit hohem Engagement und erfreulichen Ergebnissen (diverse Aktivit\u00e4ten in der Landschaftspflege, in der Betreuung von Kr\u00e4uter- und Meditationsgarten, Realisierung der Agenda 21, Herausgabe eines Kr\u00e4uterbuches und einer eigenen Zeitung). Zum Bereich jugendliche Forscher z\u00e4hlen derzeit Teilnehmer von Leistungskursen Biologie. Die Erfah-rungen mit ca. 15 Gymnasien aus dem Gro\u00dfraum M\u00fcnchen haben zu erfreulichen Ergebnissen gef\u00fchrt, die im Bayerischen Philologenverband Abteilung Biologie diskutiert wurden und zu Nachfragen von Sei-ten weitere Schulen f\u00fchrten. F\u00fcr die Zielgruppen Junge K\u00fcnstler und Jugendliche aus Osteuropa ist eine l\u00e4ngerfristige Vorbereitung erforderlich. Entsprechende Kontakte und Planungen sind eingeleitet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Termin und die Modalit\u00e4ten der Einweihung werden mit der Dt. Bundesstiftung abgesprochen<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>In Sinn der Agenda 21 wurde im barocken Meierhof ein Raum- und Ausstattungsangebot f\u00fcr finanziell bed\u00fcrftige Zielgruppen geschaffen. Die Beherbergung in Gruppen und die Selbstversorgung ist preisg\u00fcnstiger als der Jugendherbergssatz und erm\u00f6glicht es, dass sich die Teilnehmer pers\u00f6nlich n\u00e4her-kommen und dass auf der kulturellen Ebene ein intensiver Austausch stattfindet. Mit zwei Zielgruppen (Erzieherinnen und Senioren) werden bereits staatlich gef\u00f6rderte Projekte durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens &#8211; Im Sinne der Agenda 21 soll im barocken Meierhof ein Raum- und Ausstattungsangebot f\u00fcr wichtige, bisher nicht ber\u00fccksichtigte Zielgruppen (Erzieherinnen, jugendliche Forscher im Bereich \u00d6kologie, \u00f6kologisch interessierte Jugendliche aus Ost- und S\u00fcdeuropa, sowie \u00f6kologisch interessierte Senioren) geschaffen werden. &#8211; Die Zielgruppen sind finanziell auf preisg\u00fcnstige Kost und Logis angewiesen. 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