{"id":21012,"date":"2023-07-13T15:13:05","date_gmt":"2023-07-13T13:13:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/08979-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:08","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:08","slug":"08979-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/08979-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Bioabfallverwertung: Gezielter Informationstransfer und modellhafte Beratung f\u00fcr die Anwendung von Komposten und Kompostprodukten im Erwerbsgartenbau und GaLaBau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Seit Jahren wird an einer Reihe von Forschungseinrichtungen in Deutschland die Anwendung von Komposten in Gartenbau und GaLaBau erprobt. Zahlreiche Versuche belegen die gute Eignung qualitativ hochwertiger Komposte f\u00fcr Substrate. Dennoch ist die Verwendung von Kompost in Praxisbetrieben noch nicht so weit verbreitet, wie es pflanzenbaulich m\u00f6glich, \u00f6konomisch sinnvoll und \u00f6kologisch empfehlenswert w\u00e4re. Neben einem raschen Informationstransfer aktueller Forschungsergebnisse im Bereich der Kompostanwendung wurde in diesem Projekt das Ziel verfolgt gemeinsam mit Praxisbetrieben Kompost-Anwendungsbeispiele von \u00fcberzeugendem Demonstrationscharakter und hohem Anschauungswert zu erstellen, die einen bleibenden Eindruck erfolgreichen Komposteinsatzes vermitteln. Dadurch sollte eine gr\u00f6\u00dfere Akzeptanz der Betriebe gegen\u00fcber Kompostprodukten erreicht werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMittels modellhafter Beratung einzelner Betriebe (aus Bereichen Zierpflanzenbau, Freilandzierpflanzen\/Baumschulen und GaLaBau) in den Regionen S\u00fcdbayern und Teilen Baden-W\u00fcrttembergs wurde hierbei die Verwendung von Kompost und Kompostprodukten verst\u00e4rkt gef\u00f6rdert. In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Erdenwerken der Patzer GmbH&#038;Co.KG wurden konkrete Praxisanwendungen in den Gartenbaubetrieben bzw. auf  Baustellen der GaLaBau-Betriebe durchgef\u00fchrt. Der Kooperationspartner \u00fcbernahm hierbei die Beschaffung und Aufbereitung der Substratausgangsstoffe, die Herstellung der jeweiligen Substratmischung und die Anlieferung. Die bei der Projekterstellung gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen wurden fortlaufend zwischen den am Projekt beteiligten Partnern mit Hilfe elektronischer Daten\u00fcbermittlung ausgetauscht und auf hierf\u00fcr eingerichteten Internetseiten ver\u00f6ffentlicht, damit die Vorteile und Schwachstellen bei der Anwendung bzw. der Produktion von Kompostsubstraten rasch erkannt wurden. Neben den Modellprojekten in ausgew\u00e4hlten Betrieben wurden zu-s\u00e4tzlich f\u00fcr den Bereich GaLaBau Einzelobjekte an der Staatlichen Versuchsanstalt erstellt, in denen exemplarisch der Einsatz von Kompost als Substratbestandteil, zur Bodenverbesserung und D\u00fcngung demonstriert wird.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die durchgef\u00fchrten Praxisanwendungen im Zierpflanzenbau und Freilandzierpflanzenbau haben gezeigt, dass mit standardisierten Kompostsubstraten in diesen Bereichen erfolgreich kultiviert werden kann. In Zusammenarbeit mit dem Substrathersteller wurden geeignete Komposte ausgew\u00e4hlt. Entsprechend den Kulturen und dem verwendeten Kultursystem erfolgte die erg\u00e4nzende Zugabe von D\u00fcngemitteln bzw. Tensiden. Die Anbauversuche im Bereich Zierpflanzenbau und Freilandzierpflanzenbau verliefen mit einer Ausnahme erfolgreich. Bei allen Einzelprojekten konnte die beabsichtigte Wirkung erzielt werden, den Einsatz von Kompostsubstraten kritisch zu hinterfragen. Neben den Vorteilen wurden auch die Nachteile des Komposteinsatzes in Kultursubstraten transparent. Als Beispiel sei hier die Bew\u00e4sserung angef\u00fchrt, die im Vergleich zu einem Torf-Ton-Substrat h\u00e4ufiger erfolgen muss, was in einer Versuchseinrichtung unproblematisch m\u00f6glich ist. In einem Gartenbaubetrieb m\u00fcssen alle Mitarbeiter dar-\u00fcber informiert werden sowie der zeitliche und technische Aufwand hierf\u00fcr abgedeckt werden.<br \/>\nDie Information \u00fcber die Praxisversuche wurden auf den hierf\u00fcr eingerichteten Internetseiten (http:\/\/www.fh-weihenstephan.de\/va\/infos\/projekte\/pe\/dbu1\/index.html) dargestellt. Diese Seiten bieten die M\u00f6glichkeit zur Meinungsbildung \u00fcber den Einsatz von Kompostsubstraten. Durch die M\u00f6glichkeit der direkten Kontaktaufnahme mit dem Projektpartner oder dem jeweiligen Betriebsleiter ist ein Austausch von Informationen, Analysenergebnissen und eine Beantwortung von Anfragen auch in der Zukunft rasch m\u00f6glich. Die Projektergebnisse wurden in Fachzeitschriften ver\u00f6ffentlicht bzw. anl\u00e4sslich von Fachveranstaltungen (Weihenstephaner Zierpflanzentag 2000, Bayerische G\u00e4rtnerb\u00f6rse) pr\u00e4sentiert. Ein weiteres Ergebnis des Projekts ist die Aufnahme eines neuen Produktes in die Angebotpalette des Projektpartners Einheitserdenwerk Patzer GmbH &#038; Co. KG. Dieser bietet seit Beginn des Jahres 2000 ein standardisiertes Kompostsubstrat unter dem Markennamen \u0082 Eurohum K an. F\u00fcr GaLaBau-Unternehmen ist die Verwendung von Kompostsubstraten in der Dachbegr\u00fcnung gel\u00e4ufig. Sie sehen hierin h\u00e4ufig die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Einsatz von Komposten. In den Bereichen Rasengitter und Rasenwaben, Pflanztr\u00f6ge, L\u00e4rmschutz- und B\u00f6schungswandsysteme und Kompost zur D\u00fcngung und Bodenverbesserung ist die Kompostverwendung derzeit noch nicht ausreichend bekannt und deshalb nicht in Ausschreibungen und Leistungsverzeichnissen gefordert. Die positiven Projektergebnisse mit Kompostsubstraten in allen Bereichen des Garten- und Landschaftsbaus, die zwischenzeitlich erschienenen Brosch\u00fcren und Anwendungsempfehlungen der Bundesg\u00fctegemeinschaft Kompost e. V. und die Dokumentation der realisierten Projekte im Internet k\u00f6nnen sicherlich dazu beitragen, dass in Zukunft vermehrt Kompost sinnvoll und nutzbringend eingesetzt wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pressetermin Deutscher Gartenbau am 27. April 2000: Mit Gr\u00fcngutkompost zum Erfolg in DeGa Nr. 20\/2000<br \/>\nEinheitserde Werkverband e. V.: Pr\u00e4sentation der Praxisversuche in der G\u00e4rtnerei Fischer\/Rosenheim am 6.Juli 2000<br \/>\nPosterpr\u00e4sentation \u0082Gro\u00dfblumige Chrysanthemen in Kompostsubstrat auf dem Weihenstephaner Zierpflanzentag am 12. Oktober 2000<br \/>\nAusstellungsstand \u0082Kompostsubstrate f\u00fcr Zierpflanzenkulturen auf der 104. Bayerischen G\u00e4rtner- und Floristenb\u00f6rse in M\u00fcnchen\/Aschheim.<br \/>\nVer\u00f6ffentlichung: \u0082Praxisversuch mit Sommertopfblumen in DeGa Nr. 33\/2000<br \/>\nVer\u00f6ffentlichung: \u0082N\u00e4hrstoffauswaschung bei der Containerkultur von Geh\u00f6lzen in einem Kompostsubstrat im Informationsdienst Weihenstephan, Nr. 3\/2001<br \/>\nVer\u00f6ffentlichung: \u0082Kompostverwendung in der Baumschule und \u0082Kompostanwendung im Garten- und Landschaftsbau im Handbuch Kompost f\u00fcr den Gartenbau, Zentralverband Gartenbau e. V., 2002<br \/>\nPoster:<br \/>\n\u00b7\tKompostsubstrat f\u00fcr gro\u00dfblumige Chrysanthemen<br \/>\n\u00b7\tKompostsubstrat f\u00fcr Pelargonien<br \/>\n\u00b7\tKompostsubstrat f\u00fcr Sommertopfblumen<br \/>\n\u00b7\tKompostsubstrat f\u00fcr Poinsettien<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die modellhafte Beratung hat bisher gezeigt, dass Kompostsubstrate f\u00fcr Zierpflanzen und Freilandzierpflanzen sehr beratungsintensiv in die Praxis eingef\u00fchrt werden sollten. Ansonsten k\u00f6nnten die ver\u00e4nderten Eigenschaften von Kompostsubstraten (im Vergleich zu Torf- oder Torf-Ton-Substraten) den G\u00e4rtner verunsichern und ihn daran hindern Vertrauen zu diesem Produkt aufzubauen.<br \/>\nKompost- und Substrathersteller k\u00f6nnen die Informationen nutzen, um neue Produkte zu entwickeln und anzubieten oder die Produktqualit\u00e4t vorhandener Substratmischungen zu verbessern. Wichtigste Bedingung hierf\u00fcr sind eine funktionierende G\u00fctesicherung der Substratausgangsstoffe und eine regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung der erzeugten Substratqualit\u00e4ten. Praxistests mit Unternehmen der Gartenbausparten und die Zusammenarbeit mit praxisorientierten Forschungs- und Beratungseinrichtungen k\u00f6nnen hierbei wertvolle Ergebnisse liefern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Seit Jahren wird an einer Reihe von Forschungseinrichtungen in Deutschland die Anwendung von Komposten in Gartenbau und GaLaBau erprobt. Zahlreiche Versuche belegen die gute Eignung qualitativ hochwertiger Komposte f\u00fcr Substrate. 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