{"id":21010,"date":"2023-07-13T15:15:31","date_gmt":"2023-07-13T13:15:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12667-02\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:32","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:32","slug":"12667-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12667-02\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines numerischen Modells zur Prognose der Emissionen und mittleren Luftqualit\u00e4t in Tiefgaragen &#8211; 2. Phase"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen des Forschungsprojektes Emissionen und Luftqualit\u00e4t in Tiefgaragen (Bundesstiftung Umwelt, Az 12667: Zenger und van der P\u00fctten, 1998) wurde ein Modellsystem zur Prognose der Pkw-Emissionen und der Garagen-Innenraumkonzentrationen f\u00fcr die Schadstoffkomponenten CO, NOx , HC, Benzol, Feinstaub und Ru\u00df entwickelt und anhand von Messungen in einer ausgew\u00e4hlten Tiefgarage \u00fcberpr\u00fcft. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Ergebnisse des Modells auch auf andere Garagen \u00fcbertragbar sind. Deshalb wurde das entwickelte Modell im Rahmen der hier vorgestellten Untersuchung an einer g\u00e4nzlich anderen Tiefgarage \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Auftrag des Amtes f\u00fcr Gesundheit und Umwelt der Stadt M\u00fcnchen wurde die Abluft der in dem ersten Teilprojekt untersuchten Garage des Verwaltungsgeb\u00e4udes  von der T\u00dcV ECOPLAN Umwelt GmbH neben den Standardkomponenten auch auf eine Reihe von weiteren toxischen bzw. kanzerogenen Spurengase untersucht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es zeigt sich, da\u00df<\/p>\n<p>\u00b7    die prognostizierten Pkw-Emissionsfaktoren im kalten Betriebszustand bis auf die Komponenten NOx und Ru\u00df auch in der zweiten Tiefgarage mit den aus den Messungen abgeleiteten Faktoren \u00fcbereinstimmen. F\u00fcr Ru\u00df (als EC) wurden erneut etwa um einen Faktor 3 h\u00f6here Immissionen gefunden, als dies nach den prognostizierten Emissionsfaktoren zu erwarten ist. F\u00fcr NOx liegen die aus den Messungen abgeleiteten Werte etwa um einen Faktor 1,6 \u00fcber den prognostizierten Emissionsfaktoren<\/p>\n<p>\u00b7   die Wegabh\u00e4ngigkeit der kalten Emissionsfaktoren aufgrund der Me\u00dfgenauigkeit nur bei der CO-Emission nachgewiesen werden kann<\/p>\n<p>\u00b7    die prognostizierten und die aus den Messungen abgeleiteten HC-Emissionsfaktoren f\u00fcr die Verdunstung aus den warm abgestellten Fahrzeugen innerhalb der Fehler \u00fcbereinstimmen. Bei Benzol werden, wie schon in der Tiefgarage des Verwaltungsgeb\u00e4udes, aus den Messungen etwa um einen Faktor 2 h\u00f6here Werte abgeleitet.<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses Berichtes werden weiterhin Ergebnisse aus den Messungen in der ersten Tiefgarage (Bundesstiftung Umwelt, Az 12667: Zenger und van der P\u00fctten, 1998) vorgestellt, die bisher noch nicht ausgewertet waren. <\/p>\n<p>\u00b7   Die Toluolkonzentration in der Tiefgarage des Verwaltungszentrums lagen w\u00e4hrend der Me\u00dfkampagne auch in den Zeiten der Verkehrsspitzen unter 1 mg\/m\u00b3. Der Richtwert von 3 mg\/m\u00b3 und der WHO-Luftqualit\u00e4tsleitwert von 7 mg\/m\u00b3 \u00fcber 24 h wird nicht erreicht. Der Zielwert f\u00fcr die staatliche Luftreinhalteplanung von 30 mg Toluol\/m\u00b3 (als Langzeitwert) ist in der Tiefgarage und damit auch in der Abluft mit einem  Tages-Mittelwert von 337 mg\/m\u00b3 jedoch deutlich \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>\u00b7  Aus den Messungen in der Garage des Verwaltungsgeb\u00e4udes konnte ein Satz von Toluol-Emissionsfaktoren abgeleitet werden. Das Verh\u00e4ltnis der Toluol- zu den Benzolemissionsfaktoren betr\u00e4gt bei den fahrtbezogenen Emissionen etwa 3 und im Fall der Verdunstung 4 bis 5.<\/p>\n<p>Die vorliegende Untersuchung zeigt, da\u00df in Tiefgaragen durch die Komponenten NOx, Benzol und Ru\u00df eine erhebliche lufthygienische Belastung bestehen kann, selbst wenn der Richtwert der Garagenverordnung von 1,25 mg\/m\u00b3 f\u00fcr CO nur zu  einem Bruchteil erreicht wird. Die Grundlage dieses Richtwertes zur Festlegung der Garagenl\u00fcftung sollte daher unbedingt \u00fcberarbeitet werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Resultate des durchgef\u00fchrten Forschungsprojektes wurden <\/p>\n<p>&#8211; im Oktober auf der Tagung der bayerischen Umweltingenieure in M\u00fcnchen<br \/>\n&#8211; auf dem VDI- Kolloquium Neue Entwicklungen bei Messung und Beurteilung der Luftqualit\u00e4t in Heidelberg (27-29.4.1999)<br \/>\n&#8211; und auf der 8. Internationalen Tagung Verkehr und Umwelt (COST-319 &#8211; Schlu\u00dfkonferenz) vom 31.5. bis zum 2.6. 1999 in Graz pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Kontaktadressen: Fachhochschule Mainz, FB Bauingenieurwesen, Umweltschutz im Bauwesen, Herr Professor Zenger, Holzstr. 36, 55116 Mainz, Tel.: 0 61 31\/28 59-322\/311,Fax: 0 61 31\/28 59-312<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Messungen belegen, da\u00df f\u00fcr die Langzeitbelastung von der Tiefgaragenabluft ausgesetzten Personen vor allem die Komponenten Benzol, Toluol, Xylole, Ru\u00df, NO2, CO und Benzo(a)pyren wesentlich sein k\u00f6nnen. F\u00fcr die Kurzzeitbelastung sind vor allem die Komponenten NO2 und CO von Bedeutung. Schwefelwasserstoff wurde wegen seiner niedrigen Geruchsschwelle als die wichtigste Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Geruchsbelastung durch die Tiefgaragenabluft ermittelt. F\u00fcr das kanzerogene Risiko sind im wesentlichen die Luftschadstoffe Benzol und Ru\u00df relevant. \u00dcber das numerische Modell zur Erfassung der Schadstoffbelastung in Tiefgaragen wird es m\u00f6glich, Luftwechselraten belastungsabh\u00e4ngig zu variieren und damit die L\u00fcftung unter dem Aspekt der Minimierung aller relevanten Schadstoffe in Tiefgaragen zu optimieren. Zur technischen Umsetzung hat Prof. Zenger Kontakt mit L\u00fcftungsherstellern aufgenommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen des Forschungsprojektes Emissionen und Luftqualit\u00e4t in Tiefgaragen (Bundesstiftung Umwelt, Az 12667: Zenger und van der P\u00fctten, 1998) wurde ein Modellsystem zur Prognose der Pkw-Emissionen und der Garagen-Innenraumkonzentrationen f\u00fcr die Schadstoffkomponenten CO, NOx , HC, Benzol, Feinstaub und Ru\u00df entwickelt und anhand von Messungen in einer ausgew\u00e4hlten Tiefgarage \u00fcberpr\u00fcft. 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