{"id":21000,"date":"2023-07-13T15:17:04","date_gmt":"2023-07-13T13:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14588-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:04","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:04","slug":"14588-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14588-01\/","title":{"rendered":"Einrichtung einer Umweltinformationsausstellung im Nationalparkhaus Alte Erzw\u00e4sche in St. Andreasberg (Ausstellung zur Umsetzung der Machbarkeitsstudie s. AZ 11218)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg und der Nationalpark Harz liegen im touristisch hochfrequentierten Harz; die st\u00e4ndig steigende Nachfrage nach qualifizierter Information \u00fcber dieses Gro\u00dfschutzgebiet, seine Schutzziele und regionalen Effekte erforderte die schnellstm\u00f6gliche Einrichtung einer Umweltinformationsausstellung an gut erreichbarer Stelle in Sankt Andreasberg.<br \/>\nDurch seine Lage unmittelbar an der von 50.000 Jahresbesuchern aufgesuchten Besuchergrube Samson war das Baudenkmal Alte Erzw\u00e4sche f\u00fcr die Einrichtung dieser Ausstellung pr\u00e4destiniert.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZiel der Umweltinformationsausstellung ist es, sowohl den Nationalpark Harz als auch die in seinem Vorfeld, der Nationalparkregion Harz, m\u00f6glichen und begonnenen nachhaltigen Regionalentwicklungschancen darzustellen und informatorisch zu f\u00f6rdern. Das Thema der Ausstellung spannt einen Bogen von der urspr\u00fcnglichen Natur des Harzes \u00fcber die Besiedlung, bergbauliche Nutzung und touristische Entwicklung der Region bis hin zu neuerlicher Wildnis im Nationalpark Harz sowie den Zielen und Anforderungen der Zukunft im Sinne der Ergebnisse der Weltumweltkonferenz von Rio 1992. In Kooperation mit den Partnern Nationalpark Harz, BUND Niedersachsen e.V. und Gesellschaft zur F\u00f6rderung des Nationalparks Harz e.V. wurden in der ersten H\u00e4lfte des Bewilligungszeitraumes, aufbauend auf bis dahin vorliegenden Arbeitsergebnissen, die inhaltlichen Module der Ausstellung konzipiert. Die zweite H\u00e4lfte des Bewilligungszeitraumes war der technischen Realisierung vorbehalten. Die Ausstellungsrealisierung erfolgte themen- und landschaftsbezogen priorit\u00e4r mit dem Material Holz in Kombination mit klassischen, multimedialen und AV-Techniken.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Umweltinformationsausstellung wurde im Untergeschoss der Alten Erzw\u00e4sche (291 qm) realisiert. Folgende Ausstellungsmodule wurden dabei umgesetzt:<br \/>\nAusstellungsmodul 1: Informationsbereich<br \/>\nDer Informationscounter wurde in attraktiver Weise mit Holz realisiert und h\u00e4lt alle themenrelevanten Informationsmaterialien zu den Nationalparken Harz und Hochharz vor. Ein gro\u00dfes, einer Laubbaumsil-huette nachempfundenes Begr\u00fc\u00dfungsschild unter dem Motto Waldwildnis ist das Ziel leitet \u00fcber zur Ausstellung.<br \/>\nAusstellungsmodul 2: Braunb\u00e4r<br \/>\nAuf dem Weg zur Steigerbucht (Ausstellungsmodul 6) wird der Besucher zun\u00e4chst von einem pr\u00e4parierten Braunb\u00e4r, der den Einstieg in den weiteren Weg signalisiert, in den Bann gezogen. Der B\u00e4r steht stellvertretend f\u00fcr die in der Harzgeschichte durch den wirtschaftenden Einfluss des Menschen ausge-storbenen Gro\u00dfs\u00e4uger. Davor wurde eine Kommunikationsecke mit Sitzgelegenheiten installiert.<br \/>\nAusstellungsmodul 3: Lebensr\u00e4ume 1<br \/>\nAuf dem weiteren Weg befindet sich rechterhand zun\u00e4chst eine Inszenierung der Naturrequisiten bzw. Lebensr\u00e4ume Totholz, Blockhalde, Urwald und anthropogen ver\u00e4nderter Bergbauwald. Am Ende dieses Inszenierungsblockes steht ein Kohlenmeiler symbolisch f\u00fcr den bergbaulichen Raubbau an den  Urw\u00e4ldern des Harzes.<br \/>\nAusstellungsmodul 4: Lebensr\u00e4ume 2<br \/>\nLinkerhand des mit Holzplatten gebauten Weges, der zur Attraktivierung und Auflockerung im zentralen Bereich zwischen den beiden Lebensraumdarstellungen podestartig erh\u00f6ht und f\u00fcr eine Besuchergruppe aufgeweitet gebaut wurde, befindet sich die Darstellung weiterer Naturrequisiten bzw. Lebensr\u00e4ume (Waldameise mit Bau, Tiere des Lebensraums Wald).<br \/>\nAusstellungsmodul 5: Hillebille<br \/>\nEine torartig \u00fcber den Besucherweg gebaute Hillebille, das historische Kommunikationsger\u00e4t der Harzer K\u00f6hler, beendet diesen Teil der Ausstellung und leitet symbolisch \u00fcber zu den multimedialen Pr\u00e4sentationen.<br \/>\nAusstellungsmodul 6: Steigerbucht mit AV-Schau<br \/>\nIn der Steigerbucht, einem dem historischen Bergbau Sankt Andreasbergs entlehnten Holzbau in Stollenform, ist die Tonbildschautechnik installiert. Die Steigerbucht als Schauraum mit 50 Sitzpl\u00e4tzen ist als gro\u00dfer, nachgebildeter Bergbaustollen (Rundausbau) aus Eisen-T-Tr\u00e4gern mit Holzeinlage ausgelegt. Die Tonbildschauen (TBS) stellen inhaltlich die Harzgeschichte von der Pr\u00e4-Bergbauzeit \u00fcber die Bergbauzeit mit ihren \u00f6kologischen Problemen sowie \u00fcber die Jetztzeit bis zur als Vision dargestellten nachhaltigen Zukunft des Harzes als mitteleurop\u00e4ischer Modellregion dar.<br \/>\nAusstellungsmodul 7: K\u00f6hlerk\u00f6te mit Multimedia-Informationssystem<br \/>\nAm Wendepunkt der Ausstellung ist ein Multimedia-Informationssystem zum Mosaik-Zyklus-Modell der Wald\u00f6kosysteme installiert.<br \/>\nAusstellungsmodul 8: Bergbau-Modell<br \/>\nIn einem Landschaftsmodell ist die bergbauliche Technik der Kraftgewinnung und -\u00fcbertragung einschlie\u00dflich der untert\u00e4gigen Wasserhebung im Schacht anschaulich dargestellt. Weiterhin stellt das Mo-dell den mehrfachen Nutzungswechsel der Harzer Waldlandschaft dar.<br \/>\nAusstellungsmodul 9: Geschichte der Alten Erzw\u00e4sche<br \/>\nTafeln zur geschichtlichen Entwicklung der Nutzung der Alten Erzw\u00e4sche erg\u00e4nzen die Information im Bereich des Besucher-R\u00fcckweges zum Infocounter.<br \/>\nAusstellungsmodul 10: Globale und lokale Agenda 21<br \/>\nEntsprechend der Zielstellung der Umweltinformationssausstellung werden kurz vor dem Ende des Rundgangs detaillierte Informationen zur globalen und lokalen Agenda 21 im Harzgebiet angeboten.<br \/>\nNebenr\u00e4ume<br \/>\nDie drei Nebenr\u00e4ume des Hauptraumes der Umweltinformationssausstellung werden wie folgt genutzt:<br \/>\n\u00d8\tMultifunktionsraum f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Vortr\u00e4gen und Seminaren<br \/>\n\u00d8\tRaum f\u00fcr Wechselausstellungen<br \/>\n\u00d8\tErlebnisraum f\u00fcr Kinder und Jugendliche<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Projektfortschritt wurde bereits w\u00e4hrend der Bauphase st\u00e4ndig kommuniziert; projektbegleitend fand eine intensive \u00d6ffentlichkeitsarbeit statt. Zur Er\u00f6ffnung wurde diese \u00d6ffentlichkeitsarbeit intensiviert; auch die Hannoversche Allgemeine und die Deutsche Presse-Agentur berichteten. Insbesondere die Aufnah-me eines Fotos mit kurzem Begleittext in den dpa-Basisdienst f\u00fchrte zu zahlreichen Pressemeldungen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Am 4.12.1998 wurde in Sankt Andreasberg das j\u00fcngste Nationalparkhaus des Harzes, das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg er\u00f6ffnet. Betreiber des Nationalparkhauses ist der BUND Niedersachsen f\u00fcr die Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg und den Nationalpark Harz.<br \/>\nNeben der DBU f\u00f6rderten u.a. der Landkreis Goslar, die Nieders\u00e4chsische Sparkassenstiftung und die Kreissparkasse Clausthal-Zellerfeld das Projekt. Das neue Nationalparkhaus bildet mit der realisierten Ausstellung eine informative Br\u00fccke zwischen der langen Industrie- und Kulturgeschichte des Harzes und der Naturlandschaft sowie dem Natur- und Denkmalschutz. Die enge r\u00e4umliche Verbindung des Hauses zu den Kulturdenkmalen Grube Samson und Oberharzer Wasserregal sowie zur Natur im Nationalpark Harz erm\u00f6glicht ein besonders anschauliches Bildungsangebot.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg und der Nationalpark Harz liegen im touristisch hochfrequentierten Harz; die st\u00e4ndig steigende Nachfrage nach qualifizierter Information \u00fcber dieses Gro\u00dfschutzgebiet, seine Schutzziele und regionalen Effekte erforderte die schnellstm\u00f6gliche Einrichtung einer Umweltinformationsausstellung an gut erreichbarer Stelle in Sankt Andreasberg. 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