{"id":20999,"date":"2024-12-01T10:32:30","date_gmt":"2024-12-01T09:32:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15353-01\/"},"modified":"2024-12-01T10:32:31","modified_gmt":"2024-12-01T09:32:31","slug":"15353-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15353-01\/","title":{"rendered":"Vorbereitung, Durchf\u00fchrung und Nachbereitung eines grenz\u00fcberschreitenden Seminars zum Thema Vorbeugender Hochwasserschutz durch dezentrale Ma\u00dfnahmen im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft und der Landwirtschaft &#8211; unter besonderer Ber\u00fccksichtigung d[&#8230;]"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Hochwasserverh\u00e4ltnisse im Einzugsgebiet der Oder im allgemeinen und die Hochwassergef\u00e4hrdung der Stadt Ostritz und des Klosters St. Marienthal geben Anlass, alle Ma\u00dfnahmen zu \u00fcberdenken und gegebenenfalls vorbeugend zu realisieren, die bereits in der Fl\u00e4che zu einer Verringerung der Abflu\u00dfverminderung mittels Versickerung und verz\u00f6gertem Abfluss beizutragen. In einem von der DBU gef\u00f6rderten Forschungsvorhaben im Einzugsgebiet der Saar wird derzeit dieser Fragestellung nachgegangen. In Bezug auf die Hochwasserprobleme im Einzugsgebiet der Lausitzer Nei\u00dfe bietet sich an, die dem Saarprojekt zugrundeliegende Konzeption im Rahmen eines Seminars einem Kreis von Fachleuten und Entscheidungstr\u00e4gern vorzutragen und \u00fcber eine m\u00f6gliche \u00dcbertragung auf das Nei\u00dfegebiet zu diskutieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFestlegen von Termin, einzuladende Teilnehmer, Themen des Seminars und der Referenten.<br \/>\nEinladung der Referenten und Abstimmung der Vortragsthemen<br \/>\nEinladung der Teilnehmer<br \/>\n&#8211; &#8211;\taus dem Bereich der Beh\u00f6rden, hier insbesondere vom S\u00e4chs. Ministerium f\u00fcr Umwelt und Landesentwicklung, Regierungspr\u00e4sidium Dresden, Staatl. Umweltfachamt Bautzen, Landesamt f\u00fcr Umwelt und Geologie, Landes und Talsperren-Verwaltung Sachsen<br \/>\n&#8211; &#8211;\taus dem Bereich der Entscheidungstr\u00e4ger aus den gr\u00f6\u00dferen Kommunen des Einzugsgebietes<br \/>\n&#8211; &#8211;\tsowie Fachleute aus anderen laufenden oder geplanten Projekten zur Hochwasserproblematik im Odergebiet zwecks Abstimmung.<br \/>\nDurchf\u00fchrung des Seminars. Dabei Schwerpunkt auf die sachliche Diskussion aller Teilnehmer legen. Auswertung des Seminars mittels einer Dokumentation, die allen Teilnehmern des Seminars, sowie den entsprechenden Beh\u00f6rden und Fachleuten zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Nachbereitung des Seminars mittels vertiefender Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen beim Regierungspr\u00e4sidium Dresden und im Landwirtschaftsministerium Sachsen zwecks Vorbereitung von Umsetzungsma\u00dfnahmen. Vermittlung der Seminarergebnisse an polnische und tschechische Fachvertreter.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Seminar wurde unter dem vorgenannten Thema am 06.\/07. Oktober 1998 in der Internationalen Tagungsst\u00e4tte St. Marienthal durchgef\u00fchrt. An der Tagung nahmen insgesamt 36 Fachvertreter aus dem Bereich der Wissenschaft, der wasserwirtschaftlichen Fachbeh\u00f6rden des Freistaates Sachsen und der Kommunen teil. In insgesamt acht Referaten wurden u.a. folgende Kernaussagen herausgearbeitet und von den Teilnehmern im wesentlichen zustimmend zur Kenntnis genommen:<br \/>\nDie Bewirtschaftung des Wassers im allgemeinen und der Hochwasserabfl\u00fcsse im besonderen sollte schon in der Raumordnungspraxis beginnen, in dem der Erhalt bzw. die Wiedergewinnung des Wasserr\u00fcckhalteverm\u00f6gens als ein Kriterium bei der Zuweisung von Fl\u00e4chennutzungsarten herangezogen wird.<br \/>\nIn der Landwirtschaft muss versucht werden, die durch Pflugsohlenverdichtungen einerseits und \u00fcberzogene Anwendung von Dr\u00e4nungen andererseits verursachte Erh\u00f6hung der Oberfl\u00e4chenabfl\u00fcsse auf Ackerfl\u00e4chen r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<br \/>\nIn der Siedlungswasserwirtschaft sollten die in den ostdeutschen L\u00e4ndern noch gegebenen Chancen genutzt werden, die rigorose Ableitung des Regenwassers \u00fcber Kanalnetze zu vermeiden und den notwendigen Entw\u00e4sserungskomfort stattdessen \u00fcber alternative Bewirtschaftungsma\u00dfnahmen, die dem Wasserhaushalt unbebauter Gebiete m\u00f6glichst nahe kommen, herzustellen.<br \/>\nEs wird von den Teilnehmern anerkannt und bef\u00fcrwortet, dass in einem den deutschen Teil des Einzugsgebietes der Lausitzer Nei\u00dfe erfassenden Forschungsprojekt das in den Siedlungsgebieten und insbesondere in der Landwirtschaft vorhandene Potential abflusshemmender Ma\u00dfnahmen festgestellt und hinsichtlich seiner Auswirkung auf den Hochwasserabfluss in der Lausitzer Nei\u00dfe ermittelt wird. Daraus wird sich auch eine nachpr\u00fcfbare Antwort auf die Frage ergeben, ob damit Hochwasserschutzma\u00dfnahmen im Bereich des Klosters Marienthal und der Stadt Ostritz kompensiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Seminars wurden am 16.12.98 in einem Workshop beim Regierungspr\u00e4sidium Dresden einem weiteren Kreis von Fachvertretern nachgeordneter Beh\u00f6rden vermittelt. Dar\u00fcber hinaus wurde eine Bereisung wichtiger kommunaler und wasserwirtschaftlicher Dienstellen zwecks Diskussion detaillierter Fragestellungen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Ergebnisse des Seminars flie\u00dfen in den Jahresband 2000 der Schriftenreihe des Klosters Marienthal und in den Ver\u00f6ffentlichungsband der 6. Sommerakademie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ein.<br \/>\nIm Mai 1999 haben mehrere Referenten des Seminars an einem NATO-Workshop \u00fcber Hochwasserfragen in Tschechien teilgenommen und dort u.a. \u00fcber die Ergebnisse des Seminars berichtet.<br \/>\nIn direktem Zusammenhang mit den Ergebnissen des Seminars und dem daraus abgeleiteten Forschungsprojekt findet vom 8.-12. November 2000 in St. Marienthal ein von seiten des Antragstellers initiiertes und organisierter weiterer wissenschaftlicher NATO-Workshop statt, zu dem 50 Teilnehmer aus ca. 20 L\u00e4ndern, darunter insbesondere Teilnehmer aus Polen und Tschechien eingeladen sind.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Seminar einschlie\u00dflich seiner Vorbereitungs- und Nachbereitungsphase hat einen wesentlichen Impuls gegeben, dass das Einzugsgebiet der Lausitzer Nei\u00dfe zu einem internationalen wasserwirtschaftlichen Pilotprojekt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Hochwasserverh\u00e4ltnisse im Einzugsgebiet der Oder im allgemeinen und die Hochwassergef\u00e4hrdung der Stadt Ostritz und des Klosters St. Marienthal geben Anlass, alle Ma\u00dfnahmen zu \u00fcberdenken und gegebenenfalls vorbeugend zu realisieren, die bereits in der Fl\u00e4che zu einer Verringerung der Abflu\u00dfverminderung mittels Versickerung und verz\u00f6gertem Abfluss beizutragen. 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