{"id":20981,"date":"2025-09-09T10:32:02","date_gmt":"2025-09-09T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/07356-03\/"},"modified":"2025-09-09T10:32:02","modified_gmt":"2025-09-09T08:32:02","slug":"07356-03","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/07356-03\/","title":{"rendered":"Weiterf\u00fchrung des Modellvorhabens Integration und bauliche Realisierung umweltrelevanter Anforderungen f\u00fcr die Instandsetzung der durch Umweltbelastungen gesch\u00e4digten Fachwerkfassade an Haus 8 &#8211; 13 der Franckeschen Stiftungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Gesamtvorhabens ist die Fortf\u00fchrung der denkmalgerechten Sanierung des durch Umweltbelastungen stark gesch\u00e4digten Langen Hauses (Haus 8-13), die bereits im Rahmen des Projektes 07356\/01 begonnen wurde. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der F\u00f6rdermittel im Rahmen des letztgenannten Projektes sind schwerpunktm\u00e4\u00dfig in die Instandsetzung des ersten Bauteils (Haus 8+9) geflossen. Dieser Geb\u00e4udeteil konnte im April 1998 f\u00fcr die Zwecke des Evangelischen Konvikts in Betrieb genommen werden. Die Sanierungsarbeiten werden jetzt am Mitteltrakt (Haus 10+11) fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAusgehend von den Erfahrungen bei der Sanierung der H\u00e4user 8\/9 wird auf der Grundlage der entsprechenden holzschutztechnischen Gutachten die Durchreparatur der Holzkonstruktion vorgenommen, wobei hausschwamm-, nassf\u00e4ulepilz- und insektenfreies Altholz als Ersatz f\u00fcr zerst\u00f6rte oder unbrauchbare Fachwerkteile eingebaut wird. Bei der Ausmauerung der Gefache wird Hanflitze als Winddichtung in die Fuge zwischen Fachwerk und Ausmauerung eingelegt.<br \/>\nDa sich nach Suchschachtungen herausgestellt hatte, dass die S\u00fcdfassade und die Querw\u00e4nde des Hauses 11 nicht ausreichend bzw. gar nicht gegr\u00fcndet wurden, wird hier der Abriss des alten Sockelmauerwerkes  und die Einbringung eines neuen Stahlbetonfundamentes erforderlich.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In Fortf\u00fchrung der Vorg\u00e4ngerprojekte 07356\/01 und 02 sind in der Gesamtheit der  Ma\u00dfnahme die angesteuerten Ziele erreicht worden.Bei der Weiterf\u00fchrung der Sanierung und Modernisierung des Langen Hauses wurden, aufbauend auf den gewonnenen Erfahrungen an den H\u00e4usern 8 und 9, auch bei der Sanierung des Mitteltraktes (H\u00e4user 10\/11) wirtschaftlich, technisch und \u00f6kologisch \u00fcberzeugende L\u00f6sungen gefunden. Dabei gelang es vor allem , die aus der geplanten Nutzung als Internat mit \u00dcbungsr\u00e4umen f\u00fcr die Sch\u00fcler des Musikgymnasiums der Latina erforderliche Funktionalit\u00e4t substanzvertr\u00e4glich zu integrieren, ausgewogene, f\u00fcr denkmalgesch\u00fctzte Fachwerkbauten dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung beispielhafte L\u00f6sungen bei der Ber\u00fccksichtigung verschiedenster teilweise widerspr\u00fcchlicher Schutzanliegen und -erfordernisse zu finden und ressourcensparend umzusetzen, um damit ein dauerhaftes und zweckm\u00e4\u00dfiges Bauwerk zu erstellen.<br \/>\nDurch einen klaren Entwurf und Sorgfalt in der Ausf\u00fchrung konnte der W\u00e4rme-, Feuchte- und Schallschutz der Bauh\u00fclle deutlich verbessert und ein \u00fcberzeugendes Brandschutzkonzept realisiert werden. Durch ein au\u00dfenseitiges D\u00e4mm-Verbundsystem aus Schilfrohrmatten und Kalkputz auf der besonders beanspruchten Nordseite gelang es, die bauphysikalischen Anforderungen auf der Au\u00dfenseite kompakt zu erf\u00fcllen. Umfangreiche Untersuchungen zum Brand- und Schallschutz gingen der Systemwahl voraus. Dagegen war es auf der S\u00fcdseite m\u00f6glich, die beeindruckende Fachwerkfassade offen zu zeigen. Aufgrund der deutlich geringeren Beanspruchung durch L\u00e4rm und Bewitterung ist eine Bekleidung des Fachwerks nicht notwendig.<br \/>\nWegen der besonderen Bedeutung f\u00fcr die Dauerhaftigkeit der Fachwerkkonstruktion wurde dem Holzschutz gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit gewidmet. Einerseits erfolgte eine sehr differenzierte Ausschreibung der Zimmerarbeiten, die genaue Angaben  zur Holzart, Splintholzanteil, Sortierklasse, Schnittklasse, Oberfl\u00e4che und maximale Holzfeuchte enthielt. F\u00fcr die Reparatur von gesch\u00e4digten H\u00f6lzern durch den Einsatz von Passh\u00f6lzern etc. kam altes Kiefernkernholz bzw. vergleichbares Altholz zum Einsatz. Dabei wurde gro\u00dfer Wert auf eine Einbaufeuchte gelegt, die der umgebenden Holzfeuchte entsprach. Andererseits wurde beim vorbeugenden Holzschutz dem baulichen Holzschutz unter Ausnutzung der nat\u00fcrlichen Resistenz der H\u00f6lzer der Vorrang gegen\u00fcber dem chemischen Holzschutz einger\u00e4umt.<br \/>\nAuch hinsichtlich der f\u00fcr den dauerhaften Erhalt des Geb\u00e4udes wichtigen technischen Geb\u00e4udeausr\u00fcstung konnten positive Ergebnisse erzielt werden. Das im Fachwerk besonders heikle Problem der Nassr\u00e4ume wurde durch den Einsatz vor Ort montierbarer Sanit\u00e4rzellen gel\u00f6st, die eine v\u00f6llige Trennung der Nassbereiche vom Geb\u00e4ude erm\u00f6glichen. Die vertikale F\u00fchrung und Verteilung von Be- und Entw\u00e4sserung, L\u00fcftung und Heizungsstr\u00e4ngen erfolgte in einem zentralen Installationsschacht \u00fcber alle Geschosse.<br \/>\nParallel zu den Sanierungsarbeiten wurden im F\u00f6rderzeitraum in Zusammenarbeit mit dem ZHD-Fulda Elemente eines pr\u00e4ventiven Instandhaltungskonzeptes f\u00fcr Fachwerkgeb\u00e4ude entwickelt.<br \/>\nEine Marktrecherche der ZHD Fulda im Spektrum etablierter Facility Management-Systeme ergab, dass keine der verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen den Anforderungen des Modellvorhabens gen\u00fcgen konnte. F\u00fcr die Franckeschen Stiftungen wurde deshalb IBIS entwickelt, das Integrierte Baupflege- und Informationssystem. Das Programm IBIS gew\u00e4hrleistet eine systematische Geb\u00e4udedokumentation und Fl\u00e4chenverwaltung, unterst\u00fctzt die Routinearbeiten der Bauverwaltung durch Adressen- und Vertragsverwaltung sowie Auftragsvergabe aufgrund von Befunderfassungen, gibt strukturierte Vorgaben f\u00fcr Zustandsbewertungen und Intervallinspektionen und erm\u00f6glicht einfache betriebswirtschaftliche Auswertungen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>F\u00fchrungen und Vortr\u00e4ge des Architekten zu Tagen des Offenen Denkmals 2000 und 2001. Ausf\u00fchrliche Beitr\u00e4ge in den Jahresprogrammen der Franckeschen Stiftungen 2000 und 2001. Mehrere Publikationen des Kooperationspartners ZHD Fulda.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt wurden die Ziele des Modellvorhabens in vollem Umfang erreicht. Sowohl die \u00fcbergeordnete Intention f\u00fcr das fachliche Wissen als auch die baupraktische Zielstellung wurden dabei uneingeschr\u00e4nkt realisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Gesamtvorhabens ist die Fortf\u00fchrung der denkmalgerechten Sanierung des durch Umweltbelastungen stark gesch\u00e4digten Langen Hauses (Haus 8-13), die bereits im Rahmen des Projektes 07356\/01 begonnen wurde. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der F\u00f6rdermittel im Rahmen des letztgenannten Projektes sind schwerpunktm\u00e4\u00dfig in die Instandsetzung des ersten Bauteils (Haus 8+9) geflossen. 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