{"id":20975,"date":"2023-07-13T15:17:16","date_gmt":"2023-07-13T13:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14911-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:17","slug":"14911-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14911-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Konservierung zweier Sphingen am Wasserpalais Schlo\u00df Pillnitz unter Anwendung innovativer Substanzen zur Minderung des hygrischen Quellens (Sachsen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Bekannterma\u00dfen spielen Quell- und Schwindprozesse, die an Natursteinen im Zusammenhang mit dem Wechsel von Durchfeuchtung und Austrocknung entstehen, eine wesentliche Rolle bei der Steinverwitterung. Besonders betroffen sind solche Natursteine, in denen quellf\u00e4hige Tonmineralien enthalten sind. Ziel des Projektes ist der Versuch, ob durch eine Tr\u00e4nkung des Steins mit quellmindernden Chemikalien eine Verringerung des Quellverhaltens und somit eine Verbesserung der Verwitterungsbest\u00e4ndigkeit erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen der praktischen Restaurierung der Sphinx-Plastiken aus Cottaer Sandstein werden bekannte und erprobte Methoden der Steinkonservierung mit einer sog. Antihygro-behandlung kombiniert. In diesem Sinne wird der Sandstein der beiden Bildwerke nach der Reinigung und Entsalzung mit dem quellmindernden Konservierungsmittel im Flutverfahren getr\u00e4nkt. Danach werden sowohl konventionelle Steinfestigungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt als auch Erg\u00e4nzungen von Fehlstellen durch Applikation von Steinersatzm\u00f6rtel vorgenommen. Hier ist zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Vertr\u00e4glichkeit der Materialien gegeben ist.<br \/>\nBegleitend wird an Hand von Bohrkernen im unbehandelten und im getr\u00e4nkten Zustand der Effekt der Antihygro-Behandlung unter Laborbedingungen untersucht. Direkt am Objekt, wo wegen der elbnahen Lage eine hohe Feuchtelast gegeben ist, erfolgt eine Klimamessung, so da\u00df die Ergebnisse der Laboruntersuchungen zu den Standortbedingungen in Relation gesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Nach der Durchf\u00fchrung aller geplanten Restaurierungsma\u00dfnahmen pr\u00e4sentieren sich die beiden Sphingen in ihrer urspr\u00fcnglichen intakten Form. Das \u00e4sthetische Gesamtbild zeigt zwei v\u00f6llig intakte, w\u00fcrdig gealterte Sandsteinbildwerke. Durch zahlreiche Erg\u00e4nzungen mit verschiedenen Steinrestaurierm\u00f6rteln wurden wichtige Formen und Konturen wieder hergestellt. Zur Sicherung grissener Bereiche mu\u00dften Vernadelungen mit Edelstahlprofilen durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nDurch den Einsatz eines wirkstoffarmen Festigers in den aufgewitterten Bereichen wurden gute bis sehr gute Festigkeitswerte erzielt. Die Ergebnisse der Antihygro-Behandlung im Zusammenhang mit einer abschlie\u00dfenden Hydrophobierung k\u00f6nnen erst nach dem Ablauf einer gewissen Zeit beurteilt werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pressemeldung am 22. Juli 1999 (anbei)<br \/>\nErw\u00e4hnung des gef\u00f6rderten Vorhabens bei wichtigen \u00f6ffentlichen Auftritten<\/p>\n<p>Mit der Fertigstellung der gro\u00dfen Bauma\u00dfnahme Wasserpalais wird das gef\u00f6rderte Vorhaben gesondert gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die komplizierte Restaurierung der Bildwerke und die nicht durchg\u00e4ngig positiven Ergebnisse der begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen lassen noch einige Fragen bez\u00fcglich des Einsatzes von quellmindernden Chemikalien offen. Die Begutachtung der restaurierten Objekte nach einigen Jahren sowie die Weiterentwickung und Erprobung quellmindernder Produkte werden zu einer Vervollkommnung der Antihygro-Behandlung f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Bekannterma\u00dfen spielen Quell- und Schwindprozesse, die an Natursteinen im Zusammenhang mit dem Wechsel von Durchfeuchtung und Austrocknung entstehen, eine wesentliche Rolle bei der Steinverwitterung. Besonders betroffen sind solche Natursteine, in denen quellf\u00e4hige Tonmineralien enthalten sind. 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