{"id":20973,"date":"2023-07-13T15:17:16","date_gmt":"2023-07-13T13:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14934-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:18","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:18","slug":"14934-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14934-01\/","title":{"rendered":"Berufsorientierte Qualifizierung f\u00fcr arbeitslose Jugendliche im Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Landkreis Emsland sind durch Abtorfung von Moorgebieten gro\u00dfe landwirtschaftliche Fl\u00e4chen entstanden, die ungesch\u00fctzt der Winderosion ausgesetzt sind. Dadurch kommt es zu Verwehungen der Humusschicht. Viele Tierarten, die in enger strukturierten Kulturlandschaften h\u00e4ufig anzutreffen sind, sind in diesen teilweise steppenartigen Gro\u00dffl\u00e4chen kaum zu finden. Der Landkreis beabsichtigt, in diese Landschaften Wallhecken, Knicks usw. hineinzubringen, um diese Negativerscheinungen nachhaltig ab-zustellen. Dies soll von 12 Sozialhilfeempf\u00e4ngern durchgef\u00fchrt werden, die durch dieses Projekt f\u00fcr eine sp\u00e4tere Arbeitsstelle im Umweltbereich qualifiziert werden. Weiterhin sollen 4 jugendliche Arbeitslose auf den Deponien f\u00fcr Siedlungsabf\u00e4lle im Emsland als Ver- und Entsorger qualifiziert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden12 der 16 Teilnehmer werden unter der F\u00fchrung eines Anleiters in einer mobilen Einsatzgruppe durch Anlegen von Hecken, Wallhecken, Knicks, Windschutzz\u00e4unen usw. zur Entwicklung einer erlebnisreichen Kulturlandschaft in den ehemaligen Moorgebieten des Landkreises beitragen. Die restlichen 4 Teilnehmer werden auf den Zentraldeponien des Landkreises praktische Erfahrungen im Berufsfeld Ver- und Entsorger sammeln k\u00f6nnen. So lernen sie z. B. die Arbeitsabl\u00e4ufe bei der Abfallentnahme, dem Abfall-einbau, dem Betrieb, der Unterhaltung und der Pflege der Deponie sowie der Wertstofferfassung kennen. Diese praktische Berufserfahrung wird durch eine mindestens eint\u00e4gige fachpraktische Schulung pro Woche durch die DEULA Freren begleitet (Alternativ kann der Unterricht auch blockweise durchgef\u00fchrt werden). Die Teilnehmer sollen dort verschiedene Ausbildungsberufe, insbesondere im Berufsfeld Umwelt, in Theorie und Praxis kennen lernen. Sie werden von einem erfahrenen Ausbilder betreut und darin unterst\u00fctzt, einen Einstieg in den anzustrebenden Beruf und einen Ausbildungsplatz zu finden.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 1999 absolvieren die Teilnehmer ein zweimonatiges Praktikum in einem Betrieb, der als potentieller Ausbildungsbetrieb in Frage kommt. Das Praktikum dient dem gegenseitigen Kennen lernen und erleichtert beiden Seiten die Entscheidung \u00fcber die Aufnahme eines Ausbildungsverh\u00e4ltnisses.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt verfolgte vorrangig 2 Ziele: Einerseits sollten die Arbeiten, die von den Teilnehmern durchgef\u00fchrt wurden, einen gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen f\u00fcr die Natur im Emsland erbringen, andererseits sollten arbeitslose Sozialhilfeempf\u00e4nger f\u00fcr eine sp\u00e4tere Arbeit im Umweltbereich qualifiziert werden.<br \/>\nBeide Ziele konnten im Verlauf der Ma\u00dfnahme erreicht werden:<br \/>\n1) Nutzen f\u00fcr die Natur im Emsland<br \/>\nDie Teilnehmer haben im Ma\u00dfnahmenzeitraum im gesamten Emsland eine gro\u00dfe Zahl von Landschaftspflegeprojekten durchgef\u00fchrt. Es wurden Hecken angelegt und gegen Wildverbiss eingez\u00e4unt, Streu-obstwiesen und Alleen gepflanzt, Feuchtbiotope von st\u00f6rendem Aufwuchs befreit, gr\u00f6\u00dfere Feldgeh\u00f6lze angelegt und vieles mehr. Hierf\u00fcr wurde ausschlie\u00dflich einheimisches Pflanzgut eingesetzt. Durch diese Ma\u00dfnahmen konnte die Landschaft im Emsland neu gestaltet werden. Eine detaillierte Darstellung der Einsatzorte mit einer Beschreibung der durchgef\u00fchrten Arbeiten sowie Fotos der Ergebnisse liegen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bereits vor.<br \/>\n2) Qualifizierung arbeitsloser Sozialhilfeempf\u00e4nger<br \/>\nAn der Ma\u00dfnahme haben insgesamt 34 langzeitarbeitslose Sozialhilfeempf\u00e4nger teilgenommen. Es ist dabei zu ber\u00fccksichtigen, dass in diese Ma\u00dfnahmen vorrangig Personen aufgenommen wurden, deren pers\u00f6nliche Lebenssituation besonders schwierig war. Einige hatten Sprachprobleme, weil sie aus dem Irak, aus Algerien oder anderen L\u00e4ndern stammen, andere waren drogen- oder alkoholabh\u00e4ngig oder hatten Defizite im Bildungsbereich, waren ohne Motivation und hatten keinen geregelten Tagesablauf. Grundlegendes Ziel war daher, zun\u00e4chst die Prim\u00e4rtugenden wie P\u00fcnktlichkeit, Zuverl\u00e4ssigkeit etc. zu erlernen. Dieses Ziel konnte bei einem gro\u00dfen Teil der Teilnehmer erreicht werden. Es ist vor diesem Hintergrund ein erfreuliches Ergebnis, dass f\u00fcnf von Ihnen in eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle vermittelt werden konnten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber die Ma\u00dfnahme wurde in der lokalen Presse berichtet. Der umfangreiche Zeitungsartikel liegt der Bundesstiftung Umwelt vor.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt war aus Sicht des Landkreises Emsland gro\u00dfer Erfolg. Die Verkn\u00fcpfung der beiden Hauptzielsetzungen in einer Ma\u00dfnahme hat sich bew\u00e4hrt. Dies zeigt sich auch dadurch, dass der Landkreis Emsland sofort im Anschluss an diese Ma\u00dfnahme ein neues Projekt mit praktisch gleichem Konzept durchgef\u00fchrt hat, da gl\u00fccklicherweise aus anderen F\u00f6rdert\u00f6pfen entsprechende Mittel zur Verf\u00fcgung standen. Es ist vorgesehen, diese Naturschutz- und Landschaftspflegema\u00dfnahme auch in den kommenden Jahren durchzuf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Landkreis Emsland sind durch Abtorfung von Moorgebieten gro\u00dfe landwirtschaftliche Fl\u00e4chen entstanden, die ungesch\u00fctzt der Winderosion ausgesetzt sind. Dadurch kommt es zu Verwehungen der Humusschicht. Viele Tierarten, die in enger strukturierten Kulturlandschaften h\u00e4ufig anzutreffen sind, sind in diesen teilweise steppenartigen Gro\u00dffl\u00e4chen kaum zu finden. 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