{"id":20967,"date":"2024-11-27T10:34:51","date_gmt":"2024-11-27T09:34:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14914-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:51","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:51","slug":"14914-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14914-01\/","title":{"rendered":"Solare Demonstrationsanlage f\u00fcr die Jugendbildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Anlass: Die Jugendbildungsst\u00e4tte CAJ-Werkstatt bietet seit 1994 in den Sommerferien Seminare zum Thema Regenerative Energien an. Aus diesen Seminaren ist auch die Idee der \u00f6kologischen Umge-staltung der CAJ-Werkstatt entstanden.<br \/>\nZiele:<br \/>\n1. Installation einer Kollektoranlage zur Erw\u00e4rmung des Brauchwassers und zur Einbindung in die Heizungsanlage.<br \/>\n2. Aufbau eines praxisorientierten Bildungsangebotes zum Thema Rationelle Energienutzung und Regenerative Energien unter dem Schwerpunkt der Solarenergie mit folgenden Bildungszielen:<br \/>\nWahrnehmung und Bewertung von Umweltgegebenheiten, Vermittlung von umweltrelevantem Wissen und Informationsverarbeitung, Entwicklung von Umweltbewusstsein, Einbeziehung globaler Fragen der Umweltthematik unter dem Aspekt der Solidarit\u00e4t zwischen armen und reichen L\u00e4ndern und der nachfolgenden Generationen, Reflexion des eigenen Umweltverhaltens, Kennenlernen von technischen Alternativen zur Energieversorgung und von Verhaltensalternativen zur Reduzierung des Energieverbrauchs, Vermittlung technischer Kompetenzen, Vermittlung sozialer Kompetenzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Realisierung des Projektes erfolgt in mehreren Schritten:<br \/>\n1. Installation der Kollektoranlage (Oktober 1998): Die Installation der Kollektoranlage wurde zum Teil von ehrenamtlichen Handwerkern aus dem CAJ-Di\u00f6zesanverband unter Leitung des Referenten Alois Pl\u00fcster durchgef\u00fchrt. Die Helfer haben sich im Vorfeld durch Schulungen auf den Aufbau der Anlage vorbereitet (Abschluss Oktober 1998).<br \/>\n2. Installation der Hardware und der Software zur Visualisierung der Arbeitsweise, der Leistung der Solaranlage, der Aggregatzust\u00e4nde und der vermiedenen Emissionen (Aufbau der Hardware im Dezember 1998, der Software im Januar 1999). Bildungsveranstaltungen f\u00fcr Schulklassen und Jugendgruppen:<br \/>\nGeplant sind Projekte im Umfang von drei bis f\u00fcnf Tagen f\u00fcr Schulklassen, die alternativ an Schulen oder in der Bildungsst\u00e4tte stattfinden k\u00f6nnen. \u00dcber den Bau von Solarkochern, Solarduschen, Photovoltaikmodellen und der praktischen Nutzung der Elemente zum Kochen oder zur elektrischen Energieerzeugung, sollen Zug\u00e4nge zu den genannten Zielen und Inhalten gekn\u00fcpft werden. Die Besichtigung der Anlage der CAJ-Werkstatt soll dann den Bezug zur konkreten Nutzung der Solarenergie herstellen (ab Fr\u00fchjahr 1999).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ziele, die mit dem ersten Teil des Projektes, dem Bau der Solaranlage verfolgt wurden, sind im gro\u00dfen und ganzen erreicht worden. Der finanzielle Rahmen, besonders bei der Installation, wurde jedoch \u00fcberschritten. Dies ist vor allem auf Planungsfehler zur\u00fcckzuf\u00fchren, denn der Aufwand f\u00fcr die Einbindung der Solaranlage in die bestehende Heizungs- und Warmwasseranlage des Hauses ist untersch\u00e4tzt worden.<br \/>\nBei der Visualisierung stellte sich ebenfalls heraus, dass ein 19&#8220; Monitor maximal f\u00fcr F\u00fchrungen mit Gruppen von sechs Personen ausreicht. Dies f\u00fchrte zum nachtr\u00e4glichen Kauf eines LCD-Beamers. Mit dieser Nachbesserung ist die Darstellung der Daten auf einer gro\u00dfen Leinwand gelungen. Dies wird uns bei F\u00fchrungen von unterschiedlichsten Zielgruppen immer wieder best\u00e4tigt.<br \/>\nDiese professionelle Darstellung der Funktion der Solaranlage erweist sich f\u00fcr den Einsatz in der Bildungsarbeit als sehr geeignet. Sie unterstreicht, dass es sich bei der Solarenergie um eine faszinierende, innovative und ausgereifte Technik handelt. Ein weiterer Vorteil ist die problemlose Ausbauf\u00e4higkeit. Weitere Anlagen, ob Photovoltaik, ein BHKW oder die Gesamtdarstellung eines Energiekonzeptes, k\u00f6nnen mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringem Aufwand eingebunden werden.<br \/>\nNach anf\u00e4nglichen Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den Regelungen der Solaranlage und der vorhandenen Heizungsanlage l\u00e4uft der Betrieb reibungslos. Dies best\u00e4tigen auch die bisherigen Ertr\u00e4ge der Solaranlage, die die prognostizierten deutlich \u00fcbersteigen, wozu auch die \u00fcberdurchschnittliche Sonneneinstrahlung dieses Sommers ihren Teil beigetragen hat.<br \/>\nGleichwohl ist fraglich, ob eine Heizungsunterst\u00fctzung mit dem daf\u00fcr notwendigen finanziellen und technischem Mehraufwand sinnvoll war, denn der W\u00e4rmebedarf ist in unserm Hause bedingt durch die alte Bausubstanz und die alte Heizungsanlage (neue Anlage voraussichtlich im Sommer 2000) sehr hoch, so dass die solare Unterst\u00fctzung der Heizung verschwindend gering ist. Zum anderen ist bei der  Dimensionierung der Solaranlage (22 m\u00b2) eine ausreichende Deckung des Brauchwasserbedarfs selbst in den Sommermonaten kaum m\u00f6glich, so dass wir im Jahresdurchschnitt eine solare Deckungsrate bei der Brauchwassererw\u00e4rmung von unter 50% haben.<br \/>\nDas Ziel, eine breite \u00d6ffentlichkeit und neue Zielgruppen mit dem Thema Solarenergienutzung zu erreichen, ist sicherlich gelungen. Die gro\u00dfe Resonanz der Presse auf dieses Projekt best\u00e4tigt das.<br \/>\nDurch die Preisverleihung des Bistums M\u00fcnster hat das Projekt einen hohen Bekanntheitsgrad in der gesamten Di\u00f6zese erreicht und in vielen kirchlichen Einrichtungen die Energiediskussion neu entfacht.<br \/>\nDer zweite gro\u00dfe Teil des Projektvorhabens, einen neuen umweltp\u00e4dagogischen Bildungsbereich aufzubauen, ist ebenfalls gelungen.<br \/>\nDie Bilanz des Berichtzeitraumes zeigt, dass vor allem in den Schulen diese Angebote gerne angenommen werden. Auch f\u00fcr das kommende Sommerhalbjahr sind bereits mehrere Projekte von Schulen gebucht. Unser Ziel, vor allem Real- und Hauptschulen mit diesem handlungsorientierten und ganzheitlichen Projektangebot zu erreichen, um damit auch die genannten Zielgruppen verst\u00e4rkt f\u00fcr umweltp\u00e4dagogische Inhalte zu sensibilisieren, ist erreicht worden.<br \/>\nGleichzeitig best\u00e4tigt sich, dass der methodische Ansatz, am Technikinteresse der Jugendlichen anzusetzen und \u00fcber diese technische Motivationsbr\u00fccke Zug\u00e4nge zu den Themen Solarenergienutzung, Nachhaltige Entwicklung und Agenda 21 zu erm\u00f6glichen, sich bew\u00e4hrt.<br \/>\nEin unverzichtbares Element innerhalb des Bildungsangebotes f\u00fcr Schulen stellt die Solaranlage und ihre Visualisierung dar. Sch\u00fcler erforschen in Projekttagen anhand von Modellanlagen M\u00f6glichkeiten, die die Solarenergienutzung bietet und lernen gleichzeitig die Technik im Kleinen kennen und verstehen. Die Besichtigung der Solaranlage in der CAJ-Werkstatt erm\u00f6glicht den Sch\u00fclern den Transfer ihrer Lernerfahrungen auf den aktuellen Stand der Technik und zeigt ihnen die M\u00f6glichkeiten der professionellen Nutzung auf.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Abschlu\u00dfbericht des Projektes wird in unserer Bildungsst\u00e4tte ausgestellt und kann von interessierten Besuchern des Hauses erstanden werden. Die Ertr\u00e4ge und die vermiedenen Schadstoffmengen werden f\u00fcr die G\u00e4ste im Speiseraum aktualisiert dargestellt. Es ist geplant, in Jugendverbandszeitschriften auf Bundes- und  Bistumsebene und in der regionalen Presse, die Ergebnisse zu ver\u00f6ffentlichen und auf den Bericht hinzuweisen. (Ausz\u00fcge aus der bisherigen Pressearbeit s. Anlage)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes zeigen, dass es sinnvoll ist, bei der Konzeption einer technischen Demonstrationsanlage zielgruppenorientiert vorzugehen. Die aufwendige Visualisierung der Solaranlage spricht vor allem Jugendliche als unsere Hauptzielgruppe sehr an. \u00dcber ihr generelles Interesse an moderner Computertechnik lassen sie sich auch f\u00fcr das Thema Solarenergienutzung leichter begeistern. Aus diesem Grunde m\u00f6chten wir die Demonstrationsanlagen im Bereich Erneuerbare Energien und Effizienter Energieeinsatz  etc. ausbauen, um ein gr\u00f6\u00dferes Spektrum der realen Nutzungsm\u00f6glichkeiten zeigen zu k\u00f6nnen. Derzeit ist der Bau einer Photovoltaikanlage geplant, die je nach finanziellen M\u00f6glichkeiten im kommenden Fr\u00fchjahr realisiert werden k\u00f6nnte.<br \/>\nInsgesamt best\u00e4tigt uns die gute Resonanz darin, unseren eingeschlagenen Weg fortzusetzen und diesen Bildungsbereich je nach finanziellen und personellen M\u00f6glichkeiten qualitativ und quantitativ auszubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Anlass: Die Jugendbildungsst\u00e4tte CAJ-Werkstatt bietet seit 1994 in den Sommerferien Seminare zum Thema Regenerative Energien an. Aus diesen Seminaren ist auch die Idee der \u00f6kologischen Umge-staltung der CAJ-Werkstatt entstanden. Ziele: 1. Installation einer Kollektoranlage zur Erw\u00e4rmung des Brauchwassers und zur Einbindung in die Heizungsanlage. 2. 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