{"id":20940,"date":"2023-07-13T15:17:12","date_gmt":"2023-07-13T13:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14813-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:13","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:13","slug":"14813-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14813-01\/","title":{"rendered":"\u00d6kologische Orientierungs-Checks &#8211; nachhaltige Ressourcenschonung bei Energie, Wasser und Abfall im Bereich von Sportliegenschaften"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlten Sportvereinen, mit akutem baulichen Neubau- und Sanierungsbedarf, sollen, mit Hilfe \u00d6kologischer Orientierungs-Checks, M\u00f6glichkeiten ressourcenschonender Ma\u00dfnahmenumsetzung und Bewirtschaftungskosteneinsparungen aufgezeigt und vermittelt werden. Die Vereine sollen mit Hilfe des Projektes motiviert werden Umweltschutz als Satzungsziel anzustreben, Umweltbeauftragte zu berufen und f\u00fcr ihre Mitglieder Bildungsprogramme zu inszenieren.<br \/>\nKostenseitig ist bei Sportvereinen Handlungsbedarf gegeben, anderseits bestehen Bewu\u00dftseins-, Informations- und Planungsdefizite nachhaltiger Bewirtschaftungsans\u00e4tze.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der einleitenden Projektphase soll mit Hilfe einer Kurzbefragung der bauliche Handlungsbedarf bei den einbezogenen Sportliegenschaften herausgefunden werden. Nach Stand des Wissens k\u00f6nnen in Sportliegenschaften bei W\u00e4rmed\u00e4mma\u00dfnahmen, W\u00e4rmeerzeugung und -verteilung, Stromabnahme- und Wasserspartechnik u.a. hohe Einsparpotentiale erreicht werden. Die Einleitungsphase endet mit der ersten Kontaktierung der Vereinsvorst\u00e4nde und der Vorbereitung der Bestandsaufnahmen in den ausgew\u00e4hlten Liegenschaften.<br \/>\nW\u00e4hrend der zweiten Projektphase ist das Beratungs-Instrumentarium zu entwickeln, die Bestandsaufnahmen und die Diagnosen zu stellen sowie die Begehungen mit den f\u00fcr die Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung Zust\u00e4ndigen durchzuf\u00fchren.<br \/>\nW\u00e4hrend der anschlie\u00dfenden Visualisierungsphase soll ein etwa zwanzigmin\u00fctiger Videobeitrag mit den Projektergebnissen sowie eine CD-ROM hergestellt werden.<br \/>\nIn der abschlie\u00dfenden Projektphase soll den beteiligten und weiteren Vereinen die Checkergebnisse sowie geeignete Sparma\u00dfnahmen f\u00fcr den privaten Bereich der Mitglieder vermittelt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen dieses Modellprojektes wurden 106 Anlagen der W\u00e4rmeerzeugung, des W\u00e4rmeschutzes, der Stromversorgung, der Wasserversorgung und der Abfallentsorgung sowie sechs Neubaukomplexe nach Einsparm\u00f6glichkeiten untersucht. Einbezogen waren 31 kleine bis mittelgro\u00dfe Allgemeine Turn- und Sportvereine und Ein-Sparten-Vereine mit etwa 200 bis 2000 Mitgliedern in den Fl\u00e4chenlandkreisen Diepholz und Emsland im nordwestlichen Niedersachsen. Eine Mischung von Vereinen und Sportst\u00e4tten, wie sie zu mindestens in den Landkreisen in Deutschland typisch sind.<br \/>\nBei allen vorgefundenen Anlagen wurden mehr oder weniger umfangreicher Sanierungsbedarf festgestellt: Bei den Abfallkosten liegt das Jahreseinsparpotential bei 60 Prozent, bei der Trinkwassermenge bei 59 Prozent und den Wasserkosten bei 46 Prozent. Das Einsparpotential des Gesamtw\u00e4rmeverbrauchs ist mit \u00fcber 40 Prozent und das bei elektrischer Energie mit rund 19 Prozent pro Verein (prozentuale Mittelwerte) festgestellt worden.<br \/>\nDie kostenseitigen Amortisationen bei der Mehrzahl der empfohlenen technischen Sanierungsma\u00dfnah-men, Mitgliederschulungen und Beratungsaktionen sind kurz und liegen gr\u00f6\u00dftenteils zwischen eins bis f\u00fcnf Jahren. Das Wissen \u00fcber alle F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und die Handhabung der F\u00f6rderprogramme ist hierbei von besondere Bedeutung.<br \/>\nAlle 31 Sportvereine und Kommunen haben mittlerweile mit der Umsetzung von mindestens einer oder mehrerer Ma\u00dfnahmen begonnen. 24 von 31 Vereinen haben Vereinsumweltbeauftragte berufen.<br \/>\nBei allen Sportst\u00e4ttenbetreibern, ob Vereine oder Kommunen, ist dringender Handlungsbedarf gegeben.<br \/>\nErstmalig liegt ein komplettes, auch f\u00fcr Nichtfachleute handhabbares und in 106 F\u00e4llen getestetes In-strumentarium f\u00fcr \u00f6kologisch orientierte Sanierungs- und Neubauplanungen von Sportst\u00e4tten vor. Mit Hilfe der Begleit-CD-ROM, auf der alle Projektdokumente, wie Check-Listen, Diagnose-Maske u. a. m. gespeichert wurden, k\u00f6nnen Vereine \u00d6kologische Orientierungs-Checks auch selber durchf\u00fchren. Das Begleit-Video dokumentiert die wesentlichen Schwachstellen der Anlagen und vermittelt Sanierungstipps.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der Projektbericht mit dem Titel Mehr aus Weniger (Auflage 2500) und den Begleit-Medien Videofilm und CD-ROM mit der Anfangsauflage von je 300 bzw. 500 St\u00fcck werden bundesweit publiziert. Das Video ist bereits in mehreren Offenen Fernsehkan\u00e4len pr\u00e4sentiert worden. Die Pressearbeit w\u00e4hrend der Projektphasen hat zu einer erheblichen Nachfrage von Sportvereinen nach Beratung, Bildung und Information gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bew\u00e4hrt hat sich das im Projekt angewandte Alles-aus-einer-Hand-Prinzip: Eine neutrale und fach\u00fcbergreifende UmweltberatungsInstitution k\u00fcmmert sich komplett um alles, von der Datenaufnahme \u00fcber Bildungsma\u00dfnahmen und der Ma\u00dfnahmef\u00f6rderung bis zur Hinzuziehung externer Beratungskompetenz, wie etwa die von Versorgern und Anbietern.<br \/>\nDas hier gew\u00e4hlte methodische Vorgehen und die fachlich breite Qualifikation Neutralit\u00e4t sowie Unabh\u00e4ngigkeit der durchf\u00fchrenden Fachinstitution ist augenscheinlich von entscheidender Bedeutung daf\u00fcr, dass Vereinsvorst\u00e4nde und kommunale Fach\u00e4mter die Empfehlungen auch tats\u00e4chlich umzusetzen be-reit sind.<br \/>\nUnsere praktischen Erfahrungen mit dem Sanierungsbedarf im Sportst\u00e4ttenbestand gehen noch wesentlich \u00fcber das hinaus, was in den bisher ver\u00f6ffentlichten Quellen beschrieben worden ist. Zwar kann nicht von einem bewu\u00dften Verschwendungsverhalten im Bereich von Sportst\u00e4tten gesprochen werden, sehr wohl aber von struktureller Unwissenheit und Inkompetenz hinsichtlich all der Optimierungsm\u00f6glichkeiten und Finanzierungschancen, die mittlerweile gegeben sind.<br \/>\nKreissportb\u00fcnde und Stadtsportb\u00fcnde sind am ehesten geeignet, in Zusammenarbeit mit Fachberatungsinstitutionen, in Form von Anschub-Kampagnen, systematisch Beratung, Bildung und Umweltinformationsvermittlung im Bereich Ressourcenschutz in Sportst\u00e4tten zu initiieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ausgew\u00e4hlten Sportvereinen, mit akutem baulichen Neubau- und Sanierungsbedarf, sollen, mit Hilfe \u00d6kologischer Orientierungs-Checks, M\u00f6glichkeiten ressourcenschonender Ma\u00dfnahmenumsetzung und Bewirtschaftungskosteneinsparungen aufgezeigt und vermittelt werden. 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