{"id":20901,"date":"2023-07-13T15:17:04","date_gmt":"2023-07-13T13:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14688-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:07","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:07","slug":"14688-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14688-01\/","title":{"rendered":"Bau einer Kleinst-Wasserkraftanlage am Reinst\u00e4dter Bach bei Kahla\/Th\u00fcringen &#8211; Demonstrationsvorhaben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Historisch sind im Reinst\u00e4dter Grund 8 Wasserm\u00fchlenstandorte nachweisbar aber nicht mehr funktionst\u00fcchtig. Diese Aussage ist ein Hinweis darauf, das lokal ein gewisses nutzbares Wasserkraftpotenzial zur Verf\u00fcgung steht. Ziel des Projektes Bau und Betrieb einer Kleinstwasserkraftanlage am Reinst\u00e4dter Bach bei Bibra ist es:<br \/>\na)\tf\u00fcr die dezentrale Erschlie\u00dfung auch von kleinsten Wasserkraftpotenzialen vor allem im Bundesland Th\u00fcringen am Beispiel zu werben;<br \/>\nb)\tdie Kleinstwasserkraftanlage f\u00fcr Bildungsprojekte zu nutzen;<br \/>\nc)\tdie erzielten Gewinne aus dem Stromverkauf f\u00fcr die Umwelt schonende, nachhaltige und eigenst\u00e4ndige Entwicklung der Region zu verwenden.<br \/>\nDas Vorhaben wurde seit mehreren Jahren geplant und entstand mit dem Hintergrund, einen Beitrag f\u00fcr das satzungsgem\u00e4\u00dfe Ziel des Vereines &#8211; F\u00f6rderung von erneuerbaren Energien &#8211; zu leisten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Laufe des Planungsprozesses wurden die Grundrechte, das Wasserrecht (wasserrechtliche Erlaubnis), das Baurecht (genehmigungsfreies Sonderbauvorhaben) und die Anschluss- und \u00dcbertragungsbedingungen mit dem \u00f6rtlichen EVU abgekl\u00e4rt. Die Ausf\u00fchrungsplanung gab einen technologisch be-dingten Bauablauf vor und ordnet die einzelnen Gewerke untereinander. Praktischer Baubeginn war am 1. Februar 1999. Bis Mai 1999 wurden folgende Leistungen realisiert: Baustelleneinrichtung, Rodung, Erdarbeiten, Betonarbeiten, Erdkabelverlegung und Schaffung des \u00dcbergabepunktes zum EVU. Durch eine Wegerechtsverletzung mit dem Verlust der Zuwegung kam es zur Unterbrechung des Bauvorhabens. 2002 wurde eine neuen Zuwegung hergestellt. Bis Ende 2003 erfolgte die Fertigstellung der Anlage mit dem Bau des Einlaufbauwerkes, des Druckrohres, des Auslaufbauwerkes, der Turbinenkammer, des Betriebsraumes, dem Einbau der Anlagenkomponenten, der Umfeldgestaltung und der In-betriebnahme. Durch die Visualisierung und Datenfern\u00fcbertragung der Betriebsdaten der Kleinstwasserkraftanlage erwarten wir neben dem Umweltbildungsaspekt (Verwendung der Visualisierung f\u00fcr Schule und Ausbildung) auch \u00f6konomische Vorteile.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Kleinstwasserkraftanlage Bibra wurde gem\u00e4\u00df dem Projektantrag und fristgem\u00e4\u00df fertiggestellt. Die Projektlaufzeit wurde von 3 auf 5 Jahre verl\u00e4ngert. Die Projektkosten insgesamt sind erheblich gestiegen. Der F\u00f6rderanteil der DBU ist jedoch gleich geblieben. M\u00f6glich war dies durch das finanzielle Enga-gement von weiteren Partnern &#8211; LEADER+ Programm, Naturstiftung DAVID, Stadtwerke Jena \/ P\u00f6\u00dfneck mit dem energreen \u00d6kostromprogramm. Neben dem Ertrag der Energieerzeugungsanlage ist das Objekt gut als Umweltbildungseinrichtung nutzbar.<br \/>\nAls positive \u00f6kologische Auswirkungen in Verbindung mit dem Bau der Kleinstwasserkraftanlage sind zu nennen:<br \/>\n&#8211;\tDie Erzeugung elektrischer Arbeit aus einer erneuerbaren Energiequelle in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 65.000 kWh pro Jahr;<br \/>\n&#8211;\tdas entspricht der j\u00e4hrlichen Einsparung folgender Schadstoffe: Schwefeldioxid: 31,85 kg, Stickoxid: 32,5 kg, Staub: 4,55 kg, Kohlendioxid: 43,22 t;<br \/>\n&#8211;\tdie unkomplizierte Nutzung der Anlage als Umweltbildungsprojekt.<br \/>\nAls negative \u00f6kologische Auswirkungen in Verbindung mit dem Bau der Kleinstwasserkraftanlage sind zu nennen:<br \/>\n&#8211;\tFl\u00e4chenverbrauch und versiegelte Fl\u00e4che;<br \/>\n&#8211;\tHerstellung und Montage der Bauteile;<br \/>\n&#8211;\tOrganisations-, Projekt- und Transportkosten;<br \/>\nOhne diese Kosten zu validieren, ist der Verein der \u00dcberzeugung, dass die negativen \u00f6kologischen Auswirkungen durch die zu erwartende lange anlagenspezifische Laufzeit mehr als ausgeglichen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Am Anlagengeb\u00e4ude ist eine Tafel mit Kenngr\u00f6\u00dfen und F\u00f6rderern angebracht. Zur Handreichung f\u00fcr Besucher wurde ein vierfarbiger Flyer (Auflage: 1.000 St\u00fcck) gedruckt. Die Visualisierung und Datenfern\u00fcbertragung erm\u00f6glicht eine ortsunabh\u00e4ngige Pr\u00e4sentation und steigert neben der verbesserten \u00dcberwachungsm\u00f6glichkeit die Anschaulichkeit und den Erlebniswert der Anlage. Bild und Text zur Anlage sind ferner im Internet unter www.grund-genug.org und www.reinstaedterlandmarkt.de zu finden.<br \/>\nPartner f\u00fcr die Nutzung der Anlage als Umweltbildungsobjekt sind die Berufsschule G\u00f6schwitz, die Freie Ganztagsschule Milda, die Jenaplan-Schule Jena und die Regelschule Kahla. Unser Angebot wird weiterhin durch den Arbeitskreis Umweltbildung Th\u00fcringen (akuTh) verbreitet. Weiterhin wird das Objekt als touristisches Angebot durch die Interessengemeinschaft Reinst\u00e4dter Landmarkt vermarktet werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in vollem Umfang und in guter Qualit\u00e4t abgeschlossen. Es gilt nun, die Kleinstwasserkraftanlage hydraulisch zu optimieren und mit dem erzielten Gewinn die Kredite abzuzahlen. Parallel dazu ist die Anlage als Bildungsangebot bekannt zu machen und zu nutzen. Daf\u00fcr besitzt der GRUND GENUG e.V. beste Voraussetzungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Historisch sind im Reinst\u00e4dter Grund 8 Wasserm\u00fchlenstandorte nachweisbar aber nicht mehr funktionst\u00fcchtig. Diese Aussage ist ein Hinweis darauf, das lokal ein gewisses nutzbares Wasserkraftpotenzial zur Verf\u00fcgung steht. 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