{"id":20886,"date":"2023-07-13T15:17:04","date_gmt":"2023-07-13T13:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14653-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:06","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:06","slug":"14653-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14653-01\/","title":{"rendered":"Erprobung und Demonstration innovativer Sanierungstechnologien am Beispiel eines Schulgeb\u00e4udes"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Verst\u00e4rkung einer Dachdecke aus Fertigteilplatten (7,20  x 0,60 m) als zuk\u00fcnftige Gescho\u00dfdecke mittels Druckbeton und aufgelegter Mattenbewehrung. Der erforderliche Haft- und Schubverbund wird erstmals nur \u00fcber eine Haftbr\u00fccke ohne Schubbewehrung erreicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7  Statische Analyse einer Plattenkette als Fertigteildecke (ohne jegliche Querbewehrung)<\/p>\n<p>\u00b7  Ermittlung der Zunahme der Tragf\u00e4higkeit durch die neue und gr\u00f6\u00dfere statisch wirksame H\u00f6he<\/p>\n<p>\u00b7  Absch\u00e4tzung der Tragreserven durch Ansatz einer in den Druckbeton zugelegten Kontinuit\u00e4tsbe-wehrung \u00fcber den lastabtragenden Querw\u00e4nden als Auflager<\/p>\n<p>\u00b7  Dazu Vergu\u00df der freigelegten\/freigestemmten Montagefugen an den Stirnseiten der Fertigteildecken-elemente<\/p>\n<p>\u00b7  Haft &#8211; und Schubwirkung zwischen altem Deckenbeton und neuem Druckbeton durch Vergu\u00df einer speziellen zementgebundenen Haftbr\u00fccke auf der aufgerauhten und sorgf\u00e4ltig gereinigten Altbeton-Oberfl\u00e4che. Ein Vergu\u00df wird gegen\u00fcber dem Einb\u00fcrsten einer Haftbr\u00fccke auf den Unterbeton, z. B. wie sonst \u00fcblich und notwendig zur Herstellung von Verbundestrich, erforderlich, da die vorher verlegte Mattenbewehrung keine andere M\u00f6glichkeit zul\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>\u00b7   Erprobung der Haftbr\u00fccke in Vorversuchen, sp\u00e4ter auf den vorher ausgebauten Altdecken im Bereich der nach oben verl\u00e4ngerten Treppenh\u00e4usern<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1. \tDie Tragf\u00e4higkeitserh\u00f6hung durch einen zus\u00e4tzlichen Druckbeton von effektiv 6 cm auf die Hohldecke mit bisher 29 cm Dicke erm\u00f6glicht eine Steigerung der Verkehrslast von 2,0 kN\/m\u00b2 auf fast 3,50 kN\/m\u00b2 zuz\u00fcglich eines neuen Fu\u00dfbodens. Hierbei werden auch Anteile aus der jetzt zumindest beschr\u00e4nkt vorhandenen Durchlaufwirkung (Aufnahme von St\u00fctzmomenten ) der Decke mit ber\u00fccksichtigt.<br \/>\n2. \tDie experimentell erreichten Haftzugfestigkeiten zwischen Altbeton und Haftbr\u00fccke bzw. Druckbeton betrugen durchgehend \u00fcber 2,0 N\/mm , im Mittel ca. 2,4 N\/mm. Die im Ist-Zustand noch nachzuweisenden Werte werden nach dem Sollzeitraum von 28 Tagen gemessen. Damit w\u00e4re eine v\u00f6llig ausreichende Schubfestigkeit garantiert.<br \/>\n3. \tDurch sorgf\u00e4ltige Nachbehandlung des Betons \u00fcber mindestens 10 Tage bei Vermeidung jeglicher Austrocknung der Oberfl\u00e4che des Druckbetons und der Vermeidung einer direkten Sonneneinstrahlung (Wetterschutzdach) konnte trotz zeitweiliger Temperaturen von \u00fcber 30 \u00b0C ein v\u00f6llig rissefreier Druckbeton auf einer fugenlosen Fl\u00e4che von 38 x 14 m erreicht werden. Dadurch kommt es nicht zu zus\u00e4tzlichen St\u00f6rungen des Haft- und Schubverbundes.<br \/>\n4. \tDie \u00fcber 7,20 m weitgespannten Decken wurden w\u00e4hrend des Betonierens und 7 Tage danach im mittleren Bereich unverschieblich gest\u00fctzt.<br \/>\n5. \tDas bisher bewertete und erreichte Ergebnis best\u00e4tigt auch eine weitere Zielsetzung: Sie besteht in der Absicht einer Steifigkeitserh\u00f6hung von Fertigteildecken gleicher St\u00fctzweite, die aufgrund einer deutlich zu geringen Dicke von 24 cm extrem gro\u00dfe Durchbiegungen von 5 bis 6 cm in zahlreichen Schulen und B\u00fcrogeb\u00e4uden aufweisen. Mit diesem Verfahren k\u00f6nnten au\u00dfer der hier auch bedeutungsvollen Tragf\u00e4higkeitserh\u00f6hungen vornehmlich die sehr nachteiligen und zu erheblichen Sekund\u00e4rsch\u00e4den f\u00fchrenden gro\u00dfen Durchbiegungen und ihre sichtbaren Ver\u00e4nderungen bei Zu- und Abnahme der Belastung ausgeschaltet werden. Hiermit lie\u00dfen sich zahlreiche Schulen in den neuen Bundesl\u00e4ndern kosteng\u00fcnstig sanieren, \u00fcberhaupt einer weiteren Verwendung wieder zuf\u00fchren.<br \/>\n6. \tDie erzielten Ergebnisse sollten bei den unter Punkt 5 angesprochenen Anwendungsf\u00e4llen durch zus\u00e4tzliche Probebelastungen mit gekoppelten Durchbiegungsmessungen vor und nach dem Ver-st\u00e4rken \u00fcberpr\u00fcft und determiniert werden. Hierzu ist das von Prof. Steffens, Bremen, entwickelte Pr\u00fcfverfahren anzuwenden, was inzwischen auch von Prof. H. Opitz ,TU Dresden, in den hiesigen Regionen in der Praxis \u00fcberf\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Es ist eine brosch\u00fcrte Ver\u00f6ffentlichung mit Angabe der Nachweise, der Konstruktionsdetails und der wichtigsten Bilder zum umgesetzten Pilotprojekt der Mittelschule Wei\u00dfig zusammen mit Prof. Berndt, dem Urheber des Verfahrens, vorgesehen. Die Ergebnisse werden der Abteilung Bauwesen im S\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium zugef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die vorgeplante Zielsetzung des Forschungsprojektes wurde in allen Punkten erreicht. Die Kosteneinsparungen gegen\u00fcber Neubau der zus\u00e4tzlich gewonnenen Kubatur betragen \u00fcber 60 %. Die Umweltbe-lastung in Form von Transport und Deponierung alter Betonkonstruktionen wird bis auf den R\u00fcckbau des alten Fu\u00dfboden-Estrichs, der wiederum kosteng\u00fcnstig einem Recycling-Verfahren zugef\u00fchrt werden kann, g\u00e4nzlich vermieden. Die Ressourceneinsparungen betragen \u00fcber 80 %. Die vorgenannten Kennzahlen werden im Rahmen der Ver\u00f6ffentlichung verifiziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Verst\u00e4rkung einer Dachdecke aus Fertigteilplatten (7,20 x 0,60 m) als zuk\u00fcnftige Gescho\u00dfdecke mittels Druckbeton und aufgelegter Mattenbewehrung. 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