{"id":20882,"date":"2023-07-13T15:17:04","date_gmt":"2023-07-13T13:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14638-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:17:05","modified_gmt":"2023-07-13T13:17:05","slug":"14638-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14638-01\/","title":{"rendered":"Orientierung f\u00fcr junge Menschen im Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>1. Junge Arbeitssuchende sollen f\u00fcr den Umweltbereich, der eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung erf\u00e4hrt, sensibilisiert werden.<br \/>\n2. Den Teilnehmern soll eine Orientierung \u00fcber die im Umweltbereich angesiedelten Berufsm\u00f6glichkeiten geboten werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn den ersten zwei Wochen des Projektes werden den TeilnehmerInnen in Vollzeitunterricht grundlegende Kenntnisse in Arbeitssicherheit, Materialkunde, Umgang mit Werkzeugen und Umweltschutz vermittelt. Anschlie\u00dfend werden nach jeweils zweit\u00e4giger theoretischer Ausbildung\/Einweisung auf den darauffolgenden praktischen Teil, die Bereiche Renaturierung, Hagener Recycling Dienst, Technische \u00dcbungswerkstatt, M\u00f6bellager und Geb\u00e4uder\u00fcckbau durchlaufen.<\/p>\n<p>Die letzten 6 Wochen sollen genutzt werden, die erlernten theoretischen und praktischen Fertigkeiten in einem Betriebspraktikum zu vertiefen, um danach in dem Betrieb ein Ausbildung oder Anstellung zu erreichen. Nach dem Praktikum wird ein Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern durchgef\u00fchrt, wo Fragen und Anregungen zum Praktikum diskutiert werden. Des weiteren wird ein Bewerbungstraining mit den TeilnehmerInnen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Umweltgedanke war in allen Phasen Leitgedanke der Ma\u00dfnahme. Das betriebliche Arbeitsfeld des Hagener Recycling Dienstes -HRD- innerhalb des Werkhofes erm\u00f6glichte es, die TeilnehmerInnen von Anfang an an dieses Thema heranzuf\u00fchren.<br \/>\nIm Vorfeld waren zun\u00e4chst einige H\u00fcrden zu \u00fcberwinden. Der teilnehmende Personenkreis war \u00fcberwiegend schon mit Arbeitslosigkeit und deren sozialen Folgen konfrontiert worden. Schulische Defizite, psychische Labilit\u00e4t und Orientierungslosigkeit waren u.a. f\u00fcr die pers\u00f6nliche Situation kennzeichnend. Zur Unterst\u00fctzung der TeilnehmerInnen bei der Problembew\u00e4ltigung wurden zahlreiche Gruppen- und Einzelgespr\u00e4che unter sozialp\u00e4dagogischer Mitwirkung gef\u00fchrt, um den Einstieg in die Projektarbeit zu erleichtern.<br \/>\nDie Gruppenmitglieder waren zu Offenheit und Toleranz aufgefordert, sie wurden zu selbst\u00e4ndigem Handeln und Kooperationsbereitschaft motiviert mit dem Ziel, ein m\u00f6glichst hohes Ma\u00df an Teamf\u00e4higkeit f\u00fcr eine effektive Zusammenarbeit zu erreichen.<\/p>\n<p>Allgemein l\u00e4sst sich in den vergangenen Jahren eine ver\u00e4ndertes Umweltbewusstsein feststellen. Allerdings lassen junge Menschen gelegentlich eher eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit dem Umweltgedanken erkennen, besonders bei allt\u00e4glichen Vorkommnissen. Beispielsweise kommt dies im achtlosen Wegwerfen von Verpackungsgegenst\u00e4nden zum Ausdruck.<br \/>\nNach mehreren, u.a. auch diese Problematik betreffenden Gespr\u00e4chen, kamen die jungen Leute schlie\u00dflich zu der Einsicht, dass sie durch Verhaltens\u00e4nderungen in die Lage versetzt sind, zum Schutz der Umwelt selbst aktiv beitragen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDeutlich erkennbar war dagegen, dass die Gruppenmitglieder \u00fcber Umweltprobleme gr\u00f6\u00dferen Umfangs bereits besser informiert waren. Dementsprechend kritisch, etwa zum ungehinderten Aussto\u00df von Schadstoffen in die Luft oder zu den Auswirkungen bei Abholzung tropischer W\u00e4lder, war die Reaktion der TeilnehmerInnen auf diesbez\u00fcgliche Presseberichte.<br \/>\nW\u00e4hrend der T\u00e4tigkeit in den einzelnen Werkhofabteilungen (Hagener Recycling Dienst, M\u00f6bellager, Technische \u00dcbungswerkstatt, Geb\u00e4uder\u00fcckbau sowie Renaturierung) und in den Praktikumsbetrieben hatten die Teilnehmer der Ma\u00dfnahme ausreichend Gelegenheit, sich mit der Umweltproblematik auf betrieblicher Ebene zu besch\u00e4ftigen und kleinere praktikable L\u00f6sungen, wie die Materialverwertung, selbst umzusetzen.<br \/>\nEin abschlie\u00dfendes Bewerbungstraining diente zur Unterst\u00fctzung bei der Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatzsuche; die Erfolgsquote bei der Weitervermittlung lag schlie\u00dflich wenig unterhalb der 2\/3-Marke.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Neben dem Ma\u00dfnahmenziel, das Umweltbewusstsein junger Menschen zu f\u00f6rdern und ihnen eine Berufsorientierung zu bieten, stand die Absicht, den TeilnehmerInnen intern wie durch die externen Praktika spezielle betriebliche Anforderungen zum Schutz der Umwelt n\u00e4her zu bringen. Wesentlicher Teil dieser Aufgabe war die Vermeidbarkeit und\/oder Verwertbarkeit aller anfallenden betrieblichen Rest- bzw. Wertstoffe.<br \/>\nEin weiterer wichtiger Aspekt war der Austausch von Informationen zwischen den Teilnehmern der einzelnen Projektgruppen mit dem Ergebnis, dass sich die Beteiligten durchgehend auf eine kommunikative Arbeitsweise einstellten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Teilnehmer der Orientierungsma\u00dfnahme hatten neben der F\u00e4higkeit zur Teamarbeit gelernt, eigene L\u00f6sungen zu Umweltfragen zu entwickeln und ihre Ideen in den Betriebsprozess einzubringen.<br \/>\nDie flexible Handhabung einzelner Teilbereiche &#8211; bedingt durch die notwendige Abstimmung mit anderen Projekten &#8211; erwies sich f\u00fcr die Ma\u00dfnahme als Vorteil. Deutlich wurde auch, dass die Bereitschaft junger Menschen zur Mitwirkung w\u00e4chst, sobald der pers\u00f6nliche Freiraum die Einbringung individueller Vorstellungen in ein Gemeinschaftsprojekt zul\u00e4sst.<br \/>\nIn der konkreten Auseinandersetzung mit Problemstellungen sehen viele junge Menschen eine Herausforderung, der sie sich um so mehr stellen, je intensiver sie in den L\u00f6sungsprozess einbezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens 1. Junge Arbeitssuchende sollen f\u00fcr den Umweltbereich, der eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung erf\u00e4hrt, sensibilisiert werden. 2. Den Teilnehmern soll eine Orientierung \u00fcber die im Umweltbereich angesiedelten Berufsm\u00f6glichkeiten geboten werden. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn den ersten zwei Wochen des Projektes werden den TeilnehmerInnen in Vollzeitunterricht grundlegende Kenntnisse in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[65,2423],"class_list":["post-20882","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-nordrhein-westfalen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"14638\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-14638.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"95.764,97","dbu_projektdatenbank_firma":"Werkhof gGmbH","dbu_projektdatenbank_strasse":"Herrenstr. 17","dbu_projektdatenbank_plz_str":"58119","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Hagen","dbu_projektdatenbank_p_von":"1998-11-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"1999-11-09 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr","dbu_projektdatenbank_telefon":"02334\/9295-0","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Nordrhein-Westfalen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"17","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20882","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20882\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33885,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20882\/revisions\/33885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20882"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20882"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20882"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}