{"id":20872,"date":"2024-11-27T10:34:47","date_gmt":"2024-11-27T09:34:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14608-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:48","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:48","slug":"14608-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14608-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung durch Kooperation zwischen Schule und Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des Pilotprojektes ist es, exemplarisch Voraussetzungen und Bedingungen aufzuzeigen, unter denen Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Besonderes Augenmerk wird hierbei gelegt auf<br \/>\n&#8211;\tdie St\u00e4rkung regionaler Strukturen durch Einbindung und Vernetzung bestehender Gremien und Institutionen,<br \/>\n&#8211;\tdie Initiierung einer offenen Kommunikation zwischen Akteuren der Produktlinie,<br \/>\n&#8211;\tdie \u00dcbertragbarkeit des Pilotprojektes auf andere Produktlinien und Regionen.<br \/>\nDie am Projekt beteiligten Schulen werden als Keimzellen f\u00fcr ein langfristig aufzubauendes Netzwerk gesehen. Im Projektverlauf kann dieses Netzwerk um weitere Unternehmen und Schulen erweitert werden. Die Vorgehensweise zum Aufbau eines Netzwerkes erfolgt nach dem Baukastenprinzip und kann somit auf andere Regionen und Themen erm\u00f6glicht werden.<br \/>\nAnlass des Vorhabens und damit Ausgangssituation f\u00fcr die Projektidee war das Modellprojekt Energiesparen am Beispiel allt\u00e4glicher Gegenst\u00e4nde in Schulen im Auftrag des Ministeriums f\u00fcr Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung NRW. Hierbei ging es darum, am Beispiel der Produktlinien von Konsumg\u00fctern die Grundz\u00fcge des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung in den Schulalltag zu vermitteln. Die Lebenswege allt\u00e4glicher Gegenst\u00e4nde, wie einer Jeans, Pommes frites oder Papier, wur-den f\u00fcr den Schulalltag didaktisch aufbereitet. Die Sch\u00fcler werden zu verantwortungsbewusstem Konsum angeregt und lernen globale Zusammenh\u00e4nge von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung kennen.<br \/>\nAnl\u00e4sslich dieses Projektes zeigte sich, dass intensive Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen als Akteure der Produktlinien hilfreich sind, um<br \/>\n&#8211;\tSch\u00fclern und Lehrern die Zusammenh\u00e4nge von \u00f6kologischem Handeln im Betrieb und \u00f6konomischer Realit\u00e4t zu vermitteln,<br \/>\n&#8211;\tBetriebe dabei zu unterst\u00fctzen, \u00f6kologisches Handeln und nachhaltiges Wirtschaften f\u00fcr den Schulalltag zu \u00fcbersetzen,<br \/>\n&#8211;\tneue Impulse von Sch\u00fclern in die Betriebe zu tragen.<br \/>\nDas Pilotprojekt Umweltbildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung durch Kooperation zwischen Schule und Unternehmen soll die bestehenden Kooperationsans\u00e4tze zwischen Schulen und Unternehmen auf eine breitere Basis stellen und neue Kooperationsvorhaben ansto\u00dfen. Damit wird eine Grundlage f\u00fcr langfristig angelegte Kooperationsmodelle geschaffen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm ersten Schritt geht es darum, innerhalb der Kerngruppe der Unternehmen und Schulen konkrete Bez\u00fcge zwischen schulischen Voraussetzungen, wie Lehrpl\u00e4nen, Fachunterricht der projektorientierten Arbeiten und den Angeboten der Unternehmen herzustellen. Der Austausch zwischen den Projektpartnern und die Durchf\u00fchrung konkreter Vorhaben findet beispielsweise statt durch:-\tExkursionen zu Unternehmen in der Region,<br \/>\n&#8211;\tBesuchen von Unternehmensvertretern in den Schulen,<br \/>\n&#8211;\tdirekte Kommunikation \u00fcber das Internet,<br \/>\n&#8211;\tBereitstellung von Selbstdarstellungen und Videos aus den Unternehmen,<br \/>\n&#8211;\tBereitstellung von Rohdaten und Fakten aus Unternehmen, de von Natur &#038; Kultur e. V. didaktisch aufbereitet werden (inaktive Medien oder schriftliche Unterrichtsmaterialien).<br \/>\nIm zweiten Schritt wird sich eine Lenkungsgruppe aus Vertretern der Unternehmen, der Schule und der Koordinierungsstelle einrichten, um zeitliche und inhaltliche Planungen vorzunehmen. Um eine langfristige Planung abzusichern und eine engere Bindung zwischen Schulen und Unternehmen herzustellen, kann im dritten Schritt ein Kooperationsvertrag abgeschlossen werden. Auf diese Weise wird eine ver-bindliche Einrichtung und Kontaktstelle &#8211; ein St\u00fctzpunkt &#8211; geschaffen, der als Ausgangspunkt f\u00fcr die Bildung von Netzwerken Schule-Wirtschaft dienen kann. Der St\u00fctzpunkt beziehungsweise das Netzwerk kann regional begrenzt bleiben oder &#8211; bei themenbezogenen Projektvorhaben wie Produktlinien &#8211; auch \u00fcberregional organisiert sein. Dieser regionale oder thematische St\u00fctzpunkt dient als Ausgangspunkt und Basis f\u00fcr die Bildung von Netzwerken Schule-Wirtschaft.<br \/>\nDie Vermittlung der Inhalte erfolgt auf Tagungen, in Form von Workshops und regelm\u00e4\u00dfigen Arbeitsgruppentreffen. Zu den Methoden geh\u00f6ren Fallstudien, Plan- und Rollenspiele sowie die Entwicklung von f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Unterrichtsmaterialien.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt wurde in der Zeit von 8\/2000 bis 4\/2003 als Pilotvorhaben durchgef\u00fchrt. Zielsetzung war es, exemplarische Voraussetzungen und Bedingungen aufzuzeigen, unter denen Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Ausgehend von 6 Schulen und 6 vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen in der Region K\u00f6ln und in Ostwestfalen wurden Projekte und Unter-richtseinheiten mit dem Fokus nachhaltige Entwicklung unterschiedlicher Intensit\u00e4t und Dauer konzipiert und durchgef\u00fchrt. Im Projektverlauf wurden in Abh\u00e4ngigkeit vom Unterrichtsschwerpunkt weitere Schulen und Unternehmen entlang der Produktlinie Pommes frites einbezogen. Von der Sonderschule bis zum Gymnasium waren insgesamt 5 unterschiedliche Schulformen am Projekt beteiligt.<br \/>\nAus den bi- und multilateralen Kooperationsbeziehungen entwickelte sich ein Netzwerk, das in unterschiedlichen Kommunikationszusammenh\u00e4ngen weitergef\u00fchrt und verstetigt wird. Hervorzuheben ist hierbei der im Rahmen des Projektes etablierte Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und Ern\u00e4hrung in Zusammenarbeit mit dem Schulamt f\u00fcr die Stadt K\u00f6ln sowie die NRW-weite kontinuierliche Zusammenarbeit zu diesen Themen mit dem Landesinstitut f\u00fcr Schule in Soest. Im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft treffen sich Interessierte aus Schule, Verwaltung, Gewerkschaften, Kammern, Innungen, Unternehmen und gemeinn\u00fctzigen Institutionen. Ziel des Arbeitskreises ist es, die zahlreichen Einzelinitiativen, die es an K\u00f6lner Schulen zum Thema gesunde Ern\u00e4hrung gibt, effektiv zu b\u00fcndeln, sie zu dokumentieren und M\u00f6glichkeiten zu eruieren, sowohl den \u00dcbergang zwischen Schule und Beruf als auch Ausbildungs- und Qualifizierungschancen f\u00fcr benachteiligte Jugendliche in diesem Themenfeld anzubieten.<br \/>\nDas Netzwerk Schule-Wirtschaft wird in Kooperation mit dem Umweltbildungszentrum Klashofschule in Bielefeld und dem Landesinstitut f\u00fcr Schule unter dem Themenschwerpunkt Ern\u00e4hrung ausgebaut. Beteiligt sind Unternehmen aus der Lebensmittelbranche entlag von Nahrungsmittelproduktlinien. Im Projektverlauf wurden \u00fcber den Unterrichtszusammenhang hinaus mit den Projektbeteiligten Rahmenbedingungen formuliert, die f\u00fcr eine dauerhafte Implementation des Themas Nachhaltigkeit in Schulcurricula und -alltag erforderlich sind. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des BLK-Kongresses in Osnabr\u00fcck im Juni 2001 an die Bund-L\u00e4nder-Kommission der Kultusministerkonferenz weitergegeben.<br \/>\nIm Rahmen des Projektes ist ein Verlaufsschema f\u00fcr nachhaltig angelegte Kooperationen als Ergebnis von Examensarbeiten von Studenten der Universit\u00e4t L\u00fcneburg entwickelt worden. Die V4 und E4-Erfolgsformel f\u00fcr tragf\u00e4hige Kooperationen Schule-Wirtschaft ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Begleituntersuchung durch Prof. Dr. Andreas Fischer, Universit\u00e4t L\u00fcneburg.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde im Rahmen von Workshops, Tagungen und Kongressen, wie dem o.g. BLK-Kongress, einer breiten \u00d6ffentlichkeit bekannt gemacht. Zu den eingesetzten Medien geh\u00f6rte eine Ausstellung zum Projekt, Folder und die Internetpr\u00e4sentation.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurde eine regelm\u00e4\u00dfige Zusammenarbeit mit Unternehmen aufgebaut und an fast allen beteiligten Schulen gefestigt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung von Prof. Dr. Andreas Fischer, Universit\u00e4t L\u00fcneburg, die in der Erfolgsformel V4 und E4 f\u00fcr tragf\u00e4hige Kooperationen zusammengefasst sind, verdeutlichen die zentrale Rolle von au\u00dferschulischen Partnern bei der Entwicklung und Verstetigung von Kooperationsnetzwerken. Der k\u00fcnftige Ausbau und die Verstetigung von Kooperationsnetzwerken h\u00e4ngt neben der zeitlichen und inhaltlichen Ausstattung der au\u00dferschulischen Partner von Rahmenbedingungen ab, wie sie von den Projektbeteiligten als Empfehlung f\u00fcr die BLK anl\u00e4sslich des o.g. Kongresses in Osnabr\u00fcck formuliert wurden:<br \/>\n1.\tEin einheitliches Leitbild muss entwickelt werden.<br \/>\n2.\tIn die Hochschulausbildung f\u00fcr das Lehramt sollten Inhalte der Nachhaltigkeit, insbesondere zur \u00d6konomie integriert werden.<br \/>\n3.\tDie Hochschulen ben\u00f6tigen zus\u00e4tzliche Ressourcen, um in der Lehrerausbildung Betriebsrealit\u00e4t und Berufsalltag zu vermitteln.<br \/>\n4.\tDie unterschiedlichen Sprachen in Schulen und Unternehmen m\u00fcssen \u00fcbersetzt werden.<br \/>\n5.\tLehrer sollten im Laufe ihres Berufsweges die Funktionsweise von Wirtschaftsunternehmen und die Anforderungen im Berufsalltag kennen lernen.<br \/>\n6.\tDie Organisationsstruktur der Schulen sollte Raum f\u00fcr Initiierung und Betreuung der Kooperationen zulassen.<br \/>\n7.\tIn Zukunft sollte der Fokus auf den Transfer und die Zusammenf\u00fchrung erfolgreicher, innovativer Projekte zu diesem Thema gelegt werden.<br \/>\n8.\tF\u00fcr die Vermittlung von Inhalten zu nachhaltiger Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung nehmen Schulen eine zentrale Position ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des Pilotprojektes ist es, exemplarisch Voraussetzungen und Bedingungen aufzuzeigen, unter denen Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. 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