{"id":20851,"date":"2023-07-13T15:09:53","date_gmt":"2023-07-13T13:09:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04038-46\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:54","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:54","slug":"04038-46","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04038-46\/","title":{"rendered":"Errichtung einer Demonstrationsanlage Kombinierte Heizsysteme &#8211; Nutzung regenerativer Energiequellen und energiesparender Technik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Angesichts einer zunehmenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Heizsystemen durch den Verbraucher fehlt es im Handwerk an Weiterbildungsma\u00dfnahmen auf diesem Gebiet. Ziel des Projekts war daher die Errichtung einer kombinierten Heizanlage als Demonstrationsanlage zu Weiterbildungszwecken. Handwerker sollten f\u00fcr die Nutzung regenerativer Energien sensibilisiert werden und theoretisch und praktisch im Umgang mit solchen Anlagen geschult werden. Ebenso sollten Verbraucher die M\u00f6glichkeit erhalten, sich \u00fcber kombinierte Heizanlagen zu informieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEin Projektarbeitskreis f\u00fcr die Errichtung der Anlage in den R\u00e4umen des Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Trier wurde gebildet. Ihm geh\u00f6rten Projektbearbeiter, ausf\u00fchrende Firmen und Ausbildungsmeister, Dozenten und der technische Leiter des BTZ an. Ein technisches Konzept f\u00fcr eine kombinierte Heizanlage wurde erarbeitet und umgesetzt. Eine bereits vorhandene Solaranlage wurde integriert. Die Gesamtanlage ist eine Solaranlage kombiniert wahlweise mit Gas-Brennwert-Kessel oder Fest-stoffbrennkessel zur Heizung mit Holz. Verbindendes Element sind ein gemeinsamer Speicher und eine Einheit zur Steuerung und Abbildung der einzelnen Systemkomponenten. Mit der Anlage wird Warmwasser und Raumw\u00e4rme erzeugt.<br \/>\nDes weiteren wurde ein p\u00e4dagogisches Konzept (Soll-Ist-Vergleich) erarbeitet und anschlie\u00dfend umgesetzt. Es umfasst die Schulung von Dozenten und die Entwicklung von Lehrgangsunterlagen f\u00fcr Lehrlinge, Gesellen und Meister. F\u00fcr Lehrlinge und Gesellen wurden Weiterbildungselemente in die bereits vorhandenen Ausbildungsstrukturen integriert. F\u00fcr Gesellen, Meister, aber auch Planer und Architekten wurde ein 20-st\u00fcndiges Praxis-Seminar zum Thema kombinierte Heizsysteme entwickelt. Weiterhin wur-den die Qualifizierungsma\u00dfnahmen Geb\u00e4udeenergieberater,  Solarteur und Servicetechniker um Module zu kombinierten Heizsystemen erweitert.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurde das p\u00e4dagogische Konzept anderen Bildungseinrichtungen zur Kenntnis gegeben und \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr Verbraucher betrieben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch die Demonstrationsanlage lernen alle Qualifikationsebenen des Handwerks den Zukunftsmarkt Klimaschutz kennen. Durch das Training an der Anlage erwerben sie umfassende praktische Kompetenzen. Sie sind in der Lage, kombinierte Heizanlagen zu planen, installieren und warten sowie \u00fcber die Einzelkomponenten eine Optimierung des Gesamtsystems vorzunehmen. Die Handwerker k\u00f6nnen zudem fachkundige Beratung zu kombinierten Heizsystemen anbieten. Meister und Betriebsinhaber wurden bef\u00e4higt, kombinierte Heizsysteme bewusst in ihre Gesch\u00e4ftsstrategien einzubeziehen und aktiv zu vermarkten. Daneben wurden Architekten und Planer bef\u00e4higt, die neue Technik in das energetische Konzept von Geb\u00e4uden aufzunehmen.<br \/>\nDie ebenfalls durchgef\u00fchrte Sensibilisierung und Information von Verbrauchern f\u00fchrt mittelfristig zu einer verst\u00e4rkten Nachfrage, die sich in einem gesteigerten Interesse der Handwerker \u00e4u\u00dfert, sich auf die-sem Gebiet zu qualifizieren.<br \/>\nDurch die Einbindung und Nutzung der Demoanlage im k\u00fcnftigen Kompetenzzentrum Nachhaltiges Renovieren und Sanieren der HWK Trier entsteht durch Synergieeffekte ein Mehrwert. Das Kompetenzzentrum arbeitet auch \u00fcberregional und wird mit anderen Einrichtungen vernetzt. Dadurch steigt der Nutzerkreis (Multiplikatoreffekt). Im Kompetenzzentrum werden Altbauten als komplexe Systeme betrachtet. Dadurch wird die Demoanlage nicht als Einzelbaustein, sondern als Teil des Gesamtsystems betrachtet. Das bietet den Handwerkern neue M\u00f6glichkeiten in der Argumentation gegen\u00fcber dem Kunden und steigert somit das Interesse an der Installation dieser Anlagen.<br \/>\nAls Ergebnis seiner \u00d6ffentlichkeitsarbeit, die geleistet wurde, um den Transfer des p\u00e4dagogischen Konzepts zu erm\u00f6glichen, erhielt das Umweltzentrum Trier bereits diverse Anfragen von Bildungsanbietern zur kombinierten Heizanlage.<br \/>\nBei der Konzeption der Anlage zeigte es sich, dass sowohl die Kommunikation mit Ausbildern und Dozenten als auch den Fachverb\u00e4nden schon zu Beginn des Projektes sehr wichtig waren. Nur so konnte gew\u00e4hrleistet werden, dass die Demonstrationsanlage auch voll akzeptiert und bereitwillig integriert wurde. Auch die Kommunikation mit dem Hersteller solcher Anlagen schon w\u00e4hrend der Konzeptionsphase ist wichtig, um die technischen M\u00f6glichkeiten einer solchen kombinierten Heizanlage optimal aufeinander abstimmen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Zuge der \u00d6ffentlichkeitsarbeit wurde deutlich, dass viele Verbraucher zwar \u00fcber Einzelma\u00dfnahmen zum Klimaschutz Bescheid wissen, jedoch das Wissen um den Nutzen kombinierter Heizanlagen gering ist. W\u00e4hrend sich viele noch eine Koppelung der Gas-Brennwerttechnik mit der Solarthermie vorstellen konnten, war das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den \u00f6kologischen Nutzen des Einsatzes von Holzpellets gering. Eine sinnvolle Verwendung der kombinierten Heizanlage ist von daher erst dann m\u00f6glich, wenn durch \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Projekttr\u00e4gers ein entsprechendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Anlagen entwickelt wird. Dann erst k\u00f6nnen die ausgebildeten Handwerker \u00e4hnliche Anlagen tats\u00e4chlich verkaufen und damit einen neuen Markt schaffen. Dies wird sich langfristig wiederum auf die Nachfrage nach Qualifizierungsma\u00dfnahmen an dieser Anlage auswirken, so dass ein dauerhafter Einsatz der Demonstrationsanlage in der Aus- und Weiterbildung gesichert ist<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pressearbeit und Verteilung von Informationsmaterial, wie Flyern und Darstellung des Projekts auf Plakaten auf Messen und Veranstaltungen der Handwerkskammer und des Umweltzentrums. Verbraucherberatung am Stand des Umweltzentrums anl\u00e4\u00dflich der Messe \u00d6ko 2002 unter dem Schwerpunktthema CO2-Minderung und Heizen mit Holz. Zus\u00e4tzlich wurde das Projekt in die Interpr\u00e4sentation www.bibb.de und www.iub-hannover.de aufgenommen, die die Inhalte des Projekts beschreibt und vorstellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Kombinierte Heizsysteme stellen technisch gut entwickelte und wirtschaftliche Alternativen zu konventionellen Heizanlagen dar. Um ihre Verbreitung zu f\u00f6rdern, wurden im Rahmen des Projekts Handwerker in der Aus-, Fort- und Weiterbildung f\u00fcr die innovativen Anlagen sensibilisiert und im Umgang mit diesen geschult. Auch die Verbraucher wurden \u00fcber M\u00f6glichkeiten informiert, die das Heizen mit kombinierten Heizanlagen f\u00fcr sie bietet, so dass eine weitere St\u00e4rkung der Nachfrage nach kombinierten Heizsystemen absehbar ist.<br \/>\n\u00dcber das im Projekt vereinbarte Ziel hinaus, wird diese Qualifizierung als fester Bestandteil im Rahmen des Kompetenzzentrums eingebunden werden. Zus\u00e4tzlich werden Lehrlinge, Gesellen und Meister an der Anlage einen Kundenauftrag simulieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Angesichts einer zunehmenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Heizsystemen durch den Verbraucher fehlt es im Handwerk an Weiterbildungsma\u00dfnahmen auf diesem Gebiet. Ziel des Projekts war daher die Errichtung einer kombinierten Heizanlage als Demonstrationsanlage zu Weiterbildungszwecken. Handwerker sollten f\u00fcr die Nutzung regenerativer Energien sensibilisiert werden und theoretisch und praktisch im Umgang mit solchen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,2422,51,66,52,2423,53],"class_list":["post-20851","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-landnutzung","tag-ressourcenschonung","tag-rheinland-pfalz","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"04038\/46","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"04038-46.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"42.700,03","dbu_projektdatenbank_firma":"Handwerkskammer (HWK) Trier","dbu_projektdatenbank_strasse":"Loebstr. 18","dbu_projektdatenbank_plz_str":"54292","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Trier","dbu_projektdatenbank_p_von":"2000-10-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2002-04-30 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"1 Jahr und 7 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0651\/207-250","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Rheinland-Pfalz","dbu_projektdatenbank_foerderber":"17","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20851","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20851\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33854,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20851\/revisions\/33854"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20851"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20851"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20851"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}