{"id":20843,"date":"2024-11-27T10:34:47","date_gmt":"2024-11-27T09:34:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14511-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:47","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:47","slug":"14511-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14511-01\/","title":{"rendered":"Agenda-Universit\u00e4t L\u00fcneburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Initiierung eines universit\u00e4ren Agenda-Prozesses; Er\u00f6ffnung von Partizipationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr alle Mitglieder der Universit\u00e4t; Durchf\u00fchrung von verschiedenen Einzelvorhaben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Ziel des Vorhabens bestand darin, einen universit\u00e4ren Agenda-Prozess zu initiieren, um insbesondere die in den Kapiteln 31, 35 und 36 der Agenda 21 gegebenen Anregungen aufzunehmen und auf die konkrete Situation der Universit\u00e4t L\u00fcneburg zu \u00fcbertragen.<br \/>\nDas Projekt wurde im Rahmen verschiedener Teilvorhaben realisiert:<br \/>\n\u00b7\tUmweltbilanzierung und Einf\u00fchrung eines universit\u00e4ren Umweltmanagementsystems,<br \/>\n\u00b7\tGestaltung der Lebenswelt Hochschule,<br \/>\n\u00b7\tNachhaltigkeit und Kunst,<br \/>\n\u00b7\tInterdisziplinarit\u00e4t, Nachhaltigkeit und Lehre,<br \/>\n\u00b7\tEnergetische Optimierung der Universit\u00e4t und projektorientierte Lehre,<br \/>\n\u00b7\tInformation und Transfer.<br \/>\nDie verantwortliche Leitung der Teilprojekte wurde von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern aller an der Universit\u00e4t vertretenen Fachbereiche wahrgenommen. Die Projektkoordination lag in H\u00e4nden eines Projektteams, das beim Institut f\u00fcr Umweltkommunikation des Fachbereichs Umweltwissenschaften angesiedelt war. Die Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Studierenden der Universit\u00e4t war ein erkl\u00e4rtes Projektziel.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Folgende Ergebnisse lassen sich festhalten:<br \/>\nErstens: Au\u00dferhalb der Universit\u00e4t L\u00fcneburg &#8211; national wie international &#8211; hat das Projekt gro\u00dfe Beachtung erfahren. Es wird als wegweisend f\u00fcr einen universit\u00e4ren Agenda-Prozess betrachtet. Mit gro\u00dfer Aufmerksamkeit wird beobachtet, wie der eingeleitete Prozess nach der F\u00f6rderphase fortgesetzt wird.<br \/>\nZweitens: Das in der Anfangsphase innerhalb der Universit\u00e4t mit gro\u00dfer Skepsis, ja zum Teil mit Ablehnung aufgenommene Vorhaben hat verschiedene Vorbehalte im Laufe der Zeit abbauen, wenngleich auch nicht \u00fcberall beseitigen k\u00f6nnen. Das prozesshaft angelegte Projekt konnte die Bef\u00fcrchtungen widerlegen, dass die grundgesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre eingeschr\u00e4nkt werde.<br \/>\nDrittens: In der Diskussion um die Entwicklungsplanung der Universit\u00e4t hat das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle gespielt. Nachhaltigkeit ist ein Bestandteil des Leitbilds der Universit\u00e4t. In der Projektlaufzeit konnten nach intensiven Diskussionen weiterhin Leitlinien zur Nachhaltigkeit der Universit\u00e4t L\u00fcneburg im Senat der Universit\u00e4t verabschiedet werden. Es bestehen durch die Berufung eines Senatsbeauftragten f\u00fcr die Agenda 21 und die Senatskommission Hochschule und Agenda 21 sowie durch den Arbeitskreis Umwelt beim Kanzler der Universit\u00e4t feste Strukturen, mit denen der universit\u00e4re Agenda-Prozess weiter fortgef\u00fchrt werden kann.<br \/>\nViertens: Durch das Vorhaben ist es gelungen, das Thema Nachhaltigkeit und Universit\u00e4t in die Fachbereiche hineinzutragen. Dort wurde und wird es auf unterschiedliche Weise behandelt. Bemerkenswert ist, dass in den letzten Semestern mehr Lehrveranstaltungen angeboten wurden, die direkt oder indirekt das Thema Nachhaltigkeit aufgegriffen haben. Das Projekt wird in den Fachbereichen mit einem gr\u00f6\u00dferen Grad an Aufmerksamkeit wahrgenommen als in der Anfangsphase. Gleichwohl hat die Beteiligung und das Engagement der Fachbereiche seinen H\u00f6hepunkt noch nicht erreicht.<br \/>\nF\u00fcnftens: Studierende haben sich im Rahmen von kleineren Projekten &#8211; meist einbezogen in Lehrveranstaltungen &#8211; aktiv in das Vorhaben eingemischt und es mit neuen und interessanten Ideen bereichert. Dieses Engagement war meist mit zus\u00e4tzlichem Zeitaufwand verbunden und ist daher besonders hoch einzusch\u00e4tzen. Gleichwohl ist das Engagement der Studierenden in den einzelnen Fachbereichen sehr unterschiedlich. Die Studierenden, die sich am Projekt beteiligt haben, konnten Erfahrungen sammeln hinsichtlich ihrer M\u00f6glichkeiten, innerhalb der Universit\u00e4t etwas tun zu k\u00f6nnen. Das Projekt hat in diesem Kontext Anschlussm\u00f6glichkeiten verdeutlichen k\u00f6nnen.<br \/>\nSechstens: Das Projekt konnte allen Beteiligten erste Erkenntnisse in einer interdisziplin\u00e4ren Zusammenarbeit bieten und verdeutlichen, wie m\u00fchsam es manchmal sein kann, sich auf andere disziplin\u00e4re Sichtweisen einzulassen. Diese Erfahrungen wurden von allen jedoch sehr positiv aufgenommen.<br \/>\nNat\u00fcrlich konnten nicht alle Ziele in gleichem Ma\u00dfe erreicht werden. Die Verankerung des universit\u00e4ren Agenda-Prozesses k\u00f6nnte innerhalb der Universit\u00e4t durchaus noch tiefer sein. Einer der Gr\u00fcnde hierf\u00fcr liegt in der relativ kurzen Laufzeit des Projekts, aber nicht ausschlie\u00dflich. Nicht alle Teilvorhaben werden mit dem Engagement fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, wie sie bislang verfolgt wurden. Fehlende Finanzmittel oder personelle Ressourcen allein sind kaum die einzigen Gr\u00fcnde. Die Einbeziehung der Studierenden k\u00f6nnte intensiviert werden. Ihre zeitlich begrenzte Anwesenheit in der Universit\u00e4t sind hierf\u00fcr eine Erkl\u00e4rung, aber mit Sicherheit nicht die alleinige. Es wurde im Laufe des Vorhabens deutlich, dass immer dann etwas in Gang gesetzt werden konnte, wenn auch entsprechende Anreize gegeben waren, wobei die Anreize nicht unbedingt immer monet\u00e4ren Charakter hatten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Eigene Projektzeitung Campus Courier; Durchf\u00fchrung von Tagungen und Workshops; Einrichtung einer Schriftenreihe im VAS Verlag, Frankfurt a.M.; Pressearbeit; umfangreiche Vortragst\u00e4tigkeit<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Als Problem stellte sich die kurze Laufzeit (2,25 Jahre) heraus, so dass nicht alle Teilprojekte fest an der Universit\u00e4t verankert werden konnten. Au\u00dferdem lag der Schwerpunkt der Projektarbeit eher auf Entwicklung, w\u00e4hrend Forschung eher nachrangig verfolgt wurde. Gleichwohl: die Universit\u00e4t L\u00fcneburg konnte als erste europ\u00e4ische Universit\u00e4t nach EMAS zertifiziert werden und gilt damit im Hochschulbereich als Vorbild. Und das ist als gro\u00dfer Erfolg zu betrachten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Initiierung eines universit\u00e4ren Agenda-Prozesses; Er\u00f6ffnung von Partizipationsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr alle Mitglieder der Universit\u00e4t; Durchf\u00fchrung von verschiedenen Einzelvorhaben. 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