{"id":20842,"date":"2024-11-27T10:34:47","date_gmt":"2024-11-27T09:34:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14507-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:47","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:47","slug":"14507-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14507-01\/","title":{"rendered":"Die zukunftsf\u00e4hige Kommune  &#8211; Wettbewerb und Kampagne zur F\u00f6rderung der Umsetzung der Agenda 21 in St\u00e4dten und Gemeinden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will den lokalen Agenda-Proze\u00df in Deutschland f\u00f6rdern und daf\u00fcr einen Wettbewerb unter den Kommunen initiieren. Anliegen des Wettbewerbes und der begleitenden Kampagne ist es, diejenigen &#8211; meist kleinen &#8211; Kommunen, die sich bislang noch nicht mit der Agenda befassen, durch Vermittlung gelungener konkreter Beispiele und L\u00f6sungsstrategien anzusprechen. Dar\u00fcber hinaus soll der Wettbewerb die Kommunen unterst\u00fctzen, die den lokalen Agenda-Proze\u00df bereits auf den Weg gebracht haben. Ziel ist, die Lokale Agenda in m\u00f6glichst vielen Kommunen zu etablieren, qualitativ zu vertiefen und insgesamt zu verstetigen. Daf\u00fcr will die Projektgruppe im Rahmen dieses Vorprojektes Instrumente entwickeln, um diese dann in der Hauptphase f\u00fcr den geplanten Wettbewerb einzusetzen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Pilotphase des Projektes (Vorprojekt) soll ein Katalog von Agenda-Kriterien entwickelt und erprobt werden. Diese Kriterien erfassen:<\/p>\n<p>\u00a7 den Stand der kommunalen Nachhaltigkeit (Nachhaltigkeitsindikatoren)<br \/>\n\u00a7 die \u00f6rtlichen L\u00f6sungsstrategien in ausgew\u00e4hlten Handlungsfeldern<br \/>\n\u00a7 Probleme und Hindernisse<br \/>\n\u00a7 die Dynamik und Proze\u00dfgestaltung des Agenda-Prozesses und zukunftsf\u00e4hige Agenda-Projekte<\/p>\n<p>Die Projektgruppe wird zun\u00e4chst f\u00fcr die relevanten Handlungsfelder Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Kriterien bzw. Indiatoren erarbeiten, um diese in einer erweiterten Arbeitsgruppe zu diskutieren und endg\u00fcltig festzulegen.<br \/>\nDie Erfahrungen und Referenzen der Projektgruppe decken die Aspekte Soziales, Wirtschaft, Umwelt und Eine Welt sowie die Aspekte der Proze\u00dfgestaltung bzw. B\u00fcrgerbeteiligung ab. Im Rahmen der erweiterten Arbeitsgruppe werden der nationale und internationale Stand der Diskussion zur Abbildung von Nachhaltigkeit in das Projekt einflie\u00dfen. Anhand von 20 Modellkommunen werden die Kriterien bzw. Indikatoren praktisch erprobt. F\u00fcr die Kriterienentwicklung ist ein halbes Jahr, f\u00fcr die Erprobung ein weiteres halbes Jahr vorgesehen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Dem themenintegrierten Ansatz der Agenda 21 wurde durch die interdisziplin\u00e4re Besetzung der Projektgruppe (Deutsche Umwelthilfe, ECOLOG-Institut, GP Forschungsgruppe, CAF-Agenda-Transfer) entsprochen.<br \/>\nEine projektbegleitende Arbeitsgruppe gew\u00e4hrleistete, da\u00df das in Deutschland bestehende Know-How zu Nachhaltigkeitsindikatoren und Lokaler Agenda 21 in das Projekt einflo\u00df (Deutscher St\u00e4dtetag, Deutscher St\u00e4dte- und Gemeindebund, Bundesamt f\u00fcr Bauwesen und Raumordnung, Deutsches Institut f\u00fcr Urbanistik, Agenda-B\u00fcro Baden-W\u00fcrttemberg, Umweltbundesamt, B\u00fcro Mensch &#038; Region, Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern, future e.V.).<br \/>\nIn 22 Modellkommunen unterschiedlichster Gr\u00f6\u00dfe und Struktur wurden der Stand der Aktivit\u00e4ten zur Nachhaltigen Entwicklung, Umsetzungsdefizite der LA 21 und der entsprechende Unterst\u00fctzungsbedarf ermittelt. Gemeinsam mit diesen Kommunen wurden die Qualit\u00e4tskriterien erarbeitet und in der Praxis erprobt.<br \/>\nAuf der Basis einer Auswahl von 253 Nachaltigkeitsindikatoren erarbeiteten die Projektpartner einen praxisgerechten Satz von 43 Standardindikatoren und 12 optionalen Indikatoren zu den Bereichen: Wohlbefinden, Soziale Gerechtigkeit, Umweltqualit\u00e4t- und Ressourceneffizienz und Wirtschaftliche Effizienz. Die optionalen Indikatoren sind zur Abbildung der Nachhaltigkeit sehr bedeutend, allerdings ist derzeit die Datenlage in den Kommunen derzeit nicht ausreichend. Im Hauptprojekt sollen die Themenfelder dieser Indikatoren z.B. im Rahmen des geplanten kommunalen Erfahrungsaustausches Ber\u00fccksichtigung finden.<br \/>\nUm die Qualit\u00e4t der lokalen Agenda-Prozesse abzubilden, entwickelten die Projektpartner 28 verbalargumentative Aussagen zu den Bereichen: Organisation des lokalen Agenda-Prozesses, Qualit\u00e4t des Konsultationsprozesses, Erarbeitung der Lokalen Agenda 21 und Ergebnisse. Durch das im Pilotprojekt entwickelte Erhebungs- und Bewertungsverfahren wurden die Modellkommunen in die Lage versetzt, ihren Agenda-Prozess selbstkritisch zu analysieren.<br \/>\nSchon durch das Pilotprojekt konnten die Modellkommunen sich einen \u00dcberblick \u00fcber die umweltrelevanten, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenh\u00e4nge verschaffen. Die sektoren\u00fcbergreifende Vorgehensweise deckte aber auch Informations- und Kommunikationsdefizite und Probleme der Datenverf\u00fcgbarkeit in den Verwaltungen auf. Neben der Qualit\u00e4tskontrolle besteht bei den Kommunen ein gro\u00dfer Bedarf, nach praxisgerechter Unterst\u00fctzung bez\u00fcglich der Umsetzung der LA 21. An den erkannten De-fiziten will das Hauptprojekt ansetzen. Durch den Wettbewerb soll den Kommunen im Bundesgebiet ein standardisierter Orientierungsrahmen bez\u00fcglich des Leitbildes der Nachhaltigkeit und ein Anreiz zur Qualit\u00e4tskontrolle gegeben werden. Die Kampagne will mit der Vermittlung beispielgebender Strategien und Projekte praxisgerechte Handlungsanleitungen geben. Bei der Datenbeschaffung in den Modellkommunen hat sich gezeigt, dass die Motivation der Beteiligten und die Qualit\u00e4t der Kommunikation innerhalb der Verwaltung bzw. zu anderen Beh\u00f6rden eine ausschlaggebende Rolle spielen. Der Erfolg der Datenrecherche in den Kommunen konnte durch konkrete Hilfestellungen seitens der Projektgruppe deutlich bef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Anschreiben an alle Kommunen in Deutschland, um auf das Projekt hinzuweisen und um eine Vorauswahl der Modellkommunen treffen zu k\u00f6nnen, mehrere Ver\u00f6ffentlichungen in der kommunalen Fachpresse, Darstellung des Projektes auf der Homepage der Deutschen Umwelthilfe sowie auf verschiedenen Tagungen und Seminaren, Pr\u00e4sentation der Ergebnisse im Rahmen einer zweit\u00e4gigen Abschlu\u00dfveranstaltung, Darstellung des Projektes im Rahmen der Pressearbeit der Projektpartner und der beteiligten Modellkommunen<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Vorprojekt konnte die Grundlagen f\u00fcr einen bundesweiten Wettbewerb und eine Kampagne zur Unterst\u00fctzung der LA 21 legen. Den Kommunen kann somit ein Anreiz und eine Orientierungshilfe zur Initiierung bzw. Umsetzung einer LA 21 gegeben werden. Somit sind die Rahmenbedingungen f\u00fcr das Hauptprojekt geschaffen mit dem Ziel, Umweltaspekten bei kommunalpolitischen Vorhaben und Entscheidungen durch die Verkn\u00fcpfung mit sozialen und \u00f6konomischen Fragen zu einer gleichgewichtigen Behandlung zu verhelfen. Die Kommunen haben in der Pilotphase Bedarf an konkreten Umsetzungsbeispielen ge\u00e4u\u00dfert. Die geplante Kampagne greift diesen Wunsch auf und bietet dazu mehrere Bausteine an (Erfahrungsaustausch, Dokumentation und Vermittlung beispielgebender Ma\u00dfnahmen etc.). Die Deutsche Umwelthilfe und die interdisziplin\u00e4r besetzte Projektgruppe stellen eine g\u00fcnstige Konstellation dar, um gegen\u00fcber den Kommunen einerseits den Umweltaspekt und andererseits den themenintegrierten Ansatz der Agenda 21 kompetent zu vertreten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will den lokalen Agenda-Proze\u00df in Deutschland f\u00f6rdern und daf\u00fcr einen Wettbewerb unter den Kommunen initiieren. 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