{"id":20834,"date":"2024-11-27T10:34:43","date_gmt":"2024-11-27T09:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14490-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:46","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:46","slug":"14490-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14490-01\/","title":{"rendered":"Fotowettbewerb: Nationalparke in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Fotowettbewerb Nationalparke in Deutschland &#8211; Natur Natur sein lassen sollte die Aufmerksamkeit von Fotografen und Medien wecken und so die einheimischen Nationalparke und ihre Natursch\u00f6nheit als attraktive Bildobjekte und als Medienthema etablieren. Ziel war es \u00fcber Nationalparke und ihre Schutzziele zu informieren und damit eine Basis f\u00fcr eine breite Akzeptanz in der \u00d6ffentlichkeit zu schaffen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEntscheidungen zu Zielsetzung und Ablauf des Projektes und einzelner Projektphasen wurden vom Projektvorstand getroffen, in dem jeder Projektpartner mit jeweils einem Repr\u00e4sentanten vertreten war. Die Koordination und Organisation des Wettbewerbes waren Aufgabe der Projektassistenz. Das Projekt umfa\u00dfte vier Arbeitsphasen: die Ausschreibung, die Laufzeit der Ausschreibung, die Auswahl der Sieger und die Preisverleihung. Zwei wichtige Projektphasen, die Ausschreibung und die Preisverleihung war an Pressearbeit gebunden. Daher orientierte sich die Terminabstimmung am Redaktionsschlu\u00df der Medien, vorrangig an dem des Magazins des Projektpartners GEO. Die Vorbereitung der Ausschreibung in der Presse mu\u00dfte zum Redaktionsschlu\u00df Ende Dezember 98 abgeschlossen werden. Bis zur \u00f6ffentlichen Ausschreibung im Februar 99 wurden au\u00dferdem Briefe an verschiedene Naturschutz-Institutionen und -beh\u00f6rden sowie die Fotografenszene mit der Bitte um Unterst\u00fctzung des Wettbewerbes sowie Plakate abgestimmt und herausgegeben. Parallel dazu erfolgte der Aufbau der Organisationsstruktur des Projektes und die Zusammenstellung der Jury. Au\u00dferdem wurden Veranstaltungsorte f\u00fcr die Jurorensitzung und die Preisverleihung ausgew\u00e4hlt und reserviert. In der zweiten Phase mu\u00dften Anfragen zum Wettbewerb beantwortet, die eingehenden Beitr\u00e4ge bearbeitet und archiviert werden. Sie wurde eine Woche nach Einsendeschlu\u00df (31.07.1999) beendet. Die Auswahl der Sieger erfolgte bis Ende August in zwei Schritten, der Vorsortierung und der Jurorensitzung. Die Organisation und Durchf\u00fchrung der Preisverleihung, die am 25.10.99 im Verlagshaus Gruner &#038; Jahr, zeitgleich zur Erscheinung des GEO-Magazins 11\/99 stattfand, stand im Mittelpunkt der letzten Projektphase. Abschlie\u00dfend wurde der Wettbewerb dokumentiert und der Abschlu\u00dfbericht erarbeitet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Teilnahmebedingungen zum Wettbewerb wurden ca. 4.000 mal abgefragt. Die Anfragen kamen sowohl aus der Naturschutz- und der Fotografenszene als auch von interessierten Nationalparkanwohnern, -touristen und Menschen, die sich bisher weder mit der Fotografie noch mit Nationalparken n\u00e4her auseinandergesetzt hatten. 616 Teilnehmer aller Altersstufen und Berufsgruppen haben sich mit \u00fcber 2.700 Dias am Fotowettbewerb beteiligt. Die Beteiligung lag damit relativ hoch. Die hohe Differenz zwischen Interesse und Teilnahme l\u00e4\u00dft sich vor allem durch zwei Punkte erkl\u00e4ren: Von der Ausschreibung f\u00fchlte sich eine sehr breite Bev\u00f6lkerungsschicht angesprochen. Zahlreiche Freizeitknipser sahen jedoch aufgrund der gestellten technischen Anforderungen von einer Teilnahme ab. Profifotografen wurden gr\u00f6\u00dftenteils von der Bedingung Dias werden nicht zur\u00fcckgeschickt abgeschreckt.<br \/>\nUnter den Teilnehmern waren grob drei Hauptgruppen zu unterscheiden: Menschen, die hauptberuflich in der Natur oder sogar in Nationalparken zu tun haben; Berufsfotografen, Journalisten, Designer, Hobby-Fotospezialisten; Hobbyfotografen. F\u00fcr ihre Fotoexkursionen w\u00e4hlten sie zumeist Nationalparke aus, die in erreichbarer N\u00e4he zu ihrem Wohnort lagen. Die mit Abstand meisten Bilder stammen aus dem Nationalpark Bayerischer Wald, an zweiter Stelle stehen das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer und die S\u00e4chsische Schweiz. Den dritten Platz teilen sich das Nieders\u00e4chsische Wattenmeer und die Vorpommersche Boddenlandschaft. Einsendungen und Anfragen zum Wettbewerb spiegeln das Wissen um das Thema in der Bev\u00f6lkerung wider. Aus Anfragen und Einsendungen wird deutlich, da\u00df vielen Menschen die in Deutschland gebr\u00e4uchlichen Schutzkategorien nicht auseinanderhalten k\u00f6nnen. Auch Lage und Abgrenzung der Nationalparke ist nur wenigen Menschen vollst\u00e4ndig bekannt. H\u00e4ufig werden anthropogene Strukturen als Natur aufgefa\u00dft. Bereits in der Ausschreibungsphase trug der Wettbewerb also dazu bei, die Nationalparke in Deutschland bekannt zu machen.<br \/>\nDie Auswahl der Sieger war schwierig. Nach Meinung der Jury fehlten Highlights, die das Wettbewerbsthema wirksam in Szene setzen. Nicht nur unter den Teilnehmern, sondern auch unter den Juroren gab es zum Motto Natur Natur sein lassen unterschiedliche Auffassungen. Letztendlich einigte sich die Jury auf eine sehr strenge Auslegung des Themas, indem menschliche Spuren im Bild nicht zugelassen wur-den. Eine Reihe qualitativ sehr guter Bilder fiel dadurch aus der Wertung heraus.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In der Ausschreibungsphase wurde zum Auftakt und zur H\u00e4lfte der Ausschreibungszeit eine gemeinsame Presseerkl\u00e4rung aller drei Projektpartner herausgegeben. Au\u00dferdem erschienen Berichte zum Wett-bewerb im GEO-Magazin und in Naturschutz heute, der Verbandszeitschrift des NABU. Mehrere Foto- und Naturschutzzeitschriften, sowie zahlreiche Tageszeitungen ver\u00f6ffentlichten die Ausschreibung, teilweise sogar mehrfach. Zur Preisverleihung waren zahlreiche Pressevertreter eingeladen und Presse-mappen abrufbar.  Nach der Veranstaltung wurde eine Presseerkl\u00e4rung herausgegeben. Die Ergebnisse des Wettbewerbes sind im GEO-Magazin 11\/99 und in Naturschutz heute 4\/99 ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nVor allem die Verwaltungen und Infozentren der Nationalparke unterst\u00fctzten den Wettbewerb mit eigener Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit . In der Umgebung der Nationalparke verlief die Pressearbeit damit insgesamt sehr erfolgreich. Es wurde regelm\u00e4\u00dfig zum Thema berichtet.<br \/>\nAnl\u00e4\u00dflich der Preisverleihung pr\u00e4sentierte das Verlagshaus Gruner &#038; Jahr f\u00fcr insgesamt 3 Wochen eine Ausstellung der 12 Siegerfotos. Au\u00dferdem wurden die Bilder nach der Preisverleihung von GEO f\u00fcr einige Wochen ins Internet gestellt. Eine weitere Internet-Pr\u00e4sentation ist voraussichtlich ab Februar auf der Homepage des NABU zu finden. In Absprache mit allen drei Projektpartnern wurde dar\u00fcber hinaus der vom BfN herausgegebene Kalender f\u00fcr das Jahr 2000 mit den 12 besten Bildern des Wettbewerbes gestaltet. Weitere 160 Dia wurden zu einer Diashow zusammengestellt und bei der Preisverleihung vor-gef\u00fchrt. Die Dias der Autoren, die sich mit der Archivierung Ihrer Dias einverstanden erkl\u00e4rt haben, werden im BfN archiviert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Wettbewerb ist insgesamt als Erfolg zu werten. Er hat viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bev\u00f6lkerungsschichten animiert, sich mit dem Thema Nationalparke auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb zeigt jedoch auch, da\u00df ein Informationsdefizit zum Thema besteht. Daraus wird deutlich, da\u00df der Bedarf an \u00f6ffentlichkeitswirksamen Kampagnen f\u00fcr Nationalparke hoch ist. Es werden jedoch nur regelm\u00e4\u00dfig wiederholte Werbekampagnen zu einem nachhaltigen Erfolg f\u00fchren.<br \/>\nUm als einen Beitrag dazu den Wettbewerb fortsetzen zu k\u00f6nnen, wurde bereits in der letzten Projektphase mit der Suche nach Sponsoren begonnen. Bei Fortsetzung des Wettbewerbs sollten jedoch die Wettbewerbsbedingungen wie folgt ge\u00e4ndert werden: Das Thema mu\u00df klarer eingrenzt und formuliert werden; Einsendungen m\u00fcssen zur\u00fcckgeschickt werden; Die Laufzeit der Ausschreibung sollte alle 4 Jahreszeiten umfassen; Variation des Themas, des Teilnehmerkreises und der Fototechniken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Fotowettbewerb Nationalparke in Deutschland &#8211; Natur Natur sein lassen sollte die Aufmerksamkeit von Fotografen und Medien wecken und so die einheimischen Nationalparke und ihre Natursch\u00f6nheit als attraktive Bildobjekte und als Medienthema etablieren. 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