{"id":20829,"date":"2023-07-13T15:16:56","date_gmt":"2023-07-13T13:16:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14473-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:58","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:58","slug":"14473-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14473-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Restaurierung umweltgesch\u00e4digter Fassadengliederungselementen aus Sandstein am Neuen Schlo\u00df\/Muskau in Kombination mit integrierten Weiterbildungsma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderma\u00dfnahme beinhaltete eine modellhafte Restaurierung der Ziergiebel des S\u00fcdfl\u00fcgels des Neuen Schlosses in Bad Muskau.<br \/>\nDie Priorit\u00e4t des Vorhabens bestand in der Schaffung von Voraussetzungen f\u00fcr beispielhafte Restaurierungen umweltgesch\u00e4digter Fassadenelemente aus Sandstein und Putzstuck im regionalen Rahmen.<br \/>\nIm Gegensatz zum Dresdner Raum existieren noch keine kompletten Untersuchungen.<br \/>\nBereits durchgef\u00fchrte Notsicherungen am Schlo\u00df erfolgten nicht fach- und werkgerecht und verdeutlichen den Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Musterachse f\u00fcr eine angepa\u00dfte Steinkonservierung und Restaurierung umfa\u00dfte folgende Arbeitsschritte:<br \/>\n1. Naturwissenschaftliche Untersuchungen, als Voruntersuchung zu den steinrestauratorischen Leistungen.<br \/>\n2. Statische Untersuchungen der Ziergiebel auf Abbr\u00fcche, Ri\u00dfbildungen und Abschalungen zur Ermittlung notwendiger Verd\u00fcbelungen, Verklebungen und Vernadelungen.<br \/>\n3. Schadbildkartierung nach BMFT-Projekt Steinzerfall.<br \/>\n4. Erprobung und Ermittlung optimaler an das Objekt angepa\u00dfter Verfahren, Technologien und Materialien.<br \/>\n5. Bauausf\u00fchrung mit integrierten Weiterbildungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Nach Bestimmung des E-Moduls am Sandstein (12 und 19 KN\/mm2) war darauf zu achten, da\u00df Antragsmassen mit einem E-Modul unter 10 KN\/mm2 eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Der ermittelte hohe Salzgehalt des Sandsteins mit ca. 4-7 % machte eine Entsalzung des Sandsteins dringend erforderlich, in mehreren Entsalzungszyklen.<\/p>\n<p>Die Auswertung der Sieblinie von Putzproben ergab einen Bindemittelanteil von 34 %. Die Zuschlagstoffe sind \u00fcberwiegend quarzistisch. 78 % der Quarzk\u00f6rner liegen im Korngr\u00f6\u00dfenbereich zwischen 0,125 und 2,0 mm.<\/p>\n<p>Nach diesen ermittelten Grundlagen wurden verschiedene Steinersatzmassen und Erg\u00e4nzungsm\u00f6rtel erprobt und bei der Bauausf\u00fchrung eingesetzt. Im Ergebnisbericht sind die ausgew\u00e4hlten Materialien aufgelistet, mit Herstellerangaben. So wurde auch ein umweltfreundlicher Hybridkleber getestet und mit Erfolg angewendet.<\/p>\n<p>Zur statischen Sicherung von Einzelelementen und kleinen Ziergiebeln waren umfangreiche Verd\u00fcbelungen und Vernadelungen erforderlich. Es konnten wertvolle originale Sandsteinteile durch diese Methode erhalten werden.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Gewerke Steinkonservierung, Sicherung, Steinmetzarbeiten und Putzarbeiten wurden nach den konkreten Erfordernissen koordiniert.<\/p>\n<p>Zur Konservierung der restaurierten Fl\u00e4chen in der urspr\u00fcnglichen Architekturfarbigkeit von 1920 wurde ein Farbsystem der Fa. Keim gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der bereits erw\u00e4hnte Ergebnisbericht wurde an regionale Institutionen wie Gemeinde- und Stadtverwaltungen, die Denkmalbeh\u00f6rden und Bautr\u00e4ger verteilt.<br \/>\nDesweiteren wurden zwei Lehrlingsseminare zur Schadbildkartierung und Grunds\u00e4tzen der Restaurierung f\u00fcr Steinmetzlehrlinge durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDas Ergebnisseminar fand sowohl bei den geladenen angehenden Steinmetzmeistern aus dem gesamten Bundesgebiet als auch bei den beteiligten Firmen gro\u00dfe Resonanz.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Bei diesem Projekt wurde eine regional angepa\u00dfte Restaurierungstechnologie unter spezifischem Materialeinsatz und wissenschaftlichen Kriterien f\u00fcr eine regionale Nachnutzung und Anleitung erarbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die F\u00f6rderma\u00dfnahme beinhaltete eine modellhafte Restaurierung der Ziergiebel des S\u00fcdfl\u00fcgels des Neuen Schlosses in Bad Muskau. 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