{"id":20808,"date":"2023-07-13T15:16:56","date_gmt":"2023-07-13T13:16:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14406-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:56","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:56","slug":"14406-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14406-01\/","title":{"rendered":"Aufbau eines Kompetenz- und Demonstrationszentrums f\u00fcr Energiesparen, Innovation und Kooperation &#8211; Vorbereitungs- und Entwicklungsphase"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ergebnis des Projektes soll die Konzeption f\u00fcr die Einrichtung eines Demonstrationszentrums f\u00fcr Energie sparendes und \u00f6kologisches Bauen am Handwerkskammer Bildungszentrum in M\u00fcnster sein. Sp\u00e4testens mit der Energiesparverordnung 2000 werden Qualit\u00e4tsstandards an die Errichtung von H\u00e4usern gestellt, auf die fast kein Handwerker vorbereitet ist. Gro\u00dfe Probleme bereitet insbesondere das Miteinander der unterschiedlichen Gewerke. Um die Kooperation der Baubeteiligten zu verbessern, ist es n\u00f6tig, die Grenzen der traditionellen Schulungsr\u00e4ume f\u00fcr die Einzelgewerke zu verlassen, um &#8211; nach Erlernen des eigenen Handwerks &#8211; die jeweiligen Anforderungen der angrenzenden Gewerke kennen zu lernen und L\u00f6sungen zur Vermeidung von Schnittstellenproblemen zu erlernen. Wichtig f\u00fcr die Handwerker und insbesondere die jungen Meister und k\u00fcnftigen Betriebsinhaber ist auch das Kennenlernen des Geb\u00e4udes als Ganzes und neuer Bautechniken. <\/p>\n<p>Um die verschiedenen Funktionen des Demonstrationszentrums zu erf\u00fcllen, sollen auf zwei Grundst\u00fccken in unmittelbarer N\u00e4he des Bildungszentrums zwei H\u00e4user errichtet werden, in denen unterschiedliche Energiestandards in verschiedenen Bauweisen dargestellt werden sollen. F\u00fcr die Schulung sind beide Geb\u00e4ude mit Demonstrationsr\u00e4umen versehen. <\/p>\n<p>Neben der Funktion des Demozentrums als Schulungsst\u00e4tte f\u00fcr das Handwerk soll auch Bauwilligen die M\u00f6glichkeit geboten werden, sich \u00fcber die grunds\u00e4tzlichen Anforderungen \u00f6kologischen und Energie sparenden Bauens zu informieren. W\u00e4hrend der Bauphase werden in Kooperation von Planern und Handwerkern musterg\u00fcltige L\u00f6sungen f\u00fcr die auftretenden Schnittstellenprobleme bei den unterschiedlichen Bauarten erarbeitet. Durch eine im weiteren Projektverlauf erarbeitete Dokumentation k\u00f6nnen Erfahrungen der Bauphase nicht nur in der Aus- und Weiterbildung der Handwerker eingesetzt werden sondern auch zur Schulung von Architekten und Ingenieuren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Planungs- und Entwicklungsphase werden in Workshops, Arbeitstreffen und Individualauftr\u00e4gen an die einzelnen Experten Entscheidungen getroffen, Recherche- und Abw\u00e4gungsaufgaben festgelegt und entscheidungsrelevante Ausarbeitungen angefertigt.<\/p>\n<p>1. Workshop\tBedingungsrahmen, Baustandard und Standortfrage<br \/>\n2. Workshop\tArchitektur, Planung, Gestaltung der drei Modelle<br \/>\n3. Workshop\tBauausf\u00fchrung, Bautechnik<\/p>\n<p>Versierte Architekten, Wissenschaftler und Ingenieure auf dem Gebiet des \u00f6kologischen und Energie sparenden Bauens sowie innovative Handwerksunternehmer der Region werden in die Planungsphase eingebunden. Durch diese Vernetzung der Planungskompetenz soll in kurzer Zeit eine von verschiedenen Perspektiven optimierte Konzeption entwickelt werden, die Grundlage f\u00fcr den Antrag auf F\u00f6rderung des Hauptprojektes sein soll.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In der Planungsphase wurden f\u00fcr die Gestaltung der Demo-H\u00e4user folgende Festlegungen getroffen:<\/p>\n<p>\u00b7 Doppelhaus in NEH-Standard der ESV 2000 (Heizenergiebedarf von 35 kWh\/m\u00b2a) f\u00fcr Normalverbraucher (Architektur als Vorbild zur Nachahmung, Kosten\/m\u00b2 ca. 1.800 DM)<br \/>\n&#8211; 2 Wohnungen je DHH: \tEG-Wohnungen durch Mieter bewohnt<br \/>\n\t\t\t                           OG-Wohnungen als Gl\u00e4serne Werkst\u00e4tten permanent f\u00fcr Schulung<br \/>\n&#8211; Bauweise:\t\t\t       1 DHH in Holzkonstruktion, 1 DHH in Stein-Massivbauweise, bei gleichen \t\t\t                                  Au\u00dfenma\u00dfen, Baumaterialien entsprechend \u00d6kobilanzierung optimiert<br \/>\n&#8211; F\u00fcr die Schulung soll die energetische Situation der Geb\u00e4udeteile und der Energie- und Wasserverbrauch der Nutzer messtechnisch erfasst und visualisiert werden<\/p>\n<p>\u00b7 Mehrfamilienhaus aus drei aneinandergesetzten, quadratischen Bauk\u00f6rpern von jeweils 8 m Kantenl\u00e4nge, die in unterschiedlichen energetischen Standards gebaut werden sollen.<br \/>\n&#8211; Nullenergiehaus (QH =  0 kWh\/m2a) &#8211; Solarhaus, Pfosten\/Riegel-Fassade<br \/>\n&#8211; Passivhaus (QH =  12 kWh\/m2a), Holz-Monocoque-Bauweise<br \/>\n&#8211; Niedrigenergiehaus (QH =  35 kWh\/m\u00b2a), Massivbauweise (einschaliges Porenbeton-Mauerwerk)<br \/>\n&#8211; Demonstrationsraum\/Windfang \u00fcber dem Kellerbereich, der einen Solar-Langzeitspeicher enth\u00e4lt<br \/>\n&#8211; Die einheitliche Fassade soll &#8211; architektonisch ansprechend &#8211; aus einem Wechsel von massiven und gl\u00e4sernen Bauteilen bestehen.<br \/>\n&#8211; Zur Demonstration neuer versorgungstechnischer Anlagen sollen alle H\u00e4user mit Solartechnik zur Warmwasserbereitung, kontrollierter L\u00fcftung mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung, Regenwassernutzung und Geb\u00e4udeleittechnik mit EIB-Technik ausgestattet werden.<br \/>\n&#8211; F\u00fcr die Schulung soll die energetische Situation der Geb\u00e4udeteile und der Energie- und Wasserverbrauch der Nutzer messtechnisch erfasst und visualisiert werden<\/p>\n<p>Zur Verbesserung der Kooperation der am Bau beteiligten Gewerke sollen beim Bau der H\u00e4user die ausf\u00fchrenden Firmen schon in die Planungsphase integriert werden. In einem gemeinsamen, moderierten Training sollen die Schnittstellen besprochen und Probleme musterg\u00fcltig gel\u00f6st werden. Die Erfahrungen dieses Trainings sollen ver\u00f6ffentlicht werden und direkt in die Ausbildung der Handwerker einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Arbeitsschritte, L\u00f6sungen von Schnittstellenproblemen, m\u00f6gliche Fehler in der Ausf\u00fchrung und Pr\u00fcfmethoden sollen filmisch aufgenommen und didaktisch bearbeitet werden. Die Darstellung soll sowohl per Brosch\u00fcre, Film als auch per multimedialer Pr\u00e4sentation und CBT (computer-based-training) erfol-gen. Im Vorraum des Mehrfamilienhauses soll die Multimedia-Pr\u00e4sentation auch der breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht werden. F\u00fcr Unterrichtszwecke sollen von allen wichtigen Bauteilen Schnittmodelle erstellt und die Haustechnik-Komponenten in animierten Grafiken dargestellt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Schon in der Planungsphase best\u00e4tigte sich, dass Umwelt schonendes und Energie sparendes Bauen im besonderen Ma\u00dfe den Austausch von Fachkompetenz unter verschiedenen Blickwinkeln erfordert und \u00e4u\u00dferst kommunikationsintensiv ist. Gerade die Nutzung f\u00fcr die Aus- und Weiterbildung von Handwerkern und Planern sowie zur Information von Bauwilligen verlangt eine in alle Richtungen optimierte Planung. Mit der jetzt vorliegenden Konzeption ist eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr das Nebeneinander von Wohnen, Schulen und Informieren in unmittelbarer N\u00e4he zum HBZ aufgezeigt worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ergebnis des Projektes soll die Konzeption f\u00fcr die Einrichtung eines Demonstrationszentrums f\u00fcr Energie sparendes und \u00f6kologisches Bauen am Handwerkskammer Bildungszentrum in M\u00fcnster sein. Sp\u00e4testens mit der Energiesparverordnung 2000 werden Qualit\u00e4tsstandards an die Errichtung von H\u00e4usern gestellt, auf die fast kein Handwerker vorbereitet ist. 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