{"id":20798,"date":"2024-11-27T10:34:43","date_gmt":"2024-11-27T09:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14388-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:46","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:46","slug":"14388-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14388-01\/","title":{"rendered":"Langfristige Weiterentwicklung einer Kulturlandschaft als Modellvorhaben des Naturparkes Saale-Unstrut-Triasland (Sachsen-Anhalt)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Naturpark Saale-Unstrut-Triasland entwickelt mit den lokalen Aktionstr\u00e4gern ein Leitbild und einen<br \/>\nKulturlandschafts-Entwicklungsplan. Durch Analyse der Region in natur- wie kulturlandschaftlicher Sicht sind Aussagen zu dessen Entwicklung, Fehlentwicklung und zu den angestrebten Entwicklungsrichtun-gen f\u00fcr die Zukunft m\u00f6glich. Parallel zu dem ebenfalls in Arbeit befindlichen Pflege- und Entwicklungsplan kann mit dieser Vorgehensweise aufgezeigt werden, wie die naturschutzfachlichen Ziele auch au\u00dferhalb hoheitlicher Bem\u00fchungen und \u00fcber F\u00f6rderinstrumente realisiert werden k\u00f6nnen. Damit soll f\u00fcr die Region vor allem eine dauerhaft umweltgerechte Zukunftsperspektive auch unter \u00f6konomischer Betrachtungsweise bewusst gemacht werden. Der Naturpark Saale-Unstrut-Triasland will auf diese Weise den Versuch wagen, neue Wege in der Bewirtschaftung des l\u00e4ndlichen Kulturraumes unter Wahrung \u00f6kologischer Belange zu gehen. Au\u00dferdem soll ein Marketingkonzept aufzeigen, mit welchen strategischen Schritten damit der Naturpark die Kulturlandschaft tats\u00e4chlich in Wert setzen kann. Damit soll der Saale-Unstrut-Raum als nachvollziehbares Beispiel f\u00fcr andere Naturparke Deutschlands wirken.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer erste Arbeitsschritt ist eine kurze Situationsbeschreibung, die auf der Grundlage weitgehend vorhandener Unterlagen als Basisinformation f\u00fcr alle am Entwicklungsproze\u00df eingebundenen lokalen Akteure erstellt wurde.<br \/>\nAuf der Grundlage der Situationsbeschreibung wird f\u00fcr den Naturparkbereich die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen sowie die Chancen und Risiken der Entwicklung aufgezeigt.<br \/>\nMit dem Regionalforum Naturpark wurde ein Naturpark-Leitbild entwickelt, das von den in den Diskussionsprozess eingebundenen Personen und deren gesellschaftlich relevanten Umfeld getragen wird. Auf der Basis dieses Leitbildes wurde nun der Kulturlandschafts-Entwicklungsplan f\u00fcr den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland aufgestellt.<br \/>\nDie Erarbeitung eines \u00fcbergreifenden Marketingkonzeptes bietet die Gew\u00e4hr f\u00fcr eine positive Positionierung des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland mit seinen Zielsetzungen in der \u00d6ffentlichkeit. Daher ist es wichtig, eine Werbe- und \u00d6ffentlichkeitskampagne f\u00fcr den Naturpark zu entwickeln.<br \/>\nDiese erfolgte im Rahmen der Marketingkonzeption. Zur Pr\u00e4sentation und Diskussion der Ergebnisse gegen\u00fcber anderen deutschen Naturparken wurden drei Fachtagungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die zwei bisher durchgef\u00fchrten Tagungen beinhalteten schwerpunktm\u00e4\u00dfig die Entwicklung der Weinbaukulturlandschaft und die Inwertsetzung von Kulturlandschaften am Beispiel anderer Naturparke. Damit sollten Schwerpunkte der Landschaftsgestaltung im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland \u00fcber konkrete Beispiele aufgezeigt und mit nachvollziehbaren L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten verbunden werden.<br \/>\nMit dem Ziel, positive Beispiele einer Regionalentwicklung in einem Gro\u00dfschutzgebiet zu erleben, wurde eine Fachexkursion in das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n durchgef\u00fchrt. Diese hat bei den lokalen Akteuren und den Mitgliedern des Regionalforums sowie der dazugeh\u00f6rigen Arbeitsgruppen wichtige Anregungen und Hinweise gegeben, wie auch in der eigenen Region entsprechende Projekte umgesetzt und realisiert werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Kulturlandschafts-Entwicklungsplan wurde in insgesamt 4 Sitzungen des Regionalforums, 20 Arbeitsgruppensitzungen und 11 Arbeitsbesprechungen vorbereitet bzw. strukturiert. Auf diese Weise wur-den \u00fcber 120 Personen mehr oder weniger aktiv in diesen Prozess eingebunden. Dies hat zu einer intensiven Auseinandersetzung in der Region mit den Zielsetzungen des Naturparks gef\u00fchrt.<br \/>\nEs konnte damit auch sehr effektiv dem noch immer vorhandenen Eindruck entgegengewirkt werden, dass der Naturpark den Menschen von oben aufgesetzt wird. Die an diesem Prozess interessierten Personen konnten sich jederzeit aktiv in die Diskussion und ihre L\u00f6sungsans\u00e4tze einbringen. Mit dem Kulturlandschafts-Entwicklungsplan werden erstmals f\u00fcr die Naturparkregion Wege aufgezeigt, wie \u00fcber wirtschaftliche Anreize und Impulse auch naturschutzfachliche Ziele umgesetzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr einige dieser aufgezeigten L\u00f6sungsans\u00e4tze wurden Partner gefunden, die Interesse an einer Konkretisierung haben, was bei den teilweise sehr umfangreichen Vorbereitungsarbeiten zur Gr\u00fcndung von Unternehmen &#8211; um nur ein Beispiel zu nennen &#8211; aber mit l\u00e4ngeren Vorbereitungszeiten verbunden ist.<br \/>\nTrotz der K\u00fcrze der zur Verf\u00fcgung stehenden Zeit von nur 2 Jahren konnten zumindest erste Ma\u00dfnahmen bereist in eine Konkretisierungsphase gef\u00fchrt werden. Dies betrifft vor allem Ans\u00e4tze im Bereich des Tourismus, der gastronomischen Leistungstr\u00e4ger, aber auch landwirtschaftlicher Unternehmen. Im Bereich der touristischen Angebote konnte z.B. eine Aktion Naturpark schmeckt &#8211; nat\u00fcrlich Saale-Unstrut durchgef\u00fchrt werden, bei der die teilnehmenden sieben Betriebe auf einer speziell gestalteten Karte Gerichte angeboten haben, die ausschlie\u00dflich aus Produkten der Naturpark-Region zusammengestellt waren. Damit konnte die geplante Inwertsetzung der Kulturlandschaft an einem praktischen Beispiel erprobt und f\u00fcr andere Interessenten nachvollziehbar gestaltet werden. Es zeichnet sich jetzt ab, dass diese Aktion von der parallel dazu entstandenen Angebotsgruppe Gastlich Saale-Unstrut &#8211; mit teilweisen gleichen Partnern &#8211; \u00fcbernommen wird. Damit existiert dann auch eine Grundlage zur erstmaligen Erprobung der Qualit\u00e4tskriterien Naturpark-Allianz im Bereich der Gastronomie.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Durch die umfassende Beteiligung gesellschaftsrelevanter Gruppierungen an den Regionalforen und Arbeitsgruppen konnte eine \u00d6ffentlichkeit hergestellt werden, wie sie sonst \u00fcber eine intensive traditionelle \u00d6ffentlichkeitsarbeit kaum zu leisten ist. Auf diese Weise ist es auch gelungen, die Naturpark-Ziele und vor allem das Naturpark-Leitbild in das \u00f6ffentliche Bewusstsein zu r\u00fccken. Sehr viele Unternehmen in der Region haben die Erkenntnis gewonnen, dass der Naturpark f\u00fcr sie in Zukunft einen wichtigen Partner darstellt. Dies wird jetzt dem Naturpark helfen, seine Ziele und vor allem das Naturpark-Leitbild mit den Partnern umzusetzen, die dazu notwendig sind.<br \/>\nVor allem im Bereich der Landwirtschaft hat sich der Eindruck verst\u00e4rkt, dass der Naturpark einen wichtigen Partner darstellt, der nunmehr nicht mehr als eine Bedrohung angesehen wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Prozesses f\u00fcr die Kulturlandschafts-Entwicklungskonzeption ist es dem Naturpark in einer f\u00fcr ihn au\u00dferordentlich schwierigen Personal- und Finanzsituation gelungen, sich als wichtiger Partner f\u00fcr die Zukunftsgestaltung des Raumes zu positionieren. Er wird mittlerweile als ein entscheidender Tr\u00e4ger f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raumes in der Region Saale-Unstrut angesehen. An dem Naturpark-Leitbild haben so viele Entscheidungstr\u00e4ger der Region aktiv mitgewirkt, dass dies auch f\u00fcr die jetzt anstehende Phase der Umsetzung von gro\u00dfer Bedeutung sein wird.<br \/>\nDer aufgezeigte Weg hat bereits in einer ersten Kurzvorstellung im Rahmen einer Veranstaltung des Verbandes Deutscher Naturparke dazu gef\u00fchrt, dass die abschlie\u00dfende Tagung, mit der das Ergebnis der Kulturlandschafts-Entwicklungskonzeption noch pr\u00e4sentiert werden soll, auf die ohnehin anstehende Mitgliederversammlung des VDN im Mai verlegt wird. Damit kann auch gew\u00e4hrleistet werden, dass m\u00f6g-lichst viele der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer\/innen deutscher Naturparke vom Ergebnis dieses Modellvorhabens umfassend Kenntnis erhalten. F\u00fcr den Verband Deutscher Naturparke ergeben sich auf der Grundlage der ihm bereits jetzt vorliegenden Informationen zu dem Projekt wichtige Ans\u00e4tze, die Weichenstellung f\u00fcr die Zukunft erm\u00f6glichen. Es wurde erkannt, dass hier Pionierarbeit geleistet wurde, die m\u00f6glicherweise zu einer v\u00f6lligen Neuausrichtung der Naturparke in Deutschland f\u00fchren kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Naturpark Saale-Unstrut-Triasland entwickelt mit den lokalen Aktionstr\u00e4gern ein Leitbild und einen Kulturlandschafts-Entwicklungsplan. Durch Analyse der Region in natur- wie kulturlandschaftlicher Sicht sind Aussagen zu dessen Entwicklung, Fehlentwicklung und zu den angestrebten Entwicklungsrichtun-gen f\u00fcr die Zukunft m\u00f6glich. 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