{"id":20772,"date":"2024-11-27T10:34:43","date_gmt":"2024-11-27T09:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14329-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:45","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:45","slug":"14329-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14329-01\/","title":{"rendered":"Stand der Umwelttechnik unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Wasserwirtschaft in Deutschland. Internationales Deutschlandseminar f\u00fcr Umweltexperten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00f6rderung der Zusammenarbeit zwischen Chile und Deutschland im Umweltschutz und Anbahnung langfristiger Wirtschaftskontakte zu bundesdeutschen Unternehmen der Umwelttechnik und -forschung im Rahmen eines Deutschlandseminars f\u00fcr chilenische Entscheidungstr\u00e4ger. Daf\u00fcr sollen auf die Umweltprobleme (v.a. Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft) in den Zust\u00e4ndigkeitsbereichen der chilenischen Teilnehmer angepa\u00dfte Technikl\u00f6sungen in Theorie und Praxis vorgestellt und Kontakte zwischen potentiellen Investoren und Auftraggebern \/ Projektpartnern hergestellt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGemeinsam mit den beiden Projektpartnern, Dr. Rudolf Schloz (Fundaci\u00f3n Alemana para el Desarrollo (FUNDAL), Bonn\/Santiago) und Jos\u00e9 Polanco (Fundaci\u00f3n San Jos\u00e9 de la Dehesa, Santiago de Chile), wird eine Delegation aus B\u00fcrgermeistern kleiner St\u00e4dte in der Hauptstadtregion, je einem Vertreter der nationalen Umweltbeh\u00f6rde CONAMA und der nationalen Wirtschaftsf\u00f6rderungsgesellschaft CORFO, je einem Repr\u00e4sentanten eines Wasserwirtschaftsunternehmens und aus dem Bereich Sanit\u00e4rtechnik zusammengestellt. In Abstimmung mit der DBU wurde ein zehnt\u00e4giges Seminarprogramm entworfen, das die Besichtigung von und das Gespr\u00e4ch mit Umwelttechnikunternehmen ebenso vorsah wie administrative und legislative Aspekte praxisorientierten Umweltschutzes. Ber\u00fccksichtigt wurde dabei zum einen die Ausgangssituation und der Entwicklungsstand des Umweltschutzes in Chile, zum anderen die Ziele, die die chilenische Delegation mit der Teilnahme am Seminar verbindet. Von besonderer Bedeutung war das Gespr\u00e4ch mit einem Vertreter des s\u00e4chsischen Umweltministeriums, der \u00fcber die Erfahrungen der 90er Jahre mit dem Aufbau und der Modernisierung der Wasserwirtschaft in Sachsen &#8211; insbesondere in l\u00e4ndlichen Bereichen &#8211; berichten und auf f\u00fcr Chile erhebliche Fragestellungen eingehen konnte. Aber auch Fragen der technischen Anforderungen an die Abwasserreinigung, der Entsorgungskonzepte und der Finanzierung wurden diskutiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zehn Tage intensiver Gespr\u00e4che, ausgiebiger Besichtigungen und kultureller Abwechslung brachte den Delegationsteilnehmern wichtige Erkenntnisse, die sie nun in ihre praktische Arbeit einflie\u00dfen lassen k\u00f6nnen. Abschlie\u00dfend verabschiedeten die Teilnehmer die Erkl\u00e4rung von Bonn, in der sie sich untereinander zur weiteren Zusammenarbeit verpflichten und dar\u00fcber hinaus weitere Kommunen in Chile einbinden wollen, um so auch zu einem f\u00fcr deutsche Investoren interessanten Projektvolumen zu kommen. Denn als wichtigstes Ergebnis kann festgehalten werden, da\u00df Chile &#8211; die chilenischen Kommunen &#8211; nicht nur die Notwendigkeit der Modernisierung der Wasserwirtschaft sieht, sondern konkret die Zusammenarbeit mit deutschen Investoren bei Planung, Bau und Betrieb wasserwirtschaftlicher Anlagen sucht. Diese ist jedoch f\u00fcr die l\u00e4ndlichen, \u00e4rmeren Kommunen nur dann zu erreichen, wenn sie untereinander zusammenarbeiten und ihre Aktivit\u00e4ten b\u00fcndeln, so da\u00df ein deutsches Konsortium auf die geb\u00fcndelten Herausforderungen in verschiedenen Kommunen und Regionen Chiles reagieren kann.<br \/>\nDas Aufenthaltsprogramm gibt eine \u00dcbersicht \u00fcber die besuchten Institutionen und die Themenschwerpunkte. Auf rasch aufeinanderfolgende Termine wurde weitgehend verzichtet, um allen Beteiligten ein detailliertes Eingehen auf die jeweiligen Fragestellungen zu erm\u00f6glichen. Aus diesem Grunde wurde auch das Seminar bei FiW in kleinem Rahmen &#8211; mit f\u00fcnf Unternehmensvertretern &#8211; gehalten, so da\u00df die einzelnen Themen ausf\u00fchrlich besprochen werden konnten. Als gl\u00fccklich erwies sich auch die Verbindung fachlicher und kultureller Themen, die das Deutschlandbild der Delegation abrunden. In diesem Zu-sammenhang ist darauf hinzuweisen, da\u00df mentalit\u00e4tsbedingt in S\u00fcdamerika gro\u00dfer Wert auf pers\u00f6nliche Beziehungen, die sich auf die kulturellen Eigenheiten des Partnerlandes erstrecken, gelegt und als urs\u00e4chlich f\u00fcr eine gute Zusammenarbeit empfunden wird. So sind die Stadtbesichtigungen als wichtiger Teil des sehr fachorientierten Programms zu sehen.<br \/>\nBesonders hervorzuheben ist die Bereitschaft aller besuchten Institutionen und teilnehmenden Unternehmensvertreter, sich \u00fcber das eigentliche Thema hinaus zu engagieren &#8211; zu nennen sind hier die zahlreichen Mittag- und Abendessenseinladungen von Unternehmen und Institutionen und die Beitr\u00e4ge zum sonstigen Programm (z.B. Einbeziehung des B\u00fcrgermeisters und technischen Beigeordneten der Stadt Dormagen &#8211; Stadtf\u00fchrung in Zons &#8211; durch die Spedition Grote). Auch ist anzumerken, da\u00df die Delegationsteilnehmer einen Teil der Nebenkosten selbst bestritten und so zu einer Kostenreduzierung des Vorhabens beigetragen haben.<br \/>\nAls insgesamt sehr positiv wurde das Engagement der Deutschen Bundesstiftung Umwelt f\u00fcr eine Verbesserung der Umweltsituation nicht nur in den eigenen Landesgrenzen bewertet. Die verschiedenen Strategien zur F\u00f6rderung des Umweltschutzes &#8211; konkrete technische Ma\u00dfnahmen, innovative L\u00f6sungen in traditionellen Themenkomplexen (Wasserwirtschaft), breite Umwelterziehungsma\u00dfnahmen &#8211; wurden interessiert zur Kenntnis genommen und unterstreichen das Bild von einem Land, in dem viele verschiedene Institutionen am Ziel einer besseren Umwelt arbeiten. Das konstruktive Ergebnis der Veranstaltung (die Verpflichtungserkl\u00e4rung der Teilnehmer) ist nicht zuletzt auf die gl\u00fcckliche Zusammenstellung der Delegation durch Herrn Jos\u00e9 Polanco, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Fundaci\u00f3n San Jos\u00e9 de la Dehesa, zur\u00fcckzuf\u00fchren, der aufgrund seiner festen Verwurzelung in der Gesellschaft Santiagos und seiner Arbeit in der chilenischen Stiftung, die sich vornehmlich mit dem sozialen Wohnungsbau in \u00e4rmeren Kommunen befa\u00dft, zu weitreichenden Kontakten zu Entscheidungstr\u00e4gern verf\u00fcgt. Herr Polanco nahm bereits an einem Seminar f\u00fcr eine chilenische Umweltdelegation teil, das 1995 im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Deutschland durchgef\u00fchrt wurde. Die damals gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen konnten nun in eine konkretere Ma\u00dfnahme &#8211; Schwerpunkt Wasserwirtschaft &#8211; gem\u00fcnzt werden. Schlie\u00dflich ist die her-vorragende Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Schloz, FUNDAL, zu erw\u00e4hnen, dessen Chile-Erfahrungen und -Kontakte sich gut mit den Fachkenntnissen von FiW GmbH verbinden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Allen beteiligten Unternehmen und Institutionen wurde nach Abschlu\u00df des Seminars f\u00fcr ihre Mitwirkung gedankt und die ausf\u00fchrliche Delegationsliste beigef\u00fcgt. R\u00fcckfragen k\u00f6nnen jederzeit an FiW gestellt werden. Die chilenischen Teilnehmer haben sich zur Verbreitung der Ergebnisse in Chile &#8211; nicht zuletzt mit Blick auf die Einbindung weiterer Kommunen und Institutionen &#8211; verpflichtet. Die Nachkontakte werden von FiW und FUNDAL gepflegt, um dem Ziel der Projektrealisierung mit deutschen Unternehmen nachzukommen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Dieses Seminar hat den gro\u00dfen Bedarf an internationaler Verbreitung deutscher Technologien und Erfahrungen gezeigt. Wenngleich allen Teilnehmern vor der Veranstaltung bekannt war, da\u00df die deutsche Wasserwirtschaftstechnologie weltweit f\u00fchrend ist, so hat doch erst die praktische Anschauung hier das konkrete Interesse an der Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen bewirkt. Wichtig bleibt, die jetzt geschaffenen Beziehungen zu pflegen und anhand konkreter Projekte mit der deutschen Wirtschaft auszubauen. So wurde f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr die Reise einer Wirtschaftsdelegation nach Chile vereinbart.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00f6rderung der Zusammenarbeit zwischen Chile und Deutschland im Umweltschutz und Anbahnung langfristiger Wirtschaftskontakte zu bundesdeutschen Unternehmen der Umwelttechnik und -forschung im Rahmen eines Deutschlandseminars f\u00fcr chilenische Entscheidungstr\u00e4ger. Daf\u00fcr sollen auf die Umweltprobleme (v.a. 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