{"id":20770,"date":"2025-09-21T10:32:02","date_gmt":"2025-09-21T08:32:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14324-01\/"},"modified":"2025-09-21T10:32:03","modified_gmt":"2025-09-21T08:32:03","slug":"14324-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14324-01\/","title":{"rendered":"Aufbau des Bildungszentrums f\u00fcr Familie, Umwelt und Kultur im Kloster Roggenburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung des zu errichtenden Zentrums f\u00fcr Familie, Umwelt und Kultur war es, ein jeweils eigenes Bildungsangebot f\u00fcr alle drei Bereiche anbieten zu k\u00f6nnen und die Integration der drei Bildungsbereiche zu f\u00f6rdern. Es wurde ein Bildungskreislauf erm\u00f6glicht, der Praxiserfahrung und Fortbildungsm\u00f6glichkeiten zusammenf\u00fchrt und den geeigneten Rahmen bildet f\u00fcr innovative Konzeptentwicklung und Dokumentation. Die Errichtung dieses Zentrums er\u00f6ffnet die Chance, Familien in ihrem Zusammenhalt und ihrer Erziehungsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken, sie als neue Zielgruppe f\u00fcr Umweltbildung zu gewinnen und als kulturgestaltende eigene Lebenswelt zu begreifen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBasierend auf der Machbarkeitsstudie sollten in stark vernetzten Planungsgruppen sowohl die Bau- wie die Konzeptentwicklung betrieben werden. Planergespr\u00e4che wie p\u00e4dagogische Fachgespr\u00e4che erg\u00e4nzten einander und erh\u00e4rteten die jeweilige Planungsarbeit: Raumbedarf und Raumbilder wurden \u00fcberpr\u00fcft, innovative Haustechnik entwickelt und auf ihre p\u00e4dagogische Relevanz befragt.<br \/>\nDie Gesamtma\u00dfnahme wurde im Antrag vom 03. M\u00e4rz 1998 im Einzelnen dargestellt und erl\u00e4utert. Zum 01.01.99 begr\u00fcndete der Tr\u00e4gerverbund seine Gesch\u00e4ftstelle, damit der k\u00fcnftige Nutzer aktiv an diesem Prozess beteiligt werden konnte.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In Fachgespr\u00e4chen mit jedem der k\u00fcnftigen Bildungspartner wurden Raum- und Bildungsbed\u00fcrfnisse erhoben und in das Raumprogramm, Ausstattungsanforderungen und die Baugliederung eingearbeitet.<br \/>\nIn zahlreichen Bauauschu\u00dfsitzungen und Fachplanergespr\u00e4chen wurden Grundstrukturen des Bauen im historischen Areal, Funktionalit\u00e4t von Bildungsabl\u00e4ufen und Servicestrukturen, \u00f6kologische Geb\u00e4ude-standards und ihre p\u00e4dagogische Bedeutung er\u00f6rtert und in Detaill\u00f6sungen umgesetzt.<br \/>\nGerade der Aspekt \u00f6kologischer Haustechnik f\u00fchrte zu zahlreichen und heftigen Diskussionen zwischen der Stuttgarter Firma Transsolar und einem herk\u00f6mmlichen HLS-Planungsb\u00fcro. Diese Diskussion kl\u00e4rten Bauherr und k\u00fcnftiger Nutzer in einer Grundsatzentscheidung zu Gunsten innovativer Aspekte und l\u00f6ste das konservative Planungsb\u00fcro durch ein aufgeschlosseneres ab.<br \/>\nDer Bauherr sah sich in gleicher Weise \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und sozialen Aspekten verpflichtet:<br \/>\n\u00d6kologische Aspekte realisierten sich in der prinzipiellen Entscheidung f\u00fcr eine Biomasseheizanlage als Energiequelle, im Niedrigenergiehausstandard mit seinen D\u00e4mmungsfaktoren, im Konzept kontrollierter Bel\u00fcftung mit Quellluftsystem und W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung, in der \u00dcberpr\u00fcfung von Baustoffen und M\u00f6belqualit\u00e4t.<br \/>\n\u00d6konomische Aspekte bestanden im grunds\u00e4tzlich einzuhaltenden Baubudget, was in einem baubegleitenden Proze\u00df realisiert wurde. Hier erwies sich gerade die Begleitung durch den Projektsteuerer als gro\u00dfer Vorteil, der konstant auf hoher baulicher Qualit\u00e4t, \u00e4sthetischem Ausdruck und kosteng\u00fcnstigen L\u00f6sungen bestand. \u00d6konomisch und \u00f6kologisch vorteilhaft erweist sich die Grundsatzentscheidung gemeinsame Anforderungen bei Heizung und Verpflegung durch Verbundsysteme zu l\u00f6sen (W\u00e4rmenahverbund im Klosterareal und zentrale Gro\u00dfk\u00fcche f\u00fcr Gasthof, Bildungsst\u00e4tte und Kloster).<br \/>\nSoziale Aspekte zeigen sich in der Gesamtentwicklung des Klosterareals zur familienfreundlichen Ausflugsregion, in der Erschlie\u00dfung neuer Zielgruppen f\u00fcr Umweltbildung, in der st\u00e4rkenden Wirkung f\u00fcr Familien generell und nicht zuletzt in der M\u00f6glichkeit Arbeitspl\u00e4tze in einer strukturschwachen l\u00e4ndlichen Region zu entwickeln.<br \/>\nDer Betriebsstart im Fr\u00fchjahr 2002 bedeutete f\u00fcr alle Partner eine \u00fcberaus gro\u00dfe Herausforderung, weil die jeweiligen Betriebe je f\u00fcr sich und in ihrem vernetzten Dienstleistungsaustausch in sehr kurzer Anlaufzeit gestartet wurden. Im Blick auf das erste Vollbetriebsjahr 2003 kann f\u00fcr die Bildungsst\u00e4tte mit gro\u00dfer Zuversicht gesagt werden, die Potentiale, die in der Machbarkeitsstudie grundgelegt wurden, sind tats\u00e4chlich vorhanden und lassen sich mobilisieren. Die Bildungsst\u00e4tte wirkt als Katalysator in der Regionalentwicklung, so dass die Tourismusstudie des Landkreises Neu-Ulm belegt: Kloster und Bildungsst\u00e4tte sind die Publikumsmagneten in der Region.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Projektinformationen w\u00e4hrend der Konzeptionsphase<br \/>\nEntwicklung und Herausgabe einer Klosterzeitung (3 Ausgaben\/Jahr) mit Breitenwirkung<br \/>\nEntwicklung und Herausgabe von Programminformationen, Basisflyer, Messestand<br \/>\nRadio und Fernsehbeitr\u00e4ge, Landkreisvideo, CD-Rom Umweltstationen in Bayern<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die Errichtung des Zentrums f\u00fcr Familie, Umwelt und Kultur entstand die einzige Bildungsst\u00e4tte f\u00fcr Familien mit mehrt\u00e4giger Bildung, eigenem p\u00e4dagogischem Angebot und Bildungsr\u00e4umen f\u00fcr Kinder und Erwachsene in Bayern. In seiner r\u00e4umlichen Lage zwischen Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg wirkt das Zentrum in hohem Ma\u00dfe bundesl\u00e4nder\u00fcbergreifend. F\u00fcr die Umweltbildung in Schwaben bildet Roggenburg den markanten Vernetzungsknoten f\u00fcr Anbieter der Umweltbildung im Bereich der Breitenbildung, b\u00fcndelt diese und bringt diese Kompetenz z. B. in das Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg Schwaben KUMAS ein.<br \/>\nIn zeitlicher H\u00f6chstgeschwindigkeit wurde Bau- und Konzeptentwicklung geleistet, baubegleitend Programmbausteine erprobt und die \u00d6ffentlichkeit an das neue Zentrum herangef\u00fchrt, damit die Bildungsarbeit seit der Er\u00f6ffnung der Bildungsst\u00e4tte umgehend und mit Erfolg beginnen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung des zu errichtenden Zentrums f\u00fcr Familie, Umwelt und Kultur war es, ein jeweils eigenes Bildungsangebot f\u00fcr alle drei Bereiche anbieten zu k\u00f6nnen und die Integration der drei Bildungsbereiche zu f\u00f6rdern. 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