{"id":20768,"date":"2023-07-13T15:16:51","date_gmt":"2023-07-13T13:16:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14318-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:52","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:52","slug":"14318-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14318-01\/","title":{"rendered":"Deutsch-Polnischer Umweltkongre\u00df:\nPolen und Deutsche &#8211; Gemeinsam auf dem Weg zur \u00f6kologischen Erneuerung. Beitr\u00e4ge zur regionalen und kommunalen Umsetzung der Agenda 21"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Von polnischer wie von deutscher Seite waren der Wunsch nach Informationsaustausch, nach besserer Vernetzung und Vertiefung bestehender Kontakte und Planung neuer Projekte ge\u00e4u\u00dfert. Grundlage der Entscheidung f\u00fcr dieses Vorhaben bilden die guten, z.T. bereits jahrelang bestehenden Kontakte zwischen der AG einerseits und polnischen Partnern andererseits, wobei insbesondere die St\u00e4dte\/Regionen Szczecin\/Stettin, Kaschubei, Gdansk\/Danzig, Masuren, Warszawa\/Warschau, Krosno, Krakau, Jelenia Gora zu benennen sind.<br \/>\nEs ging bei dem Kongre\u00df mit der integrierten Fachtagung um:<br \/>\n1. Die fachliche Bestandsaufnahme von M\u00f6glichkeiten der Nutzung naturnaher Kl\u00e4ranlagen im l\u00e4ndlichen  Raum, deren Relevanz sich aus einem aktuellen, praktischen Problem ergab;<br \/>\n2. die Organisierung der Erfahrungsaustausches \u00fcber weitere bestehende deutsch-polnische Vorhaben, deren Praxis und Auswirkungen;<br \/>\n3. die Einsch\u00e4tzung von Entwicklungen und Ver\u00e4nderungen in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Umweltbereich im  Hinblick auf die Integration Polens in die EU;<br \/>\n4. einen Einblick in den Stand der Bem\u00fchungen in beiden L\u00e4ndern um die kommunale Umsetzung der Ziele der Agenda 21 zu erhalten, deren m\u00f6gliche \u00f6konomische Effekte und die Beteiligungsm\u00f6glichkeiten von Nichtregierungsorganisationen und B\u00fcrgern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Umsetzung der Ziele des Kongresses und der Fachtagung wurde durch die folgenden Methoden gew\u00e4hrleistet:<br \/>\n1. Die Fachtagung begann mit einem ganzt\u00e4gigen Fachseminar, mit qualifizierten Vortr\u00e4gen von Firmen und Wissenschaftlern. Am n\u00e4chsten Tag (Samstag) fand am Vormittag ( schon im Rahmen des Kongresses) eine Pr\u00e4sentation verschiedener Verfahren statt. Am Nachmittag wurde eine eigenst\u00e4ndige Arbeitsgruppe angeboten, in der vertiefende Gespr\u00e4che stattfanden.<br \/>\nEine geplante Exkursion zur Besichtigung von Pflanzenkl\u00e4ranlagen konnte aus Witterungsgr\u00fcnden nicht stattfinden.<br \/>\n2. Der Kongre\u00df selbst beinhaltete verschiedene Schwerpunkte:<br \/>\nBei Ankunft wurden allen TN Materialien zum Kongre\u00df und zu den Arbeitsgruppen in beiden Sprachen ausgeh\u00e4ndigt.<br \/>\nAm Samstag vormittag fand ein umweltpolitisches Forum statt, in dem die PodiumsteilnehmeriInnen \u00fcber politische Praxis und praktische Umsetzungen umweltrelevanter Themen in deutsch-polnisch-europ\u00e4ischen Dimensionen diskutierten. Am Nachmittag tagten f\u00fcnf thematische Arbeitsgruppen, in denen am Anfang jeweils gesetzte Beitr\u00e4ge gehalten wurden. Sonntag vormittag fand wiederum eine Plenarveranstaltung statt. Schwerpunkte waren:<br \/>\nVorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse, Beitrage zum Stand der Umweltgesetzgebung in Polen und\u00f6kophilosophische Themen. Zur Positionierung der gemeinsamen Arbeit wie auch zur Au\u00dfendarstellung wurde ein \u00f6kologisches Memorandum verabschiedet.<br \/>\nNach dem Kongre\u00df und der Fachtagung werden Dokumentationen zu beiden Ereignissen in beiden Sprachen erstellt: ein Fachtagungsband und ein Kongre\u00dfreader.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Dieser Kongre\u00df war der erste seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland und tr\u00e4gt daher Modellcharakter im deutsch-polnischen Umweltdialog. An der dreit\u00e4gigen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Umweltsenators in Hamburg, Alexander Porschke sowie des Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg Mieczyslaw Sokolowski, nahmen VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen, Gemeindeverwaltungen, Beh\u00f6rden, Regierungsstellen und Firmen teil.<br \/>\nGrundlagen unserer Aktivit\u00e4ten waren und sind die Kommunikationsstrukturen innerhalb der Deutsch-Polnischen Gesellschaften und die zwischen ihnen und den Polnisch-Deutschen Gesellschaften. Insge-samt nahmen ca. 200 Personen &#8211; davon \u00fcber 100 aus allen Regionen Polens &#8211; an dem Programm teil. Urspr\u00fcnglich waren die Organisatoren von maximal 150 Personen ausgegangen.<br \/>\nIn einem Umweltpolitischen Forum wurden die Rahmenbedingungen f\u00fcr eine \u00f6kologische Erneuerung diskutiert. Deutlich wurde, da\u00df der Titel des Kongresses eher mit einem Fragezeichen zu versehen sei. Ziel und Zweck eines solchen Vorhabens ( wie diesem Kongre\u00df) k\u00f6nne haupts\u00e4chlich sein, Hindernisse und positive Entwicklungen zu benennen sowie Bedingungen f\u00fcr eine solche gewollte  Entwicklung zu definieren. Dabei wurden neben beispielhaften Fortschritten auch Schwachstellen und Defizite in der umweltpolitischen Zusammenarbeit beider L\u00e4nder benannt. Beispiel: mit Besorgnis wurde registriert, das es starke Bem\u00fchungen gibt, die Praxis der europ\u00e4ischen Agrarpolitik auf Polen zu \u00fcbertragen. Dabei wurde von beiden Seiten festgestellt, da\u00df die bisherige EU-Agrarpolitik  keineswegs als nachahmenswertes Vorbild  tauglich ist. So kann und mu\u00df von einer bedenkenlosen \u00dcbernahme dieser ressourcenvernichtenden Politik gewarnt werden, denn die aus der modernen Intensivierung und der umweltvergiftenden Chemisierung resultierenden Konsequenzen werden die zus\u00e4tzlich hunderttausendfache Gef\u00e4hrdung b\u00e4uerlicher Existenzen sein. Notwendig sind dagegen  u.a. die Weiterentwicklung  der l\u00e4ndlichen Struktur, eine Ausweitung des \u00f6kologischen Landbaus und dessen Standardsicherung.<br \/>\nInteressante Debatten ergaben sich aus den Vortr\u00e4gen \u00fcber Themen wie: Wasserreinhaltung, regenerative Energien, Umweltbildung und Verkehr.<br \/>\nSehr positiv  wurden die \u00dcbergabe eines Laborkoffers durch den Umweltsenator an den Vertreter des polnischen Umweltministers, dem Pr\u00e4sidenten des polnischen \u00d6kofonds, Herrn Prof. Maciej Nowicki, stellvertretend f\u00fcr alle 23 polnische Partnerschulen von Hamburg und die \u00dcbergabe eines ersten Teils einer Photovoltaikanlage an eine polnische Berufsschule bei Pila durch den Hamburger Klimaschutz-fonds und zwei Gesamtschulen aufgenommen. Gro\u00dfe Resonanz fanden die deutschen Vortr\u00e4ge der Europaabgeordneten Elisabeth Schoedter, von Lutz Ribbe von EURONATUR, Betty Gebers aus dem Hanse-B\u00fcro in Br\u00fcssel  und Prof. Konrad Ott, Universit\u00e4t Greifswald, von dem einzigen bundesdeutschen Lehrstuhl f\u00fcr \u00d6koethik. Die Beitr\u00e4ge von polnischer Seite, wie z.B. die von Prof. Maciej Nowicki, Mieczyslaw Mazurkiewicz oder Blandyna Migdalska von Naturschutzpark Unteres Odertals setzten viele deutsche Zuh\u00f6rerInnen in Erstaunen \u00fcber den Stand und die Qualit\u00e4t der Debatten in Polen. Alle Beitr\u00e4ge schafften es, f\u00fcr die deutsche wie die polnische TN, aktuellen und spannenden Diskussionsstoff zu liefern.<br \/>\nDer Kongre\u00df verabschiedete als Abschlu\u00dfdokument ein \u00d6kologisches Memorandum. Ein zentraler Satz darin lautet: Wir erwarten von den Regierungen beider L\u00e4nder, insbesondere von dieser rot-gr\u00fcnen Bundesregierung, da\u00df die Umweltpolitik und der deutsch-polnische Umweltdialog mit hoher Priorit\u00e4t stattfinden. Es werden einige Vorschl\u00e4ge gemacht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In Hamburg und dar\u00fcber hinaus waren unsere Bem\u00fchungen um \u00f6ffentliches Interesse und m\u00f6gliche Berichterstattung in der entscheidenden letzten Phase der Vorbereitungen und nach dem Kongre\u00df im Vertrauen darauf gerichtet, da\u00df die Pressemitteilungen Beachtung finden w\u00fcrden. Dies ist nicht in dem gehofften Ma\u00dfe geschehen. Berichte in polnischer Sprache waren h\u00e4ufiger als die in deutschen Medien. Im Zusammenhang mit der Erstellung , dem Druck und dem Vertrieb des Fachtagungsbandes und des Kongre\u00dfreaders wird es noch einmal eine intensive Popularisierung der Ziele des Kongresses geben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Neben den organisatorischen und finanziellen Unw\u00e4gsamkeiten in der Vorbereitungsphase stellten wir fest, da\u00df es uns mit Erfolg gelungen ist, die vorhandenen Kontakte und Kommunikationsebenen zu diesem Kongre\u00df zu aktivieren und zusammenzufassen. Dabei ist bemerkenswert, da\u00df die polnische Seite in ihrer jeweiligen Region ein motiviertes und qualifiziertes Mobilisierungspotential besitzt, untereinander jedoch noch vieles entwicklungsbed\u00fcrftig erschien, so da\u00df wir von Hamburg einige zus\u00e4tzliche Aufgaben der Organisation in Polen wahrnehmen mu\u00dften. In jedem Fall hat die Zusammenkunft zur Intensivierung der bestehenden Kontakte gef\u00fchrt, neue Kontakte und Projekte er\u00f6ffnet, deren Umsetzung in ein mehrj\u00e4hriges Programm erfolgen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Von polnischer wie von deutscher Seite waren der Wunsch nach Informationsaustausch, nach besserer Vernetzung und Vertiefung bestehender Kontakte und Planung neuer Projekte ge\u00e4u\u00dfert. 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