{"id":20762,"date":"2024-11-27T10:34:43","date_gmt":"2024-11-27T09:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14290-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:44","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:44","slug":"14290-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14290-01\/","title":{"rendered":"ALNUS &#8211; Entwicklung eines standortgerechten Produktionsverfahrens f\u00fcr Erlenwertholz auf degradiertem Niedermoor &#8211; Vorphase (PROTO-ALNUS)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Botanische Institut der Universit\u00e4t Greifswald wurde im M\u00e4rz 2001 beauftragt, PROTOALNUS als Vorphase f\u00fcr das Projekt ALNUS durchzuf\u00fchren. Im M\u00e4rz und September 2000 wurden bereits Projektantr\u00e4ge an die DBU gerichtet. Aus Sicht der Gutachter sollten Aspekte zur Forstpraxis, -\u00f6konomie, Waldbau, Wassermanagement, Folgen f\u00fcr den Wasserhaushalt der Landschaft, weitere Einbindung von Projektpartnern, Synthese der Ergebnisse und Implementierung st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden. Zudem sollten intensiver bereits vorhandene Fl\u00e4chendaten, Modelle f\u00fcr Szenarien und aktuelle Literatur ausgewertet werden. Au\u00dferdem bestanden Zweifel \u00fcber den Einsatz bestimmter Me\u00dfmethoden und Untersuchungskonzepte. Aufgrund der Anlaufberatung vom 26.06.01 in Osnabr\u00fcck wurden f\u00fcr die Vorphase des Erlenprojektes folgende Teilziele zur Kl\u00e4rung formuliert und mit den Gutachtern er\u00f6rtert (s. Arbeitsschritte):<br \/>\nDas Ziel und das Ergebnis der Vorphase ist die Neuformulierung und Einreichung des ALNUS- Antrages.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.\tKoordination der Arbeitsgruppen und Integration weiterer Projektpartner<br \/>\n2.\tErweiterung der Literaturbasis und Auswertung sowie Entwicklung von Forschungsfragen<br \/>\n3.\tAuswahl geeigneter Best\u00e4nde in M-V nach Bestandesdaten und Revieren<br \/>\n4.\tRaumrelevanz f\u00fcr Erlenanbau<br \/>\n&#8211;\tGrobe Einsch\u00e4tzung der Folgen f\u00fcr den Landschaftswasserhaushalt<br \/>\n&#8211;\tStudie zur Ermittlung potenzieller Aufforstungs- und Umsetzungsfl\u00e4chen<br \/>\n5.\tAuswahl von Standortkriterien f\u00fcr Probe- und Untersuchungsfl\u00e4chen<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ergebnisse der Daten- und Literaturauswertung:<br \/>\n&#8211;\tIn Mecklenburg-Vorpommern sind umfangreiche Fl\u00e4chen vorhanden, die dem \u00f6kologischen Standortpotenzial der Erle entsprechen und ein hohes Wertholzpotenzial besitzen<br \/>\n&#8211;\tALNUS wird sich hinsichtlich der Wasserversorgung auf O2- und O3-Standorte (entspricht etwa 4+ und 3+-Standorten) mit schwachem bis mittlerem \u00dcberflutungseinfluss und guter bis sehr guter N\u00e4hrstoff- und Basenversorgung konzentrieren. N\u00e4hrstoffarme, sehr nasse (O1) oder zu trockene sowie saure Standorte (pH < 4) werden aufgrund geringer Wuchsleistungen oder naturschutzfachlicher Re-striktionen nicht ber\u00fccksichtigt.\n-\tDer Wasserbedarf der Erle ist erheblich geringer als bisher vermutet. Hinsichtlich des Wasserverbrauchs durch den Erlenanbau werden daher keine Beschr\u00e4nkungen und Konflikte erwartet. Die \u00dcberpr\u00fcfung der G\u00fcltigkeit der Wasserbedarfswerte (Transpiration, Interzeption, Rolle der Bodenvegetation) von Erlenbest\u00e4nden unter den Klimabedingungen Mecklenburg-Vorpommerns bleibt nichts desto trotz eine vordringliche Forschungsfrage\n-\tBei der Verkn\u00fcpfung r\u00e4umlicher Informationen unterschiedlicher Kartierungsma\u00dfst\u00e4be ergaben sich in den Randzonen der Geometrien erhebliche Unsch\u00e4rfen, die es durch GIS- Methoden und Vorort\u00fcberpr\u00fcfungen zu beheben gilt\n\nNeuausrichtung und Pr\u00e4zisierung der Forschungsschwerpunkte\n-\tF\u00fcr eine optimale Balance der Zielvorgabe einer umweltschonenden Wertholzerzeugung, sind Untersuchungen zur Beziehung Standort-Ertrag-Umweltwirkung erforderlich. Als Schl\u00fcssel-Standortfaktor ist die Grundwasserdynamik anzusehen\n-\tDas Nebeneinander von Erlenanbau, landwirtschaftlicher Nutzung und z.T. ungenutzten Fl\u00e4chen stellt besonders hohe Anspr\u00fcche an die Regulierung der Fl\u00e4chenwasserst\u00e4nde, die auch wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich machen werden\n-\tDie Nutzung von punktuell ermittelten Ergebnissen f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Bewertung von Erlenstandorten (\u00dcbertragung vom Punkt in die Fl\u00e4che) wird \u00fcber drei Ans\u00e4tze erreicht: (a) Auswahl repr\u00e4sentativer Fl\u00e4chen, d.h. solcher von denen reichlich zur Verf\u00fcgung stehen (hinsichtlich N\u00e4hrstoffversorgung, Wasser, Moortyp usw.), (b) Verallgemeinerung der Ergebnisse durch Abgleich ermittelter Trends mit den Erkenntnissen aus anderen Forschungen und (c) mit der Wasserhaushaltsmodellierung und Erstellung von Eignungskarten f\u00fcr die Schwarzerle \n\nAns\u00e4tze f\u00fcr die Implementierung\n-\tIm Rahmen von ALNUS sollen Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die \u00c4nderungen der F\u00f6rderrichtlinie Moorschutz erarbeitet werden.\n-\tDas Herausarbeiten von erlengerechten Grundwasserstandsbereichen, die dem Moorschutzkonzept nicht zuwiderlaufen, sondern es weiter qualifizieren, d\u00fcrfte zum Katalysator von ALNUS-Zielen in der Ergebnis- und Ver\u00f6ffentlichungsphase werden. In diesem Rahmen sollen Runde Tische zur Vorbereitung einer Novellierung der F\u00f6rderrichtlinie Moorschutz abgehalten werden\n-\tKl\u00e4rung der Betriebserheblichkeit von Waldmehrungsvorhaben auf landwirtschaftliche Betriebe durch Auswerten von Verfahrensvorg\u00e4ngen in Renaturierungsprojekte nach F\u00f6rderrichtlinie Moorschutz\n-\tPr\u00fcfung mithilfe von Szenarien, inwieweit die Einstellung oder Verringerung der Gr\u00fcnlandpr\u00e4mien einen Einfluss auf die Anbaugr\u00f6\u00dfe von Erlen haben wird\n-\tErstellung \u00f6kologischer und politischer Eignungskarten, die ALNUS-Gebiete in Rangfolgen einstufen und Auskunft \u00fcber Anbaufl\u00e4che, Wasserbedarf und nassen Waldumbau und Raumwiderst\u00e4nde f\u00fcr die Erle geben. Solche Karten erleichtern den Beh\u00f6rden die Antragsbewilligung, denen hierzu bisher qualifizierte Beurteilungskriterien und Leitlinien fehlen\nKonkretisieren von potenziellen Anbaufl\u00e4chen in den Vorrangmoorfl\u00e4chen des Landes Mecklenburg-Vorpommerns\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Botanische Institut der Universit\u00e4t Greifswald wurde im M\u00e4rz 2001 beauftragt, PROTOALNUS als Vorphase f\u00fcr das Projekt ALNUS durchzuf\u00fchren. Im M\u00e4rz und September 2000 wurden bereits Projektantr\u00e4ge an die DBU gerichtet. 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