{"id":20754,"date":"2023-07-13T15:16:47","date_gmt":"2023-07-13T13:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14268-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:49","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:49","slug":"14268-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14268-01\/","title":{"rendered":"Machbarkeitsstudie zur Visualisierung des Themas Umwelt in der neuen Dauerausstellung Der Mensch"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die inhaltliche Neuorientierung des Deutschen Hygiene-Museums als Museum vom Menschen hat das Thema Umwelt in den Vordergrund ger\u00fcckt. Die Machbarkeitsstudie ist ein sich auf das Thema Umwelt beschr\u00e4nkendes Teilkonzept der Neuen Dauerausstellung, das sich in das Gesamtkonzept des Hauses einf\u00fcgen soll. Das Konzept soll s\u00e4mtliche Abteilungen des Hauses &#8211; auch das Forum Gesundheit und Umwelt und den Au\u00dfenbereich des Geb\u00e4udes &#8211; bei der Vermittlung der umweltrelevanten Inhalte der Ausstellung einbeziehen, theoretische und praktische Aspekte ber\u00fccksichtigen und auch schon erste Erfahrungen bei der Realisierung von Einzelsegmenten der Ausstellung integrieren.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Erstellung der Machbarkeitsstudie soll im zweiten Quartal 1999 ein Umweltexperte \/ eine Umweltexpertin mit Ausstellungserfahrung f\u00fcr zwei Jahre eingestellt werden. Diese Person hat die Aufgabe, folgende Aspekte der Machbarkeitsstudie zu erarbeiten und zu verbinden: das wissenschaftliche Konzept, das dramaturgische (die Gestaltung strukturierende) Konzept und das (kommunikative) Medienkonzept. Die Ma\u00dfnahme soll an die Ergebnisse des Projektes Durchf\u00fchrung einer wissenschaftlichen Studie \u00fcber die Wirkung von Umweltausstellungen des Staatlichen Museums f\u00fcr Naturkunde und Vorgeschichte in Oldenburg ankn\u00fcpfen. Ende September 1999 soll ein inhaltliches Konzept f\u00fcr einen ersten Abschnitt der Ausstellung vorliegen. Ende M\u00e4rz 2000 sollen Visualisierungsvorschl\u00e4ge &#8211; unter besonderer Ber\u00fccksichtigung interaktiver Exponate &#8211; f\u00fcr die Umsetzung dieses inhaltlichen Konzeptes ausgearbeitet sein. Anfang April bis Ende September 2000 sollen erste Elemente des so entstandenen Umwelt-Konzeptes umgesetzt werden. Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen soll in den folgenden Monaten bis Ende M\u00e4rz 2001 ein Umwelt-Konzept f\u00fcr einen zweiten Teil der Dauerausstellung entstehen und die Machbarkeitsstudie mit einer ausf\u00fchrlichen Dokumentation abgeschlossen werden. Ende September 2001 soll die Studie mit der Durchf\u00fchrung eines Experten-Workshops fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie entstanden f\u00fcr die Abteilungen Neue Dauerausstellung, Sch\u00fclerlabor, Museumsgarten und Museumsp\u00e4dagogik wissenschaftliche Konzepte und Visualisierungsvorschl\u00e4ge, die dem Besucher auf unterschiedliche Weise das Thema Mensch-Natur-Umwelt zug\u00e4nglich machen wollen.<br \/>\nUmwelt in der Neuen Dauerausstellung Der Mensch: Vermittlung von neuen Umweltthemen<br \/>\nDer Fokus bei der Auswahl der Umweltschwerpunkte in der Ausstellung lag auf der Visualisierung von eher unbewusst wahrnehmbaren Umwelteinfl\u00fcssen auf den menschlichen K\u00f6rper unter Ber\u00fccksichtigung neuester Technologien. F\u00fcr jeden der sieben Themenr\u00e4ume wurde ein wissenschaftliches Konzept f\u00fcr ein Umweltthema erarbeitet und durch Visualisierungsvorschl\u00e4ge erg\u00e4nzt (Medienkonzept). Als Resultat veranschaulichen die ausgew\u00e4hlten Umweltschwerpunkte, wie und welche Umweltfaktoren st\u00e4ndig auf den Menschen einwirken, mit welchen Technologien man diese Wechselwirkungen nachweisen kann und welche positiven und negativen Effekte sie auf den menschlichen K\u00f6rper haben k\u00f6nnen.<br \/>\nUmwelt im Sch\u00fclerlabor: Verkn\u00fcpfung von Theorie und Praxis<br \/>\nF\u00fcr das Sch\u00fclerlabor wurden passend zu den sieben Themenr\u00e4umen umweltrelevante Experimente erarbeitet, deren Spektrum von einfachen Mikroskopieraufgaben \u00fcber umweltanalytische Versuche bis hin zu einfachen molekularbiologischen Experimenten reicht. Das Labor erlaubt praktisches Arbeiten auch mit lebenden Organismen und erg\u00e4nzt somit die informativen Teile der Ausstellung. Schon heute   bietet es bereits eine Auswahl umweltrelevanter Versuche an wie beispielsweise die Simulation einer forensi-schen DNA-Analyse.<br \/>\nUmwelt im Garten: \u00c4sthetik und Naturwahrnehmung<br \/>\nIm Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde der Garten bei der Ausstellungskonzeption ber\u00fccksichtigt. Im Sinne einer ganzheitlichen Umweltbildung bietet er dem Museumsbesucher den Anreiz, sich in der Natur aufzuhalten und sich auf diese Weise unmittelbar mit Natur- und Umweltph\u00e4nomenen auseinander zusetzen. Dies geschieht jedoch in Bezug auf die Themen der Ausstellung. Verschiedene zeitgen\u00f6ssische Kunstinstallationen im Museumsgarten stellen eine Verbindung zu den sieben geplanten Abteilungen der Ausstellung dar. Bereits realisiert wurden Arbeiten zu den Themen Leben und Sterben, Bewegung, Sexualit\u00e4t, Erinnern, Denken, Lernen und Offene Grenzen.<br \/>\nDurch das Sch\u00fclerlabor und die Aktionsr\u00e4ume der Museumsp\u00e4dagogik wird der Garten mit dem Innenbereich verbunden. Beispielsweise k\u00f6nnen im Garten die Zutaten f\u00fcr Hautcremes oder Parfums geerntet werden, die dann in den Innenr\u00e4umen weiterverarbeitet werden, oder im Garten angepflanzter Tabak kann Ausgangspunkt f\u00fcr Experimente mit Zigaretten und Nikotin im Labor sein. Mit der Fertigstellung der Sanierung wird es \u00fcber das neue Kindermuseum, das dann das Gl\u00e4serne Labor und eine Gl\u00e4serne K\u00fcche beherbergen wird, einen direkten Zugang zum Garten geben. Im Zuge der Realisation der Ausstellung durch einen Ausstellungsarchitekten \/ Gestalter wird es sowohl f\u00fcr den Innenbereich als auch den Au\u00dfenbereich eine einheitliche Kennzeichnung des Umweltfadens geben.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im November 2000 wurden auf der Jahrestagung von ECSITE, dem Verband der europ\u00e4ischen Wissenschaftsmuseen, in Neapel Ausz\u00fcge der Machbarkeitsstudie vorgestellt. Im Juni 2001 veranstaltete das Deutsche Hygiene-Museum eine Pressekonferenz, auf der sie den Stand der Neuen Dauerausstellung und den dazugeh\u00f6renden Kunstgarten der \u00d6ffentlichkeit vorstellte. Es folgte eine gro\u00dfe Medienresonanz mit Beitr\u00e4gen im lokalen Fernsehen und Artikeln in regionaler und \u00fcberregionaler Presse. Im Juni 2001 wurde der Kunstgarten mit einer Gartenvernissage eingeweiht, die mit ca. 250 G\u00e4sten ein gro\u00dfer Erfolg war.<br \/>\nDie Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im November 2001 auf der ECSITE Tagung in Lulea \/ Schweden europ\u00e4ischen Museumsfachleuten vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Integration des Themas Umwelt in den verschiedenen Abteilungen des Hauses zeigt die Wechselwirkungen zwischen Mensch und seiner Umwelt auf verschiedenen Ebenen auf. Die Ausstellung selbst fokussiert hierbei prim\u00e4r auf Informationsvermittlung. Sowohl die Themenauswahl als auch die geplante Umsetzung wird sich von \u00fcblichen Umweltausstellungen unterscheiden und den Besucher veranlassen, das Thema Umwelt aus einer neuen, sehr pers\u00f6nlichen und k\u00f6rperbezogenen Perspektive zu betrachten. Die Kunst im Garten spricht vorrangig die Emotionen des Besuchers an und veranlasst zu einer bewussten Naturwahrnehmung. Dadurch, dass sie jedoch in inhaltlichem Bezug zu den sieben Ausstellungsthemen steht, f\u00f6rdert sie Transferleistungen des Besuchers, der hierdurch neue individuelle Zug\u00e4nge zu den einzelnen Themenfeldern bekommt. Der Schwerpunkt des Sch\u00fclerlabors liegt im praxisorientiertem Arbeiten, das theoretische Erkenntnisse mit praktischen Methoden verkn\u00fcpft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die inhaltliche Neuorientierung des Deutschen Hygiene-Museums als Museum vom Menschen hat das Thema Umwelt in den Vordergrund ger\u00fcckt. Die Machbarkeitsstudie ist ein sich auf das Thema Umwelt beschr\u00e4nkendes Teilkonzept der Neuen Dauerausstellung, das sich in das Gesamtkonzept des Hauses einf\u00fcgen soll. 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