{"id":20752,"date":"2023-07-13T15:16:47","date_gmt":"2023-07-13T13:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14263-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:48","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:48","slug":"14263-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14263-01\/","title":{"rendered":"Living Lakes: Aufbau eines Netzwerkes von Seenpartnerschaften als Beispiel nachhaltiger Regionalentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufbau einer internationalen Partnerschaft von Umweltorganisationen und Austausch von Experten, die sich um nachhaltige umweltvertr\u00e4gliche Entwicklung von Seenregionen bem\u00fchen. Beginn mit sechs Seen in vier Kontinenten. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2000 bis zu 20 Partner beteiligt werden. <\/p>\n<p>Ziele: Transfer von  Umwelttechnologien, Entwicklung von \u00d6kotourismus zur F\u00f6rderung einer regionalen Entwicklung. Sensibilisierung f\u00fcr die \u00f6kologische Bedeutung von Seen. Werbung f\u00fcr eine nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen. Sicherung der Wasserqualit\u00e4t (Darstellung eines sinnvollen Einsatzes von in oder f\u00fcr Seenregionen entwickelter Umwelttechnologie zur Entlastung von Wasser, Luft und Boden).<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00b7 Durchf\u00fchrung einer Pressekonferenz zum Auftakt am 11.06.1998.<br \/>\n\u00b7 Durchf\u00fchrung von drei Living Lakes Konferenzen.<br \/>\n\u00b7 Herausgabe von Brosch\u00fcren und Naturreisef\u00fchrern.<br \/>\n\u00b7 Entwicklung eines gemeinsamen Internetauftritts mit Darstellung der Ziele, Ma\u00dfnahmen und Ergebnisse der Aktion. Schaffung eines globalen Kommunikationsforums f\u00fcr Seenschutz mit Nutzung der neuen Medien wie Internet und email.<br \/>\n\u00b7 Gegenseitiger Besuch von Experten mit regelm\u00e4\u00dfigem Erfahrungsaustausch sowie kontinuierliche Arbeitskontakte mit den Partnern.<br \/>\n\u00b7 Pr\u00e4sentationen konkreter Einzelaktivit\u00e4ten als Beispiel f\u00fcr andere Seenregionen auf der Welt \u00fcber Ausstellungen und Initiativen vor Ort.<br \/>\n\u00b7 Gegenseitige Hilfestellung bei der Durchf\u00fchrung von konkreten Aktionen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In den Jahren 1998 und 1999 wurden von den Seenpartnern unterschiedliche Ma\u00dfnahmen und Aktionen in den folgenden Bereichen durchgef\u00fchrt:<br \/>\nKonzepte zum sanften Tourismus, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, F\u00f6rderung umweltvertr\u00e4glicher Landbe-wirtschaftung, Anwendung von Umwelttechnologien, Landk\u00e4ufe und Renaturierungsma\u00dfnahmen, Monitoring und Naturschutzmanagement. <\/p>\n<p>Die Schwerpunkte lagen in jedem Projektgebiet etwas anders. Viele Entwicklungen und Aktionen wurden durch die Welt-Seenkonferenzen angesto\u00dfen. Erfolge wurden aus heutiger Sicht an allen Seen der Partner in Spanien, Griechenland, Polen und S\u00fcdafrika und in den USA erzielt.<\/p>\n<p>Spanien (La Nava\/La Boada): Verlagerung von Stra\u00dfen und M\u00fclldeponie, Extensivierung der Landwirtschaft, Ausbau des Umweltbildungsangebots, (Compromisio La Nava 2000).<\/p>\n<p>Griechenland (Nestos): Pressekonferenzen und Tagungen haben die Bedeutung der Nestos-Seen in Griechenland ins Bewu\u00dftsein von Politik und \u00d6ffentlichkeit gebracht. Vor allem in der Region. Leider konnten umweltsch\u00e4dliche Landwirtschaftsprojekte nicht verhindert werden.<\/p>\n<p>Polen (Militscher Teiche): Initiativen zum Einsatz von Pflanzenkl\u00e4ranlagen. Extensivierung der Landwirtschaft und Erstellung eines umweltschonenden Wassermanagements. Erste Ans\u00e4tze zur Entwicklung eines naturschonenden Tourismus.<\/p>\n<p>S\u00fcdafrika (Greater St. Lucia Wetland Park): Ausweisung von St. Lucia als Weltnaturerbe. Wachstum beim Umwelttourismus. Dadurch Schaffung von mehreren 100 Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr Einheimische.<\/p>\n<p>USA (Mono Lake): Erfolge bei Wassersparma\u00dfnahmen. Los Angeles entnimmt weniger Wasser aus den Zufl\u00fcssen des Mono Lake. Vom Mono Lake Committee wird die Living Lakes Webseite f\u00fcr das ganze Netzwerk professionell erstellt und betreut.<\/p>\n<p>Wir sind positiv \u00fcberrasch, da\u00df schon nach kurzer Zeit so viele konkrete Verbesserungen vor Ort erreicht werden konnten. Unsere Partner haben an Ansehen und politischem Gewicht gewonnen. Kommunen und Regionalverwaltungen sch\u00e4tzen die Bedeutung der Seen und ihres Schutzes jetzt deutlich h\u00f6her ein. Punktuelle Pr\u00e4senz durch Pressekonferenzen und Fachgespr\u00e4che haben langfristige Wirkung.<\/p>\n<p>Die Effizienz des Mitteleinsatzes ist gew\u00e4hrleistet. Erste Modellprojekte bei Raumplanung und Umwelttechnik werden initiiert.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Gezielte \u00d6ffentlichkeitsarbeit innerhalb des Living Lakes Netzwerks hat dazu beigetragen, die Arbeitsergebnisse und Projektfortschritte zu dokumentieren und den Projektpartnern und beteiligten Firmen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der Global Nature Fund und das Projekt Living Lakes, ist insbesondere in der Startphase, bekannter geworden. Hier sind vor allem die Organisation von Pressekonferenzen, die Teilnahme an Fachkonferenzen auch au\u00dferhalb des Netzwerks und diverse Ver\u00f6ffentlichungen des Global Nature Fund und der Seenpartner anzuf\u00fchren. Diese werden im Abschlu\u00dfbericht genauer erl\u00e4utert.<br \/>\nAuch die Erstellung und Pr\u00e4sentation der Living Lakes Wanderausstellung bei diversen Fachveranstaltungen und Pressekonferenzen hat geholfen, Ziele und Ideen des Seennetzwerks zu veranschaulichen.<br \/>\nAuch die Wirtschaftspartner von Living Lakes haben diese Pr\u00e4sentationsm\u00f6glichkeit f\u00fcr ihre internen Veranstaltungen genutzt. Die Internet Homepage des Seennetzwerks hat daf\u00fcr gesorgt, da\u00df eine weltweite Bekanntheit des Projekt gew\u00e4hrleistet und Interesse aus fast allen Teilen der Welt angemeldet wird. Dies zeigen insbesondere die vielen Anfragen m\u00f6glicher neuer Kandidaten f\u00fcr das Netzwerk.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Seenpartnerschaft Living Lakes bietet ein weitreichendes internationales Instrumentarium , das den regionalen Bem\u00fchungen zum Schutz der Seen zu einer globalen Aufmerksamkeit verhilft, um konkrete Umweltschutzziele und eine nachhaltige umweltvertr\u00e4gliche Entwicklung zu erreichen. Bei den Veranstaltungen wurden von den Naturschutz-verb\u00e4nden kommunale Entscheidungstr\u00e4ger eingeladen und eingebunden. \u00dcber St\u00e4dtepartnerschaften und den Austausch von Experten wird bereits nachgedacht.<br \/>\nDer Einsatz von innovativen Umwelttechnologien, wie Solarboot, Pflanzenkl\u00e4ranlagen oder \u00f6kologischen Textilien soll weiter verst\u00e4rkt werden. Die Bedeutung des Seenschutzes ist durch den j\u00e4hrlichen Weltseentag<br \/>\nWeltweit gestiegen. Hier m\u00fcssen wir unsere Aktivit\u00e4ten noch deutlich ausbauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufbau einer internationalen Partnerschaft von Umweltorganisationen und Austausch von Experten, die sich um nachhaltige umweltvertr\u00e4gliche Entwicklung von Seenregionen bem\u00fchen. Beginn mit sechs Seen in vier Kontinenten. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2000 bis zu 20 Partner beteiligt werden. Ziele: Transfer von Umwelttechnologien, Entwicklung von \u00d6kotourismus zur F\u00f6rderung einer regionalen Entwicklung. 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