{"id":20736,"date":"2024-11-27T10:34:43","date_gmt":"2024-11-27T09:34:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14197-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:43","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:43","slug":"14197-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14197-01\/","title":{"rendered":"Zukunftszentrum Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik &#8211; Wissenschaft (ZMTW)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt ZMTW soll die Natur als Erfinderin und Ideentr\u00e4ger darstellen, um daraus beispielhafte Teilbereiche als L\u00f6sungen f\u00fcr \u00f6kologische, organisatorische und technische Probleme von heute und f\u00fcr die Zukunft abzuleiten und vorzustellen. Die daraus zu erwartenden Fortschritte in der Umweltbildung, im Umweltwissen, im Umwelthandeln sowie in der Umweltforschung sollen an der Definition der Agenda 21 und weiterer Detaillierung festgemacht werden. Das ZMTW soll ein kombiniertes Bildungs-, Ausstellungs- und Wissenschaftszentrum darstellen, das sich die Analyse der Natur-Techniken im Rahmen von Modellen der Technischen Biologie und der Technischen \u00d6kologie vornimmt (Natur als Technikerin) und den m\u00f6glichen Transfer zur Anwendung hin darstellt (Vorbereitung von \u00f6kotechnologischen Fortschritten des Menschen). Die \u00d6koechnologie in diesem Sinne reicht \u00fcber das Gebiet der Bionik hinaus. Die \u00d6kotechnologie stellt unter Aufnahme sozialer Probleme, der Synorganisation mit der Natur und der Probleme der \u00f6konomischn Zukunftsentwicklung die Basis f\u00fcr ein multifunktionales Zukunftszentrum dar. In diesem soll Besuchern und Kooperationspartnern nicht nur neues interdisziplin\u00e4res Wissen vermittelt werden, sondern sie sollen \u00fcber neue rationale und emotionale Zug\u00e4nge ein vielseitiges Wissens-Angebot bekommen, in dem neue Prinzipien der Umweltbildung, der Beziehungen zum Alltagsleben und mit Hilfe der Kommunikation und eines innovativen Designs auch gerade die weitvernetzten Kontakte zu Wirtschaft, Technik, Forschung und Lehre angeschlossen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Jahr 2000 wird der als Zukunftszentrum Biologie und Technik gekennzeichnete Abschnitt &#8211; gleichzeitig ein Expo 2000 Projekt (Weltweite Projekte vor Ort &#8211; global partnership projects) aufgebaut. Dazu geh\u00f6ren vor allem  der Eingangsbereich, ein Transparenz-Ausstellungshaus und verschiedene Freilandmodelle (Outdoor-Bereich) sowie Indoor-Abschnitte der Themen Energie und Klima, Kreislauf-techniken der Natur, Solartechniken im biologischen Bereich, Entwicklung der Informationstechnik im Bereich der Kooperation Tier- Pflanze sowie Oberfl\u00e4chentechniken und ihre Anwendung (Werkzeuggebrauch, Widerstandsminderung an Oberfl\u00e4chen, Musterbildung und Erkennungstechnik, Sieb &#8211; und Membrantechnik). Die Methoden konzentrieren sich auf  vergleichende Reihen Mensch und Technik, Serien vom Mega-Bereich bis in den Nano-Bereich, dreidimensionale Funktions-Modelle mit interaktiven Bet\u00e4tigungsm\u00f6glichkeiten sowie Gro\u00dfmodelle in nat\u00fcrlichen Biotopen (Rinden-W\u00e4rmed\u00e4mmung, Recycling von Stoffen, experimentelle Temperaturver\u00e4nderungen im Bodenbereich und seine  strukturellen \u00f6koklimatischen Effekte auf die Vegetation (Mikro\u00f6kosystem-Technik, Klima und Zukunft).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Ergebnis hat das Vorhaben schon w\u00e4hrend der Umsetzung zu einem erheblichen Akzeptanzfortschritt f\u00fcr den Bereich von \u00d6kotechnologie\/Bionik in allen angestrebten Bereichen von der Allgemeinheit \u00fcber Schule bis zu Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland gef\u00fchrt und wirkt sich vermehrt auch europaweit aus. Am Anfang einer gesellschaftlichen Entwicklungsphase, in der Bildung und Wissenschaft in einem viel gr\u00f6\u00dferen Umfang, als dies bisher aus der Geschichte des Menschen bekannt ist, die tech-nische Entwicklung bestimmen wird, schafft das Vorhaben eine besonders gelungene prototypische Realisierung eines neuen Bildungs- und Wissenschaftstransfer-Schaufensters &#8211; bezeichnet als Zukunftszentrum Mensch &#8211; Natur &#8211; Technik &#8211; Wissenschaft (ZMTW). Das ZMTW entwickelt innovative didaktische Inhalte zur Kompetenzvermittlung von \u00d6kotechnologie\/Bionik  und gibt neue Antworten, um die Komplexit\u00e4t und die Diversit\u00e4t der Natur als Vorbild f\u00fcr die Technik-Entwicklung der Zukunft zu nutzen. Besonders methodische Weiterentwicklungen im Bereich der dreidimensionalen Modelldarstellungen zeigen beispielhaft f\u00fcr den Bereich der \u00d6kotechnologie\/Bionik Wege auf, Wissensfortschritt und Kompetenzgewinn mit Schnelligkeit und Pr\u00e4zision in der Informations\u00fcbertragung integrativ in die Entwicklung von Umwelt-, Wissenschafts-, Wirtschafts- und Kulturbildung einzubinden. Im Rahmen des Vorhabens wurden an mehr als 250 Natur-Vorbildern Musterantworten f\u00fcr die \u00dcbertragungspotentiale in die Technik entwickelt und erstmalig in diesen Prozess die Natur direkt emotional erlebbar und kognitiv erfahrbar einbezogen um damit wesentliche Innovationseffekte auszul\u00f6sen. Im ZMTW werden  didaktisch anspruchsvolle Konzepte realisiert, nach denen eine Verkn\u00fcpfung von zweidimensionalen, fotografischen oder multimedialen Bildern mit 3-D-Gro\u00dfmodelldarstellungen, die vorwiegend direkt im Kontakt zu le-benden Beispielen in ihren nat\u00fcrlichen Biotopen pr\u00e4sentiert werden, zu innovativ vermittelten Wissen f\u00fchrt. Ausdruck der besonderen Exzellenz in diesem Bereich sind die w\u00e4hrend der Projektphase erreichte Anerkennung als Institut f\u00fcr \u00d6kotechnologie an der Universit\u00e4t Rostock, die vertraglich eingegangene Kooperation mit der Hochschule Wismar zur Integration des ZMTW in einen internationalen Masterstudiengang \u00d6kotechnologie und mit der Universit\u00e4t L\u00fcneburg zur gemeinsamen Entwicklung neuer Lehrmodule. Die Integration der \u00d6kotechnologie in den Bereich der schulischen Bildung wurde ein spe-zielles Angebot f\u00fcr Schulen besonders in Norddeutschland entwickelt und 2 p\u00e4dagogische Kr\u00e4fte speziell f\u00fcr die Umsetzung des Bildungsangebotes \u00d6kotechnologie \/ Bionik ausgebildet. Im Projektzeitraum wurde dieses neue Angebot bereits in den Jahren 2003\/2004 mit 366 Veranstaltungen erprobt. Der Anteil im Bereich f\u00fcr die schulische Bildung war mit 138 Schulklassen und 43 speziellen Lehrerfortbildungen besonders hoch. \u00dcber den Aufbau eines speziellen Ausstellungs- und Kongresshauses f\u00fcr Veran-staltungen mit bis zu 300 Teilnehmern wurde ein spezielle, neuartige Infrastruktur in innovativer \u00f6kologischer Bautechnik geschaffen, die besonders den Bereich der Wirtschaft st\u00e4rker in den Innovationsprozess auf der Basis der \u00d6kotechnologie einzubinden beginnt. Im Bereich der \u00d6kotechnologie\/Bionik Forschung waren die bereits erreichten Zwischenergebnisse des Vorhabens die Grundlage f\u00fcr die Aufnahme in das vom BMBF initiierte und gef\u00f6rderte Bionik-Kompetenznetzwerk Deutschland, in dem die Nieklitzer \u00d6kologie- und \u00d6kotechnologie-Stiftung (NICOL) mit ihrem ZMTW eine f\u00fchrende Rolle im Vorstand durch Prof. Dr. Heydemann \u00fcbernommen hat. Die extrem umfangreiche Aufbauleistung f\u00fcr das ZMTW-Projekt in 4 Jahren wurde nur m\u00f6glich, mit dem Aufbau eines Mitarbeiter-Stabes von urspr\u00fcnglich 3 Personen im Jahr 1997 auf 30-50 Mitarbeiter\/innen in der Zeit von 2002 &#8211; 2004. Das Besondere ist, dass ein Drittel des Gesamt-Projektes vom Stifter und Gr\u00fcnder eingebracht wurde, das gesamte Projekt auch von diesem entworfen und w\u00e4hrend der gesamten Bauzeit technisch und inhaltlich zusammen mit mehreren wissenschaftlichen Mitarbeitern koordiniert und betreut wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00dcber 50 spezielle Pressegespr\u00e4che, \u00fcber 250 einzelnen Projektvorstellungen gegen\u00fcber gesellschaftlicher Multiplikatoren, \u00fcber 10 Wanderausstellungen, einer Buchpublikation und mehr als 35.000 ZMTW-Besucher allein in der Bauphase &#8211; in der Besichtigung f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit m\u00f6glich war &#8211; kennzeichnen die intensive, projektbegleitende \u00d6ffentlichkeitsarbeit. In derselben Zeit wurden \u00fcber 1.100 Lehrer in Fortbildungsveranstaltungen im ZMTW in das transdisziplin\u00e4re Gebiet der \u00d6kotechnologie eingef\u00fchrt. Einschlie\u00dflich der verschiedenen Wanderausstellungen, der Pr\u00e4sentation auf der Internationalen Gartenbauausstellung 2003 und auf drei Hannover-Messen haben die \u00d6kotechnologie-Ausstellungen der NICOL-Stiftung in den letzten drei Jahren bereits \u00fcber 300.000 Besucher besucht. Insgesamt hat die Berichterstattung in \u00fcber 200 Pressepublikationen das ZMTW als eine besondere Spitzenleistung in Bezug auf Bildung und Wissenschaft und Forschung dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt ZMTW hat in der geplanten Zeit das im Antrag angestrebte inhaltliche Volumen von der Zahl der Modelle u. der Qualit\u00e4t ihrer Ausf\u00fchrung her erheblich \u00fcberschritten. Besonders ist auch die Finanzierung eines Verwaltungsgeb\u00e4udes f\u00fcr Grafik\/Design, Bibliothek und Foto-Archiv, das weltweit einmalig den Vorbild-Bereich f\u00fcr die \u00d6kotechnologie darstellt, das vom Stifter eingebracht worden ist. Dasselbe gilt f\u00fcr den ersten Werkstattbereich, hinzugekommen ist eine speziell ausgestattete Holz-, Kunststoff-, Farb- u. Metallwerkstatt von 700 m\u00b2 Gr\u00f6\u00dfe mit einem Archiv f\u00fcr Wanderausstellung u. Forschungsr\u00e4umen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt ZMTW soll die Natur als Erfinderin und Ideentr\u00e4ger darstellen, um daraus beispielhafte Teilbereiche als L\u00f6sungen f\u00fcr \u00f6kologische, organisatorische und technische Probleme von heute und f\u00fcr die Zukunft abzuleiten und vorzustellen. 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