{"id":20720,"date":"2023-07-13T15:16:39","date_gmt":"2023-07-13T13:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14138-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:42","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:42","slug":"14138-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14138-01\/","title":{"rendered":"Konzeptionelle Untersuchungen und Pilotl\u00f6sungen zur schrittweisen Entwicklung der l\u00e4ndlichen Abwasserentsorgung Tschechiens in der Dreil\u00e4nderregion Nei\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zur weiteren deutlichen Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t der Nei\u00dfe sowie zur Gew\u00e4sserg\u00fcteverbesserung der Oder durch Erreichen der G\u00fcteklasse II sollten Abwasserentsorgungsprobleme in den l\u00e4ndlichen Bereichen mit ihrem erheblichen Eintrag von zum Teil unbehandeltem Abwasser gel\u00f6st werden. Dieses sollte letztlich auch zu verringerten Einleitungen von Schadstoffen in die Ostsee f\u00fchren.<br \/>\nIn Weiterf\u00fchrung des abgeschlossenen DBU-F\u00f6rderprojektes AZ 07866-23 f\u00fcr den polnischen Bereich (Kreise Piensk\/Zgorzelec) sollte die Abwasserentsorgungskonzeption im Dreil\u00e4ndereck Deutschland-Polen-Tschechien im Rahmen des neuen Projektes beispielhaft f\u00fcr die tschechische Seite um das Einzugsgebiet Frydlant erweitert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr den abwassertechnisch wenig erfassten l\u00e4ndlichen Bereich auf tschechischem Gebiet (Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern) waren am Beispiel des Einzugsgebietes des Flusses Smeda mit erheblichen diffusen Belastungen von Oberfl\u00e4chen- und Grundw\u00e4ssern auf der Grundlage der vorhandenen abwassertechnischen Zielplanung die Ergebnisse aus dem Projekt AZ 07866 aufzubereiten und zu verbreiten. Die Hauptziele waren:<br \/>\n&#8211;\tAufbereitung des erworbenen Wissens aus den konzeptionellen Untersuchungen im polnischen l\u00e4ndlichen Grenzgebiet zu Deutschland f\u00fcr die Tschechische Seite;<br \/>\n&#8211;\tBereisung \/ Begehung des Einzugsgebietes des Gew\u00e4ssers Smeda zur Erstellung eines Abwasserkatasters und Durchf\u00fchrung der erforderlichen Auswertungen;<br \/>\n&#8211;\tInnovatives Konzept der Kl\u00e4rschlammentsorgung f\u00fcr das Gebiet Smeda;<br \/>\n&#8211;\tPublizierung der Ergebnisse.<br \/>\nNutznie\u00dfer des Projektes sollten die tschechischen Gemeinden im Dreil\u00e4ndereck und alle deutschen Gemeinden in diesem Gebiet durch die weitere Verbesserung der Gew\u00e4sserg\u00fcte (Mehrfachwassernutzung, Sport\/Erholung, Angeln, \u00d6kologie u. a.) sein. Die Einbindung der Gemeinden erfolgte durch die direkte Zusammenarbeit mit den B\u00fcrgermeistern und dem Zweckverbandsvorsitzenden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die relevanten Einleiter im Einzugsgebiet wurden anhand verschiedener Unterlagen ermittelt. Es wurde gemeinsam mit dem Umweltamt\/B\u00fcrgermeistern eine Liste erstellt, welche die Einleitstellen kennzeichnet. Diese Liste sollte durch das Umweltamt fortgef\u00fchrt werden. Einige der vorhandenen Einleitstellen (Kl\u00e4ranlagen) wurden vom Ingenieurb\u00fcro Eppler besucht. Die vorhandenen Daten wurden unter Erfassung vorhandener Daten der Abwassereinleiter zusammengestellt.<br \/>\nDie Regenwasserentsorgung erfolgt insbesondere in den l\u00e4ndlichen Orten nach dem Grundsatz: So viel versickern wie m\u00f6glich, so wenig ableiten wie n\u00f6tig. Dies sollte bei unbelasteten Niederschlagsw\u00e4ssern beibehalten werden.<br \/>\nZusammenfassend konnten folgende Punkte f\u00fcr die allgemeine Situation der Herkunft des Abwassers in dem zu untersuchendem Gebiet dargelegt werden:<br \/>\nKommunales Abwasser    \t78 %<br \/>\nGewerbliches Abwasser   \t22 %.<br \/>\nDie Indirekteinleiter bzw. die Kl\u00e4ranlagen\/Vorbehandlungsanlagen der privaten Betriebe waren teilweise sanierungsbed\u00fcrftig. Im Wesentlichen waren aber die anfallende Abwassermenge u. auch die Abwasserinhaltsstoffe der Indirekteinleiter im Verh\u00e4ltnis zu den kommunalen Eintr\u00e4gen als gering einzusch\u00e4tzen.<br \/>\nHauptaugenmerk war auf den vollst\u00e4ndigen Anschluss (sofern wirtschaftlich-technisch sinnvoll) im kommunalen Bereich zu legen.<br \/>\nAuf Grund der finanziellen Gesamtsituation der Kommunen konnte das nur schrittweise im Zeitraum 2020 &#8211; 2030 m\u00f6glich werden. Die vorhandenen Ableitungssysteme (Kanalnetze) waren zum gro\u00dfen Teil in einem schlechten Zustand. H\u00e4ufig waren folgende technische und bauliche M\u00e4ngel zu beobachten:<br \/>\n&#8211;\tschlechtes Leitungsmaterial,<br \/>\n&#8211;\tschlechter Verlegezustand,<br \/>\n&#8211;\tundichte Rohrverbindungen,<br \/>\n&#8211;\tzu flache Lage,<br \/>\n&#8211;\tLochfra\u00df -> Undichtigkeiten,<br \/>\n&#8211;\tkeine bzw. undichte Sch\u00e4chte.<br \/>\nDie M\u00e4ngel auf den vorhandenen Kl\u00e4ranlagen sind:<br \/>\n&#8211;\tungeeigneter Materialeinsatz,<br \/>\n&#8211;\tfalsche Auslegung (z. B. unzureichende Bel\u00fcftung),<br \/>\n&#8211;\tungen\u00fcgende Maschinenleistung,<br \/>\n&#8211;\tdie Kl\u00e4rschlammentsorgung bzw. Konditionierung.<br \/>\nDiese M\u00e4ngel k\u00f6nnen nur schrittweise abgebaut werden. Die begonnenen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen f\u00fcr den weiteren Ausbau der Kanalnetze und Standorte der Abwasserbehandlungsanlagen sollten fortgef\u00fchrt und deren Ergebnisse betriebswirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden.<br \/>\nAls die \u00f6konomisch g\u00fcnstige Variante bei der Kl\u00e4rschlammentsorgung wurde die landwirtschaftliche Verwertung des durch die station\u00e4re Entw\u00e4sserung entw\u00e4sserten Schlammes durch eine umfangreiche Kostenvergleichsrechnung ermittelt. Das Ergebnis entspricht dem Trend in der Tschechischen Republik, wo die landwirtschaftliche Verwertung als kosteng\u00fcnstigste Art der Entsorgung des Schlammes gesehen wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zum Projekt liegt der umfassende Abschlu\u00dfbericht vom 18. M\u00e4rz 2002 mit zeichnerischen Unterlagen (Lagepl\u00e4ne) vor.<br \/>\nDie Studie wurde der Euroregion Nisa \u00fcbergeben und im Textteil \u00fcbersetzt. Zu Anschauungszwecken und Einsichtnahme zur Durchf\u00fchrung von Kostenvergleichsrechnungen wurden diese \u00dcbersetzungen auch den zust\u00e4ndigen Zweckverb\u00e4nden und den B\u00fcrgermeistern der entsprechenden Regionen nutzbar gemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes wurden zur Vorbereitung und Ausf\u00fchrung von Pilotanlagen mit Beispielcharakter und f\u00fcr den Transfer innovativer Technologien f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Bereich Probleml\u00f6sungen konkret aufgezeigt und weiterf\u00fchrende Ma\u00dfnahmen angeregt. Die abwassertechnischen Abwasserbehandlungs- und -entsorgungsm\u00f6glichkeiten wurden nach technisch-wirtschaftlichen Kriterien (Kostenvergleichs- und Kosten-Nutzen-Untersuchungen) aufgezeigt. Die vorhandenen Anlagen sollten optimiert und besser ausgelastet werden. Den von dem Zweckverband Frydlant und den B\u00fcrgermeistern dieser Region angestrebten Verbesserungen in der Ableitung und Behandlung von Schmutz- und Regenwasser waren jedoch enge finanzielle Grenzen gesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zur weiteren deutlichen Verbesserung der Wasserqualit\u00e4t der Nei\u00dfe sowie zur Gew\u00e4sserg\u00fcteverbesserung der Oder durch Erreichen der G\u00fcteklasse II sollten Abwasserentsorgungsprobleme in den l\u00e4ndlichen Bereichen mit ihrem erheblichen Eintrag von zum Teil unbehandeltem Abwasser gel\u00f6st werden. Dieses sollte letztlich auch zu verringerten Einleitungen von Schadstoffen in die Ostsee f\u00fchren. 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