{"id":20713,"date":"2024-11-27T10:42:12","date_gmt":"2024-11-27T09:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/32618-02\/"},"modified":"2024-11-27T10:42:16","modified_gmt":"2024-11-27T09:42:16","slug":"32618-02","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/32618-02\/","title":{"rendered":"Integration von wiederverwendbaren Bauteilen und Recyclingbaustoffen und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Planungs- und Bauprozess eines Neubaus der Stadtwerke Neustadt (Phase 2)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Vorhaben hatte zum Ziel, modellhaft zu erproben, wie sich energieeffizientes Bauen<br \/>\nunter Ber\u00fccksichtigung des hochwertigen Einsatzes von Recyclingbaustoffen und der<br \/>\nWiederverwendung von Bauteilen durch ein interdisziplin\u00e4r arbeitendes Team<br \/>\nzusammenf\u00fchren l\u00e4sst und welche umweltrelevanten Effekte sich daraus ergeben. Dar\u00fcber<br \/>\nhinaus wurde die Demontierbarkeit des Geb\u00e4udes (konstruktiv) betrachtet. Damit<br \/>\nnachvollziehbar Reparaturen und Ver\u00e4nderungen am Geb\u00e4ude oder gezielt Planungen zur<br \/>\nerneuten Verwendung bzw. Entsorgung durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, sollen die im<br \/>\nBauwerk verwendete Baustoffe und Bauteile in einem Bauteilkatalog dokumentiert werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Forschungsergebnisse der 1. Projektphase (Planung) wurden im Zuge des Bauprozesses<br \/>\numgesetzt. Dabei wurden die Auswirkungen und Konsequenzen f\u00fcr den Bauablauf<br \/>\nuntersucht. Das Spektrum des Einsatzes von Recyclingbaustoffen und wiederverwendbaren<br \/>\nBauteilen wurde im Hinblick auf die Ausbaugewerke untersucht und deren Potenziale<br \/>\nermittelt. Die Lebenszyklusanalyse wurde auf die Anlagentechnik und das Gesamtgeb\u00e4ude<br \/>\nausgeweitet. Es wurde ein Monitoringkonzept ausgearbeitet und ein Energiemonitoring<br \/>\ndurchgef\u00fchrt. Der gesamte Prozess und die Bauteildaten wurden dokumentiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit der Planung und dem Bau des Neubaus der Stadtwerke Neustadt in Holstein konnte<br \/>\nerfolgreich gezeigt werden, dass Energie- und Ressourceneffizienz in einem konstruktiv und<br \/>\narchitektonisch qualit\u00e4tvollem Geb\u00e4ude zusammengef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nEine wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass mit dem Auftraggeber eine entsprechende<br \/>\nZielsetzung formuliert und vereinbart wird, und diese durch interdisziplin\u00e4re<br \/>\nZusammenarbeit und intensive Abstimmung der verschiedenen am Planungsprozess<br \/>\nbeteiligten Akteure konsequent verfolgt wird.<br \/>\nDie zur Umsetzung eines klimaneutralen Technikkonzeptes erforderlichen Komponenten<br \/>\nstehen zur Verf\u00fcgung, so dass eine Realisierung technisch m\u00f6glich ist. Es ist dennoch<br \/>\nratsam, einfache technische Strategien einzusetzen, um einen m\u00f6glichst einfachen<br \/>\nGeb\u00e4udebetrieb zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nDie f\u00fcr eine ressourcenschonende Bauweise erforderlichen Materialien und Bauprodukte<br \/>\nstehen zur Zeit nur teilweise zur Verf\u00fcgung. Baumaterialien aus erneuerbaren Rohstoffen<br \/>\nsind insbesondere in Form von Holz verf\u00fcgbar. Weitere Materialien (z.B. Seegras) m\u00fcssen<br \/>\nsich noch weiter am Markt etablieren. Recyclingprodukte, die nicht als zertifizierte oder<br \/>\nbautechnisch zugelassene Produkte verf\u00fcgbar sind, sind nur mit Hemmnissen integrierbar.<br \/>\nAllerdings w\u00e4chst der Markt f\u00fcr zertifizierte Recyclingprodukten und Produkte mit<br \/>\nRecyclinganteilen, so dass hier verbesserte Perspektiven zu erwarten sind.<br \/>\nIn einem Geb\u00e4ude f\u00fcr einen \u00f6ffentlichen Auftraggeber, ist es mit gro\u00dfen Hemmnissen<br \/>\nverbunden, \u0084alte\u0093 Bauteile wieder zu verwenden. Materialbeschaffung, Materiallagerung<br \/>\nund vergaberechtliche H\u00fcrden erschweren die Umsetzung. Dennoch ist es m\u00f6glich, bei<br \/>\nvielen Bauteilen, und auch in nennenswertem Umfang ressourcenschonende Baustoffe<br \/>\neinzusetzen.<br \/>\nDie Bedeutung eines Monitorings hat sich darin gezeigt, dass Fehler bei den technischen<br \/>\nInstallationen entdeckt werden konnte. Die Klimaneutralit\u00e4t wurde durch das<br \/>\nEnergiemonitoring best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt wurde auf Fachveranstaltungen vorgestellt und mehrfach ver\u00f6ffentlicht. Eine<br \/>\nFachtagung zu den Nachhaltigkeitsaspekten des demontierbaren Bauens und der<br \/>\nIntegration von wiederverwendbaren Bauteilen und Recyclingbaustoffen bei der Erstellung<br \/>\nvon Geb\u00e4uden wurde durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Projekt konnte gezeigt werden, dass es unter den aktuellen Randbedingungen<br \/>\nm\u00f6glich ist, ein ressourceneffizientes, CO2-neutrales Geb\u00e4ude zu planen und zu realisieren.<br \/>\nDie Qualit\u00e4t des Projekts wurde anhand verschiedener Auszeichnungen in konzeptioneller,<br \/>\ntechnischer und architektonischer Hinsicht best\u00e4tigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Vorhaben hatte zum Ziel, modellhaft zu erproben, wie sich energieeffizientes Bauen unter Ber\u00fccksichtigung des hochwertigen Einsatzes von Recyclingbaustoffen und der Wiederverwendung von Bauteilen durch ein interdisziplin\u00e4r arbeitendes Team zusammenf\u00fchren l\u00e4sst und welche umweltrelevanten Effekte sich daraus ergeben. 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