{"id":20681,"date":"2023-07-13T15:16:35","date_gmt":"2023-07-13T13:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13975-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:36","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:36","slug":"13975-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13975-01\/","title":{"rendered":"Bau eines gl\u00e4sernen Funktionsmusters einer Hauskl\u00e4ranlage auf Basis der Biomembrantechnologie als dezentrales Abwasserreinigungsverfahren und Entwicklung einer kontinuierlichen Funktions- und Qualit\u00e4ts\u00fcberwachung f\u00fcr Kleinkl\u00e4ranlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens war der Bau einer gl\u00e4sernen Demonstrationsanlage zur Verbreitung und Veranschaulichung der f\u00fcr Kleinkl\u00e4ranlagen neuartigen Biomembrantechnologie. Die Verfahrenskombination aus Mikrofiltration und Dickschlammbiologie sollte eine Abwasserqualit\u00e4t erzeugen, die sich durch eine hohe hygienische Qualit\u00e4t und die sehr weitgehende Entfernung organischer Stoffe auszeichnet. Des Weiteren sollte die gl\u00e4serne Anlage eine im Rahmen des Vorhabens entwickelte kontinuierlich funktionierende Qualit\u00e4ts\u00fcberwachung f\u00fcr Kleinkl\u00e4ranlagen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt war in vier Phasen gegliedert. In der ersten Phase wurde die Konzeption der messtechnischen Erfassung und der Bau des Funktionsmusters durchgef\u00fchrt. In der zweiten Phase erfolgte die Erprobung des Funktionsmusters und die Anpassung der \u00dcberwachungsmethode. Die f\u00fcr Abwasser relevanten chemischen, physikalischen und mikrobiellen Parameter wurden im Zu- und Ablauf intensiv untersucht. In der dritten Phase wurde der Prototyp angefertigt. In der vierten Phase erfolgte die Erprobung des Prototyps und die Anpassung der Methode zur \u00dcberwachung. Die f\u00fcr Abwasser relevanten chemischen-, physikalischen- und mikrobiellen Parameter wurden im Zu- und Ablauf in dieser Phase intensiv untersucht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der innerhalb des Forschungsvorhabens entwickelte Prototyp wurde ein Jahr lang in der Technischen Universit\u00e4t Berlin (Fachbereich Verfahrenstechnik) mit den Abw\u00e4ssern des B\u00fcrogeb\u00e4udes betrieben. Das anfallende Abwasser wies dementsprechend eine f\u00fcr h\u00e4usliches Abwasser untypisch hohe Belastung auf. Der Prototyp erm\u00f6glichte aber einen stabilen Anlagenbetrieb mit einem hohen biologischen Abbaugrad von \u00fcber 99%.<br \/>\nDie bakteriologischen Untersuchungen zeigten eine sehr weitgehende Keimfreiheit. Das in das Projekt ein-bezogene Umweltbundesamt stellte fest, dass sich das erzeugte Abwasser durch eine hohe hygienische Qualit\u00e4t und eine sehr weitgehende Entfernung organischer Stoffe auszeichnet. Die Grenzwerte der Richtlinie \u00fcber die Qualit\u00e4t von Badegew\u00e4ssern wurden weit unterschritten und die hygienischen Belange von Bew\u00e4sserungswasser (DIN 19650, Stand Februar 1999) wurden eingehalten. Des weiteren wurde eine \u00dcberwachungseinheit f\u00fcr das ablaufende Filtrat auf Basis eines Farb-Lasers entwickelt, der die sichere Detektion von Membranbesch\u00e4digungen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Firma Busse GmbH, Zaucheweg 6, 04457 Baalsdorf, Ansprechpartner: Herr Busse, Herr Belz, Tel: 03 41\/6 59 84-0, Fax -10; Haus der Umwelt e. V., Torauer Stra\u00dfe 76, 04318 Leipzig, Ansprechpartner: Herr Hirschfeld, Tel:  03 41\/23 23-195, Fax: -196.<br \/>\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit:<br \/>\nDamit ein m\u00f6glichst weitreichendes Verst\u00e4ndnis und eine Sensibilisierung f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten, die sich durch die Qualit\u00e4tsverbesserung mit Mikrofilt-rationsmembranen in der dezentralen Abwasserreinigung ergeben, geschaffen wird, wurden von der Firma Busse die nachfolgenden drei ver-schiedenen Anlagen er-stellt, die auf mehreren B\u00fcrgerforen und Messen pr\u00e4sentiert wurden.<br \/>\n&#8211; Eine BioMIR\u00e2 f\u00fcr 4 EW mit umfangreicher Messtechnik, die \u00fcber ein Jahr lang in der TU-Berlin mit dem Abwasser des B\u00fcrogeb\u00e4udes betrieben wird. Diese Anlage wurde intensiv und mit Einbindung des Umweltbundesamtes auf ihre chemische, physikalische und bakteriologische Reinigungsleistung untersucht. Die Ergebnisse wurden in einem Bericht der TU-Berlin dokumentiert und bilden die Grundlage f\u00fcr die Stellungnahme des Umweltbundesamtes zu den in diesem Projekt erzielten Ergebnissen.<br \/>\n&#8211; Eine gl\u00e4serne BioMIR\u00e2 f\u00fcr 4 EW mit Bullaugen, die den B\u00fcrgern einen Einblick in die Funktion gibt und gleichzeitig eine Beurteilung des Platzbedarfs einer modernen Hauskl\u00e4ranlage erm\u00f6glicht.<br \/>\n&#8211; Ein Modell aus durchsichtigem Plexiglas, das mit Wasser und mit Schlamm auf Messen und Ausstellungen betrieben werden kann. Es ist dadurch einerseits das Prinzip der Filtration erkennbar, aber auch andererseits die hohe Trennleistung der Membran, wenn aus dicker brauner Br\u00fche ein klares Filtrat abl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die im Projekt erzielten Ergebnisse dokumentieren die erhebliche Leistungssteigerung, die in der dezentralen Abwasserreinigung mit der sogenannten Kleinkl\u00e4ranlage BioMIR\u00e2 der Firma Busse m\u00f6glich sind.<br \/>\nNach den Ausf\u00fchrungen des Umweltbundesamtes ist aber auch zu beachten, dass selbst bei sehr guter chemischer und mikrobiologischer Reinigung des h\u00e4uslichen Abwassers mit einer Kombination aus intensivierter biologischer Reinigung und Mikrofiltration das gereinigte Abwasser noch kein Trinkwasser ist. Damit werden alle Nutzungen ausgeschlossen, f\u00fcr die die Qualit\u00e4t Trinkwasser aus hygienischen, stofflichen und \u00e4sthetischen Gr\u00fcnden gefordert wird bzw. gesetzlich fixiert ist.<\/p>\n<p>Folgende Grunds\u00e4tze lassen sich f\u00fcr die Weiterverwendung membrangereinigten Abwassers f\u00fcr verschiedene Fallgruppen ableiten:<br \/>\n&#8211; Die unterirdische Versickerung und die oberirdische Einleitung in Gew\u00e4sser ist zul\u00e4ssig.<br \/>\n&#8211; Die drucklose Verrieselung im Garten ist zul\u00e4ssig.<br \/>\n&#8211; Gereinigtes Abwasser soll nicht ins Haus zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.  <\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Interesse, das dem Produkt nach den Ausf\u00fchrungen der Firma Busse auf den Messen entgegengebracht wurde, zeigt, dass ein gro\u00dfer Personenkreis sich f\u00fcr eine leistungsf\u00e4hige und hochwertige L\u00f6sung f\u00fcr die Abwasserentsorgung im dezentralen Bereich interessiert. Dieses Interesse geht nicht nur von privaten Endkunden, sondern vor allem auch von Beh\u00f6rdenvertretern aus. Mit der BioMIR\u00e2 k\u00f6nnen diese den B\u00fcrgern bei proble-matischen Ableitbedingungen anlagentechnische L\u00f6sungen vorschlagen, die auch kontinuierlich \u00fcberwacht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Projekt wurde von der Firma Busse auch in einem Arbeitskreis im Rahmen der Sommerakademie 2000 im IBZ St. Marienthal vorstellt; das Vorhaben erg\u00e4nzte die Diskussion \u00fcber membrantechnische Anlagen in hervorragender Weise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens war der Bau einer gl\u00e4sernen Demonstrationsanlage zur Verbreitung und Veranschaulichung der f\u00fcr Kleinkl\u00e4ranlagen neuartigen Biomembrantechnologie. 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