{"id":20679,"date":"2023-07-13T15:16:35","date_gmt":"2023-07-13T13:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/14031-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:37","slug":"14031-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/14031-01\/","title":{"rendered":"Ganzheitlich optimiertes Energie- und L\u00fcftungskonzept unter Einbindung von Doppelfassaden am Beispiel des Niedrigenergieb\u00fcrogeb\u00e4udes Neues Tor am Rathaus in Aalen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Zielsetzung des Vorhabens war, ein B\u00fcrogeb\u00e4ude zu realisieren, das hohen Komfortanspr\u00fcchen gen\u00fcgt, sich jedoch auch in der zweiten Miete, also in niedrigen Betriebskosten, auszeichnet. Aufgrund der Lage des Geb\u00e4udes an einer vielbefahrenen Stra\u00dfe, war es erforderlich, eine L\u00e4rmbel\u00e4stigung der Nutzer des Geb\u00e4udes zu verhindern. Dies war bei \u00fcblicher Fensterl\u00fcftung nahezu ausgeschlossen. Daneben soll das Raumprogramm flexibel organisiert sein, um die M\u00f6glichkeit der Vermietung bzw. des Verkaufs zu erleichtern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm den gestellten Anforderungen gerecht zu werden, wurde in die zweischalige Fassade (Doppelfassade) das L\u00fcftungskonzept integriert. Neben dem Schallschutz wird dadurch einerseits erreicht, dass im Winter die Zuluft \u00fcber Solarstrahlung vorgew\u00e4rmt wird und somit zu einer Verringerung des Heizw\u00e4rmebedarfs f\u00fchrt. Andererseits k\u00f6nnen die Transmissionsw\u00e4rmeverluste der inneren Fassade teilweise wieder zur\u00fcckgewonnen werden. F\u00fcr die benachteiligte Nordwestseite wird im Winter die Zuluft mittels eines Luftkollektors vorgew\u00e4rmt. Dadurch werden weitere Einsparungen erreicht. Bei heutiger B\u00fcronutzung entsteht teilweise bereits durch interne W\u00e4rmequellen (Personen, PC, Drucker etc.) K\u00fchlbedarf. Eine Klimatisierung schlie\u00dft sich &#8211; bei innovativen Energiekonzepten &#8211; aufgrund des daraus resultierenden hohen Energiebedarfs nahezu aus. Um dennoch einen ausreichenden Komfort zu gew\u00e4hrleisten, wurden unter anderem die zur Verf\u00fcgung stehenden nat\u00fcrlichen K\u00e4ltequellen mittels eines Erdw\u00e4rmetauschers herangezogen. Die Voraussetzungen sind hier sehr g\u00fcnstig, da eine zweigeschossige Tiefgarage bereits vorgesehen war. Durch die Aufdoppelung der W\u00e4nde entstand ein Kanal, durch den die Zuluft ins Treppenhaus gelangt und von dort \u00fcber kleine Ventilatoren in die B\u00fcrobereiche. Um im Sommer bei herabgelassenen Sonnenschutz das Zuschalten von Kunstlicht (wie es vielfach geschieht) zu vermeiden, wird der Oberlichtbereich der Fassade nicht verschattet. Damit kann einerseits die interne W\u00e4rmelast gesenkt werden und andererseits wird der Strombedarf f\u00fcr Kunstlicht verringert. Um Blendungen zu vermeiden wird mittels sogenannter Lightshelves (die auf der Innenseite angebracht sind) die direkte Sonnenstrahlung an die helle Decke umgelenkt, wodurch \u00fcber die Raumtiefe ein gleichm\u00e4\u00dfige Raumausleuchtung gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Auswertung der Messdaten best\u00e4tigt weitgehend das Funktionieren und zeigt hinsichtlich der im Vorfeld der Planung durchgef\u00fchrten Simulationsberechnungen eine gute \u00dcbereinstimmung. Die maximal auftretenden Raumtemperaturen liegen im akzeptablen Bereich, sofern alle Regelungsfunktionen korrekt arbeiten. Allerdings f\u00fchren Fehlfunktionen, wie sich nicht \u00f6ffnende L\u00fcftungsklappen, sehr schnell zu einer Beeintr\u00e4chtigung des thermischen Komforts, da keine Sicherheiten (Hosentr\u00e4ger-Systeme) vorhanden sind. Andererseits wird dadurch auch vorgebeugt, dass Fehlfunktionen \u00fcber einen erh\u00f6hten Energieverbrauch ausgeglichen werden, wenn sich niemand darum k\u00fcmmert. Dies ist das prinzipielle Problem vieler Geb\u00e4ude, dass die Wartung und Regelung vernachl\u00e4ssigt wird und\/oder das Bedienungspersonal nicht ausreichend geschult ist und dadurch ein hoher Energieverbrauch verursacht wird. Aus diesem Grund gewinnt der Bereich Facility Management in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung.<br \/>\nDie Vergleiche der Messdaten der MDE mit den Daten der GLT zeigen, dass die Genauigkeit teilweise sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Den Bauherrn, Planern und ausf\u00fchrenden Firmen muss bewusst sein, dass nur mit verl\u00e4sslichen Messwertgebern ein Geb\u00e4ude nutzergerecht und Energie sparend gesteuert und geregelt werden kann. In den Ausschreibungen m\u00fcssen hierf\u00fcr Genauigkeitsvorgaben getroffen werden. Der Bauherr muss zun\u00e4chst h\u00f6here Kosten hierf\u00fcr aufbringen, diese amortisieren sich aber w\u00e4h-rend des Betriebs und f\u00fchren zu mehr Behaglichkeit und damit zur Zufriedenheit des Nutzers.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Neben verschiedenen Artikeln in der lokalen Presse wurde das Projekt in der Zeitschrift Intelligente Architektur, M\u00e4rz\/April 2001, ver\u00f6ffentlicht. Zudem wird das Projekt auf der Website von Transsolar dargestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die prinzipielle Auslegung der Komponenten hat sich best\u00e4tigt und die Funktion konnte nachgewiesen werden. Die messtechnische Untersuchung belegt wie essentiell die Einregulierungsphase der Steuer- und Regelungstechnik des Geb\u00e4udes ist. Nach den vorliegenden Ergebnissen ist diese Phase noch nicht zur Zufriedenheit aller Bereiche umgesetzt. Es k\u00f6nnen noch weitere Optimierungspotentiale erschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Zielsetzung des Vorhabens war, ein B\u00fcrogeb\u00e4ude zu realisieren, das hohen Komfortanspr\u00fcchen gen\u00fcgt, sich jedoch auch in der zweiten Miete, also in niedrigen Betriebskosten, auszeichnet. Aufgrund der Lage des Geb\u00e4udes an einer vielbefahrenen Stra\u00dfe, war es erforderlich, eine L\u00e4rmbel\u00e4stigung der Nutzer des Geb\u00e4udes zu verhindern. 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